Twitter

  • : USA: Präsidentenwechsel in Zeiten von Sozialen Medien
    USA: Präsidentenwechsel in Zeiten von Sozialen Medien

    Am 20. Januar wechselt in den USA der US-Präsident. Das wirft Fragen auf, wie mit den bestehenden Accounts in sozialen Medien verfahren wird. Das Weiße Haus hat jetzt die Übergabe beschrieben.

    1. November 2016 6
  • : Twitter: Verkauf von Daten, die Nutzer gefährden können
    Twitter: Verkauf von Daten, die Nutzer gefährden können

    Dass Nutzern durch die Auswertung ihrer Daten Schaden und erhebliche Gefahren drohen können, ist kein Geheimnis. Twitter verkauft die Daten seiner Nutzer, sieht sich aber außer Stande, sie auch davor zu schützen, dass die detaillierten Informationen in die Hände repressiver Regimes fallen.

    31. Oktober 2016 16
  • : #WeAreTwitter: Initiative für ein Twitter in Nutzer*innenhand gestartet
    #WeAreTwitter: Initiative für ein Twitter in Nutzer*innenhand gestartet

    In diesem Fenster soll der Inhalt eines Drittanbieters wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an diesen Anbieter. Aus technischen Gründen muss zum Beispiel Deine IP-Adresse übermittelt werden. Viele Unternehmen nutzen die Möglichkeit jedoch auch, um Dein Nutzungsverhalten mithilfe von Cookies oder anderen Tracking-Technologien zu Marktforschungs- und Marketingzwecken zu analysieren.

    Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Abfluss deiner Daten an den Drittanbieter so lange, bis Du aktiv auf diesen Hinweis klickst. Technisch gesehen wird der Inhalt erst nach dem Klick eingebunden. Der Drittanbieter betrachtet Deinen Klick möglicherweise als Einwilligung die Nutzung deiner Daten. Weitere Informationen stellt der Drittanbieter hoffentlich in der Datenschutzerklärung bereit.

    Zur Datenschutzerklärung von Vimeo

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    In den vergangenen Wochen ist viel darüber spekuliert worden, ob die Social-Media-Plattform Twitter bald von einem anderen Konzern gekauft werden könnte. Immer wieder wurden zum Beispiel die Namen von Google, Disney oder Salesforce als potenzielle Kaufinteressenten genannt. Trotz über 300 Millionen Nutzer*innen schreibt das Unternehmen rote Zahlen, und seit langem ist zu hören, dass Großaktionär*innen die Geduld verlieren.

    Twitter in Google-Hand? Eine Idee, die vielen Twitterenthusiast*innen gar nicht gefällt. Aber wie könnte eine Alternative für Plattformen jenseits des kapitalistischen Modells aussehen? Darüber denken Ökonom*innen seit geraumer Zeit unter dem Stichwort „Plattform-Kooperativismus“ nach. Der Grundgedanke: Wenn sich genügend Nutzer*innen zusammentun und sich eine faire und effiziente Struktur findet, müsste es doch möglich sein, eine so wichtige soziale Infrastruktur nach einem anderen Maßstab als dem des finanziellen Erfolgs zu organisieren. Der New Yorker Medienprofessor Trebor Scholz hat dazu in diesem Jahr auf der re:publica einen hörenswerten Vortrag gehalten. Ende September begeisterte der Autor Nathan Schneider mit einem Guardian-Artikel ein breiteres Publikum für die Idee, sich auf die Suche nach einem genossenschaftsähnlichen Modell für Twitter zu machen.

    Eine internationale Gruppe von Aktivist*innen, Journalist*innen und Vordenker*innen des Plattform-Kooperativismus hat sich nun mit einer Petition an die Öffentlichkeit und an das Plattformunternehmen selbst gewandt. In dem Text heißt es:

    Wir haben gehört, dass Du verkauft werden sollst. Oder zumindest, dass Menschen aus deinem Umfeld es erwägen. Das betrifft uns auch. Irgendwie. Du bist ein echt nettes Tool, und deine Zukunft wird mitbestimmen, wie wir mit unseren Freunden in Kontakt bleiben, wie wir etwas von der Welt mitbekommen und wie wir mit Fremden kommunizieren können. Von deiner Zukunft hängt auch ab, was mit all unseren Daten geschieht, die wir Dir anvertraut haben. Wer auch immer Dich kauft, kauft in gewisser Weise uns.

    Ihr Ziel beschreibt die Gruppe so:

    Der Stand der Dinge ist: Einige von uns wollen eine Kooperative ins Leben rufen, die weitere Twitter-Nutzerinnen und ‑Nutzer gewinnen will, in der Hoffnung, einen Deal hinzubekommen. Einen fairen Deal, der diejenigen belohnt, die dabei geholfen haben, das Twitter, wie wir es lieben, zu kreieren. Wir hoffen, dass diese mit uns zusammenarbeiten werden. Twitter ist dabei nur ein Anfang, eine Chance, einfach mal über ein Werkzeug nachzudenken, mit dem man große Plattformen gemeinsam besitzen könnte; unsere Kooperative denkt bereits darüber nach, wie man gemeinschaftlich geteilte Inhaberschaften auch an anderen Stellen des Internet umsetzen könnte.

    Jetzt geht es darum, Unterstützer*innen und Öffentlichkeit für die Idee zu gewinnen. Dabei hofft die Gruppe auch auf ein Entgegenkommen des Unternehmens selbst:

    Wir, die Unterzeichner, fordern Twitter auf mit uns zusammenzuarbeiten, um die Zukunft des Unternehmens gemeinsam mit denjenigen zu gestalten, die am meisten an seinen Services hängen. Einige von uns sind TWTR-Aktionäre und haben bereits zugesagt, unser Anliegen durch die Übertragung ihrer Stimmrechte zu unterstützen, damit der Aufkauf durch ein Großunternehmen verhindert und eine bessere Lösung gefunden werden kann.

    Wer über die Sache informiert bleiben und seine Unterstützung kundtun möchte, kann sich der Petition hier anschließen.

    19. Oktober 2016 17
  • : Überwachungsfirma nutzte Daten von sozialen Medien, um Proteste zu dokumentieren
    Die #blacklivesmatter - Bewegung steht in den USA unter besonderer Beobachtung. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC BY-NC-ND 2.0</a>, via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/telekon/15266168093/">Chris Wieland</a>
    Überwachungsfirma nutzte Daten von sozialen Medien, um Proteste zu dokumentieren

    Eine US-Überwachungsfirma hatte privilegierten Zugang zu Facebook, Instagram und Twitter. Und der wurde genutzt, um Dienstleistungen für Ermittlungsbehörden anzubieten, die über soziale Medien und in Echtzeit lokale Proteste überwacht haben.

    12. Oktober 2016 8
  • : Twitter-Transparenzbericht: Mehr Auskünfte, mehr Löschgesuche, mehr Copyright-Takedowns
    Löschersuchen bei Twitter
    Twitter-Transparenzbericht: Mehr Auskünfte, mehr Löschgesuche, mehr Copyright-Takedowns

    Die Türkei und Russland zensieren auf Twitter am Meisten, die USA sind Spitzenreiter in Informationsersuchen an das Unternehmen. Frankreich ist sowohl bei Löschersuchen wie auch bei Auskünften ganz oben mit dabei.

    22. September 2016 3
  • : Kommentar(e) zum Kommissionsentwurf für (k)eine EU-Urheberrechtsreform: Die Reformlücke wächst
    Info-Grafik des offiziellen EU-Twitter-Accounts für den digitalen Binnenmarkt (<a href="https://twitter.com/DSMeu/status/771242865598930945">via</a>)
    Kommentar(e) zum Kommissionsentwurf für (k)eine EU-Urheberrechtsreform: Die Reformlücke wächst

    Ein Kommentar samt Sammlung von Tweets zum geleakten Entwurf der EU-Urheberrechtsreform für all jene, die eigentlich keine Lust haben, sich mit Urheberrecht zu beschäftigen.

    1. September 2016 3
  • : Wer auf sozialen Netzwerken Bilder von Polizeiaktionen gegen Burkini-Trägerinnen teilt, wird verklagt
    Frau mit Burkini. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/">CC-BY-NC 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/bellmon/28598356043/sizes/l"> bellmon1</a>
    Wer auf sozialen Netzwerken Bilder von Polizeiaktionen gegen Burkini-Trägerinnen teilt, wird verklagt

    Der Präsident der französischen Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, Christian Estrosi, hat angekündigt, gegen die Verbreitung von Bildern in sozialen Medien zu klagen, wenn die Bilder Polizeimaßnahmen gegen Burkini-Trägerinnen zeigen. Er begründet diesen Schritt damit, dass die Aufnahmen der Polizeiaktion angeblich schon zu Beleidigungen und Drohungen gegen die Polizeibeamten geführt hätten, die auf den Bildern zu erkennen sind. In mehr als zwei Dutzend Badeorten Frankreichs ist das Tragen der körperverhüllenden muslimischen Schwimm-Mode verboten worden.

    Hintergrund für die Ankündigung des konservativen Politikers sind Fotos, die gestern um die Welt gingen. Sie zeigen, wie eine Frau in Nizza von vier Polizisten am Strand gezwungen wird, Kleidung abzulegen. Es handelt sich bei der Kleidung allerdings nicht einmal um einen Burkini. Die Frau bekam einen Strafzettel und entfernte sich dann vom Strand, berichtet der Fotograf selbst. Die Bilder lösten weltweit Verwunderung und Empörung aus.

    In sozialen Medien sind weitere Bilder und Videos solcher Polizeimaßnahmen aufgetaucht, die sich offenbar auch gegen Kopftuchträgerinnen ohne Badeabsicht richteten. Teilweise würden die Polizeimaßnahmen von rassistischen Übergriffen von Passanten begleitet, berichtet The Intercept. Ab Donnerstag befasst sich das höchste Verwaltungsgericht Frankreichs mit dem Fall, berichtet der Guardian. Eine Menschenrechtsorganisation hatte gegen die Kleidungsvorschriften geklagt.

    Update 16.08.2016:
    Das Gericht hat das Verbot zumindest in einem Ort gekippt, das könnte aber als Präzedenzfall Auswirkungen auf die anderen Orte haben.

    25. August 2016 84
  • : Nach IOC-Beschwerde: Twitter löscht Account von venezolanischem Blogger (Update)
    Eine Darbietung im Rahmen der Olympischen Spiele. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/">CC-BY-ND 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/aibaboxing/28774762966/sizes/l">aiba.boxing</a>
    Nach IOC-Beschwerde: Twitter löscht Account von venezolanischem Blogger (Update)

    Nach einer Beschwerde des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat Twitter den Account des venezolanischen Bloggers Luigino Bracci Roa wegen Urheberrechtsverletzungen offenbar dauerhaft gelöscht. Das berichtet Glyn Moody auf Ars Technica UK.

    Das IOC hatte schon im Vorfeld des Großereignisses mit Beschränkungen von Hashtags und Re-Tweet-Verboten für Aufregung gesorgt. Wegen der Verunsicherung der Social-Media-Nutzer sah sich der Deutsche Olympische Sportbund gezwungen, die Regeln noch einmal zu erklären. Gleichzeitig verbreitet das IOC, dass die Verbreitung von Videos oder animierten GIFs aus dem offiziellen Material der Olympischen Spiele nicht erlaubt sei. Wegen dieser Regelung ist der Blogger nun offenbar von Twitter gesperrt worden.

    Der Blogger selbst veröffentlichte auf seinem Blog die E‑Mails des IOC an Twitter. Er hatte auf Twitter mehr als 42.000 Follower und twitterte seit acht Jahren. Er nennt die Sperrung seines Account einen „vulgären Akt der Zensur“, laut seiner Auffassung sei die Verbreitung der Videoschnipsel nach venezolanischem Recht erlaubt. Twitter äußerte sich bislang nicht zum Vorfall.

    Der Fall wirft die Frage auf, was sich das IOC von einer harten Rechtsdurchsetzung gegen Einzelpersonen verspricht. Statt diese Olympiafans als kostenlose Multiplikatoren dankend anzunehmen, verfolgt der Sportverband sie mit der Rechtsabteilung. Wirklich Sinn ergibt das nicht.

    Update 12.08.2016:
    Twitter hat den Account wiederhergestellt, berichtet der Blogger.

    9. August 2016 7
  • : Reaktionen auf Hashtag-Regelungen bei Olympia: „Alles viel zu kompliziert“
    Auszug aus einer Facebook-Post des Unternehmens Garmin
    Reaktionen auf Hashtag-Regelungen bei Olympia: „Alles viel zu kompliziert“

    Die neuen Regelungen bezüglich Hashtags und der Nutzung von Social Media bei den Olympischen Spielen haben für Wirbel gesorgt. Der Deutsche Olympische Sportbund versucht sich mit einer Klarstellung.

    2. August 2016 9
  • : Social-Media-Maulkorb: Unerlaubte Worte, Hashtags und Re-Tweets bei den Olympischen Spielen
    Wer als Unternehmen so ein Bild auf Faxebook postet, kann gegen den Markenschutz der Olympischen Spiele verstoßen. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/">CC-BY-NC 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/rn_topten/8008918026/sizes/l">Royal Navy Media Archive</a>
    Social-Media-Maulkorb: Unerlaubte Worte, Hashtags und Re-Tweets bei den Olympischen Spielen

    Der hyperaktive Markenschutz des Internationalen Olympischen Komitees könnte das Spektakel in Rio zu einer Abmahnfalle machen. Wer mit einem Unternehmensaccount etwas über die Olympischen Spiele in sozialen Medien postet, begibt sich definitiv auf ein juristisches Minenfeld.

    28. Juli 2016 57
  • : Türkei: Tweet für den Oberkommandanten
    Pro-Erdogan-Demonstration am 24. Juli. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC-BY 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/mtnorton/27909350633/sizes/h/">miketnorton </a>
    Türkei: Tweet für den Oberkommandanten

    In der Nacht des Putschversuchs entdeckt der notorische Zensierer und Internet-Feind Erdogan plötzlich seine Liebe zu den sozialen Medien. In der Krisensituation sind sie ein wichtiger Kanal für den Machterhalt.

    25. Juli 2016 6
  • : Trolle vertreiben Ghostbusters-Star von Twitter
    Leslie Jones auf einem Filmplakat von Ghostbusters (Ausschnitt). Foto: Sony Pictures
    Trolle vertreiben Ghostbusters-Star von Twitter

    Leslie Jones spielt eine der Hauptrollen im neuen Ghostbusters-Film. Jetzt wurde die Komikerin Opfer von Hatern und Trollen.

    20. Juli 2016 38
  • : Türkei blockiert Twitter, Facebook und Youtube nach Terroranschlag
    Beliebtes Streetart-Motiv, das bei den Gezi-Protesten in der Türkei auftauchte. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC-BY 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/igb/9303779433/sizes/o/"> igb</a>
    Türkei blockiert Twitter, Facebook und Youtube nach Terroranschlag

    Nach dem Anschlag auf den Atatürk-Flughafen hat die Regierung eine Nachrichtensperre verhängt. Sie betrifft unter anderem soziale Netzwerke, die landesweit blockiert werden.

    29. Juni 2016 7
  • : #IranVotes: Studie zur Rolle von Twitter in iranischen Wahlen
    Illustration aus der Studie #IranVotes (unter der Lizenz <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0"CC-BY-NC-SA 3.0</a>)</a>
    #IranVotes: Studie zur Rolle von Twitter in iranischen Wahlen

    Vor allem Anhänger der Reformer nutzen Twitter im Iran, mehrheitlich als Nachrichtenquelle und zur Kommunikation mit Exiliranern. Das ergibt eine Studie der britischen NGO Small Media.

    24. Juni 2016
  • : Twitter, Polizei und die Grundrechte
    Das "Social Media Team" der Frankfurter Polizei.
    Das "Social Media Team" der Frankfurter Polizei. Foto: Polizei Frankfurt
    Twitter, Polizei und die Grundrechte

    Twittern bei der Polizei kann mit den Grundrechten kollidieren. Das stellte gerade auch der aktuelle Grundrechte-Report fest.

    Seit der polizeilichen Twitterei bei den Blockupy-Protesten im März 2015 in Frankfurt, hat sich viel Kritik an der Art und Weise des Twitterns entzündet. Diese Kritik reicht vom Twittern von Vorverurteilungen über die notorische „Du“-Ansprache bis hin zu unerlaubten Meinungsbekundungen. Darüber hinaus wird kritisiert, dass die Tweets teilweise Durchsagecharakter hätten und dass Persönlichkeitsrechte z.B. von Demonstrierenden verletzt würden. Polizei und Twittern bewegt sich in jedem Fall in einem grundrechtlichen Spannungsfeld, wie Zeit Online unter dem Titel „Offen, transparent, verfassungswidrig“ feststellte.

    Faz.net widmet sich der Debatte des letzten Jahres im Artikel „Twittern in der Grauzone?“ noch einmal ausführlich und stellt fest:

    Eine Regelung dazu, was die Polizei bei Twitter, Facebook und Instagram darf, gibt es in den Polizeigesetzen nicht. Dabei wäre die dringend nötig, finden einige Juristen und Politiker, die sich mit dem Thema auseinander gesetzt haben.

    22. Juni 2016 4
  • : Grundrechte-Report 2016: Der wahre Verfassungsschutzbericht
    Ausschnitt des Covers vom Grundrechte-Report 2016
    Grundrechte-Report 2016: Der wahre Verfassungsschutzbericht

    In Karlsruhe stellen Bürgerrechtsorganisationen den jährlichen Grundrechte-Report vor. Das Handbuch ist auch im zwanzigsten Jahr seines Erscheinens vor allem eines: alarmierend.

    15. Juni 2016 18
  • : Social-Media-Strategie des Innenministeriums: „Transparenz“ für „Digital Natives“
    Social-Media-Strategie des Innenministeriums: „Transparenz“ für „Digital Natives“

    Seit einem Monat ist mit dem Bundesinnenministerium (BMI) auch das letzte aller Bundesministerien auf Twitter vertreten. Wir haben per Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz die Social-Media-Strategie des Ministeriums erhalten.

    Danach erhofft sich das BMI vom Betrieb seines Accounts, Zielgruppen zu erreichen,

    die alleine über „klassische Kanäle“ der Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Broschüren, Veranstaltungen, Website) nicht mehr erreicht werden können („Digital Natives“)

    Ein weiteres Ziel sei es, „transparenter“ zu werden. Für den Betrieb des Twitter-Kanals beschäftigt das BMI zwei Mitarbeiter, also so viele für den gesamten Bereich Open Data. Das bedeutet dann vermutlich, dass das Ministerium jetzt auch über Twitter Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz akzeptieren sollte. Anfragen über die Plattform FragDenStaat beantwortet das Ministerium allerdings weiterhin nicht per Mail oder Twitter, sondern konsequent ausschließlich per Post.

    10. Juni 2016
  • : Hatespeech-Verabredung zwischen EU-Kommission und Internetfirmen: NGOs kritisieren Willkür
    <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" >CC BY 2.0</a> by <a href="https://www.flickr.com/photos/zeevveez/7186553884/" >zeevveez</a>
    Hatespeech-Verabredung zwischen EU-Kommission und Internetfirmen: NGOs kritisieren Willkür

    EU-Kommission und Onlineplattformen feiern sich für freiwillige Maßnahmen gegen Hatespeech, aus der Zivilgesellschaft kommt Widerspruch: Privatisierung von Zensur, schwammige Kriterien, mangelnde Qualitätskontrolle. Aus Protest gegen den Enstehungsprozess beenden NGOs ihre Mitwirkung am EU-Internetforum.

    1. Juni 2016 10
  • : „Ernste Konsequenzen“: Twitter dreht den Geheimdiensten den Datenhahn zu
    <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a>, via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/notionscapital/19763431084/">Cord Cutters</a>
    „Ernste Konsequenzen“: Twitter dreht den Geheimdiensten den Datenhahn zu

    Gestern ging die Meldung rum, dass Twitter den US-amerikanischen Geheimdiensten den Datenhahn abgedreht haben soll. Das Wall Street Journal behauptet, das hätten die wie üblich namenlosen „senior U.S. intelligence officials“ bestätigt. Postwendend wurde seitens geheimdienstnaher Kreise von „ernsten Konsequenzen“ gesprochen, die diese Entscheidung haben würde.

    Von Twitter selbst ist seit der Veröffentlichung durch das Wall Street Journal kein Kommentar verlautbart, aber das Unternehmen neigt auch in anderen Fällen geheimdienstlicher Aktivitäten dazu, Auskünfte zu verweigern.

    Das Unternehmen Twitter Inc. mit Aktien im Allzeit-Tief, einem Zwei-Milliarden-Dollar-Verlust seit 2011 und derzeit etwa 310 Millionen aktiven Nutzern pro Monat erreicht etwa ein Fünftel der Reichweite von Facebook, ist aber wegen der Nachrichtenlastigkeit und wegen der Schnelligkeit der Reaktionen bei aktuellen Ereignissen für die Geheimdienste interessant.

    Strategischer Partner des Unternehmens ist die New Yorker Firma Dataminr, das von Beratern, Investoren und Ex-Google-Leuten mit finanzieller Unterstützung von Credit Suisse und Goldman Sachs gegründet wurde und Echtzeitzugriff auf die „Twitter Firehose“ hat, die alle öffentlichen Tweets umfassen. Natürlich sind diese Tweets genau das, nämlich öffentlich und damit für jedermann auswertbar. Dennoch ist die Zusammenarbeit mit Twitter für Dataminr zum einen ein technologischer Vorteil für die Auswertung, zum anderen dürfen die Analysen exklusiv vermarktet werden.

    Dataminr gibt als hauptsächliche Kunden die Finanzbranche, den Nachrichtensektor und den „Public Sector“ an, was Strafverfolger und auch Geheimdienste umfassen dürfte. Die Kommentierung der US-Presse interpretiert den Schritt daher als weitere Eskalation zwischen dem kommerziellen Technologiesektor und der US-Administration in Sachen geheimdienstlichen Zugriffen. Im Wall Street Journal (Subscriber only) sagt der Jurist und ehemalige Regierungsberater Peter Swire:

    Post-Snowden, American-based information technology companies don’t want to be seen as an arm of the US intelligence community.

    Es gibt übrigens von Dataminr ein Video, das ein wenig deren Arbeitsweise erklärt:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    9. Mai 2016 13