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Trendforschung bei US-Geheimdiensten

Heise zitiert eine Rede von Doug Naquin, Direktor des „Open Source Center“ beim US-Geheimdienstchefs, wo dieser die „Web 2.0“-Fahndungsmethoden etwas beschreibt: Das Web 2.0 als Informationsquelle für US-Geheimdienste.

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Naquin meint in einer Rede, die nun Steven Aftergood von der FAS veröffentlicht hat, dass man YouTube mittels „Methoden“ untersuche, die er aber nicht näher schilderte. Zudem würden Chat-Räume abgesucht, ganze Gruppen würden „citizen media“ beobachten, die Noaquin so darstellt: „Menschen machen Bilder mit ihren Handys und stellen sie ins Internet.“ Im Visier des OSC befinden sich auch die „Social Media“ wie MySpace oder Blogs und nicht zuletzt die mobilen Medien: „In Afrika wurde eine ganze Generation der Kommunikationstechnik übersprungen. Die Menschen tragen ihre Fotoalben mit sich herum und teilen sie mit anderen. Ihre Handys sind ein großer Teil ihres Lebens.“

Dabei sei man in der Lage, „einige Trends als erste zu erkennen“, wie z.B. die Bedeutung von iranischen Blogs. Naja, kein Wunder bei der technischen und finanziellen Ausstattung.

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3 Kommentare
  1. Hab schon ein par mal Gerüchte gehört das die BOTs benutzen die das Netz nach verdächtigen Begriffen Formulierungen Durchcrawlen und „verdächtige“ Inhalte dann Manuel überprüft werden.

    Durch den Einsatz intelligenter Crawler kann man sich anscheinend einen guten Überblick über die allgemeine Stimmung und politische Ausrichtung verschaffen:

    http://derstandard.at/?url=/?id=3174781

  2. Ohne Bots geht es wirklich nicht. Nur, was machen die mit dem ganzen überflüssigen Wissen? Mag ja toll sein einen iranischen Blog zu beobachten, mag ja auch spannend sein andere Dinge als „trendy“ zu erkennen und zu verfolgen, aber irgendwie erinnert mich das ein wenig an die sinnlose Ufo Diskussion der 50er und 60er und daran, dass Elvis lebt. Allerdings schafft es Arbeitsplätze in der Verwaltung.

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