Mal wieder zeigt sich Twitter unfähig, bei gezielten Hasskampagnen schnell genug und adäquat zu reagieren. Diesmal hat es Leslie Jones getroffen, berichtet die New York Times. Die Komikerin ist eine der Darstellerinnen im mit weiblichen Hauptrollen besetzten Reboot der Ghostbuster-Filmreihe. Der Film war schon vor seinem US-Start am 15. Juli hauptsächlich von antifeministischen Trollen wegen der weiblichen Hauptrollen attackiert worden.
Leslie Jones wurde in den vergangenen Tagen mit sexistischen und rassistischen Tweets befeuert, die sie auf ihrem Account dokumentierte. Am Ende gab die Schauspielerin jedoch auf und kündigte ihren Rückzug von Twitter an. Da konnte auch die Intervention von Twitter-Gründer Jack Dorsey nichts mehr dran ändern:
I leave Twitter tonight with tears and a very sad heart.All this cause I did a movie.You can hate the movie but the shit I got today…wrong
— Leslie Jones (@Lesdoggg) 19. Juli 2016
Ideen, wie Twitter mit einfachen Mitteln solche gezielten Attacken gegen einzelne Personen besser bekämpfen könnte, gibt es übrigens viele. Einige davon sind aus Datenschutzperspektive nicht empfehlenswert, andere jedoch vielversprechend.
Update:
Als eine Reaktion auf die Vorkommnisse hat Twitter den rechten Provokateur und Kolumnisten Milo Yiannopoulos von Twitter ausgeschlossen, berichtet Buzzfeed. Und Boingboing hat etwas zum Thema, wie Männer auf IMDB den Film mit schlechten Wertungen versahen.
