Der Microsoft-Lobbyist Mike Cosse leitet künftig den Arbeitskreis Medienpolitik im Lobbyverband „Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.“. Das verkündet eine Pressemitteilung.
Weitere Themen, die den Arbeitskreis Medienpolitik in den nächsten Monaten beschäftigen werden sieht er im Verbraucherschutz und dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV). Entscheidend für den Erfolg der medienpolitischen Arbeit des BVDW ist seiner Meinung nach das Engagement der einzelnen Unternehmen: «Dazu muss die Erkenntnis, dass wir die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Digitalen Wirtschaft beeinflussen können noch stärker greifen. Es nützt nichts und niemanden, aufzuschreien, wenn es zu spät ist», resümiert Mike Cosse.
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2 Kommentare zu „Microsoft leitet Arbeitskreis Medienpolitik im Bundesverband Digitale Wirtschaft“
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Die komplette PM liest sich wie eine Farce:
„Das zentrale Thema im Bereich Medienpolitik bleibt die Verhinderung unnötiger und falscher Regulierung“, so der neugewählte Arbeitskreisleiter Mike Cosse.
Soll also heißen: Leinen los ohne irgendwelche störenden Richtlinien. Lasst uns in Ruhe machen.
Und als (auch das noch) Mitglied der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter will er ran an:
– EU-Fernsehrichtlinie (soll da sowas verankert werden: http://www.digitalfernsehen.de/news/news_142106.html)
– Telemediengesetz
– Verbraucherschutz (muahaha)
– Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV)
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[…] Das Engagement von Microsoft Deutschland in zahlreichen Industrie-Lobbyverbänden lässt sich nächste Woche mal im Bundestag platsisch anschauen. Dort findet am 26. April eine Anhörung zum Thema “Jugendmedienschutz und gewalthaltige Computerspiele” statt. Und ganz verwundert war ich gerade, als ich insgesamt zwei Microsoft-Lobbyisten unter insgesamt sechs Sachverständigen erblickte. Und das zum Thema Computerspiele: Bundestag beschäftigt sich mit Killerspielen. Geladen sind Experten der Kontrollinstanzen, Vertreter der Spielehersteller und der Wissenschaft. So werden Mike Cosse, stellv. Vorsitzender Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM), Elke Monssen-Engberding, Vorsitzende der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, und Dr. Klaus Spieler, Geschäftsführer der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), ebenso dabei sein wie Stephan Brechtmann, der Vorstandssprecher des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) und zudem Direktor der Home & Entertainment Division Microsoft Deutschland. Als Wissenschaftler sind Prof. Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen e.V., und Prof. Dr. Hartmut Warkus, Leiter des Zentrums für Medien und Kommunikation an der Universität Leipzig, geladen. […]
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