Generell

Urheberrecht abschaffen?

Auch mal nette Argumentation: Joost Smiers erklärt in der Süddeutschen Zeitung in „Krieg den Palästen, Friede den Künstlern!„, warum man das Urheberrecht abschaffen sollte.

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Mein Lösungsvorschlag verfolgt zwei Ansätze: zum einen die vollständige Abschaffung des Urheberrechts. Zum anderen müssten die Kulturmonopolisten aufgesplittet werden in viele kleine Unternehmen. Sehen wir uns zunächst an, was geschehen wird, wenn wir das Urheberrecht abschaffen. Dabei sollten wir im Hinterkopf behalten, dass dieses System derzeit seine Legitimität verliert und dass die Kulturindustrie immer größere Schwierigkeiten dabei hat, am Urheberrecht festzuhalten und es durchzusetzen.
[…]
Was aber den sensiblen Bereich künstlerischer Produktion betrifft, so sollten wir nicht tolerieren, dass der Kulturmarkt nur von ein paar Aktiengesellschaften und deren Teilhabern beherrscht wird. Wie gesagt, die Demokratie und das menschliche Recht auf Kommunikationsfreiheit und auf Teilhabe am kulturellen Leben sind in Gefahr. Vier Musik-Konglomerate beherrschen achtzig Prozent der Musik weltweit; eine Handvoll Film- und Verlagskonsortien teilen sich den Kulturmarkt und sind auch noch untereinander stark vernetzt.

Allerdings wundere ich mich über die Kritikpunkte an Creative Commons. Klar gibt es da genug Sachen, die man kritisieren kann. Vor allem, wenn man das Urheberrecht gleich abschaffen will und in den CC-Lizenzen den Erhalt des Status Quo sieht. Aber dann als Kritik an Creative Commons folgendes zu formulieren, ohne eigene Antworten für das eigene Modell zu haben, ist schon recht gewagt:

Creative Commons klammert nämlich vier Fragen aus: Das Konzept verrät nicht, wie Künstler und Produzenten in einem System, das auf wechselseitigem Teilen basiert, überleben können.

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4 Kommentare
  1. Mich würde mal interessieren, wie so der Markt aufgeteilt ist, was das Urheberrecht angeht. Gibt es da irgendwo Statistiken, wo man sieht, wie der Kuchen verteilt ist? Danke im Voraus!
    Meola

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