Der komplette Text des umstrittenen „Anti-Counterfeiting Trade Agreement“ (ACTA), das bis heute komplett geheim verhandelt wird, ist nun geleakt. Jedenfalls die Version von Januar, was zwei Verhandlungsrunden her ist.
Michael Geist seziert anhand des Leaks ein kleines Detail des Dezember-Textes, in dem es um die Durchsuchung von Reisenden auf urheberrechtsgeschützte Werke geht (auch bekannt als „three iPods and you’re out“).
Den Rest der 56 Seiten Verhandlungstext (pdf) müssen wir wieder selber lesen und verdauen.
Das Europaparlament hatte vor kurzem der EU-Kommission ein Ultimatum bis zum 12. April gesetzt, die aktuellen und relevanten Dokumente herauszurücken – dazu gehört auch das Verhandlungsmandat der Kommission. Mal sehen, ob es nun bald die aktuellen Dokumente gibt. Die Anhörung der Kommission am Montag hat nicht gerade den Eindruck voller Transparenz hinterlassen.
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15 Kommentare zu „ACTA-Text ist raus“
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[…] liest man denn da noch zu so später Stunde. Da ist ordentlich ACTA-Dokument geleakt und kann jetzt mal in aller Ruhe nachgelesen werden. Dazu komme ich aber heut nicht mehr. Und wie […]
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[…] (via netzpolitik) […]
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Bitte ordentlich lesen und nicht bei jedem Wort die große Verschwörungskeule auspacken:
Zum Beispiel hat Boingboing aus Geists Analyse dieses total irreführenden Artikel gemacht:
http://www.boingboing.net/2010/03/23/secret-acta-fights‑o.html
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[…] kurz: Wie Netzpolitik berichtet ist der komplette ACTA-Verhandlungstext […]
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Die Anhörung am Montag war göttlich
http://bit.ly/b6yTxW
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Schade eigentlich, dass diese ganzen englischen Dokumente als nicht-Muttersprachler oder mit fehlendem Vokabular nur schwer verständlich sind. Ich verstehe nicht, um was es bei Michael Geist geht.
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Noch ein Mirror auf dem Internet Archive:
http://coblitz.codeen.org/ia331216.us.archive.org/2/items/anti-counterfeitingTradeAgreementactaleakedDocument/201001_acta.pdf
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Mirror auf Archive.org
http://coblitz.codeen.org/ia331216.us.archive.org/2/items/anti-counterfeitingTradeAgreementactaleakedDocument/201001_acta.pdf
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Also der Zoll soll MP3-Player auf illegale Musikkopien untersuchen? Kann mir mal jemand erklären, wie das technisch funktionieren soll? Wie unterscheidet man eine von der CD-Sammlung selbsterstellte MP3 von einer illegal aus dem Netz gezogenen?
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[…] des Tages: Die Acta-Verhandlungsdokmente (Stand Jänner 2010) sind […]
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@bender (9): solange du keine personalisierten kaufverträge für deine CDs vorlegen kannst, von dehnen du behauptest das du sie legal erworben hast, handelt es sich auf deinen MP3-player um illegale kopien. eine lizenz für einen tonträger gilt immer nur für den staat in dem du sie erworben hast, bei einem grenzübertritt ist diese nichtig, kann aber mittels ausgleichsmaut aufrechterhalten werden. ;-)
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[…] ACTA-Text ist raus : netzpolitik.org Wikileaks hat wieder ein geheimes Dokument veröffentlicht: Die kompletten ACTA-Unterlagen in einer leider schon etwas veralteten Version von Januar. Die EU hat ja eine Veröffentlichung der aktuellen Unterlagen gefordert, ich hoffe, die kommen bald auf den Tisch. (tags: wrb ACTA Wikileaks) […]
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[…] ACTA-Text ist raus […]
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[…] es vielen Leser ebenso geht, verweise ich hiermit kurz und knapp auf die Kurzanalyse des geleakten ACTA-Entwurfs bei Golem. Gut, auch die Kurzanalyse ist in der Webversion immer noch 3 Klicks lang. Gegenüber […]
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[…] ACTA-Verhandlungsentwurf mit Stand von Ende Januar hatten unsere Kollegen von La Quadrature du Net am Mittwoch veröffentlicht. Analysen dieser Version sind bei Golem und Michael Geist zu […]
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