IGEL – Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht

Die Debatte um die Einführung eines Leistungschutzrechts ist neben der Netzneutralität und der Vorratsdatenspeicherung die nächste wichtige Auseinandersetzung rund um ein offenes Internet in Deutschland. Heute ist nach einiger Vorarbeitungszeit „IGEL – Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht“ gestartet. Die Initiative wude von Till Kreutzer ins Leben gerufen und bei der Umsetzung und in der Redaktion unterstützen ihn Philipp Otto und John Weitzmann.

Ziel der Initiative ist es, die Einführung eines Leistungsschutzrechts für Presseverleger zu verhindern. Helfen soll dabei das Informationsportal auf leistungsschutzrecht.org, was ausführlich begründet, warum wir aus politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gründen kein Leistungsschutzrecht brauchen und eine Einführung zahlreiche Probleme für ein Publizieren im Netz schaffen würde.

IGEL wurde in erster Linie aufgrund der Erkenntnis initiiert, dass es für ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger weder eine Notwendigkeit noch eine Rechtfertigung gibt. Ein solches Recht wird einerseits nicht benötigt und hat andererseits – unabhängig von dessen Ausgestaltung – zwangsläufig sehr bedenkliche Auswirkungen auf die Interessen Dritter und das Gemeinwohl.

Mehr Hintergründe zum Leistungsschutzrecht bietet unser Podcast mit Till Kreutzer zum Thema.

Zu den Unterstützern von IGEL zählen Creative Commons Deutschland, WIkimedia Deutschand, Chaos Computer Club, netzpolitik.org und viele andere.

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