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Digitale Überwachung ist eine Wolke

Schöner Kommentar zum Telekom-Gate von Daniel Schulz in der TAZ: Die blutigen Folgen der Biometrie. Digitale Überwachung ist eine Wolke. Sie ist da, aber man kann sie nicht anfassen. Angesichts dessen Ohnmacht zu empfinden, ist normal. Diese Ohnmacht als Pragmatismus und Vernunft zu tarnen wohl auch. Die bisher durch die Datenschützer gezeigten Auswege beruhen oft…

  • Markus Beckedahl

Schöner Kommentar zum Telekom-Gate von Daniel Schulz in der TAZ: Die blutigen Folgen der Biometrie.

Digitale Überwachung ist eine Wolke. Sie ist da, aber man kann sie nicht anfassen. Angesichts dessen Ohnmacht zu empfinden, ist normal. Diese Ohnmacht als Pragmatismus und Vernunft zu tarnen wohl auch. Die bisher durch die Datenschützer gezeigten Auswege beruhen oft auf einem unbefriedigenden Tauschgeschäft: Freiheiten, die durch die Technik gerade erst gewonnen wurden, sollen nun wieder abgegeben werden. Eine bequeme Lösung für das Dilemma ist nicht in Sicht. Am erfolgversprechendsten gegen die digitalen Gefahren ist immer noch ein Mittel des Analogzeitalters: der politische Protest. Die versprengte Datenschutzszene in Deutschland hat es mit ihren Demonstrationen und Klagen vor Gericht geschafft, dass Sicherheitsgesetze nicht so umfassend ausfielen wie geplant.

Wenn Überwachung eine Wolke ist, dann ist der derzeitige Skandal der saure Regen. Er zeigt, dass es im Interesse von mehr als nur ein paar Spinnern ist, sich mit den Möglichkeiten der neuen Überwachungstechnik auseinanderzusetzen. Und sich dann dagegen zu wehren.

Die passenden Bilder gewählt, um die TAZ-Zielgruppe für das Thema zu erreichen.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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4 Kommentare zu „Digitale Überwachung ist eine Wolke“


  1. …der saure Atom-Regen, ja…


  2. sibarius

    ,

    Diese sogenannten „Klagen“ sind überflüssig und hochnotpeinlich, sie beheben nicht das Problem, sie sorgen nur dafür, das die Maßnahmen rechtlich „wasserdicht“ werden. Es ist Zeit, sich damit abzufinden, das Staatsterrorismus wieder ein legitimes Mittel der Innenpolitik geworden ist.

    Anschluß der DDR an Westdeutschland? Lächerlich!

    Der Westen wurde von der DDR geschluckt und keiner hats gemerkt. Machen wir uns doch nichts vor: Merkel stammt aus der Ostzone. ;-)


  3. […] der Überwachungs-Skandal bei der Telekom (von einigen schon liebevoll “Telekom-Gate” genannt) ein paar Tage Zeit zum reifen hatte – wobei ich hier nicht ausschließen möchte, dass […]


  4. […] Wolke Da bekommen wir beziehungsweise die taz und unser CTRL-Mitautor Daniel Lob von Netzpolitik.org und verweisen hier selbst nicht mal auf Daniels tollen Beitrag im Blatt und im Stasi‑2.0‑Dossier […]

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