Technologie

Prima Idee: Vodafone will Festnetz-DSL abschaffen

Im Handelsblatt lässt Vodafone verlautbaren, dass man in Zukunft seine Telefon- und Internetanschlüsse über den neuen Funkstandard LTE laufen lassen, und „möglichst viele“ DSL-Kunden entsprechend umstellen möchte. LTE (Long Term Evolution) ist der Nachfolger von jetzigen Mobilfunkstandard UMTS, setzt auf ein paar andere Frequenzen, und soll höhere Bandbreiten ermöglichen.


Netzpolitik.org ist unabhängig, werbefrei und fast vollständig durch unsere Leserinnen und Leser finanziert.

Die Nachteile eines Funknetzes werden dabei etwas gemindert, können aber natürlich nicht komplett aufgehoben werden: Die Qualität der Verbindung ist standortabhängig (Funklöcher, Netzausbau), je mehr Nutzer sich in der Zelle befinden, desto geringer wird die mögliche Datenübertragungsrate (bis zum Komplettausfall, siehe Demonstrationen, Volksfeste & Neujahr), Energieverbrauch und Strahlenbelastung steigen (zumal LTE Dauerverbindungen vorsieht). Der wohl offensichtlichste Nachteil aber ist: Es gibt klare Kapazitätsgrenzen.

Für unsere lebensnotwendigen Smartphones benötigen wir natürlich dringend einen neuen, mehr Kapazitäten und Bandbreite bietenden Standard. UMTS ist schon heute an vielen Orten nicht mehr in der Lage, den Nutzeransprüchen gerecht zu werden: Im Gegensatz zur Anzahl der Kabel in der Erde sind der Anzahl der kollisionsfrei durch die Luft schwebenden Datenpakete klare physikalische Grenzen gesetzt: Bei Kabelverbindungen müssen für neue Nutzer einfach mehr Kabel gelegt, und mehr Switches eingerichtet werden, bei Funk jedoch ist irgendwann die Luft „voll“ – dann helfen nur noch andere Frequenzen, die dann auch irgendwann voll sind.

Das ist auch der Grund dafür, dass zum Beispiel in der FCC-Regulation zur Netzneutralität der gesamte Mobilfunk ausgeklammert wird. Im Mobilfunk gibt es in der Tat die von den Providern immer beschworenen Kapazitätsgrenzen, die der Bedarf irgendwann zu übersteigen droht. Für kabelgebundene Netze wie DSL steht dieser Beweis weiterhin aus, und ist wohl auch unmöglich zu erbringen. Wie kommt man also wohl auf die Idee, einem Funknetz, dessen Aus- bzw. Überlastung bereits in wenigen Jahren ansteht, auch noch 4 Millionen DSL-Kunden aufzubürden, die keinerlei Bedarf an Mobilität, dem einzigen Grund für Funk-Netze haben? Klar, man möchte Geld sparen, das man im Moment der Telekom für die Nutzung des Kabelnetzes abdrücken muss. Und, wie Geschäftsführer Friedrich Joussen feststellt:

Die Bandbreiten, die LTE bietet, reichen für alle derzeit denkbaren Anwendungen im privaten Bereich aus.

derzeit, wohlgemerkt. Ein Geschäftsführer in einer Branche, die die ganze Zeit nur von den zu erwartenden massiven Anstiegen des Bandbreitenbedarfs fabuliert, denen man sich wegen mangelnden Netzausbaus selbst im Kabelbereich nicht gewachsen sieht, spricht von derzeit und ausreichend – jenem Wort, das in der Schule kurz vor „mangelhaft“ kommt.

…und wenn das dann irgendwann nicht mehr der Fall ist, dann haben wir auch im Gegensatz zum kabelgebundenen Netz ein (auf den 2. Blick ebenso unsinniges) Argument in der Hand, endlich die Netzneutralität abzuschaffen, und für alle möglichen Sonderdienste extra zu kassieren, wie es mit Skype über UMTS ja schon längst Usus ist.

Über Fälle, die so offensichtlich auf Gewinnmaximierung zum klaren Nachteil des Nutzers (und in diesem Fall sogar der Gesellschaft als solche) setzen, stolpert man selten. So höchstens 1 – 2 Mal pro Woche würde ich schätzen.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
60 Kommentare
    1. also funkt es auch durch deinen Kopf durch? ;-)

      Die Troposphäre beinhaltet rund 90 Prozent der gesamten Luft. Also darf man hier ruhig von Luft reden. Aber ja, LTE funktioniert auch im Weltraum, wenn Vodafone dort nen Mast aufbaut :)

    2. Dass sich so viele Jahre nach meinem Abitur doch noch herausstellen würde, dass ich die Auszeichnung von der deutschen physikalischen Gesellschaft zu Unrecht bekommen habe – und wohl völlig zu Recht nach der 10. Jahrgangsstufe keine für rhetorische oder methaphorische Leistungen.

    3. > Funk hat nichts mit Luft zu tun – funktioniert auch im Vakuum.

      Unfug, Funkatome haben im Vakuum nur eine sehr kurze Reichweite, die sog. „Wellenlänge“, bei UKW zB. 1m bis 10m. Danach zerfallen sie zu kreisförmigen Wellen, dem sog. „Rundfunk“.

      Stimmt also schon, das mit der Luft!

  1. Oder auch:

    Der Wettbewerb und damit der Preis-Druck ist im Festnetz-Markt viel höher als im Mobilfunk. Dort können sie noch größere Gewinnmargen pro Kunde abschöpfen, insbesondere für die Datenübertragung.

    Wenn sie da mal nicht die Rechnung ohne den Kunden gemacht haben. Dem dürfte es schlichtweg egal sein, ob das Internet Kabel-gebunden oder per LTE in sein stationäres WLAN fließt, solange es schnell ist und der Preis stimmt.

  2. @earli Linux-User oder was? Weil Klugscheißer ;-)

    Wenn ich sehe, was die Breitbandinitiative der Bundesregierung unter Breitband versteht, (mind. 256kbit down … ), dann sehe ich eh schwarz für die digitale Zukunft … . Bei der Definition wird LTE jedenfalls lange reichen.

  3. Nachdem also Netzneutralität nicht für Mobilfunknetze gelten muss, stellt Vodefone einfach komplett auf diese Nische um?
    Clever. Ich freue mich schon auf meine Internet-Steinzeit mit 5GB pro Monat u.ä.

    1. Das sehe ich auch so. Mobil scheint sich das „Qualitätsklassenkonzept“ wohl durchsetzen lassen. Warum dann also nicht NUR auf dieses Pferd setzen…

      1. Ist leider noch nicht völlig erforscht, bisher würde man aber eher zum „nein“ tendieren. MW-Strahlung regt für gewöhnlich Rotation an, im schlimmsten Falle sollten die Moleküle deines Körpers also ein wenig warm werden (wir reden hier nicht von einer Intensität wie bei einem MW-Ofen ;) )
        Zum Bruch (und somit potenziellen Krebsauslösern -> Mutationen) von Molekülketten kommt es bei organischem Material eigentlich frühestens im UV Bereich. Und wir alle wissen Gott sei Dank, wie gut sich diese Strahlen für Übertragung eignen. Sonst wäre ein findiger Geldhai sicher schon auf die Idee gekommen ;)

  4. Die Kunden werden mit den Füßen abstimmen…

    LTE hat ja auch Latenzen, mit denen z.B. kein Gamer leben kann. Die kann man garnicht wegoptimieren bei LTE.

    1. Ähm, wir sind bei LTE so bei 50/40ms und davor ist bereits der Funk der kleinere Teil. Da müssen jetzt mal die IP Jungs und Mädels ran und mal ein bisschen effizierter werden.

    2. @foo (und auch gleichwertig Mithos):

      Ja wenn man Kabelperformance will, muß man halt ein Kabel legen.
      Für Anwortzeiten jenseits von 10ms wird’s wahrscheinlich für Funk immer eng und teuer werden. Und btw: Fastpath war bei 15ms.

      Wir haben und im Funk langsam von hohen dreistelligen ms Zahlen (bei GPRS) nach niedrigen zweistelligen ms Zahlen runtergearbeitet und auch die Architektur (wo ist der Übergang vom Mobilfunk zum Internet) verflacht. In letzter Zeit wird aber offensichtlich, das auch die IP Welt einige Probleme zu lösen hat, die bislang in der Funk-Latenz untergegannen sind (Amdahls-Law).

    1. Wer weiß, vielleicht ist das ja der Plan.
      Man ekelt mit der Umstellung alle Kunden raus, die unbedingt Kabel-Internet wollen (egal, ob Kupfer oder Glasfaser), hat damit etwas mehr Zeit, bis das Netz kollabiert, scheffelt bis dahin ordentlich Gewinne und überlegt sich, auf welche Alternativen man noch ausweichen könnte, um zu sparen.
      Ich sehe schon kommen, dass Vodafone-Kunden irgendwann Brieftauben halten müssen, die dann zur Deutschlandzentrale fliegen, dort einen Ausdruck der gewünschten Website angebunden bekommen und zurück geschickt werden.

      Und ich hatte schon überlegt, mit meinem (noch anzuschaffenden) Smartphone ins D2-Netz zu gehen. Satz mit X, wird wohl nix.

      1. @Stammleser: Ich habe ja nicht gesagt, dass ich direkt zu Vodafone wollte. Schließlich gibt es auch ein paar Reseller, die deren Netz nutzen (jüngstes Beispiel Fyve).
        E-Netz habe ich nach meinen Erfahrungen mit dem Aldi-UMTS-Stick keine Lust mehr drauf, also wird’s jetzt wohl auf D1-Netz hinauslaufen.

  5. Es gibt noch ein ganz anderes Problem: Mit der Einführung von LTE werden unzähligen Veranstaltern, Tontechnikern und Verleihfirmen von Audio-Equipment die viel genutzten Frequenzen zwischen 790 und 860 MHz einfach weggenommen. Sie müssen für unglaublich viel Geld neue Funkstrecken anschaffen, da das Frequenzband künftig mit Mobilfunk zugemüllt wird.

    Bisher ist dafür keine Entschädigung, Sonderabschreibung oder ähnliches vorgesehen. Ich bin als selbständiger Tonmeister und darf mir für etwa 30.000 Euro neue Technik anschaffen – die normalerweise noch rund 10 Jahre benutzbar gewesen wäre.

    Insgesamt dürfte der durch die Frequenz-Enteignung bewirkte Schaden bundesweit bei etwa 1,4 Milliarden Euro liegen. Ein herzliches Dankeschön an die Politik!

    1. Abgesehen davon, das das Band ja nie frei war, sondern auch die bisherige Nutzung immer eine Nutzung von Lücken im Fernsehband war, und weiterhin seit der WRC2000 bekannt ist, das da mal Mobile Com auftauchen wird, sollte man anfügen, das LTE nicht ausschließlich bei 800 (auch wenn’s bei uns zuerst kommt) MHz gemacht wird.

      1. Ich hoffe, der Kommentar soll keine Rechtfertigung dafür sein, dass unserer Volkswirtschaft damit Investitionen im Wert von 1,4 Milliarden Euro verloren gehen – nur damit einige wenige Mobilfunkunternehmen ordentlich Reibach machen können.

      2. @TL:

        Ich kenne nun die ganze Geschichte aus mehreren Perspektiven (da ich unter anderem auch Musiker bin) und es ist einiges schief gelaufen.

        Als ich mit LTE angefangen habe (d.h. 2004) war irgendwie völlig klar, das das mal bei 2.1GHz (wie UMTS), bie 2.6GHz (UMTS extension band) und danach dann mal bei 900MHz als GSM refarming (ja, GSM wird mal verschwinden (und dann werden wir ungefähr zweistellige Milliardenbeträge an Investitionen in Telefone abschreiben!)) auftauchen.

        Als dann immer wieder dieser Begriff der ‚Digitalen Dividende‘ auftauchte und völlig klar davon ausgegangen wurde das dieses Frequenzband leer sei (was es nicht ist) hab‘ ich dann mal jemand als Fachmann gefragt: Was wird dort passieren (es gäbe ja zB noch ein paar bewegliche Funkdienste dort)?

        Und es ist wie immer: Keiner will vorher informiert gewesen sein.
        Alle großen Hersteller (es gibt ja nicht viele) wissen seit 2000, das sie eine Lösung brauchen um das nämliche Band auszuschließen. Was natürlich niemanden direkt daran hindert, Geräte zu bauen die ausschließlich in diesem Band zu betreiben sind und die werden dann verkauft und kaufen tut die auch jemand.

        Von einer Enteignung des Bandes zu sprechen ist deshalb ein bisschen verwegen, denn klagen könnte an der Stelle nur das Fernsehen, das der Primärnutzer war.

      3. @Philip Engstrand: Was soll denn das Geschwätz? Sie tun so, als hätte man als Nutzer eine Wahl gehabt, oder die Dinge hätte kommen sehen müssen. Unsinn! Als Musiker wissen sie genau, dass es in unserem Anwendungsbereich qualitativ lange Zeit absolut keine Alternativen zu dem jetzt von der Mobilfunkmafia gekaperten 800-MHz-Bereich gab – weil schlicht keine anderen Geräte für diesen Anwendungsbereich angeboten wurden (und legal betrieben werden durften).

        Dieses Herumschwadronieren nach dem Motto „ich habs immer gewusst“ ist erstens wenig hilfreich und zweitens sachlich falsch. Wenn Sie wirklich so ein Experte sind, wie Sie behaupten, dann wissen Sie doch ganz genau, dass es keineswegs „schon seit 2004“ klar war, dass es so kommen wird. Klar ist das erst seit 2010.

        @vera: Was soll der Link? Hier gehts nicht um HF, sondern UHF.

      4. @TL, siehen verstehen meinen Text falsch: Es war nicht so, das die Mobilfunkindustrie gebettelt hat den Bereich zu bekommen, sondern jemand in der Politk hat gesagt: Schaut mal, da ist ein leerer Bereich, was könnten die Mobilfunker daraus machen?

  6. Die wollen der Bürokratie mit der Telekom und anderen Providern aus dem Weg gehen, wegen den Telefonleitungen. Das Vodafone überhaupt mit DSL anfing, hat mich eh schon stark verwundert. Macht aber O2 auch schon länger und ich finde Mobilfunkbetreiber haben im Festnetz nichts verloren und deswegen befürworte ich diesen Schritt.

    1. Zur Erinnerung: Vodafone hat die ehemals unliebsame Tochter Arcor aufgekauft und vermarktet seitdem die Festnetzsparte unter dem Namen Vodafone. DSL ist (noch) eines der stabilsten Geschäfte für Festnetzanbieter. Somit sind Vodafone und Telekom die einzigen , die Mobilfunk und Festnetz aus einer Hand anbieten. (Alle anderen sind meines Wissens Reseller.)

  7. „Im Gegensatz zur Anzahl der Kabel in der Erde sind der Anzahl der kollisionsfrei durch die Luft schwebenden Datenpakete klare physikalische Grenzen gesetzt: Bei Kabelverbindungen müssen für neue Nutzer einfach mehr Kabel gelegt, und mehr Switches eingerichtet werden, bei Funk jedoch ist irgendwann die Luft “voll” – dann helfen nur noch andere Frequenzen, die dann auch irgendwann voll sind.“
    Nein, die Erde wird nie voll sein. Iiiiiiiiist riichtiiiig.
    Ganz so einfach ist es dann doch nicht.

    1. Wenn dann irgendwann einmal ein nennenswerter Teil des Erdreichs unseres schönen Planeten von Kabeln & Glasfaser so überfüllt ist, wie die Luft (Verzeihung, das Vakuum) um eine UMTS-Zelle in Berlin-Mitte um 14h mit UMTS-Paketen, bin ich gerne bereit diesen Hinweis eingehend zu diskutieren.

    2. Bei uns in der Gegend verlegt NetCologne gerade neue Glasfaser-Kabel. Wenn ich mir die so anschaue, auch wie viele einzelne Fasern in einem nicht mal unterarm-dicken Kabel sind und dann überlege, wie das Ganze wohl in Kupfer aussähe …
      Bis kein Platz mehr in der Erde ist, dürfte auf jeden Fall noch so viel Zeit ins Land gehen, dass wir das nicht mehr miterleben.

  8. So eine Schnapsidee. Das einzig gute an Vodafone ist eine ganz gute mobile Netzabdeckung. Dem stehen aber Myriaden von Nachteilen gegenüber, bizarre Tarife etc. Ein besonders unangenehmes Detail, das mir mal auffiel, war ein V-„Supportforum“ im Netz: Angeblich ein privates Forum, in dem angebliche Nicht-Vodafone-Mitarbeiter (!), die aber trotzdem mit Dauerpräsenz, merkwürdiger Vodafonebegeisterung und internen Einblicken und Wissen glänzen, in unfassbar arroganter, patzig-überheblicher Weise Kunden „Support“ leisten, aber nur, wenn man unterwürfig genug auftritt und blos keine Kritik äußert. Wie man bei dem Laden sein DSL haben kann, ist mir unbegreiflich, jetzt noch umso mehr. Erinnert mich gerade an „niemand braucht einen Computer mit 640 Kb Speicher“, und ähnliche Geistesblitze der IT-Geschichte. Für Vodafone ist Geiz hier wohl geil, für den Kunden weniger.

  9. Nicht nur DSL. In ländlichen Gebieten bietet Vodafone auch die Umstellung Festnetz über Mobil an – nennt sich dann „Vodafone Zuhause FestnetzFlat“ o.ä.

  10. Als Ergänzung ist LTE gut, aber gleich komplett alles dorthin zu verlagern ist nicht gut. Oder hat Vodafone in die Kugel geschaut und es gibt schon Breitband-Weiterentwicklungen, die auf LTE aufgesetzt werden können?

  11. Dann doch ein eher eine echte Telefonleitung, hart verdrahtet und von DSL umspült.

    DSL mit VOIP hingegen ist genauso platt wie Kabelmodems, wenn der Strom ausfällt. „Richtige“ Telefonleitungen liefern ihren eigenen Strom. Die Sprachqualität soll angeblich auch noch recht wechselhaft sein.

    Wer weiß, was einem bevorsteht, wenn man sich LTE aufschwatzen lässt. Schicken sie dann die gleichen aufdringlichen Vertreter ins Haus wie damals, als sie die Leute von der Telekom weglocken wollten?

  12. Nur noch mal einen Denkanstoß:
    1. Laut BNetzA-Bericht 2010 hat der durchschnittliche Internetnutzer im Festnetz 10,2 Gigabyte pro Monat übertragen.
    2. Der durchschnittliche aktive UMTS-Nutzer hat 255 Megabyte pro Monat übertragen.
    Derzeit gibt es nur einen einzigen Tarif (von Vodafone), der im UMTS-Netz 10 GB überhaupt zulässt (gegen Extrazahlung).

    Fazit: Die Netzbetreiber müssten bei einer LTE-Lösung massiv das Übertragungsvolumen deckeln, an das sich der Durchschnittsnutzer (wie gesagt, das sind keine Extrem-Sauger!) gewöhnt hat.

  13. Das die Luft/Vakuum irgendwann voll ist kann man mit LTE genau wie bisher mit UMTS einfach umgehen in dem man die Waben kleiner macht und mehr Masten aufstellt.

    1. …und ist Unsinn. Siehe verlinkten Artikel über 2,4Ghz-Wlan.
      Die Größe der Waben ist irrelevant im Vergleich zur Anzahl kollisionsfrei verwendbarer Frequenzen.

  14. Und wieder diese Aussage mit der „Strahlenbelastung“. Wie die durchschnittliche „Strahlenbelastung“ bei insbesondere in Ballungsgebieten notgedrungen moeglichst klein ausgelegten Zellen zunehmen soll, muss mir irgendwann auch mal jemand erklaeren.

    (Genauso, wie die „Strahlenbelastung“ dadurch abnehmen soll, dass man eine BTS anstelle in die Ortsmitte an einen moeglichst weit abgelegenen Ort stellt. Aber das ist ja sowieso eine ganz andere Sache…)

  15. Naja, es wird ja nicht „die Luft“ voll, sondern nur die Frequenzen, die Vodafone zugewiesen sind. Sollten die anderen Anbieter es also schafffen, ein konkurrenzfähiges Netz auszubauen, während Vodafone sein Netz überlastet, dürfte es Vodafone den guten Ruf und viele Kunden im Mobilfunkinternetsektor kosten.

  16. Wäre es nicht auch denkbar, dass Vodafone bzw. Jousson mit so einer Ankündigung etwas Druck auf den Regulierer ausüben will? Wenn der Endkunde für ein Paket mit DSL und Festnetz-Flat nur rund 25 Euro im Monat zahlt und allein die TAL über 10 Euro kostet, bleibt natürlich nicht viel über. Wenn man damit dann noch den direkten Konkurrenten fördert macht es das auch nicht besser.
    Was ist denn dann beispielsweise mit dem IPTV Angebot von VF? Alles über LTE inklusive HD-Sender? Ob Vodafone das wirklich durchzieht… ich bin gespannt, glaube aber nicht so recht daran.

  17. Also ich habe gleich als die Meldung hier raus kam mal eine Anfrage als DSL-/Festnetz-Kunde bei Vodafone gestellt, was denn da dran sei, zu wann sie diese Umstellung anstreben würden und was mit den Kunden sei die kein Interesse daran haben von einer Kabel- auf eine Funk-Verbindung umgestellt zu werden. Gestern kam dann ein Anruf von Vodafone und eine freundliche Mitarbeiterin teilte mir mit, dass Vodafone überhaupt nicht daran denke ihre DSL-/Festznetz-Kunden auf eine Funk-Verbindung umzustellen. Zudem hat sie mir versichert, dass man, falls Vodafone irgendwann einmal diesen Schritt doch anstreben sollte, dieses mit einer ausführlichen Frist den Kunden im Vornherein mitteilen und ihnen eine Option zum Wechsel zu einem anderen Anbieter unterbreiten würde. Klingt für mich jetzt also auf Anhieb alles nicht so tragisch. Ich habe bisher, von den politischen Querelen mal abgesehen, persönlich nur gute Erfahrungen mit Arcor und später dann Vodafone gemacht und werde daher erstmal den Vertrag weiter laufen lassen.

  18. Hallo Zusammen, ich finde die Idee total bescheuert- ich spreche aus Erfahrung- die Kunden haben kein Interesse an LTE- wenn nur einer LTE nutzt- ist es super- aber sobald mehrer LTE nutzen würden- würde sich dementsprechend die Geschwindigkeit verringern. Ich kann nur sagen- ich behalte mein DSL Anschluss- finde es einfach nur schade… Vorallem es geht ja nicht nur um Essen sondern auch um Eschborn- mal sehen ob sie die Mitarbeiter in Ratingen oder Düsseldorf unterbekommen. Hoff dass es nur bei einer Schnapsidee bleibt und nicht ernst wird. Es hängen ja nicht nur die Arbeitsplätze von Essen dran- sondern weit aus mehr Existenzen- was ist z.B. mit den Dienstleistern die DSL für Vodafone vertreiben?
    Lg

  19. Und das Schlimmste:

    Mit der Ausrede, dass LTE weniger Kundenbetreuung benötigen wird, werden bei Vodafone 600 Kundenbetreuer outgesourced (zu nicht tarifgebundenen Zulieferern) und wenn sie nicht mitmachen, dann wird vorab schon mit betriebsbedingter Kündigung gedroht. Informiert Euch:
    Wutkollege

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.