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Keine Urheberrechtsverletzung durch Bildersuche bei Google

Der Bundesgerichtshof hat heute die Entscheidung bekannt gegeben, dass „dass Google nicht wegen Urheberrechtsverletzung in Anspruch genommen werden kann, wenn urheberrechtlich geschützte Werke in Vorschaubildern ihrer Suchmaschine wiedergegeben werden.“ Hier ist die Pressemitteilung: Keine Urheberrechtsverletzung durch Bildersuche bei Google.


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Gute Entscheidung! Argumentiert wurde u.a. damit, dass die Klägerin ihre Werke ja durch einen Ausschluss von Suchrobotern auf ihrer Seite hätte zugänglich machen können.

9 Kommentare
  1. Das hat leider (wie fast alles) auch eine negative Seite: Es ist damit (vermutlich) auch zementiert, daß Leute, die gewissen Bild-Abmahnern (die erst mit gut findbaren Bildern ködern und dann gezielt Bilder“diebe“ abmahnen) auf den Leim gehen, nun auch dann noch haften, wen sie zwar wie (teuer) gefordert die Kopien vom eigenen Server längst entfernt haben, es ihnen aber nicht gelingt, diese (wie in der Regel ebenfalls gefordert) aus Suchmaschinen-Caches entfernen zu lassen. Während das bei Google noch halbwegs schnell funktioniert, ist das bei anderen Suchdiensten teilweise dank komplizierten Formularen und/oder begriffsstutzigen Mitarbeitern ziemlich schwer bis kaum möglich. Das macht es nun noch riskanter für „Neulinge“, „unbefangen“ mit dem Medium umzugehen, und im Gegenteil noch unabdingbarer, sich am besten vor jeder publizierenden Aktivität einen erfahrenen Anwalt zu nehmen.

  2. Erst einmal an netzpolitik: E-Mail-Pflicht bei Blog-Kommentaren ist nervig, sinnlos und nochmals nervig. Wer seine Mail-Adresse angeben möchte, macht das schon von alleine. Eine Pflicht ist völlig sinnlos und bringt nur Leute wie mich zum Stöhnen… nicht, weil ich es so geil finde.

    @David: Man kann ja auch nur Google Zugriff auf seine Seite geben und alle anderen ausschließen. Das ist ein ziemlich kleiner Eintrag in der robot.txt

    Ich finde die Entscheidung auch völlig richtig.

  3. #2: Ja, das weiß ich und jeder, dem das genannte schon mal passiert ist. Darum habe ich ja hervorgehoben, daß die Hürde für alle, die im Netz eben noch nicht zu Hause sind, immer höher wird.

    Übrigens staune ich, nebenbei, daß bei Suchmaschinen- und da speziell Bilder(kopie)indizierung so wenig das ansonsten zu Recht geschmähte Opt-out-Verfahren in Frage gestellt wird. Ich nutze die Bildsuche natürlich selbst auch oft, bin aber trotzdem zwiegespalten, ob ich das unter dem genannten Aspekt wirklich 1:1 genau so toll finden soll, wie eben das Speichern von Bildkopien.

    Und bitte, #3: Alle, die neu im Netz sind und davon nix wissen sind blöd? Prima, dann bleiben wir wohl besser unter „uns“. Aber dann sollten wir über Ghettoisierung nicht so laut klagen, oder?

  4. Ich denke auch, daß man damit leben muß, wenn man seine Bilder veröffentlicht. So funktioniert eben das Netz. Andernfalls kann man das Bildereinstellen auch lassen, wenn man nicht gefunden werden will.
    Als nächstes kommt jemand, und ärgert sich, daß seine Texte, die er irgendwo hinterlassen hat, von Google gefunden werden.

    Grüße!

  5. #4: Es sind nicht alle blöd, die neu im Netz sind. Wo steht denn das? Aber, wer seine Bilder mit Absicht gut auf seiner Website platziert damit diese auch gut gefunden werden, der kann gar nicht so neu sein. Komisch das dafür die Gehirnwindungen ausgereicht haben – sorry.

  6. #6: Es soll tatsächlich Leute geben, die froh sind, einen Browser bedienen zu können und die dann entweder mit heutzutage einfach zu nutzender Foren- oder Blogsoftware ohne böse Hintergedanken etwas tun, ohne sich im Klaren zu sein, daß das Netz nichts vergißt. Und „wir“ begrüßen diese „Einfachheit“ des „jeder kann publizieren“ auch noch bei jeder Gelegenheit (ich auch) – zu recht.

    Erwartest Du ernsthaft von jemandem, der also gerade halbwegs gelernt hat, wie man die Bild speichern-Funktion seines Browsers bedient und wie man ein Beitragsformular ausfüllt, daß er selbstverständlich weiß, das es drölf Suchmaschinen und mehrere Internetarchive gibt, die, sein gesamtes Tun auf „ewig“ konservieren und, das ist ja das eigentliche Problem, von professionellen Abmahnern gezielt zum Broterwerb mißbraucht werden können?

    Natürlich sind solche Leute „blöd“, falls Du mit „blöd“ wahlweise „positiv grundeingestellt“, „unerfahren“, „leichtsinnig“ oder einfach „naiv“ meinst.

    Wie auch immer, ich erwarte ja auch gar keine Zustimmung zu meiner (wie gesagt) selbst nicht festgelegten Haltung in diesem Punkt. Aber jemanden pauschal für „selbst schuld“ oder „blöd“ zu erklären, der nicht von Hause aus hinter allem eine potentielle Gefahr vermuten mag (so wie ich das aus Erfahrung tue ;))?Finde ich irgendwie nicht gut und auch ehrlich gesagt etwas zu simpel.

    Aber, ich werde jetzt reichlich OT und bitte um Entschuldigung. Können uns ja gerne per Mail weiter austauschen oder sonstwie. :-)

  7. Ich finde es eine gute Entscheidung. Was kann google dafür, wenn Leute ihre Bilder ins Netz stellen? Die können ja nicht jedes Bild kontrollieren und jedes Bild rausnehmen, wenn Leute denen schreiben, dass sie es nicht im Internet haben möchten. Dann sollen sie ihre Bilder nicht online stellen.

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