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OxygenOS von OnePlus sendet Nutzungsverhalten an den Hersteller

Das Betriebssystem OxygenOS des chinesischen Smartphone-Herstellers OnePlus sendet intransparent sensible Daten über das Nutzungsverhalten an das Unternehmen. Dieses „Überwachungsfeature“ des Betriebsystems lässt sich nicht in den regulären Optionen des Smartphones ausschalten. Käufer der Smartphones wurden auch nicht darüber aufgeklärt. Zu den an den Hersteller gesendeten Daten gehören laut Mike Kuketz: die Seriennummer des Geräts, die…

  • Markus Reuter
Das Betriebssystem OxygenOS sendet sensible Daten an den Hersteller OnePlus. CC-BY-SA 2.0: Răzvan Băltărețu

Das Betriebssystem OxygenOS des chinesischen Smartphone-Herstellers OnePlus sendet intransparent sensible Daten über das Nutzungsverhalten an das Unternehmen. Dieses „Überwachungsfeature“ des Betriebsystems lässt sich nicht in den regulären Optionen des Smartphones ausschalten. Käufer der Smartphones wurden auch nicht darüber aufgeklärt.

Zu den an den Hersteller gesendeten Daten gehören laut Mike Kuketz:

  • die Seriennummer des Geräts,
  • die IMEI des Geräts,
  • Telefonnummern,
  • MAC-Adressen,
  • WiFi-Kennungen (SSIDs),
  • die Information welche Apps, wie lange offen waren
  • die Information welche Aktivitäten (Funktionen) innerhalb einer App aufgerufen wurden

Die Informationen sind jeweils mit Zeitstempeln und und der Seriennummer der Geräts verknüpft. Wie die Sache genau funktioniert und wie Nutzer sie abstellen können, beschreibt Christopher Moore in seinem Blog.

Über die Autor:innen

  • Markus Reuter

    Markus Reuter recherchiert und schreibt zu Digitalpolitik, Desinformation, Zensur und Moderation sowie Überwachungstechnologien. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der Polizei, Grund- und Bürgerrechten sowie Protesten und sozialen Bewegungen. Für eine Recherchereihe zur Polizei auf Twitter erhielt er 2018 den Preis des Bayerischen Journalistenverbandes, für eine TikTok-Recherche 2020 den Journalismuspreis Informatik. Bei netzpolitik.org seit März 2016 als Redakteur dabei. Er ist erreichbar unter markus.reuter | ett | netzpolitik.org, sowie auf Mastodon und Bluesky.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP)


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6 Kommentare zu „OxygenOS von OnePlus sendet Nutzungsverhalten an den Hersteller“


  1. lepatman

    ,

    Sehe ich das richtig, dass die Verwendung eines CustomROMs, etwa LineageOS, dazu führt, dass das nicht mehr geschieht?


    1. Es gibt kein zuverlässiges OS, das man nicht selbst auf „Telemetrie“-Leaks geprüft hat.

      https://www.google.de/search?num=20&hl=de&dcr=0&q=LineageOS+telemetry


  2. Ich habe jemanden mit dem Telefon im Bekanntenkreis und gerade mal versucht, die Datenschutz- und Nutzungsbedingungen, die man bei diesen Hersteller-ROMs vor der ersten Verwendung immer akzeptieren muss zu finden. Das ist mir leider nicht gelungen.

    https://oneplus.net/de/privacy-and-legal

    Das hier betrifft die Interaktion mit der Website und den kauf von Smartphones. Wenn jemand weiß, wo man die für die Software an sich herbekommt, könnte man da mal reinschauen.

    So weit ich weiß, dürfen Daten ja nur zweckgebunden gesammelt werden. Da wird zwar in der Regel mit „zur Verbesserung unserer Dienste“ gearbeitet, allerdings wäre das im konkreten Fall ja ein extrem schwammig formuliertes Ziel im Verhältnis zu den tatsächlich erhobenen Daten. Zumal auch damit nicht ohne weiteres nachvollziehbar ist, warum sie die Aktivitäten installierter Anwendungen erheben müssten.


    1. Ich habe das ROM heruntergeladen und das system.img gemountet, danach alle apk aus dem ROM entpackt und bin in OPWifiApSettings.apk fündig geworden, die Datei ist /assets/op_privacy_policy_en.htm und ich habe den Inhalt mal hochgeladen.

      https://hastebin.com/fixonatoho.html


  3. Gebrauchsanleitung zum Deinstallieren der Spy-Funktionen des Typs:
    https://www.youtube.com/watch?v=_g6c8z2Bd2k


  4. Mainstream

    ,

    Selbst bei einer Anwendung wie Opera oder Chrome ist es nicht garantiert, das die Generierer der Software ein Plugin integrieren, das „Die Benutzerfreundlichkeit“ stark erhöht!

    Benutzer, ja das können viele sein, Dienste, Behörden usw., der Nutzer der diese Anwendung nutzt?
    Der hat sicher „nichts zu verbergen“!

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