Informationstechnologie
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: Ein WLAN für Deutschland
: Ein WLAN für Deutschland Seit einigen Jahren setzen wir uns hier im Blog für eine Internet-Grundversorgung in Deutschland ein. Die WLAN-Technologie bietet sich dafür an. Normalerweise hört man ständig dasselbe von Seiten der Regierung und Wirtschaft, wenn man dies in Gesprächsrunden und/oder auf Podiumsdiskussionen vertritt: Eine Internet-Grundversorgung sei ein unnötiger Eingriff in den Markt. Oftmals fällt dann noch das Wort „Sozialismus“. Und der Markt soll das in Deutschland mal von alleine regeln. Man könnte es auch als fehlenden politischen Willen bezeichnen.
Interessant ist daher der Hinweis, dass der scheidende Vorsitzende der US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) (Etwas vergleichbar mit unserer Bundesnetzagentur) laut Heise in seiner letzten Kommissionssitzung im Dezember noch die Weichen für ein landesweites Gratis-WLAN stellen will: US-Regulierer will landesweites Gratis-WLAN vorantreiben. Der Republikaner Kevin Martin möchte demnach, dass der Gewinner eines zur Versteigerung anstehenden Frequenzspektrums die WLAN-Grundversorgung leisten soll. Das ist eine politische Entscheidung, die man auch in Deutschland umsetzen kann. Der FCC-Plan ist, dass der künftige Lizenzinhaber des Spektrums zwischen 2155 und 2175 MHz ein Viertel davon für die WLAN-Grundversorgung reservieren soll. Mit niedriger Bandbreite soll dabei eine Grundversorgung gewährleistet werden. Wer schnelleres Internet haben möchte, kann immer noch auf den Markt zurückgreifen. Das wird funktionieren. Problematisch bei den Plänen der FCC ist jedoch ein Jugendschutzfilter, der dabei verwendet werden soll. Das geht gar nicht.
Auch in Deutschland haben wir aktuell wieder die Diskussion über eine neue Frequenznutzung im Rahmen der digitalen Dividende. Ein Teil des Spektrums wird frei, weil der Rundfunk digitalisiert wird. Zwar wollen die Rundfunkbetreiber weiterhin die Frequenzen nutzen, aber technisch gesehen brauchen sie nur noch ein Drittel der bisher genutzten Frequenzen. Und man sollte immer bedenken, dass Rundfunkfrequenzen ein öffentliches Gut sind. Sie sind ein Kulturgut, gehören damit uns allen und nicht den Sendern, die sie die letzten Jahrzehnte genutzt haben. Und daher sollte man diese auch nicht privatisieren, indem sie an Telekommunikationsanbieter versteigert werden. Es sei denn, man setzt konsequent eine Idee wie die der FCC um und verpflichtet die Telekommunikationsanbieter, eine Internet-Grundversorgung zu schaffen.
Damit könnte man dann ein „WLAN für Deutschland“ schaffen und allen Bürgern eine Internet-Grundversorgung für die aktive Teilhabe an der digitalen Gesellschaft ermöglichen.
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: Gesucht: Kleine Kamera für Interviews
: Gesucht: Kleine Kamera für Interviews Ich suche eine kleine Kamera mit USB für NetzpolitikTV- Interviews. Im Moment hab ich einen digitalen Camcorder, der allerdings auf DV aufnimmt und Firewire will. Der Aufwand fürs einspielen und bearbeiten ist mir teilweise zu hoch. Man braucht Firewire, wartet bis einspielen fertig ist und muss das dann nochmal umrechnen. Ich würde ja mehr Interviews machen, wenn ich nicht diesen zusätzlichen Aufwand hätte. Ausserdem braucht man immer eine Tasche, ich würde gerne eine Kamera in der Jacke mitschleppen.
Die Flip Ultra scheint passend für meine Bedürfnisse zu sein: Klein, kompakt, 2GB und USB. Die Qualität ist dafür auch ganz gut. Und kostet in den USA 120–130 $, was umgerechnet in Euro um die 100 Euro sind. Das Problem bei der Flip ist leider, dass sie erst im April auf dem deutschen Markt erhältlich sein soll. Und mit Zoll und Steuern ist ein Import aus den USA wiederum recht teuer.
Daher meine Frage: Hat jemand eine günstige Quelle und gute Erfahrungen beim Online-Shopping gemacht, wo man in den USA oder UK die Flip Ultra bestellen kann? Oder gibt es Alternativen zur Flip Ultra, die schon in Deutschland erhältlich sind, dazu noch vergleichbar im Preis und in der Qualität? (Die „AipTek PocketDV AHD200″ ist vergleichbar günstig und nimmt HD auf, hat damit jemand schon Erfahrungen gesammelt?) Oder doch eine DigiCam mit eingebauter Kamera, wo der Ton und die Qualität auch gut ist? (Welche gibts da?)
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: Akzeptanzgrundlage für DE-Mail
: Akzeptanzgrundlage für DE-Mail Kristian Köhntopp hat sich die Online-Konsultation rund um die DE-Mail und die derzeitigen Kommentare dort mal angeschaut. Er kommt zu dem Fazit:
Wie man beim Durchlesen der Kommentare schnell bemerkt, sind die Eckpunkte um überhaupt eine Akzeptanz für das Projekt schaffen zu können:
* Vollständige Transparenz der verwendeten Software und Prozesse, das schließt insbesondere die Verwendung von Open Source Software mit ein, die wiederholt gefordert wird.
* Vollständige Kontrolle des Endanwenders über die Generierung und Speicherung der verwendeten privaten Schlüssel, um Key Escrow und Backdoors auszuschließen.
* Verwendung von Anbietern und Behörden die nicht wie das Innenministerium und das BSI in einem Interessenkonflikt stehen und nicht wie die Telekom durch Abhörskandale und Kundendatenverlust in ihrer Vertrauenswürdigkeit kompromittiert sind. -
: Wie teuer wird die DE-Mail?
: Wie teuer wird die DE-Mail? Die DE-Mail wurde ja im Rahmen des IT-Gipfels als tolle neue Innovation angekündigt. Zweifel kommen vielen Menschen, wenn sie hören, dass dies eine Ko-Produktion des Bundesinnenministeriums und T‑Systems ist. Weder das Innenministeriums noch der Telekom-Konzern haben sich in den letzten Monaten und Jahren als Garanten einer anonymen Kommunikation erwiesen.
Lustig ist hingegen die FAQ zur DE-Mail. Dort wurde die Frage „Wie teuer wird der De-Mail-Versand?“ gestellt und auch eine Antwort ist schon da:
Preise und Modalitäten wird jeder Anbieter von De-Mail im freien Wettbewerb um die Kunden selbst festlegen. Es wird voraussichtlich ein ähnliches Prinzip wie beim Postversand gelten: der Absender zahlt ein e‑Porto.
Das wird sicherlich viele Bürger überzeugen, die DE-Mail einzusetzen. Wo sonst kann man beim Versand von eMails schon Porto zahlen…?.
(Danke an Gernot)
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: Presse-Echo zum IT-Gipfel
: Presse-Echo zum IT-Gipfel Heise: IT-Gipfel: „digitale Dividende“ für mobile Breitband-Versorgung
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für eine rasche Neuaufteilung des durch die Digitalisierung von Radio und Fernsehen freiwerdenden Funkspektrums ausgesprochen. „Wir brauchen auch die Luft“, erklärte die CDU-Politikerin Politiker am heutigen Donnerstag auf dem dritten nationalen IT-Gipfel in Darmstadt. Die „digitale Dividende“ im Rundfunkbereich müsse in den Internetbereich umgelagert werden. Sonst sei das Vorhaben nicht zu schultern, Breitband „bis ins letzte Haus“ verfügbar zu machen. Dieses Ziel sollte ihrer Ansicht nach aber prinzipiell „in drei bis vier Jahren“ umgesetzt werden. Das habe schon allein etwas mit der Schaffung von Lebensqualität zu tun.
Carta: “IT-Gipfel”: Korporatistisches Schaulaufen ohne Vision.
Dabei hätte die Digitalisierung und ihre Folgen eine wirklich ernsthafte Beschäftigung der Regierung verdient. Dabei müssen die inhaltliche Vorbereitung, die Führung und die Visionen jedoch von der Politik und der Regierung ausgehen. Das genau aber scheint bei dem Gipfel nicht der Fall zu sein. Statt dessen entsteht der Eindruck einer eher mäßig organisierten Kontaktmesse für Regierungsbeamte und Lobbyisten mit angeschlossenem Medienevent.
Breitband-Online: Visionen an der Leine – IT-Gipfel verpasst den Anschluss an eine zeitgemäße Netzpolitik.
Statt Internet als Grundversorgung voranzubringen, forden die Branchenriesen Investitionen in die öffentliche Infrastruktur. Dazu gehören die elektronische Gesundheitskarte oder der neue ePersonalausweis – beide Projekte sind außerhalb der profitierenden IT-Branche höchst umstritten.
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: IP-Adressbereiche des BND aufgetaucht [update]
: IP-Adressbereiche des BND aufgetaucht [update] Auf Wikileaks gibt es gerade ein Dokument von T‑Systems, das anscheinend neue IP-Adressranges für den Bundesnachrichtendienst zum Inhalt hat. Lustig ist das, wenn man sich ansieht, welche Wikipedia-Einträge von diesen Adressen geändert wurden: Zum BND selber, zu schmutzigen Bomben, zu Explosivstoffen und zu militärischer Luftfahrt. Alles weitere hier.
Update [Sonntag, 16.11.2008]: Wikileaks berichtet:
Zwischen Freitag Nacht und Sonntag Morgen fand eine grossangelegte Säuberungsaktion beim Europäischen Internet Adressregister (RIPE) zur Entfernung von Details zum Bundesnachrichtendienst statt. (…) T‑Systems bereinigte die RIPE-Datenbank von allen Netzwerken, die durch Wikileaks enthüllt wurden und verschob die Adressen in verschiedene grosse Adresspools, um somit die Zuweisung zu anonymisieren. Die Pools geben ausser ihrer Zugehörigkeit zu T‑Systems keine Auskunft über ihre interne Struktur.
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: BKA-Gesetz als Kampagne für Computer-Sicherheit
: BKA-Gesetz als Kampagne für Computer-Sicherheit Wegen der gestern im Bundestag beschlossenen Online-Durchsuchung durch das BKA fangen jetzt auch Berufsverbände an, ihre Mitglieder auf die Risiken hinzuweisen, die mit einem Internet-Anschluss verbunden sind. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung der Zahnärzte (KZBV) rät in einer Pressemitteilung ihren Mitgliedern, keine Computer ans Internet anzuschließen, die Patientendaten enthalten. Das kann man schön übersetzen für andere Bereiche: Daten, die kritisch sind, kann man ja z.B. auch auf externen Festplatten lagern, die nur angeschlossen werden, wenn man sie wirklich braucht.
Man fragt sich beim Lesen daher zunächst verwundert: Wäre es nicht ohnehin sinnvoll, Patientendaten nicht am Netz hängen zu haben? Das Problem ist leider, dass mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte eine Online-Anbindung vieler Praxen zwingend erforderlich wird. Na toll.
via Heise
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: Nie wieder Wahlcomputer bei deutschen Wahlen
: Nie wieder Wahlcomputer bei deutschen Wahlen Das behaupte ich jetzt einfach mal im Vorgriff auf das bis Ende Januar erwartete Urteil des Bundesverfassungsgerichtes. Die einzige Wahl, die noch vorher stattfindet, ist die Hessenwahl 2.0, und dafür hat der Landeswahlleiter den Kommunen bereits mitgeteilt, dass es keine Verwendungsgenehmigung für den Einsatz der umstrittenen Nedap-Geräte geben wird.
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: Towards Networked Protest Politics – Tag eins
: Towards Networked Protest Politics – Tag eins Ich war gestern und bin auch heute noch auf der Konferenz „Social Web – Towards Networked Protest Politics?“ an der Universität Siegen. Unter dem Zeichen der „Medienumbrüche“ geht es um digitale Technologien und deren Einfluss auf politische Protestformen. „Simply new wine in old bottles or is it a new politics of protest?“ fragt der Flyer.
Weil der Tag doch recht lang war, will ich erst einmal nur einige interessante Positionen herausgreifen.
Dieter Rucht erklärte in seiner Keynote, dass das Internet für „progressive gruppen“ keinen Vorteil gegenüber ihren Opponenten bedeute. Als Grund nannte er vor allem die Dominanz der „Big Player“, die von Suchmaschinen, aber auch Angeboten wie der Wikipedia bevorzugt würden.
„Not accidentally, the privileged websites, i.e., those who range on top of the list of findings by search engines, tend to be those of the big political players. This pattern is basically mirrored by articles in the Internet, e.g., entries of Wikipedia, that are meant to give orientation to un-experienced information seekers. Not surprisingly, these articles too tend to focus on the big political players. Nevertheless, it seems that the Internet has contributed to reduce the gap between the media standing of big and small players, though this effect should not be overestimated.“
Zudem sei auch das Web 2.0 nicht geeignet, neue Aktivisten zu mobilisieren. Ruchts Schluss: „The role of the Internet in political communication and, above all, political mobilisation was and still is overestimated.“
Eine eher ungewollte Unterstützung für diese These lieferte Patrick Meier, der im Rahmen seiner Dissertation den Einfluss von Informations- und Telekommunikationstechnologien (ICT) auf authoritäre Regimes untersucht hat. Das überraschende Ergebnis seiner Studie lautet:
„An increase in the number of internet users leads to a decrease in protests in authoritarian regimes.“
Anders als erwartet führen neue Organisationsmöglichkeiten über Social Media nicht zu einem Anstieg, sondern zu einem signifikaten Abfall an größeren Protesten. Das gleiche gilt, allerdings in deutlich geringerem Maß, für die Verbreitung von Mobiltelefonen. Eine Erklärung für dieses Phänomen, das auch meine subjektiven Wahrnehmung von Protestbewegungen etwa in Ägyoten konterkariert, hat Meier bisher nicht.
Ralf Lindner zeigte am Beispiel einiger kanadischer Organisationen auf, das politische Aktivisten ICT-Anwendungen sehr selektiv auswählen und signifikant unterschiedlich nutzen.
Er teilte dafür Anwendungen in vertikale (Allocution, Consultation, Registration) und horizontale Kommunikation (Conversation / Dialogue) ein. Im Ergebnis zeigt sich, dass rechte / konservative Gruppen eher vertikale, linke / progressive Gruppen eher horizontale Kommunikationswege nutzen.„A positive relationship between a favoured model of democracy and specific communication modes has been largely confirmed. […] Ideological orientations are an important factor in the processes of adopting ICTs for the purpose of political communication.“
Edouard Morena wies im Zusammenhang mit seiner Arbeit über Soziale Netzwerke in der französischen Bauernbewegung „Fédération Paysanne“ darauf hin, dass Social Networks regionale Gruppen nicht etwa durch Vernetzung aufheben, sondern erhalten. Letztendlich führten Soziale Netzwerke zum Verwischen der Trennung zwischen inhaltlichen Themen und sozialen Gruppen.
Der aus meiner Sicht interessanteste Beitrag war allerdings die Keynote des Amsterdamer Professors Richard Rogers, der in seiner Keynote die Forderung nach einem völlig neuen Forschungsstil darlegte.
Bis etwa 2000, so Rogers, sei man von dem Konzept des Cyberspace ausgegangen – der Trennung von virtueller und „realer“ Welt. Um 2000 sei dann diese Trennung zugunsten der Sichtweise des Virtuellen als Teil der realen Welt aufgegeben worden.
Die wissenschaftliche Fragestellung sei damit „Web as virtual society?“
Nun sei es aber Zeit für eine neue Fragestellung: „Web as virtual? society“, wie Rogers vorschlug.
„The virtual has become an indication of what’s going on in the real […] claims about society are being grounded in the digital.“
Unter den jetzigen Bedingungen würden Methoden aus den Sozialwissenschaften auf das Web übertragen. Rogers schlug stattdessen „Virtuelle Methoden“ vor, die einem anderen Aufhänger folgen und weniger das menschliche Verhalten als vielmehr die Struktur der Onlineangebote betrachten.
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: Ein Gesetz selbst schreiben – in einem Wiki
: Ein Gesetz selbst schreiben – in einem Wiki Das zentrale Gesetz für das Internet, das TMG, ist mangelhaft. Das sage nicht nur ich, das ist weitgehend unstrittig. Nur, was sollte man dagegen tun?
Ich denke, man kann hier einiges tun. Gemeinsam mit einigen meiner Mitblogger bei Telemedicus starten wir gerade ein Projekt unter dem Arbeitstitel „Alternativentwurf TMG“. Dabei geht es darum, einen eigenen Entwurf für ein neues Telemediengesetz auszuarbeiten – in einem Wiki. Und jeder der will, kann sich beteiligen.
Ob so etwas funktionieren kann? Ich weiß es nicht. Es kommt sicher darauf an, wie viele Leute sich an dem Projekt beteiligen. Wenn wir es schaffen, einen technisch hochwertigen Entwurf für ein neues TMG auszuarbeiten, dann können wir sicher einiges erreichen. So weit ich weiß, wird gerade irgendwo im Bundeswirtschaftsministerium ein „Referentenentwurf“ für ein neues TMG ausgearbeitet – unser Ziel ist es, hier behilflich zu sein und Einfluss zu nehmen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir unseren Entwurf als überzeugende Alternative zu den Vorstellungen der Referenten, Lobbyisten und Oppositionsparteien präsentieren können.
Wir befinden uns in einer sehr frühen Phase des Projektes. Bisher gibt es kaum mehr als die Idee (und diesen Blogeintrag) und ein provisorisches Wiki auf tmg.telemedicus.info. Wir suchen nach Leuten, die sich einbringen wollen – sowohl inhaltlich, bei der Erstellung eines Entwurfs, als auch bei der Herstellung und Administration der Technik. Es gibt viel zu tun, aber auch viel zu gewinnen.
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: Technorati vs Google Blogsearch
: Technorati vs Google Blogsearch Wenn man die letzten Jahre über schauen wollte, was wann und wo in Blogs geschrieben wurde, ging man zu Technorati. Der Anspruch der Plattform war und ist, die meisten Blogs in eine Suchmaschine zu syndizieren. Dabei gab es immer wieder Phasen, wo Technorati eine gewisse Art von „Schluckauf“ hatte und kaum funktionierte. Das war meist temporär und man blieb trotzdem bei Technorati, weil die Ergebnisse einfach von allen Plattformen am vielseitigsten war. Das hat sich mittlerweile geändert. Vergleiche ich meine RSS-Feeds für bestimmte URLs, bzw. Stichwörter, schlägt Google’s Blogsearch mittlerweile Technorati um Längen und zeigt viel mehr Links an. Vor allem hat sich eine Sache geändert: Früher zeigte Technorati mehr oder weniger als einzige Plattform auch Links innerhalb des Templates und nicht unbedingt nur in Blog-Artikeln an. Das hat man jetzt wohl rausgeschmissen und auf einmal bietet Google dies an. Hab ich irgendwas in den letzten zwei Wochen verpasst? Dachte zuerst, meine RSS-Feeds hätten sich vertauscht.
Mal schauen, wie das weiterläuft und ob Technorati irgendwann mal wieder funktioniert oder es bessere Alternativen zu Google’s Blogsearch gibt.
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: 25 Argumente gegen Kopierschutz und DRM
: 25 Argumente gegen Kopierschutz und DRM Das Technologizer-Blog hat „25 Arguments for the Elimination of Copy Protection“. Das sind 20 Argumente mehr, als wir vor zwei Jahren mal in dem Beitrag „Kopierschutz entmündigt!“ gebloggt haben.
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: FAZ: Mit falschen Versprechungen in die Kontrollgesellschaft
: FAZ: Mit falschen Versprechungen in die Kontrollgesellschaft In der FAZ erschien gestern ein Artikel von Milos Vec, der zwei Publikationen rezensiert: Mit falschen Versprechungen in die Kontrollgesellschaft.
Darin werden Dietmar Kammerers „Bilder der Überwachung“ und Arnold Müllers „Die Zulässigkeit der Videoüberwachung am Arbeitsplatz“ vorgestellt. Ersteres ist eine u.a. kulturwissenschaftliche Betrachtung, erstere eine Rekonstruktion der Wirkung der Bilder, die die beiden 10-jährigen Entführer des 3‑jährigen James Bulger zeigen. Wer mal längere Zeit in England gewesen ist weiß, welche kulturelle Kraft hiervon ausgegangen ist. Letzteres zeigt in Bezug auf arbeitsrechtliche Gegebenheiten, wie durch und durch unbestimmt der Raum ist, den ein Arbeitsnehmerdatenschutzgesetz ausfüllen könnte, und wie hohl die Kennzeichnungspflicht für Kameras bleiben muss, wenn man sich nicht wehrt. Und wer wehrt sich denn schon bei den Arbeitsgerichten?
Ich glaube nicht, dass sich in diesem Blog noch jemand überzeugen lassen muss, dass Überwachungskameras nicht nur sinnlos und nicht zielführend, sondern zudem auch schädlich sind. Das vergangene Wochenende hat das gezeigt. Die wissenschaftlichen Sichtweisen können hierzu gute und tragfähige und Argumente liefern, so man die noch braucht.
Als Mitglied des Berliner Arbeitskreises Rechtswirklichkeit (BAR) freue ich mich besonders über den letzten Absatz:
Erst recht wüsste man gerne, ob und wann die Betroffenen ihre Datenschutzrechte eigentlich geltend machen. Immerhin kennt man Tatbestände, bei denen kaum Normimplementation stattfindet. Selbst Müller referiert das faktische Leerlaufen der Kennzeichnungspflicht von Kameras, die für die Überwachung verantwortliche Stelle zu benennen: Das Datenschutzrecht, so scheint es, könnte gut eine Prise Rechtstatsachenforschung vertragen. Die Rechtssoziologie freilich, die solche Fragen professionell erforschen könnte, liegt in Deutschland am Boden.
Mit „einer Prise“ wird man kaum gegen die aktuelle wissenschaftliche Konjunktur von Sicherheitsthemen in der akademischen Landschaft ankommen, aber wer den ersten Schritt nicht gehen will kommt nie ans Ziel.
[Danke Michael W.!]
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: Wahlcomputerpannen in Brandenburg
: Wahlcomputerpannen in Brandenburg Nicht nur in Bayern und in Österreich wurde heute gewählt, sondern auch in den brandenburgischen Kommunen. Der CCC war mal wieder mit Wahlcomputerbeobachtern dabei. Frank Rieger hat sehr schön lakonisch begründet, warum die Leute da mitgemacht haben:
Da ja in den ländlichen Gegenden die Nachrichten immer etwas länger brauchen, haben 10 Gemeinden noch nicht mitbekommen, daß Wahlcomputer mitlerweile out sind. Vielleicht die letzte Gelegenheit, sich NEDAPs nochmal in der freien Wildbahn anzusehen. Die Wahlbeobachtung läuft und dieses mal volle Kanne 2.0: kurze Updates gibt es auf Twitter und ausführlichere Berichte als Suppe .
Ein paar kurze Eindrücke aus den Berichten:
Die Siegel an der Elektronikeinheit sind die alten Papierfetzchen, angebracht 2004. Es gibt kein PTB-Siegel.
Der Klassiker: Waehler kurz vor der Stimmabgabe mit Blick auf die Bedieneinheit des Wahlcomputers: „Koennen Sie da sehen, was ich waehle?“
Seriennummernabweichung auf der Baugleichheitserklärung ist ein schwerer Wahlfehler.
Die beiden Schlüssel für den Wahlcomputer waren mind. einmal in der Hand nur einer Person.
Und so weiter.
Für die Wahl in Hessen Anfang des Jahres hat der CCC wegen diverser schwerer Mängel mit den Wahlcomputern vor ein paar Tagen eine Wahlprüfungsbeschwerde eingereicht. Als Lesetipp sei hier auch nochmal das Gutachten des CCC für das Bundesverfassungsgericht erwähnt.
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: The Rise and Fall of Invasive ISP Surveillance
: The Rise and Fall of Invasive ISP Surveillance „The Rise and Fall of Invasive ISP Surveillance“ ist ein guter aktueller wissenschaftlicher Text zum Verhältnis von Netzneutralität und Privatsphäre, wenn es um Netzwerkmanagement geht.
Nothing in society poses as grave a threat to privacy as the Internet Service Provider (ISP). ISPs carry their users’ conversations, secrets, relationships, acts, and omissions. Until the very recent past, they had left most of these alone because they had lacked the tools to spy invasively, but with recent advances in eavesdropping technology, they can now spy on people in unprecedented ways. Meanwhile, advertisers and copyright owners have been tempting them to put their users’ secrets up for sale, and judging from a recent flurry of reports, ISPs are giving in to the temptation and experimenting with new forms of spying. This is only the leading edge of a coming storm of unprecedented and invasive ISP surveillance.
This Article proposes an innovative new theory of communications privacy to help policymakers strike the proper balance between user privacy and ISP need. We cannot simply ban aggressive monitoring, because ISPs have legitimate reasons for scrutinizing communications on an Internet teeming with threats. Using this new theory, policymakers will be able to distinguish between an ISP’s legitimate needs and mere desires.
In addition, this Article injects privacy into the network neutrality debate – a debate about who gets to control innovation on the Internet. Despite the thousands of pages that have already been written about the topic, nobody has recognized that we already enjoy mandatory network neutrality in the form of expansive wiretapping laws. The recognition of this idea will flip the status quo and reinvigorate a stagnant debate by introducing privacy and personal autonomy into a discussion that has only ever been about economics and innovation.
(Eine Empfelung von Ralf Bendrath)
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: Web-Foundation
: Web-Foundation WWW-Erfinder Tim Berners-Lee hat in den USA die Gründung der Web-Foundation vorgestellt. Die mit fünf Millionen Dollar Startkapital ausgestattete Stiftung soll Anfang 2009 mit Berners-Lee an der Spitze mit der Arbeit beginnen. Die Futurezone berichtet über die Ziele: Berners-Lee gründet Web-Stiftung.
Berners-Lee und seine Mitstreiter wollen sich für den freien Zugang zu Informationen einsetzen. Speziell in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Bildung und Katastrophenhilfe solle weltweit der Zugang zu relevanten Informationen verbessert werden.
Die Webseite verkündet als Ziel:
The World Wide Web Foundation seeks to advance One Web that is free and open, to expand the Web’s capability and robustness, and to extend the Web’s benefits to all people on the planet. The Web Foundation brings together business leaders, technology innovators, academia, government, NGOs, and experts in many fields to tackle challenges that, like the Web, are global in scale.
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: USA: Ein Regierungs-CTO für mehr Innovation
: USA: Ein Regierungs-CTO für mehr Innovation Technology Review hat ein Interview mit dem IT-Unternehmer und EFF-Mitbegründer Mitch Kapor zu seinem Vorschlag, auf Bundesebene in den USA einen Chief-Technology-Officer (CTO) einzusetzen: „Ohne Innovation geht nichts“
Technology Review: Herr Kapor, warum denken Sie, dass die USA einen staatlichen Technologiechef benötigen?
Mitch Kapor: Technologie ist heute untrennbar mit fast allen Bereichen des täglichen Lebens verwoben. Man kann nicht über Heimatsicherheit, Bildung oder Energiepolitik reden, ohne dass das Thema Technologie breiten Raum einnimmt. Der Präsident wäre deshalb gut beraten, wenn politische Entscheidungen technologisch smarter angegangen würden.
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: EU-Konsultation: IKT-Forschungs- und Innovationsstrategie
: EU-Konsultation: IKT-Forschungs- und Innovationsstrategie Die EU-Kommission hat eine öffentliche Konsultation mit dem Ziel gestartet, seine Führungsstellung bei der Forschung und Innovation auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im kommenden Jahrzehnt ausbauen. Dazu sollen die besten Strategien gefunden werden:
Die Europäische Kommission hat die Absicht, diesen Herausforderungen mit einer rückhaltlosen Überprüfung ihrer IKT-Forschungs- und –Innovationsstrategie zu begegnen. In der Konsultation werden drei Hauptfragen gestellt:
1. Vor welchen wichtigsten Herausforderungen steht die IKT-Forschung und ‑Innovation? Welche Hauptprioritäten sollte Europa angesichts der andauernden IKT-Revolution für die Forschung und Innovation setzen?
2. Wie und auf welchen Gebieten sollte Europa eine Führungsrolle anstreben? In Industrie und Technologie kann Europa weltweite Spitzenreiter auf Gebieten wie Telekommunikation und eingebettete Systeme vorweisen. Wie kann der Vorsprung auf diesen Gebieten ausgebaut werden, und auf welchen neuen Gebieten sollte eine Führungsrolle angestrebt werden?
3. Welche Rolle muss die Politik spielen, um Europa bei der IKT-Innovation an die Spitze zu bringen. Wie kann die Forschungspolitik konsolidiert werden, damit ein europäischer Markt der IKT-Innovation entsteht? Wie können ergänzende Politikfelder wie Normung, Lizenzen und geistiges Eigentum so gestaltet werden, dass eine frühzeitige Vermarktung der Forschungsergebnisse erleichtert wird? -
: Open Market: Sony Pictures will DRM retten
: Open Market: Sony Pictures will DRM retten Das iRights-Blog berichtet über die neue Idee von Sony Pictures, wie man DRM retten könnte: “Open Market” soll für Interoperabilität sorgen.
Das von Singer vorgeschlagene System hätte aus Kundensicht mit Sicherheit einige Vorteile gegenüber den bisherigen Ansätzen. Allerdings kann das System nur mit einem monopolistischen Domänenverwalter funktionieren, bei dem sich prinzipiell umfangreiche Informationen über die Mediennutzungsgewohnheiten aller angeschlossenen Nutzer ansammeln würden. Weder Wettbewerbshüter noch Datenschützer dürften von dieser Vorstellung begeistert sein.