USA

  • : USA: Musiker für Netzneutralität
    USA: Musiker für Netzneutralität

    Die Future of Music – Coalition hat die „Rock the Net: Musicians for Net Neutrality“ – Kampagne gestartet. Hauptelement ist eine CD-Kompilation, deren Erlöse in die Kampagne fliessen soll. Mit dabei sind die Künstler Wilco, Bright Eyes, They Might Be Giants, Aimee Mann, DJ Spooky, Portastatic, The Wrens, Palomar, Guster, The Classic Brown, Matthew Shipp, BC Camplight, David Miller, David Bazan (ex-Pedro the Lion) und Free Form Funky Freqs (Vernon Reid), die alle einen Track beigesteuert haben. Ziel ist, mehr Bewusstsein für die Bedeutung von Netzneutralität innerhalb der Musik-Community zu schaffen. Man kann die CD in US-Läden kaufen und in diversen Online-Stores.

    Das Future of Music – Blog beschreibt den Hintergrund:

    The current structure of the web lets the biggest companies and the smallest bedroom recording artist exist on an equal technological playing field. But big telecommunications and cable companies want to charge content providers (artists, labels — anyone who puts stuff on the web) a fee for the faster delivery of their sites. Those who couldn’t afford — or didn’t want to — pay a toll would be stuck in the slow lane. The Internet works because it belongs to everyone. All artists — big or small — have been able to use the web as a powerful tool to engage audiences. This all takes place without interference from gatekeepers and middlemen. But if net neutrality goes away, musicians lose an important connection, and fans lose the freedom of choice. That’s why we started the Rock the Net, which includes founding artists Death Cab For Cutie, R.E.M., Pearl Jam, Kronos Quartet and Ted Leo.

    30. Juli 2008 1
  • : Camera Head Project
    Camera Head Project

    Das Camera Head Project gibt u.a. Bastelanweisungen, wie man Überwachungskameras für Aktionen und andere Dinge bauen kann.

    The agents are a highly trained elite group of cybernetically enhanced observers using the latest and greatest in modern surveillance technology. Each Camerahead agent has been hand selected and specially modified for their unique ability to monitor the public with a complete disregard for anyone’s personal privacy. One satisfied client likened their observations to „an Orwellian experience due to the exciting ability to watch people from miles away.“

    28. Juli 2008 3
  • : Open Source und Kunst
    Open Source und Kunst

    Im Berkman-Blog gibt es ein interessantes Interview mit Jon Ippolito und John Bell über „Open Source Art“.

    28. Juli 2008
  • : A Declaration FOR Independence
    A Declaration FOR Independence

    Lawrence Lessig hat eine erste Version seiner „A Declaration FOR Independence“ von ChangeCongress veröffentlicht und zur Diskussion gestellt.

    28. Juli 2008
  • : Mit NASA-Images den Weltraum anschauen
    Mit NASA-Images den Weltraum anschauen

    Die NASA hat in Zusammenarbeit mit dem Internet Archive ihre ganzen Bildersammlungen in NASA-Images zusammengefasst. Das coolste daran: Alle Bilder unterliegen der Public-Domaon, das heisst: Sie sind nicht Copyright-geschützt.

    26. Juli 2008 5
  • : NetzpolitikTV 042: Die Netzpolitik von Barack Obama
    NetzpolitikTV 042: Die Netzpolitik von Barack Obama

    NetzpolitikTV 042 ist ein Interview mit Daniel Weitzner über die Netzpolitik von Barack Obama. Daniel Weitzner ist Mitglied eines Berater-Teams von Barack Obama rund um Netzpolitik-Fragestellungen und war an der Erstellung eines Technology-Whitepapers zu dem Thema beteiligt, was die Positionen umreisst. Das Berater-Team trägt den tollen Namen „Technology Media and Telecommunications policy committee advising the Obama ‘08 Campaign“. Auf der Computer, Freedoms and Privacy – Konferenz konnte ich ihn dazu kurz interviewen und er gibt einen Überblick über die wichtigsten Themengebiete. Kurz zusammengefasst ist es eher eine sozialdemokratische Position, wobei ich ja glücklich wäre, wenn die SPD hierzulande nur halbwegs so innovativ wäre.

    [MEDIA=12]

    Die allgemeine Leitlinie ist: „Was kann das Internet und Technologie tun für die Grund-Bedürfnisse der Gesellschaft?“ Die Obama-Kampagne hat sehr früh Technologie-Menschen erreicht und diese in die Formulierung der Strategie in dem Whitepaper eingebunden. Die Netzneutralität wird darin als ein fundamentaler Wert angesehen, der geschützt werden muss. Es soll mehr Medienvielfalt geben und weniger Medienkonzentration. Die Meinungsfreiheit soll erhalten werden, während man gleichzeitig Kinder vor gefährlichen Inhalte schützen möchte. Dazu will man lieber die Eltern befähigen, Filter auf ihren Rechnern zu installieren, um ihre Kinder zu schützen, als zentrale Zensurinfrastrukturen zu errichten. Obama sei sehr kritisch gegen den Missbrauch von staatlicher Überwachung und will Stärkung von Datenschutzrechten. Hier hat man gerade wieder gesehen, wieweit Vorwahlkampf-Rhetorik und Strategie im Hauptwahlkampf voneinander entfernt sind, wo Obama aktuell für mehr Überwachung gestimmt hat. (Kennt man ja von der Sozialdemokratie hierzulande). Obama will eine Stärkung von Verbraucherrechte.Im Gegensatz zu klassicher Datenschutzregeln, die dem Staat Regeln vorschreiben, will er neue Verbraucherschutzregeln, die Regeln einführen, wie die Wirtschaft mit diesen Daten um gehen darf. Ein Chief Technology Officer soll der Regierunghelfen, die Regierung und Verwaltung offener zu machen. Dazu soll es mehr Breitbandförderung geben. Damit hat die USA ja auche in grosses Problem, wo viele noch im Wald wohnen. Eine Reform des Patentsystems soll einen grossen Beitrag für Entfaltung von Innovationen liefern, denn einige Auswüchse sorgen mittlerweile dafür, dass Innovationen verhindert werden. Dies soll gefixt werden. Eine Förderung von Open Soure steht bei denen nicht auf dem Radar, aber die Notwendigkeit von Offenen Standards ist dort auch angekommen.

    Das Papier ist insgesamt progressiver als alles, was ich bisher von der SPD hierzulande gelesen habe, aber es könnte aber auch noch besser sein. Viele Punkte sind relativ unkonkret und man merkt den Spagat doch in vielen Punkten, z.B. beim Urheberrecht. Aber besser als die Netzpolitik der Republikaner ist es allemal.

    Das 15 Minuten lange Interview gibt es als MP4, OGG, Flash und MP3.

    23. Juli 2008 8
  • : Netzpolitik-Podcast 062: The Sunlight Foundation
    Netzpolitik-Podcast 062: The Sunlight Foundation

    Netzpolitik-Podcast 062 ist ein Interview mit James Turk von der „Sunlight Foundation“. Die US-Organisation engagiert sich für mehr Transparenz im politischen Geschehen und ist aktuell eines der coolsten e‑Demokratie-Projekte weltweit. Gefördert von bekannten Internetgrössen wie Google, Craigslist und dem ebay-Gründer Pierre Omidyar beschäftigt die NGO derzeit 40 Mitarbeiter. Tendenz stark steigend.

    Das Ziel wird auf der Webseite umrissen:

    Our goal through our grant-making, blogging, projects,and technical leadership, is to use the power of the Internet to shine a light on the interplay of money, lobbying, influence and government in Washington in ways never before possible.

    In den Sunlight-Labs entstehen viele coole Projekte, die meist ähnlich funktionieren: Öffentlich-zugängliche Daten werden mit anderen Daten gemixt und anschliessend visualisiert. Dabei haben die USA gegenüber Deutschland einen riesigen Vorteil: Alle öffentlichen Informationen aus Kongress & Co stehen unter der Public Domain, d.h. sie sind gemeinfrei und können weiterverarbeitet werden. In Deutschland unterliegen alle Informationen dem Urheberrecht und das verbietet erstmal die meiste Nutzung. Gibt es bei den Sunlight-Projekten rechtliche Probleme, helfen die eigenen Anwälte aus und klagen auf das Recht auf Informationsfreiheit.

    James Turk ist Entwickler bei der Sunlight-Foundation und dort u.a. verantwortlich für das Projekt Earmark, was anschaulich analysiert und visualiert, wo die Ausgaben von einzelnen Haushaltspunkten hinfliessen. In dem Netzpolitik-Interview erzählt er die Geschichte der Sunlight-Foundation und beschreibt, wie man mit Technologie politische Prozesse offener und transparenter gestalten und damit auch verändern kann.

    Das Interview ist ca. zehn Minuten lang und liegt als MP3 und OGG vor.

    21. Juli 2008 2
  • : Wenn der Admin das Stadt-Netz übernimmt…
    Wenn der Admin das Stadt-Netz übernimmt…

    In San Francisco ist ein Admin des städtischen Glasfaser-Netzes festgenommen worden und steht nun vor Gericht. Er hatte laut Wired die komplette Kontrolle über das städtische Netz übernommen, was sämtliche Verwaltungen miteinander verbindet: San Francisco Admin Charged With Hijacking City’s Network. Die Infrastruktur lief zwar weiter, aber er war wohl ein zu grosses Risiko. Jetzt drohen ihm fünf Millionen Dollar Geldstrafe und Gefängnis. Begründet wird das mit dem Risikio für die öffentliche Sicherheit. Er könnte ja wieder an einen Rechner kommen und einfach die Verwaltungs-Infrastruktur komplett lahm legen.

    The FiberWAN network system is the major backbone of city government’s computing infrastructure, connecting hundreds of different departments and buildings to a central data center, and to each other. The FiberWAN system carries more than 60 percent of the network traffic of all city government, Vinson said.

    Ein Motiv ist wohl noch nicht bekannt.

    16. Juli 2008 5
  • : Mail von Obama
    Mail von Obama

    Zeit-Online berichtet über die Netz-Kampagne von Barack Obama: Mail von Obama.

    Diese Netzwerke sind das reale Gegenstück zu Obamas Rhetorik, insbesondere zu seinem oft deklarierten Ziel, massenhaft politikferne Wähler zu aktivieren und so eine Gegenmacht zu den Lobbybastionen in Washington aufzubauen. Seine gigantische E‑Mail-Liste ist ein echter Machtfaktor. Wenn es so weitergeht, wird Obama dank seiner Onlinepräsenz auch anders regieren können. Seine Fans und seine Berater hoffen jedenfalls, dass er im Weißen Haus weniger Zeit mit Lobbyisten und anderen Geldgebern verbringen muss. Und dass er über Plattformen wie MySpace, Facebook, Twitter und iTunes (wo seine Reden kostenlos zu hören und zu sehen sind) dem Kongress Druck machen kann.

    13. Juli 2008 3
  • : Google soll alle Youtube-Logs an Musikindustrie übergeben
    Google soll alle Youtube-Logs an Musikindustrie übergeben

    Das hat ein Bezirksgericht in New York angeordnet im Zusammenhang mit einem Zivilrechtsprozess zwischen Viacom (u.a. MTV-Mutterkonzern) und Google, wo es um Schadensersatz für urheberrechtsgeschützte Inhalte bei Youtube geht. Im Klartext: Damit Viacom von Google Geld verlangen kann, sollen die Daten aller Menschen, die sich jemals ein Youtube-Video (auch wenn es woanders eingebettet war) angesehen haben, an Viacom übergeben werden. Da sieht man mal wieder, wozu die Vorratsdatenspeicherung in Form von Logfiles führen kann. Konkret geht es um

    • die IP-Adresse des Rechners, mit der ein Nutzer ein Video betrachtet hat
    • den Zeitpunkt des Starts des Filmbeitrags
    • dessen Identifizierungsnummer
    • sowie gegebenenfalls den Login-Namen des Anwenders.

    Google hat sich dabei mit seinen Standard-Argumenten in anderen Fällen, dass IP-Nummern und frei wählbare Usernamen keine personenbezogenen Daten sind, selber ins Knie geschossen, der Richter hat das nämlich im Urteil genüsslich zitiert.

    Die Logfiles umfassen 12 Terabyte. Wenn man mal großzügig von 40 Byte pro Datensatz ausgeht und als Terabyte die IEC-konforme dezimale Anzahl Bytes nimmt, kommen dabei konservativ geschätzte 25 Milliarden Datensätze raus. Da viele User bei vielen Webseiten den selben Login-Namen verwenden und dieser häufig auch mit dem echten Namen identisch ist, dürften sich da interessante Rückschlüsse auf die Interessen von recht vielen Menschen ziehen lassen.

    Mehr dazu bei

    Oh, und seit heute gibt es plötzlich einen Link zur Privacy-Policy auf der Startseite von Google. Na, dann ist ja alles gut. (via)

    4. Juli 2008 13
  • : USA: Protest gegen Überwachung bringt Hausdurchsuchung
    USA: Protest gegen Überwachung bringt Hausdurchsuchung

    Eine Geschichte wie aus einem schlechten Film: Vier junge US-Bürger sind in Nord-Philadelphia festgenommen worden, nachdem sie mit einer Petition Überwachungskameras hinterfragten. Dafür bekommt man in den USA eine Hausdurchsuchung und wird für einige Stunden ohne Anwalt festgehalten. The cops came, searched and left a mess for puzzled homeowner. Begründung: Sie sind eine Hass-Gruppe und in der Nähe gab es eine zugesprühte Überwachungskamera.

    The raid on the property on Ridge Avenue near Parrish Street was led by 9th District Police Capt. Dennis Wilson, who was quoted in an online story by the City Paper as saying of the residents: „They’re a hate group. We’re trying to drum up charges against them, but unfortunately we’ll probably have to let them go.“[…] Police spokesman Lt. Frank Vanore said police had gone to the property because a nearby surveillance camera had been spray-painted and rendered inoperable, and interviews with neighbors led police to suspect that „people in this house were possibly involved.“

    [Danke an plomlompom]

    18. Juni 2008 6
  • : Netzpolitik-Podcast 058: 4chan und Anonymous vs. Scientology
    Netzpolitik-Podcast 058: 4chan und Anonymous vs. Scientology

    Netzpolitik-Podcast 058 ist ein Interview mit moot, dem Gründer und Admin des Imageboards 4chan.org. 4chan (Wikipedia) ist aus verschiedenen Gründen interessant. Drei Millionen Besucher im Monat posten unzählige Fotos, bzw. schauen sich diese an. Und diskutieren dazu. Damit ist es das grösste englischsprachige Imageboard im Netz. Die Fotos verschwinden irgendwann wieder im Datennirvana und die Nutzer bleiben in der Regel anonym. Daraus ist der feste Begriff „Anonymous“ entstanden. Jetzt fragt man sich als natürlich, warum das Menschen tun und ob die nichts besseres zu tun haben, und genau darum gehts in diesem Podcast. Die Frage hatte ich auch. Aber es geht nicht nur darum, denn 4chan ist aber noch aus anderen Gründen interessant:

    Anonymous vs Scientology“ startete in dem Forum und moot erzählt, wie die Geschichte entstanden ist und worum es dabei genau geht. Ausserdem geht es noch um Internet-Memes wie LOLcats, die ebenfalls ihren Ursprung bei 4Chan haben. Ein Blick in eine eher unbekannte Subkultur in den Tiefen des Netzes, die in Deutschland nicht ganz unbekannt zu sein scheint: Von hier kommen die zweitmeisten Besucher auf die Community-Plattform, wie ein Blick in die Staristiken zeigt.

    Das Gespräch ist in englisch, 26 Minuten lang und liegt als MP3 und OGG bereit.

    17. Juni 2008 22
  • : Video: I’m Voting Republican
    Video: I’m Voting Republican

    I’m Voting Republican“ ist ein gut gemachtes und aktuelles politisches Werbe-Video aus den USA. Fast drei Minuten lang erzählen Menschen einfache Gründe, weshalb man die Republikaner wählen sollte – oder auch nicht. Das Video dient zur Mobilisierung der demokratischen Basis. In den USA muss man sich ja zur Wahl anmelden und dazu sind es nur noch wenige Monate Zeit. Auf jeden Fall gut gemacht und der Stil ist interessant. Schaut aus wie eine Mischung aus Michael Moore und Adbusters:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    17. Juni 2008 5
  • : USA: 46% informieren sich online über den Wahlkampf 2008
    USA: 46% informieren sich online über den Wahlkampf 2008

    Eine neue Studie des PEW-Projects aus den USA hat herausgefunden, dass 46% der US-Amerikaner über das Internet im Rahmen des aktuellen Wahlkampfes politische Informationen bekommen und sich dort darüber auch online ausgetauscht haben. Das liegt vor allem an der Obama-Kampagne und den jungen Wählern, die sich dafür interessieren. Das PEW-Project hat dazu zwischen April und Mai 2,251US-Amerikaner befragt. Aus der Pressemitteilung: The internet and the 2008 election.

    Die 46% kommen durch die folgenden Tätigkeiten heraus. Dabei wurden auch Mehrfachnennungen einberechnet:

    • 40% haben über das Internet Informationen und News zum Wahlkampf bekommen
    • 19% beschäftigen sich einmal die Woche online mit dem Wahlkampf, 6% sind täglich irgendwie engagiert.
    • 23% bekommen mindestens einmal die Woche Mails, indem sie aufgefordert werden, einen Kandidaten zu unterstützen oder über die Kampagnen zu diskutieren.
    • 10% nutzen aktiv eMails, um regelmässig an der politischen Debatte teilzunehmen.
    • 4% haben politische Ansichten per SMS ausgetauscht.

    Drei Online-Akivitäten spielten dabei eine prominte Rolle:

    • 35% der US-Bürger haben sich online politische Videos angesehen. Das ist eine verdreifachung gegenüber 2004. Was wiederum keine grosse Überraschung ist, denn damals gab es Youtube noch nicht.
    • 10% haben Social Networks genutzt, um informiert oder in die Kampagnen eingebunden zu werden. 2/3 aller unter 30-jährigen haben eigene Social-Network-Profile und die Hälfte davon bekommen oder verbreiten darüber Informationen über die Kampagnen.
    • 6% haben online gespendet. Das ist auch eine verdreifachung gegenüber 2004.

    Weitere interessante Zahlen:

    • 39% haben auf „medial-ungefiltertes“ Kampagnenmaterial, meist direkt auf den Kampagnenseiten, zugegriffen, dazu zählen Videos, Reden, Ankündigungen und Positionspapiere.
    • 18% haben sich Videos angeschaut, die nicht direkt von den Kampagnen kamen.
    • 11% haben an der politischen Gesprächen teilgenommen, indem sie Kommentare von anderen weitergeleitet und/oder gepostet haben.
    • 5% haben eigene Kommentare und Analysen gepostet. Schaut man sich die 18–19-jährigen an, so haben 12% davon ihren eigenen politischen Kommentar in einem Forum, Blog oder einer Webseite verfasst.

    “Many voters are now using the internet to move past traditional media gatekeepers to gain their own view of the candidates and the campaign,” said Pew Internet Project Research Specialist Aaron Smith, an author on the report. “This shows the appetite of engaged citizens to move beyond the sound-bite culture and make their own assessments of the meaning of political developments.”

    28% der Onliner fühlen sich persönlicher mit einer Kampagne durch das Netz verbunden. 22% sagen, dass sie sich ohne Internet nicht engagieren würden. Gleichzeitig fühlen sich grosse Gruppen aber auch durch Fehlinformationen und extreme Positionen im Netz verunsichert.

    Ein passender Kommentar von Techpresident dazu: A Whole New Ball Game: 2008 is Record Setting Election According to New Pew Study

    Not only is turnout at record levels in primaries across the country, but the role the internet is playing in the election is setting records that bury previous high marks. According to the Pew Internet & American Life report issued today, a full „46% of Americans have used the internet to get political news and share their thoughts about the campaign. Online video and social networking sites have taken off, especially among Obama supporters.“ So let’s stop asking whether the internet will ever elect a president and accept the fact that no candidate can afford to downplay the importance of it.

    Das sind Zahlen, wovon wir in Deutschland 2009 noch träumen können. Weder gibt es hier eine inspirierende Obama-Kampagne, noch unternehmen die Parteien grosse Anstrengungen, das Internet richtig zu nutzen.

    15. Juni 2008
  • : Wählergruppen visualisieren
    Wählergruppen visualisieren

    Eine nette Flash-Animation der New York Times zeigt sehr anschaulich, welche Wählergruppen in welchen US-Staaten für Clinton und/oder Obama gestimmt haben.

    [via]

    6. Juni 2008 8
  • : Internetsperrungen und Zwangsfilter durch ACTA
    Internetsperrungen und Zwangsfilter durch ACTA

    Die beiden vergangenen Tage soll es an einem geheimen Ort in Genf ein weiteres Vorbereitungstreffen für das internationale Handelsabkommen Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) gegeben haben, woran die EU und damit Deutschland beteiligt ist. Unklar ist, wie der Diskussionsstand nach der Veröffentlichung eines Arbeitspapieres bei Wikileaks jetzt ist. Während die leicht transportierbare Geschichte mit der iPod-Kontrolle durch die Medien ging, zeigen sich doch einige andere Probleme.

    Einerseits versuchen die USA und die EU eigene Positionen jetzt abseits der multinationalen Organisationen wie der WIPO durchzubringen. Das hat u.a. damit zu tun, weil man dort nicht mehr über die notwendigen Mehrheiten verfügt, wie das mal war, als man die Wurzeln unseres derzeitigen Urheberrechtssystems geschaffen hat. Das Vorgehen hat einige internationale Konsequenzen.

    Ansonsten berichtet Golem gerade mit Bezug auf einen Google-Urheberrechtsspezialisten, dass man doch ganz andere Dinge noch planen würde: ISP-Zwangsfilter durch die ACTA-Hintertür?

    William Patry berichtet in seinem Blog, er habe „aus zuverlässigen Quellen, die voneinander unabhängig sind“, erfahren, dass der zuletzt diskutierte ACTA-Vertragsentwurf den Geltungsbereich des Abkommens „weiter ausdehnt statt ihn einzugrenzen“ und darin „von [ISP-]Filtern die Rede ist“. Auch greife der Entwurf viele „Streitpunkte von WCT/WPPT“ wieder auf, also der WIPO-Verträge zum Urheberrecht und zu verwandten Schutzrechten von 1996. Diese hatten den USA den Digital Millennium Copyright Act (DMCA) und den EU-Mitgliedstaaten die Urheberrechtsrichtlinie von 2001 beschert, in denen unter anderem das Umgehungsverbot für Kopierschutzmaßnahmen festgeschrieben wurde.

    Allerdings braucht man das nicht unbedingt aus vertrauenswerter Quelle hören, das steht schon so in dem Arbeitspapier, wenn man zwischen den Zeilen liest. Und da sind wir dann nicht nur bei Zwangsfiltern für ISPs, sondern auch bei Filtern für alle möglichen Netz-Plattformen. Man stelle sich nur vor, es gäbe Youtube noch nicht, jemand würde es erfinden und müsste sofort erstmal die notwendigen Filter kaufen und einbauen. Das würde Innovation hemmen. Das könnte hierdurch geschehen.

    Gleichzeitig sind wir bei den geplanten Massnahmen ganz schnell bei den Internetsperrungen und damit Netz-Zensur. Das ganze wird intransparent auf internationaler Ebene von verschiedenen Staaten vorbereitet, die damit einseitige Lobby-Positionen in internationale Verträge giessen. Demokratische Institutionen wie Europaparlament oder Bundestag können dann auch nur noch abnicken und haben kaum noch demokratischen Verhandlungsspielraum. Während das EU-Parlament beispielsweise gegen Internetserrungen ausgesprochen hat, könnte man mit einem internationalen Vertrag dieses vor vollendete Tatsachen stellen. Immerhin hat auch der Bundestag mal geschlossen gegen die Vorratsdatenspeicherung gestimmt und später musste man dann die EU-Massnahme durchbekommen.

    Mehr Informationen:

    ars technica: The real ACTA threat (it’s not iPod-scanning border guards).
    Übersicht der EFF zu ACTA.

    5. Juni 2008 5
  • : Netzpolitik-Podcast 056: Laura Forlano über Free Networks
    Netzpolitik-Podcast 056: Laura Forlano über Free Networks

    In New York habe ich die Wissenschaftlerin und Free Networks-Aktivistin Laura Forlano über freie Funknetzwerke und kommunale WLAN-Initiativen in den USA für den Netzpolitik-Podcast interviewt. In dem knapp 40 Minuten langen Interview erzählt sie, was ihre Initiative nycwireless vor Ort macht und wie sie entstanden ist. Sie beschreibt, wie freie Community-basierte Netzwerke funktionieren, welche Unterschiede es in den globalen Initiativen (wie Freifunk.net oder Funkfeuer.at) gibt und was die techno-soziale Bewegung dahinter ausmacht. Gleichzeitig geht es um Betreibermodelle von kommunalen WLAN-Netzen, den Gründen, warum verschiedene Initiativen und damit verbundene Geschäftsmodelle in den USA nicht funktionieren und was die Politik machen kann, um freie Funknetze zu fördern.

    Das Interview gibt es als MP3 (27MB) und OGG (40 MB)

    Insgesamt ist das Gespräch eine grundlegende Einführung in die Thematik rund um freie Funknetze und kommunales WLAN geworden, die nicht nur für den Einstieg in die Debatte interessant ist. Sie dürfte auch alle interessieren, die sich schon länger mit den Themen auseinandersetzen und viel Netzpolitik ist auch dabei. Viel Spass beim hören.

    4. Juni 2008 8
  • : Clay Shirky über die gesellschaftlichen Veränderungen durch das Internet
    Clay Shirky über die gesellschaftlichen Veränderungen durch das Internet

    Der data-epi-spacing elektrische data-epi-spacing Reporter data-epi-spacing ist data-epi-spacing mir data-epi-spacing zuvor data-epi-spacing gekommenund data-epi-spacing hat data-epi-spacing ein data-epi-spacing Interview data-epi-spacing mit data-epi-spacing Clay data-epi-spacing Shirky data-epi-spacing veröffentlicht. data-epi-spacing Zum data-epi-spacing Glück data-epi-spacing hat data-epi-spacing er data-epi-spacing nicht data-epi-spacing dieselben data-epi-spacing Fragen data-epi-spacing gestellt, data-epi-spacing so data-epi-spacing dass data-epi-spacing ich data-epi-spacing meins data-epi-spacing zu data-epi-spacing einem data-epi-spacing späteren data-epi-spacing Zeitpunkt data-epi-spacing noch data-epi-spacing veröffentlichen data-epi-spacing kann. data-epi-spacing Auf data-epi-spacing jeden data-epi-spacing Fall data-epi-spacing ist data-epi-spacing Shirky data-epi-spacing ein data-epi-spacing sehr data-epi-spacing spannender data-epi-spacing Wissenschaftler data-epi-spacing aus data-epi-spacing den data-epi-spacing New data-epi-spacing York, data-epi-spacing der data-epi-spacing aktuell data-epi-spacing ein data-epi-spacing Buch data-epi-spacing veröffentlicht data-epi-spacing hat, data-epi-spacing was data-epi-spacing sehr data-epi-spacing zu data-epi-spacing empfehlen data-epi-spacing ist: data-epi-spacing Here data-epi-spacing Comes data-epi-spacing Everybody: data-epi-spacing The data-epi-spacing Power data-epi-spacing of data-epi-spacing Organizing data-epi-spacing Without data-epi-spacing Organizations. data-epi-spacing Im data-epi-spacing Grunde data-epi-spacing gehts data-epi-spacing darum, data-epi-spacing wie data-epi-spacing Open data-epi-spacing Source data-epi-spacing Prinzipien data-epi-spacing auf data-epi-spacing viele data-epi-spacing Bereiche data-epi-spacing übergehen. data-epi-spacing Aber data-epi-spacing im data-epi-spacing Gegensatz data-epi-spacing zu data-epi-spacing Büchern data-epi-spacing wie data-epi-spacing Wikinomics data-epi-spacing steht data-epi-spacing weniger data-epi-spacing populär-langweiliges data-epi-spacing Buzzword-Bingo data-epi-spacing und data-epi-spacing mehr data-epi-spacing spannendes data-epi-spacing Inhaltliches data-epi-spacing drin. data-epi-spacing Und data-epi-spacing hier data-epi-spacing ist data-epi-spacing nn data-epi-spacing die data-epi-spacing Folge data-epi-spacing 49 data-epi-spacing des data-epi-spacing Elektrischen data-epi-spacing Reporters: data-epi-spacing Clay data-epi-spacing Shirky data-epi-spacing über data-epi-spacing die data-epi-spacing gesellschaftlichen data-epi-spacing Veränderungen data-epi-spacing durch data-epi-spacing das data-epi-spacing Internet.

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    2. Juni 2008
  • : Datenträger mit 4,5 Millionen us-amerikanischen Datensätzen verschwunden
    Datenträger mit 4,5 Millionen us-amerikanischen Datensätzen verschwunden

    Und wieder ein Daten-GAU, diesmal in Nordamerika. Heise.de berichtet: New Yorker Bank verliert Kundendaten

    In der vergangenen Woche bestätigte die US-amerikanische Bank of New York Mellon den Verlust eines Bandes mit Daten von rund 4,5 Millionen Kunden. Das Band ist nach Berichten amerikanischer Medien vor etwa drei Monaten während eines Transports abhanden gekommen. Es enthält Daten wie Namen, Geburtsdaten und Sozialversicherungsnummern; die Daten sollen nicht verschlüsselt sein.

    Bei netzpolitik.org wie auch in den Kommentaren wird auch immer wieder darauf hingewiesen, aber es schadet nicht es extra zu betonen: bei solchen Meldungen aus „Data Loss Weekly“ steht nicht der physische Verlust des Datenträgers im Vordergrund (dumm genug bei gesichertem Transport), oder in diesem Fall der leichte Zugang zu den Daten selbst (offenbar war nichts verschlüsselt). Schlimmer und in den Folgen nicht absehbar ist die absolute Unwiderrufbarkeit des Vorfalls, d.h. die 4,5 Millionen Kundendaten, die „Namen, Geburtsdaten und Sozialversicherungsnummern“ enthalten – mit ein wenig Mapping lassen sich leicht allerlei Verknüpfungen zu anderern Daten herstellen, etwa aus anderen Beständen unter Fremdkontrolle. Für weitere Millionen Betroffene ist damit jeder Versuch, datensparsam zu leben, für die Katz.

    1. Juni 2008 8
  • : Hack, Mash, & Peer: Crowdsourcing Government Transparency
    Hack, Mash, & Peer: Crowdsourcing Government Transparency

    Interessantes Papier von Jerry Brito, Senior Research Fellow an der George Mason University: Hack, Mash, & Peer: Crowdsourcing Government Transparency.

    In order to hold government accountable for its actions, citizens must know what those actions are. To that end, they must insist that government act openly and transparently to the greatest extent possible. In the twenty-first century, this entails making its data available online and easy to access. If government data is made available online in useful and flexible formats, citizens will be able to utilize modern Internet tools to shed light on government activities. Such tools include mashups, which highlight hidden connections between different data sets, and crowdsourcing, which makes light work of sifting through mountains of data by focusing thousands of eyes on a particular set of data. Today, however, the state of government’s online offerings is very sad indeed. Some nominally publicly available information is not online at all, and the data that is online is often not in useful formats. Government should be encouraged to release public information online in a structured, open, and searchable manner. To the extent that government does not modernize, however, we should hope that private third parties build unofficial databases and make these available in a useful form to the public.

    Hier ist das PDF.

    27. Mai 2008 2