Datenschutz

Personalfragebogen der Öffentliche Versicherungen Sachsen-Anhalt (ÖSA)

Bei Wikileaks findet sich ein Personalfragebogen der Öffentlichen Versicherungen Sachsen-Anhalt (ÖSA), gehört zur Sparkasse Finanzgruppe, der einige fragewürdige Angaben verlangt: Oeffentliche Versicherungen Sachsen-Anhalt (OESA) Personalfragebogen, 2009.


Netzpolitik.org ist unabhängig, werbefrei und fast vollständig durch unsere Leserinnen und Leser finanziert.

Das PDF Dokument praäentiert einen Personalfragebogen der Öffentlichen Feuerversicherung Sachsen-Anhalt/Oeffentlichen Lebensversicherung Sachsen Anhalt (ÖSA) der Stellenbewerbern ausgehaendigt wird. Während der Fragebogen größtenteils Standardfragen präsentiert, wird ein Bewerber allerdings auch über seine Bereitwilligkeit zur einer Untersuchung des Betriebsarztes befragt, inklusive der Entbindung des Arztes von der Schweigepflicht gegenüber der ÖSA. Auch werden Bewerberinnen nach ihren „Voraussetzungen für den Mutterschutz“ gefragt, und Auskünfte über das Gehalt beim vorigen oder momentanen Arbeitgeber, die momentanen Vermögensverhältnisse und etwaige Unterhaltszahlungen erbeten. Abschließend soll einer automatischen wie manuellen Speicherung und Verarbeitung der Daten, soweit schutzwürdige Belange nicht beinträchtigt werden, zugestimmt werden, die allerdings nicht genauer spezifiziert ist.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
9 Kommentare
  1. Das ist doch mal wieder typisch! Alles, was sie eigentlich nicht abfragen dürfen (das mit dem Sind sie Schwanger? wurde ja sehr schön umformuliert!) fragen sie ab und noch mehr. Was wohl passiert, wenn man das, was man nicht beantworten muss, nicht zu beantwortet…

    1. „Was wohl passiert, wenn man das, was man nicht beantworten muss, nicht zu beantwortet…“

      tja ich schätze, dann kommt die/der für den Job wohl nicht in Frage :-) (oder sollte ich lieber ein trauriges Smiley machen?!)

    1. @Rawls:
      der fragebogen ist quasi das bewerbungsgespräch, nur auf papier. zumindest würde ich das so einschätzen. dementsprechend sind fragen nach schwangerschaft, vermögen, schulden, unterhaltszahlungen usw. unzulässig.

      auch die entbindung des betriebsarztes von der schweigepflicht, seh ich sehr problematisch. zu guter letzt dann noch die automatische oder manuelle speicherung dieser daten

  2. Die sind wohl beim stellen von STASI (v1.0 & v2.0) fragen im Wettbewerb mit dem Arbeitslosenamt (die sogar wissen wollen wieviel man in bar zu hause hat) eh. Ich meine natürlich die „Bundesagetur für Arbeit“ XD

  3. Bei meiner Einstellung wurde auch danach gefragt (ärztliche Untersuchung, Schweigepflicht). Die Einstellungsuntersuchung war dann auch harmlos. An die Personalabteilung ging nur ein „Ja, geht klar“ Statement. Umfangreich war die Untersuchung auch nicht.

    Viel Problematischer sehe ich das die Sicherheitsüberprüfung Ü2. Aber das ist eine andere Geschichte…

  4. @JEns – Ich bin ja erschrocken. Ich entbinde doch keinen Arzt von seiner Schweigepflicht.

    Allein die Fragen nach Beruf der Eltern würde ich niemals beantworten, denn diese PErsonen stehen in keinem Zusammenhang mit mir oder meiner Arbeit. Soll ich vieleicht auch noch meinen NAchbarn einschätzen oder Fotos von dessen Verhältnissen mitbringen?

  5. typisch für diesen laden würde ich sagen.
    spannend wäre die frage, ob solche fragen auch der vorstandsvorsitzende p.Ahlgrimm beantworten musste.
    auch ist fraglich wie die ösa mit diesen daten umgeht, da seit einiger zeit ein datenfund (tausende daten) von kunden in einer öffentlichen papiertonne vertuscht werden soll.
    hier wird zur zeit mit harten bandagen gekämpft und auch massiv ins presserecjt eingegriffen, sowie in persönlichkeitsrechte

    mfg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.