USA
-
: The State of the News Media 2008
: The State of the News Media 2008 Das Pew Research Center hat einen neuen „The State of the News Media 2008″-Report veröffentlicht:
The State of the News Media 2008 is the fifth edition of our annual report on the health and status of American journalism. Its goal is to gather in one place as much data as possible about all the major sectors of journalism, to identify trends, mark key indicators, note areas for further inquiry and provide a resource for citizens, journalists and researchers.
For each area we have produced original research and aggregated existing data into a narrative. Statistical data also exists in an interactive format (see our index of charts,) which allows users to customize their own graphics. This year, we also offer A Year in the News, a content analysis of more than 70,000 stories from 48 news outlets across five media sectors; a Survey of Journalists, produced with the Pew Research Center for the People and the Press; a Special Report on the Future of Advertising and a content study of Citizen Media Sites, 64 in 15 communities.
-
: Visualisierung der politischen US-Blogosphäre: PresidentialWatch08
: Visualisierung der politischen US-Blogosphäre: PresidentialWatch08 Cooles Tool zur Visualisierung der politischen US-Blogosphäre: PresidentialWatch08.

Man kann sich auch nette Trend-Berichte mit Graphen anzeigen lassen, welche Kandidaten zu welchem Zeitpunkt besondere Aufmerksmakeit in Blogs erhalten haben.
-
: Lessig for Congress
: Lessig for Congress Seit einigen Tagen schwappt das Gerücht durchs Netz, dass Lawrence Lessig für den US-Kongress kandidieren könnte. Der Abgeordneter seines Districts ist gerade gestorben und die demokratische Partei muss demnächst jemanden nach nominieren. Eine praktische Gelegenheit für eine Kandidatur, zumal der Distrikt in Kalifornien liegt und viele Technologiefirmen dort ansässig sind. Zuerst gab es eine Facebook-Gruppe „Lessig for Congress“. Dann tauchte die Tage draftlessig.org als Kampagnenseite auf. Diese beiden Initiativen wurden von Unterstützern gestartet. Seit gestern ist lessig08.org online und er hat angekündigt, in den nächsten Tagen nochmal ausführlich eine mögliche Kandidatur in seinem Blog zu reflektieren.
-
: Kafka in den USA
: Kafka in den USA Der oberste Gerichtshof in Washington hat der ACLU das Recht abgesprochen, gegen das Programm der Bush-Regierung zu klagen, das ein Abhören von Telefonanschlüssen ohne Richterbeschluss ermöglicht. Letztes Jahr war die ACLU in erster Instanz damit erfolgreich gewesen. Der Supreme Court hat nun das Argument des Berufungsgerichts übernommen, dass die Kläger nicht nachweisen konnten, dass sie betroffen waren, also selber überwacht wurden.
Nochmal im Klartext: Die Regierung darf unkontrolliert und ohne gerichtliche Aufsicht ihre Bürger abhören. Die Bürger werden nicht darüber informiert, ob sie abgehört werden. Deswegen kann man nicht wissen ob man betroffen ist und kann sich nicht dagegen wehren. Damit haben aber auch die wirklich real von Abhörmaßnahmen Betroffenen keine Möglichkeit sich zu wehren. Man kann also die Verfassungskonformität dieser drastischen Maßnahme nicht mehr effektiv überprüfen lassen. Das ist wirklich kafkaesk.
Zum Vergleich: Das Bundesverfassungsgericht in Deutschland hat die Klage gegen den NRW-Trojaner angenommen, ohne dass nachgewiesen werden musste, dass die Kläger bereits Opfer einer Online-Durchsuchung waren. Es reichte, dass man potenziell betroffen ist und davon unter Umständen nichts erfährt.
-
: Macht mit: Protest gegen Überwachung von Flugreisenden
: Macht mit: Protest gegen Überwachung von Flugreisenden Die EU-Kommission will seit Sommer, wie bereits im Flugverkehr mit den USA, Daten von allen Flugpassagieren nach oder von Europa sammeln und bis zu 13 Jahre lang speichern. Dieses Vorhaben stößt bereits länger auf massive Proteste der Datenschutzbeauftragten. EU-Innenkommissar Franco Frattini profiliert sich hier wieder als Hardliner, der etwas zu verbergen hat:
Fragen nach den Erfolgen bei der Terrorabwehr, die die Effektivität und Notwendigkeit der Maßnahme belegen, konterte Frattini bei einer Pressekonferenz mit dem Hinweis, er könne nicht Unterricht für Terroristen zu Ermittlungsmethoden erteilen.
Am Freitag wird nun der Bundesrat darüber abstimmen, ob die Bundesregierung diesem Plan im EU-Ministerrat zustimmen darf. Da das Verfahren sich nicht auf den gemeinsamen Binnenmarkt bezieht, müssen hier alle EU-Staaten einstimmig dafür sein. Die Niederlande, Österreich, Schweden und Ungarn haben sich schon im Vorfeld skeptisch bis offen ablehnend zu dem Vorhaben geäußert. Die Bundesregierung ist dafür, ist aber hier an Vorgaben von Bundesrat und Bundetag gebunden.
Der AK Vorratsdatenspeicherung ruft daher dazu auf, vor Freitag Briefe und Faxe an die Ministerpräsidenten der Bundesländer zu schicken, die sie auffordern, im Bundesrat gegen dieses Überwachungsvorhaben zu stimmen. Alle Faxnummern sowie Musterbriefe gibt es im AK-Wiki.
padeluun vom FoeBuD / AK Vorrat hat eine sehr treffende Formulierung dazu gefunden:„Freiheit ist etwas Flüchtiges. Sie ist gerade dabei, sich auf der Passagierliste einzutragen und davon zu fliegen.“
Während die EU hier den Datensammelwahn der USA kopiert, wird dort bereits eine Ausweitung der Flugpassagier-Datensammlung gefordert. Hier protestiert die EU-Kommission allerdings komischerweise noch.
-
: Voices without Votes
: Voices without Votes 
Reuters und Global Voices haben gemeinsam Voices without Votes ins Leben gerufen. Das Projekt will Beiträge von Bloggern zur Präsidentschaftswahl in den USA 2008 nach dem „Global-Voices-Prinzip“ zusammentragen:
Global Voices möchte, dass Menschen sich über Ländergrenzen hinweg zuhören. Wir übersetzen Blogs aus dem Mittleren Osten, Asien, Afrika, Südamerika und Osteuropa und hoffen so das gegenseitige Verständnis zu fördern.
Wer also regelmäßig über den Wahlkampf und die Kandidaten schreibt oder bestimmte Seiten favorisiert, kann entsprechende Links vorschlagen.
-
: Mash-Up: Finde das Öl
: Mash-Up: Finde das Öl „Follow the Oil Money“ ist ein schönes Mash-Up-Beispiel aus den USA, was an mit öffentlich zugänglichen Daten machen kann:
This tool is a visual demonstration of the network of funding relationships between oil companies and politicians. The Relationship View and Table Views are two alternate presentations of the campaign contributions from company executives (and company Political Action Committees) to the candidate’s campaign committee.

Die Daten kommen aus verschiedenen Quellen und werden mit einem Visualisierungs-Layer zugänglich gemacht. Man kann sich als Nutzer bequem durch die Datensätze bewegen und erhält detaillierte Informationen, welche US-Politiker sich wie von der ÖL-Industrie in ihren Kampagnen finanzieren lassen. Dabei werden auch viele Netzwerke sichtbar.

Schönes Transparenz-Projekt. Wir brauchen endlich eine „Offene Regierung“ in Deutschland und Schnittstellen zu solchen Daten.
-
: Trendforschung bei US-Geheimdiensten
: Trendforschung bei US-Geheimdiensten Heise zitiert eine Rede von Doug Naquin, Direktor des „Open Source Center“ beim US-Geheimdienstchefs, wo dieser die „Web 2.0“-Fahndungsmethoden etwas beschreibt: Das Web 2.0 als Informationsquelle für US-Geheimdienste.
Naquin meint in einer Rede, die nun Steven Aftergood von der FAS veröffentlicht hat, dass man YouTube mittels „Methoden“ untersuche, die er aber nicht näher schilderte. Zudem würden Chat-Räume abgesucht, ganze Gruppen würden „citizen media“ beobachten, die Noaquin so darstellt: „Menschen machen Bilder mit ihren Handys und stellen sie ins Internet.“ Im Visier des OSC befinden sich auch die „Social Media“ wie MySpace oder Blogs und nicht zuletzt die mobilen Medien: „In Afrika wurde eine ganze Generation der Kommunikationstechnik übersprungen. Die Menschen tragen ihre Fotoalben mit sich herum und teilen sie mit anderen. Ihre Handys sind ein großer Teil ihres Lebens.“
Dabei sei man in der Lage, „einige Trends als erste zu erkennen“, wie z.B. die Bedeutung von iranischen Blogs. Naja, kein Wunder bei der technischen und finanziellen Ausstattung.
-
: The Yes We Can Song
: The Yes We Can Song „The Yes We Can Song“ ist ein verdammt guter Werbe-Clip für Barack Obama, wo Stars Auschnitte einer Rede nachsingen. Man stelle sich mal vor, Grönemeyer & Co würden eine Rede von Kurt Beck im nächsten Wahlkampf reinterpretieren…
-
: Myspace zum Download
: Myspace zum Download Durch eine Sicherheitslücke in Myspace wurden mindestens eine halbe Million privater Fotos von der Plattform heruntergeladen. Wired geht davon aus, dass es sich um einen der grössten Datenleck-Probleme in Social Networks handeln dürfte: Pillaged MySpace Photos Show Up in Massive BitTorrent Download. Der Verursacher meldete sich per eMail bei Wired und beschrieb seine Motivation:
„I think the greatest motivator was simply to prove that it could be done,“ file creator „DMaul“ says in an e‑mail interview. „I made it public that I was saving these images. However, I am certain there are mischievous individuals using these hacks for nefarious purposes.“
Die Sicherheitslücke war bekannt und erlaubte den Zugriff auf Fotos, die „privat geschaltet“ waren. Mehr als 44.000 Accounts wurden in 94 Stunden automatisch durchgecrawlt, um auf die Fotosammlung von einer halben Million Dateien zu kommen. Die findet man jetzt als 17GB – Datei zum Download im Netz.
Da könnten auch Deine Bilder dabei sein.
-
: Man kann es ja mal versuchen
: Man kann es ja mal versuchen Die US-Filmindustrie hat mit manipulierten Zahlen versucht, die US-Debatte rund um Tauschbörsen-Kriminalisierung zu beeinflussen. Dumm nur, dass dies jetzt aufgeflogen ist: Zahl illegaler Downloads an US-Universitäten überschätzt.
Der Verband der US-Filmindustrie (MPAA) wies immer wieder öffentlich darauf hin, dass Studenten an US-Universitäten für 44 Prozent der Einnahmeverluste durch illegale Downloads verantwortlich seien. Zum Beleg führte die MPAA eine Studie aus dem Jahr 2005 an. Jetzt musste die MPAA zugeben, dass die genannte Zahl weit übertrieben war.
War natürlich „ein Versehen“, bzw. ein „menschlicher Fehler“. Eigentlich war die Zahl sehr deutlich drunter und die These nicht wirklich belegbar.
-
: Buch: The Future of Ideas unter CC-Lizenz
: Buch: The Future of Ideas unter CC-Lizenz Der Verlag Random House hat das Buch „The Future of Ideas“ von Lawrence Lessig unter einer Creative Commons Namensnennungs-Nicht kommerziell-Lizenz veröffentlicht. Kann man sich hier als PDF herunterladen.

-
: US-Regierung will Berufung bei Krypto-Freispruch
: US-Regierung will Berufung bei Krypto-Freispruch Heise berichtet: US-Regierung besteht auf Herausgabe eines Krypto-Passwortes.
Die US-Regierung hat Berufung gegen das Urteil eines Verwaltungsrichters in Vermont eingelegt, wonach ein Beschuldigter in einem Kinderpornograpie-Fall sein Passwort für die Verschlüsselungssoftware PGP (Pretty Good Privacy) nicht offenbaren muss. Dies berichten einstimmig die kanadische Zeitung National Post sowie die US-amerikanische Washington Post. US-Sicherheitsbehörden streben in der juristischen Auseinandersetzung demnach eine Grundsatzentscheidung an. Verbrecher und Terroristen würden verstärkt vergleichsweise günstige und leicht zu erwerbende Kryptoprodukte nutzen, erklärte ein FBI-Sprecher. Wenn es dabei allein um das Verstecken von Beweisen für eine Straftat gehe, sei ein „logischer und im Einklang mit der Verfassung stehender Weg über die Gerichte“ zu finden, Strafverfolgern Zugang zu den verschlüsselten Daten zu verschaffen.
-
: Memeorandum – Memetracker für US-Politik-Blogs
: Memeorandum – Memetracker für US-Politik-Blogs Memeorandum ist ein Memetracker für US-Politik-Blogs. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, aber den deutschen Memetracker Rivva kennt: Das ist sowas für politische US-Blogs. Ganz sinnvoll, um im aktuellen Wahlkampf ein wenig Blog-Monitoring zu machen.
-
: SonyBMG bleibt doch bei DRM
: SonyBMG bleibt doch bei DRM SonyBMG ist echt lustig: Telemedicus berichtet über „SonyBMG: DRM-freie Musik nur mit Plastik-Karte“
SonyBMG hat nun die Details zum Verkauf von DRM-freier Musik bekannt gegeben. Demnach sollen Kunden Musik ohne Kopierschutz nicht einfach aus dem Internet herunterladen können. Die Konsumenten sollen in Elektronikmärkten Plastik-Karten mit speziellen Codes erwerben, die sog. „Platinum MusicPass“. Erst mit diesen Codes sollen die Musikstücke heruntergeladen werden können.
Die Begründung: Kunden wünschten ein physisches Produkt als Teil ihres Musik-Kaufes.
„We believe people want a physical product as part of their music purchase, and these cards speak directly to that desire — they have great graphics and a quality look and feel that will make them highly collectible.“
Das erinnert etwas an das Zitat des Universal-CEOs: „Wir haben niemand in der Firma, der sich mit Technik auskennt.“ Wahrscheinlich haben sie auch niemanden, der sich mit Verbraucher-Gewohnheiten auskennt?
Da bleibt nur der Hinweis:

-
: US-Urteil: PGP-Passwort ist durch Verfassung geschützt
: US-Urteil: PGP-Passwort ist durch Verfassung geschützt Golem: US-Urteil: PGP-Passwort ist durch Verfassung geschützt
In einem Verfahren wegen des Besitzes von Kinderpornografie hat Ende des vergangenen Jahres ein US-Richter entschieden, dass der Angeklagte sich nicht durch Herausgabe des Kennworts zu den verschlüsselten Dateien selbst belasten muss. Davor sei er, so Richter Niedermeier in seinem Urteil, durch den fünften Zusatz zur US-Verfassung geschützt.
-
: NetzpolitikTV 032: Interview mit Peter Eckersley von der EFF
: NetzpolitikTV 032: Interview mit Peter Eckersley von der EFF NetzpolitikTV 032 ist ein Interview mit Peter Eckersley von der Electronic Frontier Foundation (EFF). In dem Interview erzählt der Staff Technologist, was die aktuellen grossen Parojekte der US-Bürgerrechtsorganisation sind und was in 2008 auf der Agenda steht. Zur Wahl stehen OGG Theora, Flash und MP3.
[MEDIA=8]
-
: Musikindustrie: Kopien für den Eigengebrauch von gekauften CDs sind illegal
: Musikindustrie: Kopien für den Eigengebrauch von gekauften CDs sind illegal Langsam wird es absurd. Die Recording Industry Association of America hat ja schon viele Klagen gegen Filesharer angestrengt (die meistens in teuren außergerichtlichen Einigungen endeten). Jetzt setzen sie noch eins drauf. Nach ihrer Ansicht darf man CDs, die man selber gekauft hat, nicht einmal mehr auf den eigenen Computer überspielen:
In legal documents in its federal case against Jeffrey Howell, a Scottsdale, Ariz., man who kept a collection of about 2,000 music recordings on his personal computer, the industry maintains that it is illegal for someone who has legally purchased a CD to transfer that music into his computer. The industry’s lawyer in the case, Ira Schwartz, argues in a brief filed earlier this month that the MP3 files Howell made on his computer from legally bought CDs are „unauthorized copies“ of copyrighted recordings.
Update von Markus: Laut Techdirt vermutlich eine Ente – Washington Post Flubs Story On RIAA – RIAA Still Not Going After Personal Copies (Yet)
Update von Ralf: Danke, Markus. Ich hatte eh die Quellenangabe vergessen.
-
: Die Geschichte der Blogs
: Die Geschichte der Blogs NPR.org berichtet über die Evolution von Blogs anhand einer Zeitleiste: Timeline: The Life of the Blog.
Personal journals and professional logs, concepts rooted in ancient times, are two types of precursors to the modern blog. Here’s a timeline tracking the development of the blog as we know it today, including the relevant progress of online interactivity, beginning with the launch of the Internet:
Demnach beginnt die Geschichte der Blogs 1967 mit der Erfindung des Internets. Weitere Zwischenschritte sind u.a. das Usenet, WWW und Twitter. Schöne Übersicht.
-
: Mit Peer-Production gegen Korruption
: Mit Peer-Production gegen Korruption Im Economist ist ein Portrait über Lawrence Lessig und seine aktuelle Arbeit: Cyberlawyer 2.0.
He is also arguing his case in speeches and on his blog, with the hopes of inspiring and encouraging others to participate in his campaign, in a manner akin to Wikipedia. If “you can architect the problem into bite-sized chunks” and then motivate volunteers, the results can be impressive, he says, noting that Wikipedia has grown to be one of the internet’s ten most popular sites. “If we mobilise people to think of [corruption] as a trackable problem, we can use this technology to change Washington,” he declares. His supporters reckon that if anyone can do it, Mr Lessig can. Whether speaking to a legal, policy or technology crowd, says Mr Zittrain, “Larry can take the incomprehensible debates from academia and put them on a bumper sticker.”