Linkschleuder

Täglich VDS-Fakten #6: Vorratsdatenspeicherung in USA trägt fast nichts zur Verhinderung von Terroranschlägen bei

NSA GO AWAY CC BY NC 2.0 via flickr/

Im sechsten Teil unserer Serie „Täglich VDS-Fakten“ verlinken wir auf einen Beitrag vom Januar 2014, in dem wir eine Studie der New America Foundation thematisieren. Dort wird der Nachweis erbracht, dass die Vorratsdatenspeicherung von E-Mail- und Telefon-Metadaten fast nichts zur Verhinderung von Terroranschlägen beigetragen hat. Die US-Regierung hatte im Zuge der Snowden-Enthüllungen behauptet, dass die durch Snowden aufgedeckten Machenschaften der NSA bis zu 50 Terroranschläge verhindert hätten.

Wir finanzieren uns fast vollständig aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

In „Do NSA’s Bulk Surveillance Programs Stop Terrorists?“ werden 225 Fälle von Terrorplänen unter die Lupe genommen, bei denen die Person von al-Qaeda oder ideologisch ähnlichen Organisationen rekrutiert und später unter Terrorvorwurf verurteilt wurde.

Nur in 7,5% der Fälle wurde mit Hilfe von NSA-Maßnahmen die Ermittlungsarbeit initiiert, den Rest übernahmen traditionelle Ermittlungsmethoden wie Hinweise von Familie und Freunden, Informanten und auffälliges Verhalten, bzw. war in 27,6% der Fälle der Anfang der Ermittlungen nicht ermittelbar.