Markus Reuter
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: Spanien: Bericht kritisiert „digitale Repression“ gegen Referendum
Feuerwehrleute auf einer Demonstration gegen Polizeigewalt am 3. Oktober. : Spanien: Bericht kritisiert „digitale Repression“ gegen Referendum Bürgerrechtler aus Katalonien kritisieren in einem Bericht Beschlagnahmungen, Razzien, Websperren und lokale Abschaltungen des Internets anlässlich des Unabhängigkeitsreferendums. Sie beklagen massive Einschränkungen ihrer Grundrechte.
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: #NotHeidisGirl: Instagram-Protest gegen utopische Schönheitsideale
Die Aktion geht so: Schild malen, Foto machen, mit Hashtag und Aufruf posten. : #NotHeidisGirl: Instagram-Protest gegen utopische Schönheitsideale Heidi Klum nutzt Instagram für ihren Aufruf zum Casting für die nächste Staffel von Germanys Next Topmodel. Dort sollen Kandidatinnen ihre Bewerbungsfotos mit einem Hashtag posten. Tausende folgten bislang dem Aufruf. Doch jetzt bekommt Klum auf der gleichen Plattform Gegenwind unter einem anderen Hashtag: #NotHeidisGirl.
Gestartet wurde die Aktion von einer feministischen Gruppe aus Mönchengladbach, die sich „Vulvarines“ nennt. Im Aufruf heißt es, dass sich die Aktion gegen die „utopischen Schönheitsideale Germanys Next Topmodels“ richte, welche Menschen jeglichen Geschlechts unter Druck setzten. Bislang haben sich mehr als 100 Menschen beteiligt, mit steigender Tendenz.
https://www.instagram.com/p/BZT-K64lzEa/
https://www.instagram.com/p/BZwgvaYle_O/
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: Mehr als 500 Podcasts von und mit Frauen in Deutschland
Nele Heises Sammlung wächst und wächst. (bearbeiteter Screenshot) : Mehr als 500 Podcasts von und mit Frauen in Deutschland Noch nie gab es so viele Podcasts unter Beteiligung von Frauen. Trotz des Booms bleiben deren Produktionen oft weniger sichtbar. Die Medienforscherin Nele Heise und viele andere in der Community wollen das ändern.
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: Ab heute gilt das NetzDG – und das sind die Gefahren für die Meinungsfreiheit
Das NetzDG richtet sich gegen Hassinhalte, führt aber oft zu Sperrungen von antirassistischen Accounts. : Ab heute gilt das NetzDG – und das sind die Gefahren für die Meinungsfreiheit Kein netzpolitisches Vorhaben der Großen Koalition ist auf so viel Empörung und Widerstand gestoßen. Am 1. Oktober tritt das Netzwerkdurchsetzungsgesetz in Kraft, die Gefahren für die Meinungsfreiheit bleiben trotz Nachbesserungen bestehen.
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: Apps & Dienste: Die Telefonnummer löst die Mailadresse ab
: Apps & Dienste: Die Telefonnummer löst die Mailadresse ab Mailadressen kann sich jeder in ein paar Minuten erstellen, eine Telefonnummer haben wir meistens über Jahre. Internetunternehmen gehen nun dazu über, die Telefonnummer verpflichtend abzufragen. Das ist schlecht für Datenschutz, Privatsphäre und Meinungsfreiheit.
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: Nicht nur Bunnies: Hugh Hefner, der Bürgerrechtler
Hugh Hefner war nicht nur Gründer des Playboy-Magazins, sondern auch Bürgerrechtler : Nicht nur Bunnies: Hugh Hefner, der Bürgerrechtler Playboy-Gründer Hugh Hefner ist tot. Vor lauter Erotik, Bunnies und berechtigter Kritik in Sachen Sexismus geht da mitunter der Bürgerrechtler Hefner in den Nachrufen ein bisschen unter. Dabei engagierte sich Hefner zeitlebens gegen Zensur und für Bürgerrechte.
Angefangen vom Playboy Jazz Festival, bei dem zu Zeiten der Segregation schon schwarze Musiker auftraten und Einnahmen für Bürgerrechtsorganisationen gespendet wurden. Auf den Festivals spielten schwarze und weiße Musiker zusammen auf der Bühne. In seinen Playboy Clubs hatten Schwarze Zutritt, damals alles andere als normal. Sein Playboy-Magazin sprach sich für das Recht auf Abtreibung aus, Hefner setzte sich mit der Playboy Foundation gegen Zensur ein und spendete Geld an die Bürgerrechtsorgansation ACLU. In den neunziger Jahren spendete er 100.000 Dollar an die University of California um einen Kurs über „Zensur im Kino“ zu finanzieren. Ein Artikel bei Quartz berichtet über diese Seite Hefners, ein Nachruf im Rolling Stone gibt einen weiteren Überblick.
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: 800 Seiten Daten von Tinder
Schild an der Vaucluse Lounge in Hollywood, Kalifornien. : 800 Seiten Daten von Tinder Judith Duportail nutzt seit knapp vier Jahren die Dating-App Tinder. Nun hat sie beim Unternehmen nach den Daten gefragt, die über sie gespeichert sind. Das ist nach europäischem Recht möglich, die Firmen müssen antworten. Nach der Anfrage kamen 800 Seiten mit privaten Daten. Sie enthielten Facebook-Likes, Fotos aus ihrem zwischenzeitlich gelöschten Instagram-Account, das Altersprofil der Männer, für die sie sich interessierte, und natürlich die Chat-Daten mit den Personen. Und vieles, vieles mehr.
In Duportails Artikel im Guardian steckt ein schönes Zitat von Luke Stark, einem Technologiesoziologen an der Dartmouth University. Er sagt, dass wir Daten nicht fühlen könnten. Der Ausdruck der 800 Seiten, die Materialisierung der Daten, berühre hingegen.
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: Referendum in Katalonien: Spanien blockiert zahlreiche Webseiten
Protest vor dem höchsten Gericht Kataloniens in Barcelona am 21. September. : Referendum in Katalonien: Spanien blockiert zahlreiche Webseiten In der politischen Auseinandersetzung um das Unabhängikeitsreferendum in Katalonien greift die spanische Zentralregierung zu immer drastischeren Mitteln. Eines davon ist die Sperrung von Webseiten.
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: Die Katze ist mausgerutscht – und hat den Tauber bedroht
: Die Katze ist mausgerutscht – und hat den Tauber bedroht In unserer Reihe „Mausrede des Tages“ gibt es einen neuen schönen Fall. Ein 45-jähriger Handwerker wurde vom Amtsgericht Düsseldorf zu einer Geldstrafe von 2.000 Euro verurteilt, weil er CDU-Generalsekretär Peter Tauber ein „primitives Mobberschwein“ genannt und ihm mit dem Tod gedroht hatte, berichtet die Fuldaer Zeitung.
Der Angeklagte hatte das Posting auf Facebook verfasst. Nach seiner Darstellung sei dann die Katze auf die Tastatur gesprungen und hätte auf Senden gedrückt. Der Richter nannte diese Version des Tathergangs eine Schutzbehauptung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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: Französisches Innenministerium geht gegen Indymedia-Seiten vor
Für die Löschung eines Bekennerschreibens beruft sich das französische Innenministerium auf ein Anti-Terror-Gesetz. (Symbolbild) : Französisches Innenministerium geht gegen Indymedia-Seiten vor Die Bürgerrechtsorganisation La Quadrature du Net berichtet, dass das französische Innenministerium gegen Indymediaseiten aus Nantes und Grenoble vorgeht. Das Ministerium forderte die mutmaßlichen Betreiber auf, ein anonymes Posting zu löschen, in dem die Verantwortung für einen Brandanschlag auf einen Polizeihangar übernommen wird. Dem kamen die Webseiten nach, offenbar um zu vermeiden, auf die französische Zensurliste gesetzt zu werden.
La Quadrature kritisiert, dass die Löschung ohne Gerichtsbeschluss gefordert wurde, und nennt das Vorgehen einen „absurden und schockierenden Akt der Zensur“. Das Ministerium beruft sich auf ein Anti-Terror-Gesetz aus dem Jahre 2014. Laut La Quadrature ist es das erste Mal, dass ein Inhalt außerhalb des Themenfeldes „islamistischer Terror“ mit diesem Gesetz bekämpft werde.
Zuletzt war das deutsche Innenministerium gegen die Webseite linksunten.indymedia.org vorgegangen. Die Maßnahmen hatten einen Streit über die rechtlichen Grundlagen und die Kommunikation des Ministeriums ausgelöst. Reporter ohne Grenzen hatte das Verbot als „rechtsstaatlich äußerst fragwürdig“ kritisiert.
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: Bewertungsportale: Wenn es der Künstlichen Intelligenz gut geschmeckt hat
Wieviel Vertrauen kann man Bewertungen im Netz noch schenken, wenn neben bezahlten Menschen auch noch Computer Rezensionen schreiben? (Screenshot) : Bewertungsportale: Wenn es der Künstlichen Intelligenz gut geschmeckt hat Wenn es um die Bewertung von Produkten, Hotels und Restaurants geht, dann verlassen sich viele Menschen auf Rezensionen, die auf Amazon oder Bewertungsportalen stehen. Schon immer war das System anfällig für Fälschungen und gekaufte Rezensionen, die Produkte und Orte künstlich auf- oder abwerteten. Zu diesem Problem gesellt sich jetzt noch ein weiteres: Wissenschaftler der University of Chicago haben eine Künstliche Intelligenz geschaffen, die selbst Rezensionen schreibt – und dabei kaum von menschlichen Texten unterscheidbar ist.
In ihrer Arbeit „Automated Crowdturfing Attacks and Defenses in Online Review Systems“ behaupten die Wissenschaftler, dass die Texte weder von derzeitigen Fake-Kontrollsystemen der Plattformen noch durch menschliche Reviewer zu erkennen seien. Probeleser sollten in der Studie die Texte daraufhin bewerten, ob sie „hilfreich“ seien. Die automatisiert erstellten Texte erreichten dabei eine ähnliche Glaubwürdigkeit wie die von Menschen geschriebenen.
Gegenüber dem Business Insider sagt Ben Zhao, einer der beteiligten Wissenschaftler:
Das wird sich zu größeren Attacken weiterentwickeln, in denen ganze Artikel in Blogs komplett autonom generiert werden von Robotern. Dann muss man überlegen, wo kommt die Information her, wie kann man sie verifizieren. So etwas wird eine große Herausforderung in den nächsten Jahren.
Wer wirklich gute Rezensionen im Netz sucht, sollte vermehrt auf halb-öffentliche Foren mit Bürgensystem oder auf Freundeskreise in Instant Messengern zurückgreifen. Hier ist die Chance deutlich höher, wirklich gut beraten zu werden.
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: Selbsternannter Erfinder der E‑Mail unterliegt gegen Erfinder des Streisand-Effekts
: Selbsternannter Erfinder der E‑Mail unterliegt gegen Erfinder des Streisand-Effekts Die Klage des Unternehmers Shiva Ayyadurai gegen Techdirt, ein US-Blog über Technik und Netzpolitik, ist abgewiesen worden. Das berichtet Techdirt selbst. Ayyadurai, der behauptet, dass er die E‑Mail erfunden habe, hatte das Blog wegen Diffamierung auf 15 Millionen Dollar verklagt. Techdirt hatte die Erfindung der Mail durch Ayyadurai in mehreren Artikeln angezweifelt und die Berichterstattung mit zahlreichen Beweisen untermauert.
Für Techdirt wäre eine längere juristische Auseinandersetzung finanziell gefährlich geworden. Das Ende der Plattform wäre ein publizistischer Verlust gewesen: Techdirt ist bekannt für seine kritische Berichterstattung über Unternehmen, Urheberrecht, Patente und geistige Monopolrechte. Es setzt sich für Informationsfreiheit und Netzneutralität ein. Techdirt und sein Gründer Mike Masnick waren gewichtige Stimmen im Kampf gegen SOPA. Dem Blog wird zudem die Erfindung des Begriffs „Streisand-Effekt“ zugeschrieben.
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: Youtube kann jetzt einzelne Gesichter verpixeln
Verpixelung schützt nicht immer vor Erkennung. : Youtube kann jetzt einzelne Gesichter verpixeln Bislang konnten einzelne Gesichter auf Youtube nur vor dem Upload verpixelt werden. Nun bietet das Unternehmen dieses Feature auch auf der Plattform an. Die Verbesserung des Datenschutzes wird ausgerechnet mit ausgefeilter Gesichtserkennung möglich.
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: Umfrage: Mehrheit für Schaffung eines Internetministeriums
: Umfrage: Mehrheit für Schaffung eines Internetministeriums Eine relative Mehrheit von 48 Prozent der Bevölkerung in Deutschland wünscht sich ein Internetministerium. Ein Drittel hingegen hat keine Meinung dazu oder die Frage nicht beantwortet, nur ein Fünftel will, dass die Verantwortung für Netzpolitik weiterhin bei mehreren Ministerien liegt. Dies geht aus einer Umfrage des Wirtschaftsverbandes eco hervor.
57 Prozent gaben bei der Umfrage an, dass die Digitale Agenda fortgeschrieben werde solle. Die Umfrage (PDF) bestätigt die politischen Forderungen des Verbandes. Sie wurde von YouGov Deutschland bereitgestellt. An der Befragung nahmen 2.040 Personen teil. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind laut YouGov repräsentativ für die deutsche Bevölkerung (Alter 18+).
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: Mutmaßliche Linksunten-Betreiber klagen vor Bundesverwaltungsgericht
Screenshot aus dem Jahr 2016. : Mutmaßliche Linksunten-Betreiber klagen vor Bundesverwaltungsgericht Die mutmaßlichen Betreiber von linksunten.indymedia.org wehren sich nach dem Verbot von vergangenem Freitag vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) gegen die Maßnahme des Bundesinnenministeriums (BMI).
In der Pressemitteilung des Anwalts Sven Adam heißt es:
Die Klagen vor dem dafür unmittelbar zuständigen BVerwG richten sich nun einerseits gegen die Feststellung, dass linksunten.indymedia.org ein Verein ist, der vereinsrechtlich verboten werden kann, und andererseits gegen die Zuordnung der Klägerinnen und Kläger zu diesem Verein. „Aus den uns bislang vorliegenden Unterlagen ist nicht ersichtlich, wie das Bundesinnenministerium die Einordnung von linksunten.indymedia.org als Verein belegen will geschweige denn was die Betroffenen der Durchsuchungen damit zu tun haben sollen“, so Rechtsanwalt Sven Adam aus Göttingen, der einen der Kläger rechtlich vertritt. „Die Klageverfahren und die enthaltenen Akteneinsichtsanträge sollen daher auch bei der Aufklärung der Frage dienen, ob das Bundesinnenministerium das Vereinsrecht missbraucht, um sich eines unliebsamen Nachrichtenportals zu entledigen, welches selbst gar keine Straftatbestände erfüllt hat“, so Adam weiter.
Das Verbot des Portals war unter anderem von Reporter ohne Grenzen kritisiert worden. Das vom Bundesinnenministerium verwendete Konstrukt eines Vereins wurde von Juristen angezweifelt. Die CDU hingegen kritisiert die Kritiker des Verbots. Sie zeigten ihr wahres Gesicht, so der innenpolitische Sprecher der Partei, Stephan Meyer. Streit gibt es auch darüber, ob die beschlagnahmten Gegenstände wirklich bei den mutmaßlichen Betreibern gefunden wurden.
