Demokratie

Australisches Parlament nutzt Creative Commons

Das Parlament in Australien hat für die Inhalte seiner Webseite die Creative Commons Lizenz CC-BY-NC-ND gewählt. Auch wenn die gewählte Lizenz die restriktivste unter den Creative Commons Lizenzen ist, so ist die Lizenzierung progressiver als bei uns in Deutschland. Das australische Parlament argumentiert die Entscheidung mit der Öffnung von Regierungsinformationen:

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The Parliament of Australia is committed to open access to the resources it publishes to support a vibrant democracy. Recognising the important of ensuring access to its resources published on the website the parliament has approved publication under a Creative Commons 3.0 Attribution-NonCommercial-NoDerivs license instead of copyright protection. Full implementation will occur when the new web site is released in late 2010. Until then a notice appears on the copyright page advising of this change.

We are enormously excited at this step to open up parliamentary information.

Etwas mehr Offenheit würde uns in Deutschland auch gut tun. Auf der Seite des Deutschen Bundestages steht im Impressum:

Alle im Internetangebot des Deutschen Bundestages veröffentlichten Bilder, Dokumente usw. unterliegen dem Copyright des Deutschen Bundestages, mit Ausnahme der anderweitig aufgeführten/genannten (Bild-) Quellenangaben. Ein Download oder Ausdruck dieser Veröffentlichungen ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch gestattet. […]

Damit sind auch erstmal nicht-kommerzielle Transparenz-Projekte davon abhängig, von der Bundestagsverwaltung eine Genehmigung für die Nutzung der Informationen zu erhalten.

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10 Kommentare
  1. … und ich habe doch immer gedacht, wer’s bezahlt – dem gehört’s …
    Da war ich aber schon beim öffentlich- rechtlichen Funk und Fernsehen auf’m Holzweg …

  2. Deutschland halt. Braucht alles etwas länger.

    Aber im Prinzip könnten auch die ÖR Sender da einfach mal Mut zeigen und einen Versuchsballon steigen lassen, meinetwegen in einem der Spartenkanäle (3Sat, Arte) oder beim Radio.

  3. Wer Creative Commons will, muss vermutlich mehr bezahlen: Die meisten Fotos kommen ja vermutlich von externen Fotografen und die verkaufen ihre Fotos meistens teurer, je mehr Rechte man haben will. Deswegen wird jedes einzelne Foto ungleich teurer. Bei meinem Bewerbungsfoto habe ich schon den dreifachen Preis dafür gezahlt, dass ich das Ding auch online verwenden darf. Wenn ich mir vorstelle, das sind Fotos von der Kanzlerin usw. und man will das Recht, die beliebig weiterzugeben…

    Bei den Texten versteh ich das nicht so richtig, warum das so dringend CC sein muss: Die PM sind doch eh zur weiteren Nutzung frei – und die anderen Texte… Will man die? Sind die überhaupt Werke? Sind die überhaupt geschützt?

    Gibt es nicht sinnvollere Einsatzmöglichkeiten für CC, Markus?

  4. „Bei meinem Bewerbungsfoto habe ich schon den dreifachen Preis dafür gezahlt, dass ich das Ding auch online verwenden darf. Wenn ich mir vorstelle, das sind Fotos von der Kanzlerin usw. und man will das Recht, die beliebig weiterzugeben… “

    oh man….schon deprimierend was sich für leute auf netzpolitik tummeln.

  5. Wie kann das Internetangebot des Deutschen Bundestages eigentlich dem Copyright unterliegen, wo wir in Deutschland duch Urheberrecht haben?

  6. Da haben andere Staaten uns wohl noch einiges voraus…
    Aber zumindest merkt man am Beispiel Australien, dass es weltweit Fortschritte gibt, auch wenn die bei uns noch nicht angekommen sind.

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