Der Spiegel hat für seine aktuelle Titelgeschichte zum Thema „Gefühlte Sicherheit“ 1003 Personen ab 18 Jahren von TNS Forschung am 2. und 3. Juni befragen lassen. Die Ergebnisse sind interessant, denn sie zeigen eine Mehrheit gegen die weitere Einschränkung von Freiheitsrechten.
Auf die Frage „Zum Schutz vor Terrorismus wird über die Verschärfung von Sicherheitsgesetzen und Maßnahmen wie die Vorratsdatenspeicherung diskutiert. Wären Sie bereit, solche Maßnahmen, die Freiheitsrechte einschränken können, hinzunehmen?“ antworten 53% mit „Wäre nicht bereit“ und lediglich 42% mit „Wäre bereit“. Während unter den Anhängern von CDU/CSU 57% bereit wären, sind es bei der SPD nur noch 48%, bei den Linken 38% und bei den Grünen 33%.
Die Umfrageergebnisse deuten auch an, dass beim gefühlten Sicherheitsgefühl der Bildungsgrad eine große Rolle spielt. Auf die Frage „Haben Sie den Eindruck, dass die Bundesregierung insgesamt genug für den Schutz der Bürger vor Terroranschlägen unternimmt, oder unternimmt sie nicht genug?“ antworten 56% mit „Tut genug“ und 33% mit „Tut nicht genug“. Schaut man sich die Zahlen nach Schulabschluß sortiert an, sagen nur 41% der Haupt-/Volksschüler „Tut genug“ bei den Befragten mit Abitur/Fachhochschulreife sind es 69%.