USA

  • : Stadtrat will Gesichtserkennung in San Francisco verbieten
    San Francisco könnte Vorreiter werden bei einer restriktiven Regulierung von Gesichtserkennug in den USA. (Symbolbild)
    Stadtrat will Gesichtserkennung in San Francisco verbieten

    Die kalifornische Metropole könnte die erste Stadt der USA werden, die den Einsatz von Gesichtserkennungstechnologien komplett verbietet. Mit einer neuen Verordnung will ein Stadtrat auch den Einsatz anderer Überwachungstechnik beschränken und besser kontrollieren.

    1. Februar 2019 1
  • : Google drängt auf Einschränkungen für protestierende Mitarbeiter
    Mitarbeiter protestieren beim Google-Walkout im November 2018.
    Google drängt auf Einschränkungen für protestierende Mitarbeiter

    Google feiert sich gerne selbst für Mitbestimmung und Offenheit. Google-Chef Sundar Pichai stellte sich sogar öffentlich hinter Mitarbeiter-Proteste. Durch eine Informationsfreiheitsanfrage in den USA kam jetzt heraus, dass der Konzern hintenrum die politische Organisation seiner Angestellten lieber erschweren möchte.

    25. Januar 2019
  • : Public Domain Day: Diese Werke sind seit Neujahr gemeinfrei
    Ausschnitt aus dem Bild "Camicie rosse" von Umberto Coromaldi, das ab heute in Europa gemeinfrei ist.
    Public Domain Day: Diese Werke sind seit Neujahr gemeinfrei

    Mit Beginn des neuen Jahres sind Werke von allen Künstlern ohne urheberrechtlichen Schutz nutzbar, die 1948 oder früher gestorben sind. Dazu zählen etwa der Dadaist Kurt Schwitters und der „Tango aller Tangos“. Davon profitieren die Wikipedia, E‑Book-Freunde und alle, die Kunstwerke frei nutzen wollen.

    8. Januar 2019 7
  • : Deutsche Behörde leitet internationale Arbeitsgruppe zur Abwehr von Drohnen
    Der „HPEMcounterUAS“ von Diehl soll Drohnen mit elektromagnetischen Impulsen vom Himmel holen.
    Deutsche Behörde leitet internationale Arbeitsgruppe zur Abwehr von Drohnen

    Schon vor drei Jahren wappnete sich das Bundesinnenministerium gegen Angriffe kleiner Drohnen. Diese könnten mit Schusswaffen oder Sprengstoff ausgerüstet kritische Infrastrukturen oder Industrieanlagen gefährden. Mit den USA führt Deutschland jetzt eine Arbeitsgruppe eines weltweiten Staatenbündnisses an. Es geht auch um die Abwehr von „gewalttätigem Extremismus“.

    19. Dezember 2018 5
  • : Roboter-Unfall verletzt 24 Menschen bei Amazon
    Er fuhr nicht Skateboard... (Symbolbild)
    Roboter-Unfall verletzt 24 Menschen bei Amazon

    Bei einem Unfall in New Jersey hat ein Roboter in einem Lagerhaus von Amazon Behältnisse von Bärenabwehr-Spray aufgerissen. Dabei entwich das Spray und verletzte 24 Mitarbeiter des Unternehmens so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten, berichtet ABC News. 30 weitere Mitarbeiter wurden von Sanitätern direkt vor Ort behandelt.

    Beim Bärenabwehr-Spray handelte es sich um Pfefferspray mit hochkonzentriertem Capsaicin. Die Gewerkschaft „Retail, Wholesale and Department Store Union“ kritisierte in einer Pressemitteilung die mangelnde Arbeitsplatzsicherheit bei Amazon – und die Gefahr für die Arbeiter durch die eingesetzten Roboter.

    6. Dezember 2018 3
  • Freedom of the Net Report 2018: China als negatives Vorbild für die Welt
    Die US-Organisation Freedom House bewertet jährlich die Netzfreiheit
    Freedom of the Net Report 2018 China als negatives Vorbild für die Welt

    Die Regierung in Peking baut ihre Überwachungsmaschinerie weiter aus. China exportiert Know-how und Technologie zur Unterdrückung rund um die Welt. Ein neuer Bericht von Freedom House beobachtet sinkende Netzfreiheit rund um den Globus. Aber: Es gibt Lichtblicke.

    2. November 2018 5
  • : USA: Abschusserlaubnis für private Drohnen
    Eine fliegende Drohne
    Kleine Drohne im Flug (Symbolbild)
    USA: Abschusserlaubnis für private Drohnen

    Nach einem neuen Gesetz wird es für US-Behörden künftig erheblich leichter, unbemannte Flugobjekte abzuschießen, wenn sie als gefährlich angesehen werden. Gegen die Regelungen regt sich Kritik, denn das neue Gesetz kann sich auf die Berichterstattung oder auf Protestaktionen mit Drohnen auswirken.

    9. Oktober 2018 7
  • : Kalifornien sichert Netzneutralität – wenn es die Gerichte zulassen
    Der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat Kalifornien hat Regeln zur Netzneutralität beschlossen.
    Kalifornien sichert Netzneutralität – wenn es die Gerichte zulassen

    Das kalifornische Landesparlament hat Ende letzter Woche Regeln zur Netzneutralität beschlossen. Setzt der (wie die Legislative ebenfalls demokratische) Gouverneur Jerry Brown seine Unterschrift unter das Gesetz, wäre der Zugang zum offenen Netz an der gesamten US-Westküste sichergestellt. Zuvor hatten die Bundesstaaten Oregon und Washington ähnliche Gesetze erlassen, Montana reagierte mit einer Exekutivverfügung.

    Die Bundesstaaten sahen sich zum Handeln gezwungen, weil die seit dem Amtsantritt des US-Präsidenten Donald Trump republikanisch dominierte Telekom-Aufsicht FCC (Federal Communications Commission) im Vorjahr die aus der Obama-Ära stammenden Regeln widerrufen hat. Zugleich wollte die Regulierungsbehörde den Bemühungen einzelner Bundesstaaten einen Riegel vorschieben, die solche Regeln auf eigene Faust wieder einführen wollen. Ob die FCC als Bundesbehörde die Autorität besitzt, einschlägige Gesetze von Bundesstaaten außer Kraft zu setzen, ist nun Gegenstand von Gerichtsverfahren, die von Netzbetreibern angestrengt werden. The Verge beleuchtet das im Detail (eigene Übersetzung):

    Netzbetreiber werden weiterhin versuchen, präemptiv Gesetze zur Netzneutralität von Bundesstaaten zu blockieren. Aber die Netzneutralitätsexpertin und Stanford-Professorin Barbara Van Schewick argumentiert, dass die FCC, als sie die bisherigen Regeln sowie ihre Autorität unter dem „Title II“ des Telekommunikationsgesetzes widerrufen hat, ihre Befugnis aufgegeben hat, das Verhalten von Bundesstaaten zu diktieren.

    3. September 2018
  • : NSA-Leak: Hartes Urteil gegen Whistleblowerin Reality Winner erwartet (Update)
    NSA-Leak: Hartes Urteil gegen Whistleblowerin Reality Winner erwartet (Update)

    Nach einem Schuldeingeständnis wird am Donnerstag das Urteil gegen eine Whistleblowerin fallen. Ein Gericht in Georgia könnte die höchste Strafe aussprechen, die je in den Vereinigten Staaten für die Weitergabe von geheimem Dokumenten verhängt wurde. Der geleakte Bericht machte Versuche öffentlich, Wahlsoftware zu hacken.

    22. August 2018 8
  • : Wie der Skandal um Facebook und Cambridge Analytica das kalifornische Datenschutzgesetz ermöglichte
    Das California State Capitol in Sacramento, Sitz des kalifornischen Parlaments.
    Wie der Skandal um Facebook und Cambridge Analytica das kalifornische Datenschutzgesetz ermöglichte

    Ende Juni hat das kalifornische Parlament ein neues Datenschutzgesetz verabschiedet. Der „California Consumer Privacy Act“ gibt den Menschen im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat erstmals das Recht, von Unternehmen zu erfahren, welche persönlichen Daten diese über sie speichern, weiterverkaufen oder mit Dritten teilen. Zudem können sie von Firmen verlangen, ihre Daten nicht mehr zu verkaufen und zu teilen oder sie ganz zu löschen.

    Das Gesetz wurde maßgeblich vorangetrieben von einem kalifornischen Immobilienunternehmer, der mit Hilfe eines Volksentschiedes für den nötigen politischen Druck sorgte. Von den Technologie-Konzernen anfangs noch belächelt, sammelten er und seine UnterstützerInnen in wenigen Monaten mehr als 600.000 Unterschriften – befeuert vom Datenskandal um Facebook und Cambridge Analytica. Wie das trotz starkem Lobbying von Facebook, Google und Co. gelang, beschreibt die New York Times in einer lesenswerten Reportage:

    Das öffentliche Image des Silicon Valley hatte die Snowden-Enthüllungen überlebt. Aber die Technologieunternehmen, bereits in die Verbreitung von „Fake News“ und russischer Einmischung bei den Wahlen 2016 verwickelt, waren nicht mehr die Guten. Als [Referendumsinitiator] Arney einen seiner Söhne mit in den Zug nahm, war es plötzlich einfach, die Leute dazu zu bringen, für das Referendum zu unterschreiben. „Nach dem Cambridge Analytica-Skandal war ‚Datenschutz’ alles, was wir zu sagen hatten.“ (Eigene Übersetzung)

    Update 23.8.18: Zum AktivistInnenteam gehörten neben dem in dem Times-Artikel erwähnten Alastair MacTaggert und Rick Arney auch noch eine Frau, Mary Stone Ross. Obwohl sie seit Beginn mit an der Initiative arbeitete, erwähnte die New York Times sie nicht. Darauf weist die Journalistin Kashmir Hill bei Gizmodo hin.

    16. August 2018 1
  • : Facebook deckt Kampagne zur Beeinflussung der US-Midterm-Wahlen auf
    Mit der Kampagne sollten US-Wähler*innen beeinflusst werden.
    Facebook deckt Kampagne zur Beeinflussung der US-Midterm-Wahlen auf

    Wie die New York Times berichtete, hat Facebook eine politische Kampagne identifiziert und gestoppt, die offenbar mittels Fake Accounts auf eine Beeinflussung der im November anstehenden Midterm Elections in den USA abzielte. Das Unternehmen habe 32 Seiten und Profile auf Facebook und Instagram gelöscht, deren Aktivitäten sich vornehmlich um kontroverse und für den Wahlkampf entscheidende Themen drehten. Darunter beispielsweise koordinierte Beiträge zu den rechtsextremen Ausschreitungen im Rahmen der „Unite the Right“ Demonstrationen in Charlottesville vor etwa einem Jahr oder der „AbolishICE“ Kampagne.

    Die dazu verwendeten Techniken ähnelten laut Facebook denen der Internet Research Agency, die dem Kreml nahestehende Troll-Farm, die im Zuge der Präsidentschaftswahl 2016 für Schlagzeilen sorgte. Wer wirklich dahintersteckt, ist jedoch noch unklar. Nathaniel Gleicher, Head of Cybersecurity Policy bei Facebook äußerte sich gegenüber der New York Times wie folgt (eigene Übersetzung):

    Zu diesem Zeitpunkt unserer Investigation haben wir noch nicht genügend technische Beweise, um eindeutig sagen zu können, wer dahinter steckt. (…) Wir können jedoch bereits sagen, dass diese Accounts in ähnliche Aktivitäten verstrickt waren und mit bekannten Accounts der Internet Research Agency in Verbindung standen.

    1. August 2018 5
  • : Diskussion über Killer-Roboter: „Optimum wäre ein Verbot, das ist aber nicht erreichbar“
    Ein vollautomatisches Kampfsystem des russischen Herstellers Kalashnikow im Einsatz.
    Screenshot aus Werbevideo des Kalaschnikow-Konzerns.
    Diskussion über Killer-Roboter: „Optimum wäre ein Verbot, das ist aber nicht erreichbar“

    Militärische Tötungsmaschinen rücken Menschen schon bald auf die Pelle, wenn es nicht zu einer Ächtung solcher Waffen kommt. Über den Umgang mit vollautomatischen Kampfsystemen inklusive Bewaffnung und Künstlicher Intelligenz diskutierten gestern Experten und Politiker. Welche Position bezieht Deutschland bei den Vereinten Nationen?

    24. Mai 2018 9
  • : Donald Trumps Twitterkonto ist ein öffentliches Forum
    Donald Trump bei der Conservative Political Action Conference in Maryland.
    Donald Trumps Twitterkonto ist ein öffentliches Forum

    Wenn der Präsident der Vereinigten Staaten unerwünschte Nutzer auf Twitter blockiert, handelt er rechtswidrig. Ein New Yorker Bezirksgericht urteilte, dass Trumps Social-Media-Team dadurch die Redefreiheit einschränke. Politikern wird es mit dem Urteil schwerer gemacht, ihre Kritiker aus Online-Debatten auszusperren.

    24. Mai 2018 2
  • : Netzneutralität: US-Senat will das offene Internet erhalten
    Chuck Schumer, der aus New York stammende Chef der demokratischen Fraktion im US-Senat.
    Netzneutralität: US-Senat will das offene Internet erhalten

    In einer Abstimmung hat sich der US-Senat für den Erhalt der Netzneutralität ausgesprochen. Der Schutz des offenen Internets hat zwar noch einen langen Weg zurückzulegen, mit kurzfristig geringen Erfolgschancen. Dennoch handelt es sich um einen wichtiges politisches Signal.

    17. Mai 2018 3
  • : US-Heimatschützer planen weltweites Monitoring von Journalisten
    Droht Journalisten demnächst an der US-Grenze eine Sonderbehandlung?
    US-Heimatschützer planen weltweites Monitoring von Journalisten

    Das US-Heimatschutzministerium sucht nach einem Vertragspartner, der globale Echtzeit-Medienauswertungen durchführen und eine umfassende Sammlung von Tausenden Journalisten anlegen soll. Ein Sprecher des Ministeriums beschimpfte Kritiker des Vorhabens als Verschwörungstheoretiker.

    9. April 2018 11
  • FAQ: Was wir über den Skandal um Facebook und Cambridge Analytica wissen [UPDATE]
    Drei Hauptakteure des Datenskandals um Cambridge Analytica: Facebook-Chef Mark Zuckerberg, Alexander Nix von Cambridge Analytica und der ehemalige Trump-Stratege Steve Bannon. Fotos: <a href="https://www.flickr.com/photos/quintanomedia/33740312690/">Anthony Quintano</a>, <a href="https://www.flickr.com/photos/websummit/38286772641/">Web Summit</a> & <a href="https://www.flickr.com/photos/80038275@N00/32735721940/">Michael Vadon</a>. Alles unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a> veröffentlicht.
    FAQ Was wir über den Skandal um Facebook und Cambridge Analytica wissen [UPDATE]

    Donald Trumps Wahlkampf stützte sich unter anderem auf detaillierte Persönlichkeitsprofile von mehr als 87 Millionen Facebook-Nutzern. Dank investigativer Recherchen kommt jetzt ans Licht, wie die verantwortliche Firma Cambridge Analytica an die Daten kam und wie sie arbeitete. Die wichtigsten Fragen und Erkenntnisse zum Skandal im Überblick.

    21. März 2018 27
  • : Wenn Raketenalarm ist, will niemand Pornos schauen. Danach umso mehr.
    In dieser Woche wurde Hawaii durch einen Fehlalarm in Schrecken versetzt.
    Wenn Raketenalarm ist, will niemand Pornos schauen. Danach umso mehr.

    Die Pornographie-Plattform Pornhub hat ein Händchen für amüsante PR-Aktionen und kämpft schonmal mit für die Netzneutralität. Sie veröffentlichte nun Statistiken zum Pornokonsum auf Hawaii während des falschen Raketenalarms diese Woche. Das Ergebnis: Kurz nachdem die Bewohner der Inselkette die Benachrichtigung „Bedrohung durch ballistische Rakete Richtung Hawaii. Sofort Schutzraum aufsuchen. Dies ist keine Übung.“ auf ihrem Handy erhalten hatten, brach der Traffic der Seite ein.

    Er sank um 77 Prozent verglichen mit dem Durchschnitt. Als 38 Minuten später Entwarnung gegeben wurde, erholte er sich schnell wieder:

    Als die Einwohner um 8:45 Uhr informiert wurden, dass es sich um einen Fehlalarm handelte, erholte sich der Traffic wieder und die Hawaiianer atmeten erleichtert auf. Diejenigen, die weitere Erleichterung suchten, kehrten zu Pornhub zurück. Die Seitenaufrufe übertrafen das übliche Niveau um 9:01 Uhr um 48 Prozent.

    19. Januar 2018 4
  • : Playboy verklagt Boing Boing – wegen Links
    Bunny-Ohren: das Markenzeichen des Playboy.
    Playboy verklagt Boing Boing – wegen Links

    Das Erotikmedien-Unternehmen Playboy verklagt das bekannte US-Blog Boing Boing, weil dieses in einem Artikel ein Youtube-Video eingebettet und einen Link auf den Bildhoster Imgur gesetzt hat. Die verlinkten Inhalte enthielten Bilder aller 746 Playmates, die der Playboy bis dahin veröffentlicht hatte.

    Boing Boing schreibt nun:

    Die Klage von Playboy basiert auf einer imaginären (und gefährlichen) Version des US-amerikanischen Urheberrechtsgesetzes, es gibt noch keinen Präzedenzfall. Der Playboy – einst legendärer Vorreiter für die Presse- und Meinungsfreiheit – führt jetzt eine abwegige Copyright-Theorie ein: Nach dieser ist es illegal, auf Dinge zu verlinken, die andere Leute im Internet gepostet haben. Und das unter der Androhung von Millionen Dollar Schadenersatz – eine Summe, die uns (und jedem anderen kleinen Verlag in Amerika) das Genick brechen würde.

    Auch die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat für das Blog Stellung bezogen. Boing Boing habe keine Bilder des Playboys hochgeladen, veröffentlicht, gehostet oder gespeichert. Das Blog habe weder die Kontrolle über die Bilder noch habe es zur Verletzung der Urheberrechte beigetragen. EFF-Anwalt Daniel Nazer sagt:

    Wir fordern das Gericht auf, diese äußerst fehlerhafte Klage abzuweisen. Journalisten, Wissenschaftler, Forscher und gewöhnliche Menschen im Internet haben das Recht, auf Material, auch urheberrechtlich geschütztes Material, zu verweisen, ohne davor Angst haben zu müssen, verklagt zu werden.

    19. Januar 2018 1
  • : Sie tritt an: Chelsea Manning will in den US-Senat
    Chelsea Manning
    Sie tritt an: Chelsea Manning will in den US-Senat

    Sie brachte brisante Informationen an die Öffentlichkeit, zwang die verantwortlichen Politiker dadurch, Stellung zu beziehen, und bezahlte mit ihrer Freiheit: Chelsea Manning war ab Mai 2010 in Militärgewahrsam und nach ihrer Verurteilung unter Armeeaufsicht inhaftiert, bis ihr am Ende der Amtszeit von US-Präsident Barack Obama die restliche Zeit im Militärgefängnis erlassen wurde. Die weltweit bekannte Whistleblowerin gab am Sonntag bekannt, im Bundesstaat Maryland für den US-Senat zu kandidieren.

    Manning tritt als Demokratin an und wäre bei erfolgreicher Wahl die erste transsexuelle Frau, die einen Sitz im Senat erhalten würde, falls sie im Juni die Wahl gewinnt. In ihrem Wahlwerbe-Spot betont sie, sich für einen politischen Wandel einsetzen zu wollen:

    We need to stop expecting that our systems will somehow fix themselves, we need to actually take the reins of power from them.

    (Wir müssen aufhören zu erwarten, dass sich unser System irgendwie von selbst repariert, wir müssen ihnen die Zügel der Macht wegnehmen.)

    Sie kandidiert gegen Amtsinhaber Ben Cardin, ein Demokrat und langjähriger Senator, der im Auswärtigen Ausschuss (Senate Foreign Relations Committee) sitzt. Denn im US-amerikanischen Wahlsystem muss Manning zuerst die Vorwahlen (Primaries) unter den Demokraten gewinnen. Die Mitglieder der Partei, für die sie antritt, haben jedoch nicht alle begeistert reagiert. Viele einflussreiche Demokraten unterstützen sie nicht und werfen ihr vor, unter russischem Einfluss zu stehen.

    16. Januar 2018 7
  • : Studie: Wie demokratische Technologien gestärkt werden können
    Civic-Tech-Projekt in Deutschland: Visualisierung des Haushalts von Berlin in 2017.
    Studie: Wie demokratische Technologien gestärkt werden können

    Die Knight Foundation hat eine Studie zu Civic-Tech-Projekten und ‑Förderung in den USA veröffentlicht. Dort geht es um den Status zahlreicher Projekte, die mit offenen Technologien und Infrastrukturen arbeiten, und um Strategien, wie sie sich auf Dauer finanzieren und mehr Menschen erreichen können.

    4. Januar 2018 1