Generell

Web 2.0-Presseschau bei der BpB

Der Eurotopics-Newsletter hatte bereits vergangene Woche ein Dossier zu Web 2.0, hier. Aus dem Überblick schnell dieses Zitat aus dem österreichischen Standard vom 27.12.:

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Es gibt eine moderne Klassengesellschaft der Mehrheit von weit gehend ‚unqualifizierten‘ Konsumenten des Internets und einer Minderheit von hochgradig kompetenten Nutzern. Nur die Letztgenannten können das Internet konsequent für politische Bildung, politisches Engagement und politische Partizipation nutzen. Der Rest bekommt Brot und Spiele.

Ist das der berüchtigte Wiener Schmäh oder hat Peter Filzmaier da Recht? Klingt, als wäre das Lese-Schreib-Internet für alle schon als nutzlos und nicht breitenwirksam abgestempelt.

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4 Kommentare
  1. Ich finde, er hat durchaus Recht. Durch Web 2.0 ist die Grenze zwischen Konsumenten und Produzenten verwischt, klar, aber es gibt haufenweise Leute, denen die Ahnung fehlt, wie das Netz funktioniert. Ich bin immer wieder überrascht, wenn ich zum Beispiel meiner Mutter beim Googeln zugucke, weil sie tatsächlich jeden der Einträge *liest*, anstatt abzuchecken ob die fettgedruckten Suchwörter in der richtigen Reihenfolge dastehen. Ich glaube, es gibt viele solcher Leute, die sich nicht über ihr kleines, bekanntes Stück Internet hinaustrauen und gar nicht erst auf die Idee kommen, am Netz zu partizipieren. Das ist wahrscheinlich nicht die neueste Generation, von daher glaube ich, er malt ein wenig zu schwarz, aber ich schätze, die Mehrheit der Netznutzer ist mit Brot und Spielen zufrieden und hat keine Lust, selbst in der Arena zu stehen.

  2. @Standart-Artikel
    Interessante Kritik. Leider vermittelt er ein Bild, das so meinem dafür halten nach nicht richtig ist. Der Standart geht in seiner Aussage ja davon aus, das jeder ein aktives Mitglied des Netzes sein sollte.
    Diesem kann ich nicht zustimmen. Der Vorteil des Internets ist, das man mit geringen Mitteln sehr viele Menschen erreichen kann und das in kürzester Zeit weltweit (nicht muss!). Dabei ist das direkte Interagieren mit den Usern, was dann polemisch zu Web2.0 hochstilisiert wird, eher ein positiver Nebeneffekt, mehr aber auch nicht.

    Auf der anderen Seite stimme ich dem Kern zu, daß immer nur ein Bruchtteil der User wirklich das Interesse, Können, Willen oder was auch immer haben, diese Möglichkeiten zu nutzen.

    Gruss,

    Coki

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