USA

  • : Facebook überwacht trotz Opt-Out – und behauptet das Gegenteil
    Facebook überwacht trotz Opt-Out – und behauptet das Gegenteil

    Die in den USA sehr populäre Social-Networking-Plattform Facebook hat in den letzten Wochen ja einige Prügel bezogen wegen zwei Neuerungen, durch die die Privatsphäre der Nutzer massiv eingeschränkt worden war: „Social Ads“, wo Leute ungefragt in Werbeanzeigen eingeblendet werden, und „Beacon“, wodurch die Kontakte eines Nutzers erfahren, was er sonst überall im Netz so treibt. Sogar die Aktivisten-Plattform Moveon.org hatte einen Aufruf dagegen gestartet. Facebook hat daraufhin halbherzig zurückgerudert und eine mühsame Opt-Out-Möglichkeit eingebaut.

    Und was kommt jetzt raus? Sie speichern lustig weiter, was ihre User so auf den vielen Partnerseiten machen, nur dass denen das weder verraten noch angezeigt wird. Sie überwachen den User übrigens auch dann noch, wenn er sich bei Facebook ausloggt (deutsche Kurzfassung bei heise).

    Ich bin ja mal gespannt, ob das jetzt der Todesstoß war. Cory Doctorow hat kürzlich übrigens sehr schön analysiert, warum solche Plattformen auch dann Probleme kriegen, wenn die Mitglieder nicht weglaufen, sondern wenn sie zuviele Nutzer haben:

    Facebook and other social networks have built-in self-destructs: They make it easy for you to be found by the people you’re looking to avoid.

    Mehr Infos und Gedanken zum Thema hier, hier und hier, und wer zum Thema Social Networking schlaue Überlegungen lesen will, kommt ohnehin um Fred Stutzmans Blog nicht herum.

    4. Dezember 2007 11
  • : Die Technologie-feindlichsten Organisationen in den USA
    Die Technologie-feindlichsten Organisationen in den USA

    Die PCWorld hat eine Liste der Technologie-feindlichsten Organisationen in den USA veröffentlicht: The Most Anti-Tech Organizations in America. Keine Überraschung ist die Ansamllung bekannter Lobbyorganistaionen, wie der RIAA/MPAA oder den Telekommunikations-Lobbyisten, die Stimmung gegen die Netzneutralität machen.

    3. Dezember 2007 1
  • : Wahlbeobachtung in San Francisco
    Wahlbeobachtung in San Francisco

    Einen Wahlbeobachtungs-Bericht aus San Francisco gibt es bei Techpresident zu lesen: Voting Machines = Headaches. Das Fazit ist vernichtend:

    After years and millions of dollars spent planning, buying, and implementing new election machinery and systems with the worthiest of intentions, the results are dismal. The voting system in San Francisco is not ailing or inconsistent or disheveled, it’s flat out broken. Millions of dollars of new machinery down the drain, poorly trained poll workers and poorly educated voters, voters who come to vote and find out that they’re not registered, or not at the right polling place. And, while states and counties bumble toward electoral meltdowns, the confidence of voters continues to swoon southward. As a digital utopian, I am in fully in favor of moving to online voting as quickly as we can. In the meantime, after watching this debacle and with the presidential primaries in California just four months away, I was left thinking that a better system right now for Californians would be a paper ballot that voters check off with any pen and drop into a ballot box.

    Dazu passend: California sues voting machine vendor over sales of unauthorized equipment.

    23. November 2007 1
  • : Copyright-Alliance präsentiert Vorschläge für US-Wahlkampf
    Copyright-Alliance präsentiert Vorschläge für US-Wahlkampf

    In den USA hat sich die „Copyright Alliance“, eine Lobbyvereinigung, wo u.a. die Musik- und Filmindustrie Mitglied ist, an die Präsidentschaftskampagnen gewandt und ihre Vorschläge für deren Positionierung im Wahlkampf formuliert. Darüber berichtet Ars Technica, die das Schreiben sehen konnten: Big Content asks presidential candidates for more restrictive copyright laws.

    The Copyright Association’s assumption that criminal enforcement deters piracy is dubious at best. Litigation and enforcement have done little to stop file sharing. But investigation and litigation costs a lot of money. The record labels have already made it clear that the RIAA’s litigious campaign against alleged file-sharers is money-loser. Now they want the government to „commit resources“ too their futile crusade too.

    Tenor: Nur verbieten bringt nichts. Der Staat soll gefälligst durchgreifen und mit staatlichen Ressourcen Filesharing und Urheberrechtsverletzungen bekämpfen. Es wird damit eine Kriminalisierung der digitalen Generation gefordert. Argumentiert wird mit bekannten Phrasen, die auch gerne in Deutschland ind er Debatte verwendet werden: Creative Industries und Arbeitsplätze. Erschreckend ist, dass sich die Lobbygruppen in jedem Wahlkampf mit ihren einseitigen Positionen und ihren Spendengeldern bei der Politikgestaltung durchsetzen.

    21. November 2007 3
  • : Spiegel Dir Deine Meinung
    Spiegel Dir Deine Meinung

    Spiegel-Online fällt auch auf die US-Telko-Propaganda gegen Netzneutralität herein, und titelt „2010 droht Infarkt des Internets“. Im Artikel findet sich keinerlei Hinweis auf die Kritik und wer hinter der Studie steckt. Schade eigentlich.

    Update: Heise auch: Studie: Lahmes Netz 2010. Ich bin manchmal irritiert, wie einfach solche PR-Sachen sind.

    Golem verweist auf die FInanziers und ihre Interessen: Kampf um Netzneutralität: Wird das Internet langsam?

    Und die Futurezone verweist gleichzeitig auf die Kritik und die Debatte: Horrorszenarien für das Netz.

    Ich würde sagen: Bisher hat die Futurezone gewonnen.

    21. November 2007 13
  • : Das Ende des Internets im Jahre 2010?
    Das Ende des Internets im Jahre 2010?

    In den USA müssten bis zum Jahre 2010 angeblich 55 Mrd Dollar in neue Breitbandkabel investiert werden, damit das Netz die wachsende Datenflut in den Griff bekommt. Alleine Youtube würde 27 Petabyte pro Monat verbrauchen. Schuld sind die Nutzer, die Videos hoch- und runterladen und eigene Inhalte ins Netz stellen. Und wenn jetzt nichts an den politischen Rahmenbedingungen geändert wird, bricht das Internet in drei Jahren zusammen. Das liest man u.a. bei Robert Basic mit Bezug auf US-Medien: Wer bezahlt die Leitungen?

    Eine solche Zahl lässt erstmal aufhorchen. Man sollte sie aber hinterfragen. Dann findet man heraus, dass Lobbyorganisationen dahinter stehen, die diese Zahlen ganz bewusst in die mediale Debatte werfen.Man nennt das auch „Astroturfing“. Diese Organisationen werden finanziert von Telekommunikations-Unternehmen, die ein Interesse daran haben, die Kontrolle über das Netz zurück zu gewinnen. Und schon ist man mitten drin in der Diskussion rund um Netzneutralität. In diesem Fall werden die Zahlen genutzt, um von der US-Regierung mehr Steuergelder und vor allem Zugeständnisse beim Abbau von Netzneutralität zu bekommen. Letzteres ist eine der Schlüsselmechanismen für den Erfolg eines offenen Internets: Alle Datenpakete werden gleich behandelt. Ob sie von einem grossen Unternehmen kommen oder von einem kleinen Blogger. Niemand wird diskriminiert. Auch in Deutschland und in der EU haben wir diese Debatte. Aber leider ungleich kleiner als in den USA. Auch bei einem Erhalt der Netzneutralitäts-Prinzipien werden Wege und Geschäftsmodelle gefunden werden, den weiteren Ausbau von Internet-Leitungen zu finanzieren. Man sollte sich daher von dieser Panik-Mache nicht blenden lassen.

    Meiner Meinung nach wird auch hier diese Debatte um den Erhalt der Netzneutralitäs-Prinzipien in den nächsten Jahren zunehmen und vermutlich eine der wichtigsten Kämpfe für den Erhalt eines offenen und freien Internets sein.

    Save the Internet: Suckered by Astroturf.
    Techdirt: Death Of The Internet Greatly Exaggerated (By Those Who Stand To Benefit).

    20. November 2007 24
  • : Google Policy Fellowship
    Google Policy Fellowship

    Ähnlich dem „Summer of Code“ vergibt Google nun „Policy Fellowships“. Und das klingt spannend: Für 10 Wochen Mitarbeit bei Organisationen wie der EFF oder Public Knowledge erhalten Stipendiaten erstmal 7000$ und dazu spannende Aufgaben bei den Organisationen rund um netzpolitische Themen. Tolles Projekt.

    Fellows will be assigned a lead mentor at their host organizations, but will have the opportunity to work with several senior staff members over the course of the summer. Fellows will be expected to make substantive contributions to the work of their organization, including conducting policy research and analysis; drafting reports and analyses; attending government and industry meetings and conferences; and participating in other advocacy activities.

    14. November 2007
  • : Christine Harold on Intellectual Property Law and Open Content
    Christine Harold on Intellectual Property Law and Open Content

    Bei MediaBerkman gibt es einen neuen Podcast: „Christine Harold on Intellectual Property Law and Open Content“

    Christine Harold, an Assistant Professor in Department of Communication at the University of Washington, was the guest speaker this week at the Berkman Center’s Luncheon Series. Harold’s presentation, entitled “Inventing Publics: Kairos and Intellectual Property Law” looks to explore the possibilities of the “open content” movement, specifically the licensing model offered by Creative Commons, as a productive alternative to other prevalent responses to the corporate hoarding of cultural resources.

    As she argues in her recent book OurSpace: Resisting the Corporate Control of Culture, rather than engaging commercial culture dialectically, an open content approach serves as a provocation to commercialism by amplifying certain market logics and, in doing so, undermines concepts such as “author” and “property” on which corporate power depends.

    Hier ist die MP3.

    8. November 2007
  • : Fair Use Principles for User Generated Video Content
    Fair Use Principles for User Generated Video Content

    Die Electronic Frontier Foundation hat zusammen mit anderen US-Bürgerrechtsgruppen „Fair Use Principles for User Generated Video Content“ aufgestellt. Damit reagiert man auf die Initiative der Unterhaltungsindustrie aus der letzten Woche, die sich für eine stärkere Filterung von urheberrechtlichen Materialien auf Video-Plattformen ausgesprochen haben: Fair Use Advocates Issue Principles for Protecting Online Videos.

    As part of their own „UGC Principles“ effort announced last week, video hosting services and major media companies emphasized the importance of accommodating fair use. The „Fair Use Principles“ released today propose detailed steps that content owners and video hosting services can take to make good on that promise.

    „As video hosting services begin to implement copyright filtering technology, it is time to discuss concrete strategies to protect creative videos that remix material from movies, TV and popular music,“ said EFF Senior Intellectual Property Attorney Fred von Lohmann. „Our aim is to speak for the interests of the millions of amateur creators who are fueling the popularity of YouTube and similar sites.“

    Fair uses have been mistakenly caught up in copyright enforcement dragnets in the past. For example, earlier this year blogger Michelle Malkin’s video about rapper Akon was erroneously taken down from YouTube after Universal Music Group (UMG) claimed copyright infringement. In that case, two excerpts from Akon music videos were embedded in a longer commentary about the rap star. Although UMG ultimately admitted its mistake, automated content filtering raises the possibility that commentaries like this might be blocked preemptively in the future.

    With cases like this one in mind, „Fair Use Principles for User-Generated Content“ describes six steps that service providers and copyright owners should take to minimize damage to fair use during copyright enforcement efforts. One key principle is „three strikes before blocking“ – verifying that the video matches the video of a copyrighted work, that the audio matches the audio of the same work, and that nearly all of the clip is comprised of that single work. In addition, if a video is blocked by a content filter, the creator should be given an opportunity to dispute the filter’s determination.

    Mehr Infos

    31. Oktober 2007
  • : AudioBerkman: Aaron Swartz on The Open Library
    AudioBerkman: Aaron Swartz on The Open Library

    AudioBerkman hat einen Mitschnitt der Luncheon-Session mit Aaron Swartz über „The Open Library“.

    Aaron spoke about how, thanks to new technology, the grand vision of a library containing every book in the world is now within our grasp. He discussed how the Open Library Project, a loose collection of technologists, publishers, librarians, and book-lovers, has taken up this challenge by trying to create a website collecting everything we know about books — including library records, publishers’ blurbs, full-text and scans, reviews, and more.

    Aaron was previously a co-founder of Reddit.com, which was purchased by Condé Nast in late 2006. He was worked on Internet specifications for RSS and RDF and was one of the early team members of the Creative Commons project. He is the author of a number of free software packages and a co-founder of Jottit.com.

    Hier ist die MP3 dazu.

    25. Oktober 2007
  • : Wie grün ist eigentlich das iPhone?
    Wie grün ist eigentlich das iPhone?

    In der allgemeinen iPhone-Hysterie hat sich niemand wirklich um die Folgeschäden und Umweltbelastungen des Geräts Gedanken gemacht. Greenpeace hat ein Gerät testen lassen und veröffentlichte die Ergebnisse.

    iphonebanner.jpeg

    Das US-amerikanische Center for Environmental Health (CEH) hat aufgrund der Ergebnisse Apple juristische Schritte angedroht, wie Heise berichtet: US-Verbraucherschützer drohen Apple mit Klage wegen Chemikalien im iPhone.

    Bei der Untersuchung von 18 internen und externen Komponenten habe sich herausgestellt, dass die Hälfte der Komponenten bromierte Bestandteile enthalte, die auf eine weit reichende Verwendung von Flammschutzmittel schließen ließen. Dazu kommen Hinweise auf die Verwendung von Weichmachern (Phtalaten) im PVC der Kabelumhüllung der Ohrhörer. Antimon haben die Umweltschützer in vier Komponenten gefunden. Zwar sei kein Kadmium oder Quecksilber nachgewiesen worden, Blei und Chrom nur in geringen Mengen, doch seien weitere Tests nötig, um herauszufinden, ob das iPhone europäischen Umweltrichtlinien entspreche.

    In einer Pressmeitteilung kritisiert Greenpeace die schädlichen Bauteile: Missed call: the iPhone’s hazardous chemicals. Gefordert wird, dass Apple mal endlich ihren Worten von einem grüneren Apple Taten folgen lassen muss:

    „Steve Jobs has missed the call on making the iPhone his first step towards greening Apple’s products,“ said Zeina Alhajj, Greenpeace International toxics campaigner. „It seems that Apple is far from leading the way for a green electronics industry as competitors, like Nokia, already sell mobile phones free of PVC“.

    Hier ist ein nettes Video zu der Aktion:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    Prima auf den Punkt bringt Golem die Thematik: Das iPhone ist giftig und kann unfruchtbar machen.

    Greenpeace bemängelt am iPhone außerdem, dass der Akku fest eingebaut und somit nicht ohne weiteres entnommen werden kann. Damit werde das getrennte Recycling erschwert, was eine höhere Belastung für die Umwelt bedeute, wenn das iPhone ausrangiert wird. Hierfür biete Apple keinen kostenlosen Recycling-Dienst, so dass das Problem auf den Kunden abgewälzt werde.

    Mal schauen, wann es entsprechende Warnhinweise am iPhone gibt.

    16. Oktober 2007 13
  • : Musikflatrate kommt – um iTunes zu killen?
    Musikflatrate kommt – um iTunes zu killen?

    Die Musikindustrie ist offenbar doch lernfähig, wenn man einem Bericht der Business Week glauben kann. Der Spiegel fasst es so zusammen:

    Die drei größte US-Musikkonzerne wollen Apples Monopol beim Online-Musikhandel knacken. Unisversal, Sony BMG und Warner Musik verhandeln angeblich über eine Musik-Flatrate. Das Angebot: Unbeschränkte Downloads aus dem gesamten Musikangebot für fünf Dollar im Monat.

    Ob das hier allerdings aufgeht, wage ich zu bezweifeln:

    Endkkunden sollen den Plattenfirmen gar nichts zahlen. Sie bekommen mit neuen Handy, MP3-Playern oder Computern eine Musik-Flatrate – wenn die Hardware-Produzenten dafür zahlen.

    Wir fordern ja schon seit Jahren die Content-Flatrate.

    16. Oktober 2007 6
  • : MediaBerkman: Drew Clark on the Politics of Telecom, Media and Technology
    MediaBerkman: Drew Clark on the Politics of Telecom, Media and Technology

    Bei MediaBerkman gibt es ein interessante Gespräch mit Drew Clark vom Center for Public Integrity über “Media Tracker, FCC Watch, and the Politics of Telecom, Media and Technology.”

    Drew, a senior fellow and project manager at the Center, not only provided great insight into the difficult and confusing intersection of technology & politics, but also dove into specific examples such as, the FCC’s 700 MHz auction and the Connect Kentucky project. For more information on Drew’s work, the Center for Public Integrity, and future luncheon guests, check out the Events & Webcast blog.

    Hier ist die MP3.

    10. Oktober 2007
  • : Erster Filesharing-Fall der USA geht in die zweite Runde
    Erster Filesharing-Fall der USA geht in die zweite Runde

    Ihr habt es wahrscheinlich alle schon mitbekommen, dass vor ein paar Tagen der erste Gerichtsprozess gegen eine Tauschbörsen-Nutzerin zu einem vorläufigen Ende gekommen ist. Die Recording Industry Association of America (RIAA) hatte die 30-jährige Jammie Thomas wegen 24 Songs auf 220.000 US-Dollar Schadensersatz verklagt und gewonnen. Vorher waren alle Fälle aussergerichtlich beigelegt worden. Das Ganze war ein Zivilprozess, daher waren die Beweisanforderungen nicht so hoch wie in einem Strafverfahren. Die Verurteilte hat jetzt Berufung angekündigt, weil die Beweise wohl doch sehr mager waren. Unter anderem ist unklar, ob überhaupt irgend jemand von ihr Dateien heruntergeladen hatte. Wirklich skurril ist das hier:

    Safenet, the RIAA investigation service that nabbed Thomas, told jurors it downloaded nine of the files from Thomas’ share folder and made screen shots of the 1,702 she was trading. But Safenet is authorized by the RIAA to download files. It would be a bizarre result, to say the least, if Thomas or anybody else could be found liable for distributing music to the music industry.

    Dass die Musikindustrie hier langfristig aus ganz anderen Gründen auf verlorenem Posten steht, begründet Tim Lee bei der Technology Liberation Front:

    [I]n the long run, the market price of most music is going to be zero. (…) Yes, in the short run peer-to-peer networks are an important source of price pressure. But the far more important factor is the sheer number of people who want to be rock stars. Now that the bottleneck of CD production and distribution has been removed, any musician can reach an infinite number of fans at zero cost. As a result, more and more musicians will find it in their self-interest to voluntarily give music away for free as a means of building up their fan base. Over time, consumers will get used to music being free, and at some point music will be just like news and punditry are today: the vast majority will be free and ad-supported, with a small minority continuing to try to charge money.

    Update: Jetzt will sich auch die EFF an dem Berufungsverfahren beteiligen.

    8. Oktober 2007 2
  • : Lessig über Korruption und Transparenz
    Lessig über Korruption und Transparenz

    Lawrence Lessig hat ein Interview über Korruption, Geld in der Politik und die Notwendigkeit von Transparenz und öffentlichen Informationen gegeben. Sehr spannend:

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    7. Oktober 2007 2
  • : USA scheinen an deutschem Mautsystem interessiert
    USA scheinen an deutschem Mautsystem interessiert

    Liegt wohl an den tollen Überwachungsmöglichkeiten von Toll Collect: USA zeigen angeblich Interesse an deutschem Mautsystem.

    Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel wollen die USA möglicherweise das deutsche Mautsystem einführen. US-Verkehrsministerin Mary Peters soll in der letzten Woche gegenüber Wolfgang Tiefensee Interesse an dem satellitengestützten System gezeigt haben. Auf reges Interesse sollen dabei vor allem die Möglichkeiten der Preisdiskriminierung gestoßen sein, die das deutsche System bietet. Sie ermöglichen potentiell eine Entlastung von Straßen und Brücken, indem zu Stoßzeiten automatisch eine höhere Gebühr berechnet wird. In den USA sind bereits zahlreiche Straßen und Brücken mautpflichtig, abgerechnet wird jedoch meist durch Zugangsautomaten oder Schrankenhäuschen. Nicht ganz unwahrscheinlich ist, dass beim amerikanischen Interesse auch die Überwachungsmöglichkeiten des Systems eine Rolle spielen.

    7. Oktober 2007 1
  • : Networked Journalism
    Networked Journalism

    In den USA fand vor wenigen Tagen der „Networked Journalism Summit“ statt. David Cohn hat 52 Interviews mit Teilnehmern und Referenten gemacht, die teilweise echt spannend sind: A Compendium of Knowledge: Interviews for the Networked Journalism Summit.

    7. Oktober 2007
  • : „Backup“ zum kostenlosen Download
    „Backup“ zum kostenlosen Download

    Backup-Cover

    In seinem Roman „Backup“ beschreibt Cory Doctorow eine Zukunft, in der man das menschliche Bewusstsein als Datenpaket im weltweiten Netz abspeichern und immer wieder neu herunterladen kann.

    Schön, dass es übersetzt wurde.

    5. Oktober 2007 11
  • : James Vasile vom „Software Freedom Law Center“
    James Vasile vom „Software Freedom Law Center“

    James Vasile vom „Software Freedom Law Center“ war zu Gast bei der „Berkman Luncheon Series“:

    James is Counsel for the center, which seeks to “provide legal representation and other law-related services to protect and advance free software.” In addition to his vast experience in a range of new media related cases, James has also contributed code and documentation to numerous FOSS software projects.

    Und hier ist die MP3 dazu.

    3. Oktober 2007
  • : Warum viele kommunale WLAN-Initiativen scheitern
    Warum viele kommunale WLAN-Initiativen scheitern

    Tim Wu schreibt im Slate-Magazin, warum viele kommunale WLAN-Initiativen in den USA fehlschlagen: Where’s My Free Wi-Fi? Das Problem ist meist, dass die Kommunalverwaltungen mit Public-Privat-Partnerships die Aufgaben an Unternehmen outsourcen. Die Unternehmen können aber nicht im Wettbewerb gegen DSL und Kabel bestehen. Diese sind meist zuverlässiger und nur unwesentlich teurer.

    Der Lösungsvorschlag von Wu ist offensichtlich: Die Kommunen müssen die Versorgung der eigenen Bürger mit freiem WLAN als kommunale Daseinsfürsorge begreifen. Und eigene Infrastrukturen aufbauen. So wie Strassen auch von den Kommunen betrieben werden.

    The basic idea of offering Internet access as a public service is sound. The problem is that cities haven’t thought of the Internet as a form of public infrastructure that—like subway lines, sewers, or roads—must be paid for. Instead, cities have labored under the illusion that, somehow, everything could be built easily and for free by private parties. That illusion has run straight into the ancient economics of infrastructure and natural monopoly. The bottom line: City dwellers won’t be able to get high-quality wireless Internet access for free. If they want it, collectively, they’ll have to pay for it.
    […]
    By 2005, it became clear that major cities didn’t really want to build out Wi-Fi networks as public works projects. Instead, places like Philadelphia and San Francisco announced „private/public“ partnerships. That meant giving a private company the right to build a wireless network and try to make money off of it. Often, this simply meant giving a company like Earthlink the rights to install Wi-Fi devices on street lamps and charge citizens for access. The cities then washed their hands of the issue of success or failure.
    […]
    Today, the limited success stories come from towns that have actually treated Wi-Fi as a public calling. St. Cloud, Fla., a town of 28,000, has an entirely free wireless network. The network has its problems, such as dead spots, but also claims a 77 percent use rate among its citizens. Cities like St. Cloud understand the concept of a public service: something that’s free, or near-free, like the local swimming pool. Most cities have been too busy dreaming of free pipes to notice that their approach is hopelessly flawed.

    The lesson here is an old one about the function of government. When it comes to communications, the United States relies on a privateer system: We depend on private companies to perform public callings. That works up to a point, but private industry will build only so much. Real public infrastructure costs real public money. We already know that, in the real world, if you’re not willing to invest in infrastructure, you get what we have: crumbling airports, collapsing bridges, and broken levees. Why did we think that the wireless Internet would be any different?

    27. September 2007 2