Linkschleuder

Alternativer Mailprovider Riseup.net braucht Spenden

Das RiseUp-Kollektiv entstand 1999 nach den Anti-WTO-Protesten in Seattle. Foto: CC-BY-NC-ND 2.0 jimculp@live.com / ProRallyPix

Der alternative Provider Riseup.net hostet mehr als 150.000 Mailadressen und 18.000 Mailinglisten, dazu kommen andere Services wie Etherpads und Tor-Relays. In einer Mail vom vergangenen Dienstag rief der Dienst seine User zu Spenden auf, man müsse sonst den Dienst zum Ende des Monats einstellen:


Netzpolitik.org ist unabhängig, werbefrei und fast vollständig durch unsere Leserinnen und Leser finanziert.

Wir wollen keine Überbringer schlechter Nachrichten sein, aber unser Geld ist bald alle. Es gab einige unvorhergesehene Ausgaben für Hardware und die regelmäßigen Spenden fielen niedriger aus, als erwartet. Gleichzeitig feiern wir ein Rekordjahr an neuen Nutzer_innen, was uns stärker unter Kostendruck setzt, als jemals zuvor. Wir brauchen eure Hilfe, um Riseup dieses Jahr weiter zu betreiben. Daher starten wir diese Kampagne, um alle Riseup-Nutzer*innen freundlich nach genau einem Dollar zu fragen.

Das in Seattle sitzende Riseup-Kollektiv existiert schon seit 1999 und ist zu einer Art informationstechnischer Traditionsdienstleister sozialer Bewegungen geworden.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
13 Kommentare
  1. Logikfehler?

    Warum akzeptiert ihr keine Überweisungen in anderen Währungen?

    Wir müssen eine hohe Gebühr bezahlen beim Umwandeln anderer Währungen. Zudem ist das direkte Schicken an die US credit union schwer, unzuverlässig und wenn es funktioniert, kostet es uns 13$ pro Transfer. Das ist also nicht wirklich ökonomisch.

    Wie spende ich von außerhalb der USA?

    Falls Du außerhalb der USA lebst, überlege Dir bitte, ob Du nicht lieber ein Technik-Kollektiv in Deiner Nähe unterstützen willst

    Banküberweisungen (nur EUR)

    Leider können wir nur Zahlungen nur in Euros (EUR) annehmen.

    1. Zum Verständnis des obigen Kommentars sei angemerkt, dass der Kommentartext Zitate von der Website von Riseup enthält.

      Zur inhaltlichen Frage:
      Ich vermute, dass Riseup die Euro-Überweisungen auf dem Konto der (deutschen) GLS-Bank sammelt. Von dort aus werden die das wahrscheinlich in regelmäßigen Abständen in einer großen Überweisung in die USA geschickt. Oder sie kaufen halt in der EU Hardware oder bezahlen ihre europäischen Mitarbeiter (falls es die gibt) oder was auch immer.

      Euro-Überweisungen von einem europäischen Konto an das US-Konto ist aber wohl schwierig, weil man dann das Geld in Dollar wechseln muss. Und nach allem, was ich über das europäische und das US-Banksystem gehört habe, ist das wohl ein echter Aufwand, da eine Überweisung „über den Teich“ zu machen.

    1. Heißt aber nicht das sie sich auch daran halten. Riseup wehrt sich regelmäßig vor US-Gerichten gegen staatliche Eingriffe. Aja und in „good old germany“ gibts auch sowas wie Vorratsdatenspeicherung.

      1. „Good old Germany“ war hier nicht das Thema !
        Wer in den USA den National Security Letter „https://de.wikipedia.org/wiki/National_Security_Letter “
        bekommt ist zum Stillschweigen verdonnert. Siehe Lavabit ! Ein Mailprovider in den USA,zu mal ohne ausreichendes Geld, hat da nicht die geringste Chance sich erfolgreich juristisch zu wehren. Die Betreiber meinen es sicherlich ehrlich aber sie wohnen und arbeiten im falschen Land. Herr Zimmermann ist auch aus den USA ausgewandert. Auch wenn die Schweiz in Zukunft auch kein sicheres Land für sichere Internetanwendungen mehr ist.
        Das es in Deutschland keinen Datenschutz und sonstige Internetsicherheit gibt müsste selbst der Dümmste im Land so langsam begriffen haben. Das einzige Land wo es noch möglich ist frei im Netz zu agieren ist meiner Meinung nach Island. Dort wäre Riseup.net gut aufgehoben !!!

        1. Das es in Deutschland keinen Datenschutz und sonstige Internetsicherheit gibt müsste selbst der Dümmste im Land so langsam begriffen haben.

          Da Sie sich hier aufschwingen, nicht zu „den Dümmsten im Land“ zu zählen, können Sie uns sicherlich sicherlich erklären, warum es in Deutschland „keinen Datenschutz“ gibt – Ihrer Meinung nach. Sie schreiben ja ausdrücklich „keinen“ und nicht etwa „wenig“ oder „schlechten“ Datenschutz.

          Das einzige Land wo es noch möglich ist frei im Netz zu agieren ist meiner Meinung nach Island.

          Hilfreich wäre es auch hier, wenn Sie „den Dümmsten im Land“ hier darlegen könnten, worin sich Isländischer Datenschutz auszeichnet, und warum das für kein „einziges Land“ außer Island zutrifft.

          Völlig frei von Zynismus hoffe ich auf eine Antwort, die nicht zu der dümmsten im Land zählt.

          1. Hallo „ein dümmster im Land“,
            schon allein das sie er oder es nicht mit dem richtigen Namen sondern mit einem dämlichen Pseudonym hier posten zeigt das sie, er oder es selbst Angst hat offen zu posten. Also doch selbst kein Vertrauen zum Datenschutz oder gar Datensicherheit hat dazu. Was für ein Heuchler!!! Allein die vielen Beiträge hier allein auf NP zeigen doch sogar dem aller letzten im Land das es bei weitem keinen Datenschutz oder deutsche Internetsicherheit „Made in Germany“ gibt. Ich verliere mich hier nicht im klein, klein. Aber es gibt in allen Bereichen des Lebens de fakto keinen Datenschutz! Bitte nennen sie, er oder es wo der Datenschutz oder die Internetsicherheit namens „Made in Germany“ gut nachweisbar funktioniert. Der großartige deutsche Datenschutz u. der vielgepriesene Intenetsicherheitsstandort „Made in Germany“ ist ein Fake produziert durch die „Hochleistungsqualitätspresse“ in Deutschland. Die Verwendung z.B von Windows 8 oder gar 10 in Deutschland privat oder in den vermieften Beamtenstuben ist eines von vielen Datengaus die mit Datenschutz oder gar Internetsicherheit nix aber auch rein gar nichts mehr zu tun hat. Wenn wir wirklich einen echten Datenschutz u. echte Internetsicherheit hätten dann müsste allein schon dieses NSA-Betriebssystem wie Win 8 u. Win 10 in Deutschland verboten werden. Alternative Betriebssysteme wie Linux und viele andere freie Betriebssysteme müssten staatlich gefördert werden. Auch die Verschlüsselung via Openpgp müsste staatlich gefördert werden damit die Bürger des Landes wirklich abhörsicher kommunizieren können. Aber nichts dergleichen geschieht. Wer dieses und viele andere Datengaus in Abrede stellt ist ein Heuchler und ein echter Versall des herrschenden Regimes in Berlin. Was selbst ein Versall von Washington ist.

          2. @Wilhelm Schabowski Genau, und deswegen drängt es sich geradezu auf, hier als Wilhelm Schabowski zu schreiben wenn man Wilhelm Schabowski ist.

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