Online-Studie: Podcast-Nutzung wächst in der Nische

Alle Rechte vorbehalten Yingchou Han

Die Nutzung von Audioinhalten im Internet zieht langsam wieder mit der Videonutzung gleich. Bis 2006 waren aufgrund der begrenzten Bandbreiten Audioformate dominant gewesen, dann übernahmen Videos die Führung. Mittlerweile haben zwei Drittel der Gesamtbevölkerung schon einmal Audioangebote im Internet genutzt.

Die Zahlen stammen aus dem Audioteil der ARD/ZDF-Onlinestudie 2017 (PDF). Der Bärenanteil bei der Audionutzung entfällt auf Webradios und Streamingdienste, auf die schon jeweils mehr als 23 Millionen Menschen zurückgegriffen haben.

Audioinhalte ziehen beinahe mit der Videonutzung gleich. (Screenshot) Alle Rechte vorbehalten ARD/ZDF-Online-Studie

Junge Hörer steigen auf Podcasts um

Immerhin knapp 16 Prozent der Deutschen hören Radiosendungen zeitversetzt und etwa 13 Prozent Audio-Podcasts. Dabei konnten beide Formate gegenüber dem Vorjahr um etwa 2 Prozent wachsen. Vor allem bei den Podcasts gibt es deutlich mehr Männer (17 Prozent) als Frauen (9 Prozent) unter den Hörenden. Bei den regelmäßigen Nutzern, also jenen, die mindestens einmal wöchentlich Podcasts hören, klafft die Schere noch weiter auseinander. In der Altersverteilung liegt die Gruppe der 14-29-jährigen mit einem knappen Drittel Nutzung sehr weit vorne, während bei den über 70-jährigen nicht einmal jeder Hundertste Podcasts hört.

Neben den Angeboten privater und öffentlich-rechtlicher Radiosender sei durch den Start verschiedener neuer Podcast-Reihen zusätzlich Bewegung in den deutschen Podcast-Markt gekommen, heißt es in der Studie. Die mobile Nutzung des Internets und Apps auf Smartphones würden die Audionutzung weiter beflügeln.

Eine Zusammenfassung der ganzen Studie gibt es bei Digitalistan des WDR.

Du möchtest mehr kritische Berichterstattung?

Unsere Arbeit bei netzpolitik.org wird fast ausschließlich durch freiwillige Spenden unserer Leserinnen und Leser finanziert. Das ermöglicht uns mit einer Redaktion von derzeit 15 Menschen viele wichtige Themen und Debatten einer digitalen Gesellschaft journalistisch zu bearbeiten.

Mit Deiner Unterstützung können wir noch mehr aufklären, viel öfter investigativ recherchieren, mehr Hintergründe liefern - und noch stärker digitale Grundrechte verteidigen!

Unterstütze auch Du unsere Arbeit jetzt mit deiner Spende.

 

Unsere Arbeit bei netzpolitik.org wird fast ausschließlich durch freiwillige Spenden unserer Leserinnen und Leser finanziert. Das ermöglicht uns mit einer Redaktion von derzeit 15 Menschen viele wichtige Themen und Debatten einer digitalen Gesellschaft journalistisch zu bearbeiten.

Mit Deiner Unterstützung können wir noch mehr aufklären, viel öfter investigativ recherchieren, mehr Hintergründe liefern - und noch stärker digitale Grundrechte verteidigen!

Dann unterstütze uns hier mit einer Spende.

Eine Ergänzung

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.