Snowden über die Macht der NSA: „Sie werden niemals sicher sein, egal welche Sicherheitsmaßnahmen sie ergreifen.“

nsa-seal-eagleNach all den Erkenntnissen über die massenhafte Überwachung der amerikanischen NSA stellt sich immer wieder die Frage: wie schützt man sich? Die einfache, wenn auch wenig befriedigende Antwort: gar nicht. Wenn das eigene Bedrohungsszenario den mächtigsten Geheimdienst der Welt beinhaltet, hat man keine Chance.

Gegenüber Ewen MacAskill vom Guardian sagte der Whistleblower Edward Snowden:

Guardian: Ist es möglich, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um sich gegen staatliche Überwachung zu schützen?

Snowden: Sie wissen gar nicht, was alles möglich ist. Das Ausmaß ihrer Fähigkeiten ist erschreckend. Wir können Wanzen in Computer einbauen. Sobald du online bist, kann ich deinen Rechner identifizieren. Sie werden niemals sicher sein, egal welche Sicherheitsmaßnahmen sie ergreifen.

Mehr Zeit für kritische Berichterstattung

Ihr kennt es: Zum Jahresende stehen wir traditionell vor einer sehr großen Finanzierungslücke und auch wenn die Planung und Umsetzung unseres Spendenendspurts viel Spaß macht, bindet es doch sehr viele Ressourcen; Ressourcen, die an anderer Stelle für unsere wichtige Arbeit fehlen. Um Euch also weniger mit Spendenaufrufen auf die Nerven zu gehen und mehr Recherchen und Hintergründe bieten zu können, brauchen wir Eure regelmäßige Unterstützung.

Jährlich eine Stunde netzpolitik.org finanzieren

Das Jahr hat 8.760 Stunden. Das sind 8.760 Stunden freier Zugang zu kritischer Berichterstattung und wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik bei netzpolitik.org.

Werde Teil unserer Unterstützungs-Community und finanziere jährlich eine von 8.760 Stunden netzpolitik.org oder eben fünf Minuten im Monat.

Jetzt spenden


Jetzt spenden

4 Ergänzungen

  1. > Wir können Wanzen in Computer einbauen.
    Ich muß ehrlich zugeben, daß ich mit dieser Option durchaus leben kann. Die individuelle Überwachung einzelner aufgrund tatsächlicher Anhaltspunkte ist völlig in Ordnung und schon die Kosten halten sowas im Rahmen. Was viel problematischer und schlicht inakzeptabel ist, ist die jetzt aufgedeckte pauschale Massenüberwachung.

    1. Welche Kosten? Viele Rechner haben die Hardware einer klassischen Wanze doch schon eingebaut. Webcam und Mikro sind schon da, braucht’s nur noch die Software um das abzugreifen. Bleibt die Frage ob sich die NSA erst umständlich einhacken muss, oder ob es zumindest in Windows und MacOS nicht schon eine Hintertür für den Geheimdienst gibt.

      1. Mal ’ne ganz doofe Frage:
        Können Programme wie Netlimiter eigentlich Datenverkehr erkennen, der von den sogenannten „Wanzen“, „Staatstrojaner“ etc. ausgeht… dh wenn ich derzeit „nichts“ im Internet mache, ob es erkennt wenn Daten übertragen werden?

      2. > Viele Rechner haben die Hardware einer klassischen Wanze
        > doch schon eingebaut.
        Ich hatte das Interview eher so verstanden, daß individuelle Hardware-Wanzen gemeint sind. Gegen Software-Manipulation kann man sich ja (mit entsprechendem Aufwand) durchaus mehr oder weniger schützen.

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge! Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.