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Das sprechende Plakat der FDP

In „Das Parlament“ ist ein Beitrag über „Europa-Wahlkampf 2.0″ erschienen. Etwas verwundert bin ich über Sinn und Nutzen eines sprechenden Plakates, was die FDP nutzt: Für den Europawahlkampf hat sich die FDP eine weitere technische Spielerei einfallen lassen: das „sprechende Plakat“. Wenn die Nutzer mit ihrem Mobiltelefon ein Wahlplakat der Spitzenkandidatin Silvana Koch-Mehrin fotografieren und…

  • Markus Beckedahl

In „Das Parlament“ ist ein Beitrag über „Europa-Wahlkampf 2.0″ erschienen. Etwas verwundert bin ich über Sinn und Nutzen eines sprechenden Plakates, was die FDP nutzt:

Für den Europawahlkampf hat sich die FDP eine weitere technische Spielerei einfallen lassen: das „sprechende Plakat“. Wenn die Nutzer mit ihrem Mobiltelefon ein Wahlplakat der Spitzenkandidatin Silvana Koch-Mehrin fotografieren und das Foto an eine bestimmte Mobilfunknummer schicken, bekommen sie einen Link zu einer Videobotschaft im Internet zugeschickt. Beerfeltz ist überzeugt, dass solche Aktionen zum Erfolg führen: „Wer nur auf die alten Wahlkampfmethoden setzt, wird verlieren.“

Hab ich das richtig verstanden? Man fotografiert ein Werbeplakat der FDP, schickt das Foto an eine Telefonnummer und bekommt dann einen Link zu einer Politiker-Videobotschaft, die man sich dann anschauen kann? Gibt es dafür eine Zielgruppe?

Ich wäre mir ja anstelle von FDP-Bundesgeschäftsführer Hans-Jürgen Beerfeltz nicht so sicher.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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26 Kommentare zu „Das sprechende Plakat der FDP“


  1. Kolja R.

    ,

    Oder nochmal zum mitschreiben:
    Ich stelle mich mit einem Fotohandy mit Internet-Zugang vor das Plakat, mache ein Foto, verschicke eine kostenpflichtige MMS um einen Link zu bekommen, mit dem ich ins kostenpflichtige Internet gehen kann um mir zusätzlich auch noch irgendwelchen Quatsch von der FDP anzuhören?


  2. […] Empfänger Steine in den Weg legt wenn er Informationen haben möchte, wird verlieren.” (via Netzpolitik) Keine hervorgehobenen Kommentare. Ähnliche Artikel:Barack Obama macht mir […]


  3. Warum man hier nicht auf QR-Codes setzt ist mir unbegreiflich.


  4. Kai K.

    ,

    soweit ich weiß, sollen da tatsächlich QR-Codes auf die Plakate. Das hat Beerfeltz wohl nicht so ganz verstanden. In der FDP sitzen insgesamt nicht mehr IT-affine Leute wie in anderen Parteien. Das einzige Unterschied ist, dass die FDP in Sachen fortschrittlicher Wahlkampf führend sein will. Deshalb wird jede Neuerung gleich aufgesogen – egal ob mans versteht oder nicht.


  5. Natürlich gibt es dafür eine Zielgruppe.
    Man sollte ja nicht vergessen, dass der durchschnittliche FDP-Wähler ca. 400 Euro im Monat für Haargel ausgibt.
    Da macht so eine MMS auch nicht viel aus.

    Zudem ist eine Videobotschaft der FDP für einen Kapitalismus-Freak so etwas wie eine Mischung aus Bergpredigt und Porno.
    Also absolut unbezahlbar.


  6. @Martin:

    Genau das war auch mein erster Gedanke.
    Total an der Zielgruppe vorbei. Usability-Fail wenn man so will. Mit QR-Code wäre das wirklich eine interessante Sache geworden.


  7. Ich finde die Idee zwar nicht doof, aber zu umständlich. Wer macht denn sowas schon? Origineller wäre ein Plakat mit einem Bewegungsmelder gewesen, das per Zufallsauswahl anfängt zu sprechen, wenn eine Person nahe an ihm vorbeiläuft.


  8. klar gibt es da ne Zielgruppe für:
    MMS sind teuer, Aufsichtsräte und Aktionäre von Telko’s sind FDP Wähler.
    Vermutlich hat die Firma des Schwipschwager der Bundesgeschäftsführund das dazugehöreige Bilderkennungsverfahren erfunden… (von 2D Barcode war da keine Rede, oder!?) Was gib es da zu rätseln?
    Daraus gezielt Partikularintressen, gerne auch von Einzelunternehmern zu vertreten, hat doch die FDP noch nie einen Hel gemacht?


  9. MMS? Da fallen iPhone-Besitzer wohl schonmal weg. Man sollte eben nicht nur nicht auf alte Wahlkampfmethoden setzen, sondern zumindest auf die richtigen…


  10. […] 17, 2009 Markus von Netzpolitik.org hat heute einen Beitrag über die Wahlkampfplakate der FDP geschrieben. Der Beitrag basiert auf diesem Artikel der […]


  11. Nils Droste

    ,

    Schön, wie viele Kommentatoren sich hier in Klischees ergehen.
    Zur Sache: QR-Codes waren angedacht, dafür muss das Mobiltelefon zum Lesen aber erstmal über die passende Software verfügen, sonst kann es mit dem Code nichts anfangen. Daher die MMS-Geschichte, die ein interessanter Versuch ist, Printwerbung interaktiv zu gestalten. Es ist ja niemand gezwungen es zu benutzen.


  12. Dad wertet nils dann per usertracking aus. @nils: bitte die zahlen veroeffentlichen!


  13. […] via Netzpolitik.org […]


  14. W. Riedel

    ,

    Es ist lächerlich wenn die FDP meint durch sowas modern zu werden oder ihre (gescheiterte) neoliberale Agenda besser an Wähler bringen zu können. Solche Spielereien sind zwar modern und nicht per se schlecht, können aber keine dringend erforderliche Netzpolitik ersetzen.


  15. FDP – Meister der neuen Medien (oder so…)…

    Das sprechende Plakat. Wer hat’s erfunden? Die FDP. Warum? Keinen Schimmer!
    Aber lasst mich das System, den Gedanken dahinter, mal erklären:
    Ihr seht ein Europa-Wahl-Plakat mit Frau Koch-Mehrin drauf. Dann müsst ihr nur noch mit eurem Handy ein…


  16. Gunnar

    ,

    @Bianca
    Bald aber nicht mehr.

    http://www.apple.com/iphone/preview-iphone-os/


  17. Die kommen auf Ideen.
    Aber ich glaube der Aufwand und die Kosten sind höher als der Nutzen. Aber hauptsache man ist im Gespräch und somit hat es ja dann mal geklappt! :)


  18. Um Mal den großen Helge zu zitieren: „Selber feiern, wegkucken.“


  19. Hmm, ist Merkel mit ihrem Vodcast nicht schon Web2.0 genug?


  20. Mit Hinnerk Fork hatten sie im letzten Wahlkampf ja zumindest schon mal einen sprechenden Kühlschrank. Schade, ich finde den damaligen Wahlkampfspot nicht mehr.


  21. anna Kohlmeier

    ,

    ich sach mal so:
    das ist ne currywurst- mit mayo- ohne pommes!


  22. […] (Quelle: Bundestag via netzpolitik) […]


  23. […] bundestagswahl werden die fdp-plakate zu uns sprechen… gruselig Verwandte […]


  24. […]Wahlkampf 2.0![…]


  25. Wozu der Umstand, wenn man sich das beste FDP-Wahlplakat und die aufs Wesentliche reduzierte Wahlaussage der Liberalen ohne größere Umstände hier ansehen kann:
    Wahlwerbung zur Bundestagswahl: FDP goes Cthulhu


  26. Na hoffentlich bekommt man dadurch kein Abo an die Backe

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