NSA

  • : USA-Kuscheltour durch Berlin und Brüssel (Update)
    USA-Kuscheltour durch Berlin und Brüssel (Update)

    Eine Delegation aus den USA war auf Versöhnungsreise in Deutschland und Brüssel. Am Montag fanden sich der demokratische Senator Chris Murphy und der republikanische Abgeordnete Gregory Meeks in Berlin ein, um Beziehungsarbeit zu leisten. Zu einem Gespräch mit Kanzlerin und Bundespräsident kam es jedoch nicht, diese hatten schon im Vorfeld ein Treffen abgelehnt.

    Stattdessen traf man sich mit Innenminister Hans-Peter Friedrich, Außenminister Guido Westerwelle und Thomas Oppermann, der dem Parlamentarischen Kontrollgremium vorsitzt. Wie zu erwarten gab es nach außen Verständnis auf amerikanischer Seite, mehrmaliges Betonen der deutsch-amerikanischen Freundschaft und maskierende Mahnungen zu einer raschen Aufklärung der Situation. Da nichts Neues dabei war, nur ein kleiner Auszug an Zitaten aus Berichterstattung, Pressemitteilungen und -konferenz. Ähnlichkeiten zu vorherigen Äußerungen deutscher und amerikanischer Politiker wie immer rein zufällig:

    27. November 2013
  • : NSA untersucht Online-Porno-Konsum, um Zielpersonen zu diskreditieren
    NSA untersucht Online-Porno-Konsum, um Zielpersonen zu diskreditieren

    Die NSA hat untersucht, inwiefern angebliche Verbreiter radikaler Ideen durch das Zusammentragen diskreditierender Informationen blosszustellen sind. Zu diesen Informationen gehören das Betrachten von Pornografie im Internet, aber auch die Benutzung unangemessener Sprache gegenüber „unerfahrenen jungen Mädchen“, die Nutzung von Spendengeldern für den persönlichen Nutzen, hohe Honorarforderungen bei Vorträgen und das Stützen der eigenen Thesen auf fragwürdige Quellen. Das geht aus den neuen Enthüllungen aus dem Fundus von Edward Snowden hervor, die der Journalist Glenn Greenwald für die Huffington Post aufbereitet hat:

    The document, provided by NSA whistleblower Edward Snowden, identifies six targets, all Muslims, as “exemplars” of how “personal vulnerabilities” can be learned through electronic surveillance, and then exploited to undermine a target’s credibility, reputation and authority.

    27. November 2013 16
  • : NSA für Dummies
    NSA für Dummies

    Falls jemand einer eher unbeteiligten Person in Kürze erklären will, was der NSA-Skandal und Massenüberwachung für uns alle bedeuten, dem sei dieses kurze Video von The Guardian ans Herz gelegt, das kurz und knapp zusammenfasst, was da eigentlich vor sich geht:


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    26. November 2013 3
  • : Das Pentagon lässt deutsche Hochschulen angeblich zum Walschutz forschen – mit einem Flugabwehrsystem von Rheinmetall
    Dual Use-Projekte wie GMES können den Klimawandel ebenso beobachten wie "Terrorismus"
    Dual Use-Projekte wie GMES können den Klimawandel ebenso beobachten wie "Terrorismus"
    Das Pentagon lässt deutsche Hochschulen angeblich zum Walschutz forschen – mit einem Flugabwehrsystem von Rheinmetall

    Wieder gab es eine Enthüllung zu Aktivitäten von US-Militärs in Deutschland: Im Rahmen ihres Buch- und Filmprojekts „Geheimer Krieg“ trugen der Norddeutsche Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung Details über Forschungsprojekte des US-Verteidigungsministeriums an öffentlichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland zusammen. Demnach erhielten mindestens 22 Einrichtungen seit dem Jahr 2000 rund zehn Millionen Dollar aus dem Haushalt des Pentagon. Vertragspartner sind das US-Verteidigungsministerium und dessen angegliederte Behörden oder Unterabteilungen. Unter anderem habe die US-Armee an der Universität des Saarlandes die mathematische Verarbeitung von Sprachstrukturen erforschen lassen. Ähnliche Berichte hatte es bereits vor über zwei Monaten gegeben: Das ARD-Nachrichtenmagazin FAKT recherchierte, wie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) an Sprachtechnologien für den Militärgeheimdienst NSA geforscht wird.

    Laut „Geheimer Krieg“ erhielt die Münchener Ludwig-Maximilians-Universität Geld zur Verbesserung militärischer Sprengstoffe, ein Fraunhofer-Institut habe an Panzerglas und an Sprengköpfen geforscht. An der Universität Marburg sei untersucht worden, wie sich Orientierungssysteme für Drohnen und „präzisionsgelenkte Munition“ verbessern ließen. In Frankfurt am Main hat die demnach US-Luftwaffe eine Untersuchung von Erdbeben im Iran in Auftrag gegeben. Unklar ist, auf welche Weise dies geschehen sein soll, vermutlich handelte es sich aber um satellitengestützte Bildverfahren. Auch an der Universität Bremen sei laut dem NDR „ein Satellitenforschungsprojekt von der amerikanischen Luftwaffe“ finanziert worden.

    25. November 2013 3
  • : Die Welt ist nicht genug – oder: Wie viel wird aus 50.000 Netzen in 4 Jahren NSA-Arbeit?
    Quelle: NRC
    Die Welt ist nicht genug – oder: Wie viel wird aus 50.000 Netzen in 4 Jahren NSA-Arbeit?

    Über das Wochenende haben zwei neue bedeutende Leaks die mediale Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die niederländische Abendzeitung NRC Handelsblad berichtete über die Infizierung von 50.000 Computernetzen mit NSA-Malware; die NY Times veröffentlichte ein Zielpapier der Geheimdienstbehörde für die Jahre 2012 bis 2016.

    Der Vierjahresplan, der sich liest wie ein Motivationspapier für Mitarbeiter, enthält keine konkreten, vormals unbekannten Aktionen oder Programme. Vielmehr bietet das Dokument einen Einblick in das skurrile Selbstverständnis im Streben nach Totalüberwachung. Es klingt fast nach einer Kampfansage des Überwachungsapparates, der sich selbst einredet, zu den Guten zu gehören:

    Wir werden weiter danach streben, unser Wissen, unsere Leute, unsere Technologie und unsere Produkte zu verbessern. Durch Innovation und Personalisierung werden wir die technische Überwachung verbessern. Unsere Kunden und Betroffenen können sich darauf verlassen, dass wir zeitgemäße, erstklassige Produkte und Dienste liefern werden. Denn wir hören nie auf, uns zu erneuern und zu verbessern. Und wir geben niemals auf!

    25. November 2013 4
  • : Souverän abgehört – Warum Deutschland immer noch besetzt ist
    Souverän abgehört – Warum Deutschland immer noch besetzt ist

    Die Sendung hr2 – Der Tag auf HR2 berichtete gestern eine Stunde lang über „Souverän abgehört – Warum Deutschland immer noch besetzt ist“.

    Ausgespäht von der amerikanischen Botschaft! Ausgespäht von der britischen Botschaft! Haben die „alliierten“ Geheimdienste unsere Hauptstadt Berlin erneut in Sektoren aufgeteilt? Haben sie überhaupt je damit aufgehört? Obwohl wir doch seit mehr als 20 Jahren souverän und damit längst volljährig sind. Jetzt sollten wir uns wohl souverän dagegen wehren. Oder souverän darüber hinwegsehen. Oder souverän Gleiches mit Gleichem vergelten. Aber vielleicht müssen wir einfach nur erkennen, dass in Zeiten der Globalisierung Souveränität keinen Platz mehr hat.

    Hier ist die MP3.

    22. November 2013 9
  • : US Amerikaner: Snowden hätte nichts veröffentlichen sollen, aber die NSA geht zu weit.
    US Amerikaner: Snowden hätte nichts veröffentlichen sollen, aber die NSA geht zu weit.

    Laut einer neuen Umfrage der Washington Post und ABC News verhalten sich US Bürgerinnen und Bürger – mal wieder – etwas widersprüchlich. So widersprechen 52% der Art und Weise, wie US Präsident Obama mit dem NSA Skandal umgeht. 46% der Befragten denken, dass die NSA mit ihrer Überwachung zu weit geht – gegenüber 47%, für die es mindestens in Ordnung ist. Jedoch glauben 48%, dass die NSA widerrechtlich in die Privatsphäre von US Bürgern eindringt. In Bezug auf ausländische Bürger empfinden dies jedoch lediglich 27%. Und zu guter letzt sind 60% der Meinung, dass Snowdens Enthüllungen die Sicherheit der USA gefährden. 52% unterstützen, dass er wegen eines Verbrechens angeklagt wird und 55% sind der Überzeugung, dass es falsch war, was er getan hat.

    Letztlich zeigt dies vor allem, dass wir die Debatte weiterführen müssen und noch einen langen Weg vor uns haben.

    21. November 2013 11
  • : NSA darf auch Briten überwachen
    NSA darf auch Briten überwachen

    Bisher wurde ja angenommen, dass die Five-Eyes Mitgliedsstaaten (USA, UK, Kanada, Neuseeland, Australien) sich nicht gegenseitig bespitzeln. Nun zeigen neue Dokumente aus Edward Snowdens Fundus, aufgedeckt durch Guardian und Channel 4, dass die NSA seit 2007 durch britische Geheimdienste ermächtigt wurde, Kommunikation der Briten abzuhören. So belegen die Dokumente, dass Telefon- und Faxnummern sowie Mail- und IP-Adressen britischer Bürger flächendeckend abgespeichert werden – ohne jeglichen Verdacht, da es sich um „zufällig erfasste“ Kommunikation handelt. Laut Memorandum speichert die NSA Kommunikation ab, die bis zu drei Ecken entfernt von einem Verdächtigen ist: Der Freund eines Freundes eines Freundes. (Hier gibt es eine gute Visualisierung dazu) Zum Vergleich, auf Facebook kennt jeder jeden über 4.74 Ecken – durchschnittlich. Im NSA Fach-Jargon nennt sich das „pattern of life“ oder „contact chaining“ Analyse.

    21. November 2013 1
  • : EFF klagt gegen NSA, Anfechtungsklage von EPIC wird abgewiesen
    EFF klagt gegen NSA, Anfechtungsklage von EPIC wird abgewiesen

    In dem heutigen Artikel über die Deklassifizierung von NSA-Dokumenten war von einer Klage der Electronic Frontier Foundation die Rede. Diese Klage, die auf mehr Transparenz der Geheimdienste abzielte, war erfolgreich. Am 6. November hat die EFF eine weitere Klage eingereicht, die sich direkt gegen die NSA richtet. Der EFF stehen 21 andere Organisationen zur Seite, die verschiedene Wirkungsbereiche haben, zum Beispiel Greenpeace, Students for Sensible Drug Policy Foundation, First Unitarian Church of Los Angeles oder Council on American-Islamic Relations.

    20. November 2013
  • : US-Regierung deklassifiziert geheime Dokumente
    US-Regierung deklassifiziert geheime Dokumente

    Im Juni diesen Jahres hat mir Präsident Obama aufgetragen, so viele Informationen wie möglich über gewisse sensible Programme zu deklassifizieren und zu veröffentlichen […] Seitdem habe ich die Deklassifizierung und Veröffentlichung zahlreicher Dokumente angeordnet, die Überwachungsmaßnahmen unter Abschnitt 501 und 702 von FISA betreffen.

    publishalldocumentzDas war gestern auf der Seite des Office of the Director of National Intelligence zu lesen, im Namen des Geheimdienstdirektors James Clapper. Anfang Oktober hatte er bereits zehn andere Dokumente auf dem Tumblr-Blog der Behörde freigegeben. Unter den jetzt zur Verfügung gestellten Dokumenten befinden sich unter anderem Stellungnahmen und Anordnungen des FISA-Gerichts, Berichte an den Kongress und  Schulungsunterlagen.

    20. November 2013 1
  • : Europa sucht nach Antworten auf die Spionage-Affäre
    Europa sucht nach Antworten auf die Spionage-Affäre

    Die Sendung „Hintergrund“ auf Deutschlandfunk hat gestern über „Europa sucht nach Antworten auf die Spionage-Affäre“ berichtet.

    Es gibt kein Gesetz, das der EU die Kontrolle geheimdienstlicher Arbeit erlauben würde. Der Datenschutz allerdings zählt zu ihren Aufgaben. Diesen Hebel will das Europaparlament nutzen, um etwas gegen die massenhafte Überwachung europäischer Bürger durch die US-Dienste zu tun.

    Hier ist die MP3.

    19. November 2013
  • : NSA heißt für die Deutschen: Nikolaus sieht alles
    NSA heißt für die Deutschen: Nikolaus sieht alles

    Der Kabarettist Volker Pispers hat in der WDR-Sendung Mitternachtsspitzen „Das Verrückte an der NSA“ kommentiert: „NSA heißt für die Deutschen: Nikolaus sieht alles“.

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    18. November 2013 2
  • : Liveblog: Sondersitzung des Bundestages zum NSA-Überwachungsskandal
    Liveblog: Sondersitzung des Bundestages zum NSA-Überwachungsskandal

    Voraussichtlich zwischen 15:35 – 17:20 Uhr diskutiert der Deutsche Bundestag in einer Sondersitzung über den NSA-Überwachungsskandal. Wir werden uns die Debatte anschauen und hier in einem Liveblog kommentieren. Einen Live-Stream findet Ihr auf bundestag.de. Wir erwarten eine spannende Debatte viel staatstragendes Rumgeeier aus der nahenden Koalition sowie ab und an mal eine kurze Stimme aus der überschaubaren Opposition.

    Für das Liveblog einfach diesen Link klicken (und natürlich ab und an neu laden).

    18. November 2013 11
  • : Bundestagssitzung zu den Abhöraktivitäten des amerikanischen Geheimdienstes
    Bundestagssitzung zu den Abhöraktivitäten des amerikanischen Geheimdienstes

    Ein Tagesordnungspunkt auf der heutigen Bundestagssitzung ist die Massenüberwachung durch die NSA. Nach einer Regierungserklärung Angela Merkels und einer Aussprache zum EU-Gipfel „Östliche Partnerschaft“ kann man ab ca. 15:30 Uhr die geplant 90-minütige Debatte im Parlamentsfernsehen ansehen.

    Im Vorfeld dazu hat der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar einen Bericht erstellt. In diesem kommt er zu sieben Schlussfolgerungen:

    • Die Bundesregierung muss sich weiter um Aufklärung bemühen und den Bundestag darüber informieren – sowohl hinsichtlich der Aktivitäten der eigenen Nachrichtendienste als auch der ausländischen.
    • Das Parlamentarische Kontrollgremium und die G10-Kommission sollten sich darum bemühen, ihre Aufsichtstätigkeiten wirksam wahrnehmen zu können, eventuell auch durch Konsultation externer Fachkundiger.
    • Gesetzeslücken, die bestimmte Tätigkeiten der Nachrichtendienste unbeaufsichtigt lassen, sollten schnellstmöglich geschlossen werden.
    • Die Bundesregierung ist verpflichtet, ihren Bürgern wirksame Mittel an die Hand zu geben, um ihre Kommunikation zu schützen. Außerdem muss sie angemessenen Datenschutz bei Telekommunikations- und Internetdienstleistern sicherstellen.
    • Bei der Aufklärung und Aufarbeitung muss es eine enge Zusammenarbeit und umfassenden Informationsaustausch zwischen der Bundesregierung, dem Bundestag und den Kontrollorganen geben.
    • Deutsche und ausländische Nachrichtendienste dürfen durch ihre Zusammenarbeit keine rechtlichen Beschränkungen umgehen.
    • Man braucht einen europäischen Rechtsrahmen durch Völkerrechtsverträge, um die Bürger vor der gegenseitigen Ausspähung aller Länder zu schützen.

    Soweit zu den Empfehlungen. Über die realen Ergebnisse der heutigen Debatte werden wir euch auf dem Laufenden halten.

    18. November 2013 2
  • : Universelle Rechtfertigung leicht gemacht
    Universelle Rechtfertigung leicht gemacht

    „The administration has conducted a review and they have looked at different ways of conducting a netzpolitik.org fundraising campaign. The White House review concluded they could not find a workable solution that gives them the same counter-terrorism efficacy other than conducting a netzpolitik.org fundraising campaign.“
    — Darren Dick, Staff Director of the House Permanent Select Committee on Intelligence, who has been briefed on the review

    „We’re open to consideration of a variety of possible reforms of the a netzpolitik.org fundraising campaign program so long as they don’t eliminate a netzpolitik.org fundraising campaign’s utility.“
    — Robert Litt, general counsel of the Office of the Director of National Intelligence

    „Any limitations on the FBI’s ability to conduct a netzpolitik.org fundraising campaign would hamper its ability to track terrorists. We’d be less agile, we’d be less informed, we’d be less focused. We think that as a result, we’d be a lot less effective at preventing the attacks that the American people would want us to prevent.“
    — Patrick Kelley, acting general counsel of the FBI

    „There have been classified instances where investigations into alleged plots have required a netzpolitik.org fundraising campaign and where it would have been too time-consuming to obtain a court order.“
    — A senior intelligence official, speaking on condition of anonymity

    Während in den letzten Monaten beinahe jeden Tag neue Überwachungsprogramme und ‑enthüllungen durch die Nachrichten geisterten, musste man sich langsam die Frage stellen, ob man angesichts dessen lieber verzweifeln oder sich in den Zynismus flüchten sollte.

    Die Electronic Frontier Foundation hat nun anscheinend letzteres gewählt und einen Rechtfertigungs-Generator erstellt, der für jede Angelegenheit Statements von Regierungs- und Geheimdienstmitarbeitern ausspuckt. Einfach einsetzen und los gehts!

    18. November 2013 1
  • : Geheimer Krieg: IT-Beratung CSC im Bett mit NSA – und Bundesregierung
    Geheimer Krieg: IT-Beratung CSC im Bett mit NSA – und Bundesregierung

    Die Süddeutsche Zeitung und der NDR berichten im Rahmen ihrer „Geheimer Krieg“ – Recherchen über das IT-Beratungshaus Computer Sciences Corporation (CSC) , das in den USA viele Dienstleistungen für CIA und NSA betreibt und dessen deutsche Tochter gern gesehener IT-Dienstleister der Bundesregierung ist. Vor einem halben Jahr hätte dies noch keinen gestört, nach den Snowden-Enthüllungen läuten bei solchen Infos aber erstmal viele Alarmglocken. Kernfrage ist, inwiefern man einem Unternehmen, auch wenn es eine eigenständige Tochterfirma ist, noch trauen kann, wenn das Mutterunternehmen tief in den Geheimdienst-Militärischen Komplex der USA verstrickt ist.

    Und was macht CSC nun für die Bundesregierung? Die Süddeutsche Zeitung listet einige Projekte auf, die durchaus auch von Interesse für die NSA sein könnte, um sich mit unseren kritischen Infrastrukturen besser auszukennen. Da ist einiges dabei, vom Staatstrojaner über unser verschlüsseltes Regierungsnetz, den ePerso und DE-Mail: Deutschland vergibt Aufträge an US-Spionagefirma.

    Die Firma testete dafür unter anderem den Staatstrojaner des Bundeskriminalamts und unterstützte das Justizministerium bei der Einführung der elektronischen Akte für Bundesgerichte. Des Weiteren erhielt die CSC Aufträge, die mit dem sogenannten Regierungsnetz zu tun haben, über das die verschlüsselte Kommunikation von Ministerien und Behörden läuft. Die CSC beriet außerdem das Innenministerium bei der Einführung des elektronischen Passes und ist involviert in das Projekt De-Mail, dessen Ziel der sichere Mailverkehr ist.

    Die Tagesschau berichtete gestern darüber:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

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    Die Süddeutsche Zeitung hat noch eine Liste an weiteren US-Unternehmen, die Geheimdienstaufträge in Deutschland ausführen.

    Die Meldung kann man neben diese aus dem August einordnen: Bundesregierung lässt sich von Booz beraten – kommt die NSA direkt in unsere kritische Infrastrukturen?

    16. November 2013 24
  • : EP Ausschuss „Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres“: 10. Anhörung zum Überwachungsskandal ab 15Uhr
    EP Ausschuss „Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres“: 10. Anhörung zum Überwachungsskandal ab 15Uhr

    20131108ATT74175ENDer Ausschuss „Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres“ des Europäischen Parlaments hat heute zur 10. Anhörung zum Überwachungsskandal eingeladen.

    Session I: IT-Sicherheit der europäischen Institutionen

    Session II: Parlamentarische Kontrolle über Geheimdienste auf nationaler Ebene

    • Armand de Decker, Monitoring Committee of the Intelligence Services Oversight Committee
    • Guy Rapaille, Chair of the Intelligence Services Oversight Committee
    • Karsten Lauritzen zur Situation in Dänemark (bzgl. Hack des Schengener Informationssystems)

    Ab 15Uhr gibt es hier den Live-Stream und hier das Programm.

    14. November 2013 2
  • : Brasilien und Deutschland schlagen Uno-Resolution gegen ausufernde Überwachung vor
    Brasilien und Deutschland schlagen Uno-Resolution gegen ausufernde Überwachung vor

    Am 7. November schlugen Brasilien und Deutschland einen Entwurf für eine Uno-Resolution mit dem Titel „Recht auf Privatsphäre im digitalen Zeitalter“ vor, um gegen massive Datenschutzverletzungen und ausufernde staatliche Überwachungsmaßnahmen anzugehen.

    Das Dokument fordert die Uno-Mitgliedsländer dazu auf

    1. die Rechte des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte (ICCPR) zu respektieren, auch im Kontext digitaler Kommunikation;
    2. Maßnahmen einzuführen, die Rechteverletzungen ein Ende setzen und Bedingungen zu schaffen, dass solche Verletzungen zukünftig verhindert werden und sicherstellen, dass nationale Gesetzgebung Menschrechte respektiert;
    3. ihre Verfahren, Praktiken und Rechtsvorschriften in Bezug auf Überwachungsmaßnahmen zu überprüfen, um diese mit der Wahrung des Rechts auf Privatsphäre und internationalen Menschenrechtsinstrumenten in Einklang zu bringen;
    4. unabhängige nationale Kontrollmechanismen einzuführen, um Transparenz und Rechenschaftspflicht für staatlichen Überwachungsmaßnahmen zu gewährleisten.

    Während der UN-Generalversammlung erklärte Peter Wittig, Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen:

    Reports about mass surveillance of private communication and the collection of personal data have alarmed people all over the world. They ask a legitimate question, is their right to privacy still protected effectively in our digital world? Today there seem to be hardly any technical limitations for accessing, storing or combining personal data. But, should everything that is technically feasible also be allowed? Where we draw the line between legitimate security interests and the individual right to privacy? And how do we ensure that human rights are effectively protected, both on line and off line?

    Wittig warb weiterhin in einer kurzen Stellungnahme für Unterstützung der Resolution:

    We look forward to close consultations with you on this draft resolution. I also invite all of you to co-sponsor this important resolution and thereby to send out a strong message that the international community is ready to address one of the most pressing challenges in international human rights law: protecting privacy in the digital age.

    Wir hoffen natürlich, dass jetzt alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen ein Zeichen setzen und die Resolution unterzeichnen werden. Jedoch sind diese bei der Uno, wie auch im Europaparlament, nicht bindend.

    14. November 2013 2
  • : PEN-Studie zur Selbstzensur durch Massenüberwachung
    PEN-Studie zur Selbstzensur durch Massenüberwachung

    Der amerikanische Zweig der Schriftstellervereinigung PEN hat eine Umfrage veröffentlicht, in der 520 amerikanische Autoren befragt wurden, ob sie seit Aufkommen des Überwachungsskandals Selbstzensur betrieben hätten.

     

    96 bzw. 97 % gaben an, besorgt bis sehr besorgt darüber zu sein, dass die Regierung von Journalisten verlangt, ihre Quellen aufzudecken und dass die Rede- und Pressefreiheit in Nicht-US-Ländern eingeschränkt wird.

    13. November 2013 15
  • : Die Wirtschaftsspionage durch NSA und GCHQ
    Die Wirtschaftsspionage durch NSA und GCHQ

    topblueprintDie bisherige Analyse eines kleinen Teils der Dokumente aus Edward Snowdens Fundus hat in den letzten Monaten einiges ans Licht gebracht. So wird es immer schwieriger – und grenzt mittlerweile schon an Naivität – zu glauben, dass im Fokus die Abwehr terroristischer Aktivitäten läge. Auch, wenn die verschiedenen Verantwortlichen dies stets beteuern.

    They aren’t spying programs. The oversight and compliance on these programs is greater than any other program in our government. (Gen. Keith Alexander, NSA)

    [The surveillance program] can only be narrowly related to counter-terrorism, weapons proliferation, cyber hacking or attacks. (Präsident Obama)

    We live in a world of terror and terrorism. I think it is right that we have well-funded, well-organised intelligence services to help keep us safe. (Premierminister David Cameron)

     We only apply intrusive tools and capabilities against terrorists and others threatening national security. (Andrew Parker, MI5)

    12. November 2013 16