In den USA hat sich die „Copyright Alliance“, eine Lobbyvereinigung, wo u.a. die Musik- und Filmindustrie Mitglied ist, an die Präsidentschaftskampagnen gewandt und ihre Vorschläge für deren Positionierung im Wahlkampf formuliert. Darüber berichtet Ars Technica, die das Schreiben sehen konnten: Big Content asks presidential candidates for more restrictive copyright laws.
The Copyright Association’s assumption that criminal enforcement deters piracy is dubious at best. Litigation and enforcement have done little to stop file sharing. But investigation and litigation costs a lot of money. The record labels have already made it clear that the RIAA’s litigious campaign against alleged file-sharers is money-loser. Now they want the government to „commit resources“ too their futile crusade too.
Tenor: Nur verbieten bringt nichts. Der Staat soll gefälligst durchgreifen und mit staatlichen Ressourcen Filesharing und Urheberrechtsverletzungen bekämpfen. Es wird damit eine Kriminalisierung der digitalen Generation gefordert. Argumentiert wird mit bekannten Phrasen, die auch gerne in Deutschland ind er Debatte verwendet werden: Creative Industries und Arbeitsplätze. Erschreckend ist, dass sich die Lobbygruppen in jedem Wahlkampf mit ihren einseitigen Positionen und ihren Spendengeldern bei der Politikgestaltung durchsetzen.