Linkschleuder

Bundesregierung erklärt Skype

Schön prägnant auf den Punkt von Staatssekretär Klaus-Dieter Fritsche, dem Beauftragten für die Nachrichtendienste des Bundes, als Antwort auf eine Frage von Christian Ströbele im Bundestag:

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„Bei Skype handelt es sich um eine inhaltsverschlüsselnde Kommunikationssoftware, welche u. a. häufig von Akteuren aus dem Bereich der organisierten Kriminalität und des Cybercrimes genutzt wird.“

(PDF, Frage 1)

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15 Kommentare
  1. Für alle, die keine Lust haben, das Protokoll zu lesen, es geht in der Antwort darum, zu erläutern ob und warum Herr Fritsche den Direktor der NSA bat, bei der Überwachung von Skype-Kommunikation zu unterstützen. Es geht nicht darum, Skype zu erklären, sondern warum sie die Skype-Kommunikation überwachen wollen.

    Im Kontext der Frage und der gesamten Antwort ist diese Aussage also sicherlich nicht toll aber deutlich weniger absurd als hier dargestellt. Vorsicht mit aus dem Kontext gerissenen Zitaten.

    1. Entschuldige mal. Microsoft hat als Betreiber von Skype Schnittstellen für „Lawful Interception“ eingerichtet. Dafür sitzen die sogar auf einem Patent. Darüber gibt es Berichterstattung.

      Die sogenannten Bedarfsträger hätten also minimalinvasiven Weg gehen können, anstatt gleich mal bei den US-Amerikanischen Geheimdiensten anzuklopfen. Wenn man sagt „Ja hier, die Übeltäter verschlüsseln ihre Kommunikation und deswegen kooperieren wir mit der NSA, damit die uns beim Abfangen hilft“, so ist das lediglich ein ekliger Versuch die Kooperation irgendwie zu rechtfertigen.

      1. Entschuldigt. Denn dazu habe ich gar nichts gesagt. Es ging hierum: „Bundesregierung erklärt Skype“.

        Das tut sie mit der zitierten Antwort eben gerade nicht. Ich halte es nur für gefährlich, alle Regierungsmitarbeiter für ausgemachte Trottel zu halten und so hinzustellen. Denn damit fallen wir eventuell böse auf die Nase.

  2. Vor allem ist das Quatsch. Lawblog-Leser wissen, dass man als Strafverfolgungsbehörde in regulären Strafprozessen bei Microsoft problemlos die Gespräche anfordern kann. Die landen dann als Transkripte in der Prozessakte. Man will sich halt den Zwischenschritt sparen…

  3. Die normale gesprochene Sprache zwischen 2 Personen (z.B. in ein einer Gaststätte oder im Zug) wird u.a. häufig von organisierten Verbrechern benutzt. Schnürseenkel zum Schubhe binden und Zahnbürsten nicht zu vergessen.

  4. Meinen die das Ernst?
    Halt mich fest ich muss kot…
    Kennt hier jemand einen Kriminellen oder kann ein Beispiel, wobei Kriminelle (ich meine die großen Fische) jemals durch Skype oder andere Messenger Apps geschnappt wurden, nennen? Wohl doch eher über direkte Handykommunikation. Aber Skype?

    Pics or it didn’t happen. Sollten sich die Geheimdienste vll mal aufschreiben. Bisschen verwandt mit tits or gtfo.

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