Öffentlichkeit

Bundesjustizministerium erklärt Löschen statt Sperren

Das Bundesjustizministerium erklärt in einem kurzen Imagefilm das Prinzip von „Löschen statt Sperren“:


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In der ersten Folge beschäftigen wir uns mit dem Thema: „Warum Löschen statt Sperren?“ Dass Internetseiten mit kinderpornographischen Inhalten aus dem Internet müssen, ist eine Selbstverständlichkeit – ob diese Seiten allerdings gelöscht oder gesperrt werden sollen, wird diskutiert.

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25 Kommentare
  1. „Internet- oder Netzsperren“ wenn man das WWW meint… ach ja, Kompetenz.
    Es wäre wirklich gut, generell mehr auf die technische Seite einzugehen, denn „leicht zu umgehen“ sind DNS-Poisoning-Geschichten tatsächlich, andere Sperrtechniken nicht mehr unbedingt.

    Ansonsten aber nett, daß nach Jahren, in denen die Internetcommunitybenutzer u. a. die hier aufgeführten Argumente immer und immer wieder angeführt haben, nur um ignoriert oder ausgelacht zu werden, diese es auch mal zu einer offiziellen Stelle geschafft haben.

  2. Warum hat das BMJ diesbezüglich nicht gleich Alexander Lehmann kontaktiert (sprich jemanden, der sich mit sowas auskennt)?
    Obschon es ja als Fortschritt gewertet werden muss, dass das BMJ sich überhaupt öffentlich mit dem Thema auseinandersetzt, ist die Umsetzung eher schwach ausgefallen (professioneller Sprecher? Fehlanzeige; Sperrinfrastruktur: wer zensiert und wer überwacht dies). Andererseits – man will die Zielgruppe (Unionspolitiker) wohl intellektuell nicht überfordern …

  3. Ich verstehe nicht ganz.
    Nach vier Wochen waren 99% der Inhalte gelöscht.
    Was für 99% sind das denn? 99% der kinderpornographischen Inhalte der ganzen Welt?
    Oder nur deutschlandweit? Weltweit wäre ja ein epochaler Durchbruch, aber irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen…
    Danke im Vorraus!
    Leo

  4. @Kritischer Bürger: Tatsächlich hat mich an dem Film auch vorrangig (und zuerst) die Sprecherin genervt :D
    Aber als Erstlingswerk … durchaus tauglich! ;-)

  5. @Leo: Es sind 99% der den deutschen Behörden bekannten Inhalte, welche gelöscht worden sind. Dieses können auf verschiedenen Servern weltweit liegen. Die Inhalte, die den Behörden nicht bekannt sind (beispielsweise weil es in geschlossenen p2p-Gruppen etc sind) können sie natürlich auch löschen.

  6. Ich finde diese Statistik mit dem 99% nach 4 Wochen übrigens äußert Gefährlich. Wenn nicht immer wieder neues, leicht zu löschendes, Eingestellt wird, werden wir irgendwann nur noch auf dem 1% sitzen.
    Und dann werden sie wieder aus ihren Löschern gekrochen kommen und sagen Löschen funktioniert nicht, wir brauchen grundrechtsschonende Zensurinfrastrukturen.
    Denkt denn keiner an die Kinder!

  7. Warum nicht gleich so? Ich finde das Video von der Umsetzung nicht 100% gelungen, aber die Aussagen stimmen und wenn man es durchgehend zeigt, haben es nach vier Wochen sicherlich 99% oder mehr der Spitzenpolitiker verstanden.

  8. Was lange währt wird endlich gut…
    Ich bin ohnehin der Meinung, daß Frau Leutheusser-Schnarrenberger als einziges Regierungsmitglied keine komplette Fehlbesetzung ist – aber doch immer wieder positiv überrascht. Wahrscheinlich hält sie gerade im Alleingang die FDP über der 5%-Hürde (naja, meistens).
    Wenn jetzt auch noch auf Worte Taten folgen, hol‘ ich den Sekt raus.
    Aber zum Video: Warum müssen lispelnde Leute ausgerechnet Videos sprechen (und nicht, z.B. die Grafiken machen)?

  9. Der Inhlat ist schön und gut. Ich halte es aber für fragwürdig, das Ministerien irgendwelche Meinungen mit Staatsgeldern propagieren (vgl großartige Plakt und Mailingaktionen zu Konjunkturpaketen, Arbeitslosenzahlen etc.).
    Insofern finde ich es auch nicht schlimm, dass da nicht gleich eine riesige Werbeagentur mit begabten Zeichnern, professionellen Sprechern und extra komponierter Musikuntermalung beschäftigt wird

    Die Kritik, dass das technisch alles halbgar ist, finde ich auch verfehlt. Die Zielgruppe sind sicherlich keine echten oder verhinderten Informatiker, und die würden auch nicht auf Filme vom BMJ warten, um sich über solche Dinge zu informieren.

  10. ähh…die million was das ding gekostet hat (mindestens, man hat ja bestimmt noch einen gefallen zu tun gehabt) hätte man sich sparen können.

    einfach vielleicht mal den experten und 140.000 petitionszeichnern oder franziska zuhören können.

    dann hätte man sich auch das vor verfassungwidrigkeit strotzende trümmergesetz über den „erschwerten zugang“ sparen können.

  11. Verstehe das Lob hier nicht ganz. Die Argumente aus der KiPo-Debatte fein wiederholt, wenngleich auch hässlich verpackt. Aber allgemeinpolitisches Verständnis: Null. Wo ist denn das Argument „Revolution in arabischen Ländern“, das seit der Debatte auch fur Mainstream-Politiker (und eigentlich eh fur Liberale) auf der Hand liegen sollte, hm?

  12. @Leo und alle anderen die sich an den 99% stören

    Die Sache ist afaik so:
    Stichtag X hat man seine Anzahl an Seiten online, von denen man weiß.
    Dann wird Zeit bis zur Löschung gemessen.
    Praktisch gehen dann aber am Tag nach X auch wieder Seiten online – wie es halt im Internet so ist.

    So dass am Ende die 99% durchaus Sinn machen und richtig erscheinen.
    Wenn man dann davon ausgeht, dass das durchgehend und gründlich praktiziert wird, sind die meisten der bösen Seiten ziemlich schnell wieder offline.
    Die restlichen 1% bleiben womöglich dauerhaft online, weil das die viel kritisierten Mangas aus Japan sind. Die stören sich an gemaltem – im Gegensatz zu vielen Europäern – nicht.

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