Der Countdown läuft, in wenigen Stunden wird in NRW gewählt. Über die vermeintliche „Macht der Blogger“ im Landtagswahlkampf hatten in den vergangenen Tagen ja bereits Stefan Reinicke in der taz und Maike Jansen bei SpOn berichtet.
Fast noch besser gefällt mir der Bericht des Medienmagazins Zapp (NDR) vom Mittwoch, den ich leider erst heute in der Wiederholung bei 3sat gesehen habe. Fazit: Alle gegen Rüttgers. Gleiches Thema, anderer Sender: Bei 3sat Neues erfahren wir, was Politiker über Blogs denken (Alternativphrasengemetzel: Sixtus vs. Lobo 41).
Politik-Digital.de hat sich die NRW-Wahlprogramme der Parteien mit Blick auf das Netz angesehen. Nun, ist eher mager. Zu der Erkenntnis kam auch Alvar Freude, der bei den medienpolitischen Sprecher der Parteien in NRW – zugegeben, etwas kurzfristig – nach einem Statement zum JMStV‑E gefragt hat.
Einzig die SPD positioniert sich diesbezüglich in ihrem Wahlprogramm, ist gleichwohl aber zu keiner klaren Aussage bereit, ob man dem Staatsvertrag im Fall einer Regierungsbeteiligung zustimmen würde.* Dito bei der FDP, die in Mails auf den – für die Landespolitik unverbindlichen – Beschluss vom Bundesparteitag Ende April verweist. Beim Rest: Eher Schweigen (Die Piraten verweisen auf FORMsquare irgendwelche Unterseiten im Wiki …).
# Rüttgers: Machtlos gegen Maulwürfe? (Zapp)
# NRW-Wahlprogramme: Was die Parteien für das Netz planen (politik-digital.de)
# Die Wahl in NRW und der JMStV (Alvar Freude, AK Zensur)
## Update: Parteien in NRW zum JMStV und netzpolitische Positionen zur Wahl
# Guerilla-Journalismus: Was Politiker über Blogs denken … (3sat Neues)
Kennen Sie Sven Przepiorka? Przepiorka ist ein Zungenbrecher ist Webberater. Unter anderem von unserer Familienministerin Kristina Schröder. Was er da so macht, schreibt er in sein Internettagebuch:
# Die Social Media-Aktivitäten von Kristina Schröder (Sven Przepiorka)
Last, but not least: Zwei Links zur Vorratsdatenspeicherung. Was die betrifft, liegen der Bundesregierung schlicht keine Erkenntnisse über Fälle vor, in denen Täter wegen Erkenntnissen aus der Vorratsdatenspeicherung verurteilt wurden, wie eine kleine Anfrage der Linken ergabt. Man könnte also auch sagen, dass die VDS nichts bringt. Daher will die Union sie ja auch schnell wieder einführen, … Moment?
# VDS hat keinen Einfluss auf die Aufklärungsrate von Verbrechen (Golem.de)
# Einfluß der VDS auf Verbrechensaufklärung (PDF) (Bundestag)
*Aber vielleicht hören wir da ja Montag was vom „Gesprächskreis Netzpolitik“.