Öffentlichkeit

Dokumentation der Spontan-Demo vor Schloß Bellevue

Pp_demo_170210_009bVon der Spontan-Demonstration gegen das Zugangserschwerungsgesetz vor dem Schloß-Bellevue vor wenigen Stunden gibt es erste Fotos. Das hier eingebaute Foto ist von Bernd Brincken und steht unter der CC-BY-SA-Lizenz. Andere finden sich beim FLickr-Nutzer Piratepix. Wo gibts noch mehr? Ein kurzes dunkles Video hat nouveaucologne bei blip.tv online gestellt. Was gibts noch an Dokumentation im Netz zu finden? Verlinkt es in den Kommentaren.

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17 Kommentare
  1. Ich finde es ja blöd, dass die Piratenpartei solche Demos mit ihren Fahnen dominiert. Knapp die Hälfte der Leute waren keine Piraten. Das geht dann bei sowas immer unter.

    Ich möchte mit dieser Kritik nicht den Anteil der Piraten an dieser Demo mit nur zweistündiger Mobilisierung schmälern, sondern nur darauf hinweisen, dass es einer Bewegung schadet, wenn sie nur als eine Partei wahrgenommen wird.

  2. Ich bezweifle, dass so eine kleine Demo überhaupt wahrgenommen wird. In Berlin sind doch alle 5 Minuten i-welche Leute am demonstrieren. Dass das jetzt so einen aktuellen Anlass hatte ist natürlich von Bedeutung.

    Ich habe meinen Bundestagsabgeordneten noch nicht über solche Dinge angesprochen, das werde ich aber machen, sowie ich in dem Alter bin, indem er mich auch zu befürchten hat. (Das wäre dann vor der nächsten Wahl, ist ja auch schon bald, dann heize ich in meinem Bezirk ordentlich ein xD *evilsmile*)

    Du hast natürlich recht mit der Piratenpartei-Kritik.
    Gibt es eigentlich Anonymus-Flaggen zu kaufen?

  3. Naja, ganz so stimmt das nicht – es ist auch deutlich zu erkennen, dass der AK Zensur an der Demo teilnahm.

    Naja, und dann finde ich, ist es kein Nachteil, wenn die Demo mit einer Partei assoziiert wird, als wenn es als „100 zusammengelaufene Berliner“ wahrgenommen wird – ersteres bekommt einfach ein größeres mediales Echo – denk ich doch mal. Ohne jetzt „Parteiisch ;-)“ sein zu wollen, aber man hat ja auch das Gefühl, eine Partei oder auch eine AG repräsentiert ein Vielfaches an Mitgliedern.

  4. Die AK Zensur taucht aber häufiger in Medien auf als die PP. Zudem noch als geballte Fachkompetenz in Reihe mit CCC usw.

    Ihr könnte ja die Fahnen der PP zensieren, wenn sie euch stören ;) Die Lizenz gibt es ja her :b

  5. @Matthieu

    dem muss ich leider – als Pirat zustimmen.

    Ich fände es zB schöner, wen „echte“ Piratenflaggen verwendet werden. Zwar ist der Hinweis auf die Partei auch da, aber nicht mehr so penetrant.

  6. Der Kritik an den Piratenflaggen muss ich auch beipflichten. Den Fotos zufolge ging das bei dieser Demo aber noch.

    Bei der ELENA-Demo „Wider-der-Datensammelwut“ in Tübingen war die Menge der orangenen Flaggen jedoch so penetrant, dass es auch als Befürworter (aber nicht Mitglied) der Piraten fast unerträglich zu viel des guten war. Es gab dort kaum Demonstranten ohne eine „Piratenflagge“.

    Dieses ganze Flagge-zeigen bei Demos sollte die Piratenpartei auch vor dem geschichtlichen Hintergrund in Deutschland mal überdenken… Früher wurden auch von einer bestimmten Partei massenweise Flaggen durch die Straßen getragen… die waren eben nicht orange-weiß-schwarz sondern rot-weiß-schwarz (!).

    Kreative bissige Statements auf Transparenten finde ich um einiges sinnvoller als das Umhertragen von zig gleichartigen Fahnen, das wirkt nicht so abschreckend bedrohlich uniform.

    1. @clemi
      Nicht zu vergessen, die Leute die diese rot-weiss-schwarzen Flaggen trugen haben auch noch geatmet, vllt sollte die Piratenpartei das ncoheinmal überdenken!
      O.O

    2. Da wird deutlich gezeigt: „Wir sind in der Opposition zur Regierung“ und Leute stellen Nazi-vergleiche an. 33 musste man Mut haben NICHT zu beflaggen hier wird mit der Fahne Mut gezeigt. Ich denke das sind zwei gegensätzliche Geisteshaltungen die daraus sprechen.

  7. Geschichtliche Vergleiche scheinen mir hier unangebracht, die Flaggen wirken weder bedrohlich noch faschistoid und gleichschaltend.

    Bei ca. 100 Teilnehmern, die ich durchgezählt hatte, waren etwa 5 Flaggen der Piraten, obwohl von diesen 100 Teilnehmern etwa 90 Piraten waren (viell. sogar mehr, ich kenne auch nicht alle Piraten).
    Insofern empfände ich es als angenehmer, würde hier dazu aufgerufen, dass mehr Nichtpiraten teilnehmen, als dass die teilnehmenden Piraten noch weniger Flaggen tragen. (Zudem war die Demo übrigens von den Piraten angemeldet.)

    Richtig ist die Kritik aber z.B. bzgl. der Freiheit statt Angst, da war´s zu viel, das ist uns später auch aufgefallen und wir werden versuchen, daraus zu lernen. Richtig ist auch, dass inhaltliche, kreative Transpis schöner sind, aber die Demo war eben wirklich spontan, da war das schwierig. Wir haben vor Ort noch Schilder parteineutral besprayt, die aber bei der Dunkelheit unleserlich wurden.

  8. Ja, die Meinung wurde auf der Demo von Nicht-Piraten wie auch Piraten vertreten: Die massive Dominanz solcher Partei-Embleme schreckt nicht-Mitglieder doch deutlichst ab und wirkt letztlich kontraproduktiv. (Inkl. Fahnen-in-Reihe-halten und Groß-fürs-Objektiv-Aufspannen gabs da schon einige Befremdlichkeiten.)

    Lieber mehr Vielfalt – und inhaltliche Auseinandersetzung, statt Logo-Zeigen bitte.

  9. Befremdlich finde ich diese Diskussion eher.

    Ich fasse Mal zusammen.

    Mögliche Szenarien:

    1. Weniger fahnentragende Piraten.

    mögliche Folge: Medien kritisieren, dass die Piraten sich nur wenig an der ihnen wichtigen Thematik beteiligen.

    2. keine Fahnentragende Piraten:

    mögliche Folge: Medien kritisieren Passivität der Piraten nach der Wahl

    3. Leute, die sich an der Fahnendominanz stören, nutzen ihre Energie dazu, mehr Mitstreiter zu finden, die keine Piraten sind.

    mögliche Folge: Anzahl der Mitdemonstranten steigt ebenso wie die Vielfalt

    Oder an was hättet ihr so gedacht? Dass die Piratenpartei ganz lieb bittet, dass mehr Nichtpiraten zu Demo kommen sollen?
    Also bitte etwas mehr Pragmatismus.

  10. Ich verstehe die Kritik nicht wirklich.
    Wenn sich Bürger zum Protest zusammenfinden, kann es nur von Vorteil sein, wenn dieser Protest als geplante und koordinierte Aktion einer Partei wahrgenommen wird. Nur so erzeugt man Druck auf die Parteien, die im Bundestag sitzen. Eine von denen muss sich z.B. immer wierder die Frage gefallen lassen, warum sie nicht als Bürgerrechtspartei wahrgenommen wird. Dieser Effekt wird durch viele Fahnen in orange besonders verstärkt.

  11. „Von der Spontan-Demonstration gegen das Zugangserschwerungsgesetz vor dem Schloß-Bellevue vor wenigen Stunden gibt es erste Fotos“

    … und alle so: Yeaahhhhhh!

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