Informationstechnologie

  • : Miro 2.0 testen und übersetzen
    Miro 2.0 testen und übersetzen

    Der freie Video-Player Miro ist als Pre-Release in der Version 2.0 erschienen. Nun suchen die Entwickler Hilfe beim testen und übersetzen, damit das offizielle Release rasch kommen kann. Für Linux, Apple und Windows liegen Pakete bereit.

    Miro 2.0 soll stabiler und ressourcensparender sein, was ich beides sehr begrüsse. Ansonsten gibt es noch einige andere Feature, wie HD-Downloads von Youtube und ein verbessertes Interface. Das sieht so aus:

    Mehr Hintergrund gibts bei NetzpolitikTV 036: MIRO – Der freie Internet-TV Player.

    24. Januar 2009
  • : Frontal21: Abhören leicht gemacht
    Frontal21: Abhören leicht gemacht

    Frontal21 hat gestern über die Sicherheitsprobleme bei DECT-Telefonen berichtet: Abhören leicht gemacht. Das gibts in der Mediathek und bei Youtube:

    Forscher der Technischen Universität Darmstadt haben zusammen mit der Bauhaus-Universität Weimar, der Universität Luxemburg und dem Chaos Computer Club nachgewiesen, dass viele Schnurlos-Telefone mit einfachen Mitteln abgehört werden können. Der Gesetzgeber sieht derzeit keinen Handlungsbedarf. Dabei gibt es in Deutschland rund 30 Millionen Schnurlos-Telefone.

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    21. Januar 2009 7
  • : Internet Safety Technical Task Force
    Internet Safety Technical Task Force

    Die „Internet Safety Technical Task Force“ beim Berkman-Center hat nach einem Jahr Arbeit den Bericht „Enhancing Child Safety and Online Technologies“ veröffentlicht. Darin geht es um die Frage, mit welchen Technologien und welcher Netzpolitik das Netz sicherer für Kinder gemacht werden kann, bzw. welche Technologien riskant sind.

    Hier ist das Executive Summary und hier der ganze Report.

    Bei RadioBerkman gibt es auch einen Podcast mit John Palfrey dazu: A safer Web.

    An exhaustively researched report on the safety of the web is the result of a year of work for the Internet Safety Technical Task Force. The report reveals some surprises about just how safe the web and social networks really are for minors, and some recommendations for dealing with sexual predators, cyberbullying, and access to explicit content.

    Hier ist die MP3.

    Gibts jetzt auch bei Spiegel.de: Fachleute halten Risiken für überschätzt

    Das Internet soll ein für Kinder gefährlicher Sündenpfuhl sein: An allen virtuellen Ecken lauern angeblich die Verführer. Ein Problem, sagt nun eine hochkarätige US-Studie zum Thema, sei das zwar durchaus – aber nur ein relativ kleines. Schlimm sei dagegen, was die Kids sich gegenseitig antun.

    14. Januar 2009 2
  • : Open-Hardware Geschäftsmodelle
    Open-Hardware Geschäftsmodelle

    Chris Anderson hat über „A business model for open source hardware“ gebloggt. Dabei unterscheidet er zwischen drei Möglichkeiten und rechnet alles betriebswirtschaftlich vor:

    The Forty Percent Model

    This model is based on a simple rule: transparency about costs and a choice between paying us to make the product or doing it yourself.

    The Third-Party Catch

    Okay, the above is a great model when you’re just selling from your own website. But what if you want your product sold through third-party retailers, who can collectively have far greater reach than any one company? Then the economics get a little more complicated because you need two 40% profit margins, one for you and one for the retailer.

    The final model: Semi-Transparent Pricing

    This is what we settled on:

    1. Disclose the prices for components in single-unit quantities and link to sources people can buy from, but do not list our volume discount prices.
    2. Set our direct sales price as the sum of the single-unit prices (call that “apparent cost”) plus 66%. However, our actual costs are lower due to our volume discounts, so our actual margin is higher. The point, however, remains: we will only charge 66% more than it would cost you to DIY.
    3. Our wholesale price is the apparent cost, allowing retailers to add the 66% markup for themselves. Our own profit comes from the difference between the apparent cost and whatever our real cost is with volume discounts. The harder we push on those discounts, the more money we make.

    12. Januar 2009
  • : 20 Jahre World Wide Web
    20 Jahre World Wide Web

    Die Futurezone erzählt die Geburtsgeschichte des WWW: 20 Jahre World Wide Web.

    2009 wird die Idee zum World Wide Web 20 Jahre alt. 1989 nämlich schrieb der britische Physiker Tim Berners-Lee am europäischen Kernforschungszentrum CERN einen Text, in dem er ein neues System zur Verwaltung von Informationen in Computernetzwerken vorschlug. Doch bevor er sich mit seiner Idee durchsetzen konnte, musste sich an seinem Arbeitsplatz erst einmal das Internet selbst etablieren.

    12. Januar 2009 2
  • : Änderungsentwurf zum BSI-Errichtungsgesetz im Volltext
    Änderungsentwurf zum BSI-Errichtungsgesetz im Volltext

    Der bisher nicht öffentliche Referentenentwurf für das Änderungsgesetz zum BSI-Errichtungsgesetz ist uns gerade zugespielt worden. Im September hatten wir bereits auf eine Sendung im Deutschlandradio verwiesen, in dem auf eine geplante Befugnis des BSI hingewiesen wurde,

    sich Zugang zu Gebäuden, Einrichtungen und informationstechnischen Systemen [zu] verschaffen, die für den Betrieb der betroffenen Informationstechnik von Bedeutung sind und die Steuerung solcher Einrichtungen [zu] übernehmen, wenn dies zur Abwehr einer dringenden Gefahr für die Kommunikationstechnik des Bundes erforderlich ist.

    Heise hatte im Dezember dann den Referentenentwurf vorliegen und ihn ganz gut zusammengefasst. Von der Befugnis, Gebäude zu betreten oder ganze IT-Systeme zu übernehmen, war da allerdings schon nicht mehr die Rede. Dennoch gibt es einige unter Umständen heikle neue Befugnisse:

    • die Speicherung und Verarbeitung von Telekommunikationsdaten zu Sicherheitszwecken sowie deren Weitergabe an Polizei, Strafverfolgungsbehörden und „sonstige öffentliche Stellen“,
    • die Unterstützung des BND durch das BSI,
    • die Befugnis des BSI, für Behörden verpflichtende IT-Sicherheitsstandards zu erlassen,
    • die neue Rolle des BSI als Zertifizierungsstelle für IT-Sicherheit.

    Nun liegt also der Entwurf im Volltext vor, und ihr könnt euch selber ein Bild machen. Zum Vergleich hier die derzeit gültige Fassung des „Gesetzes über die Errichtung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik“ (BSI-Gesetz).

    8. Januar 2009 7
  • : Der VDSL-Netzausbau und die Kabelkonkurrenz
    Der VDSL-Netzausbau und die Kabelkonkurrenz

    Die FAZ berichtet ausführlich über den VDSL-Netzausbau und die Kabelkonkurrenz auf dem deutschen Markt: 2009 wird für Telekomfirmen zum Schicksalsjahr.

    Ziel all dieser Anstrengungen der Telekommunikationsanbieter ist es, möglichst schnell und vor allem flächendeckend ein Netz aufzubauen, das auf der einen Seite hohe Übertragungsgeschwindigkeiten von 50 Megabit in der Sekunde und mehr bereitstellen kann. Auf der anderen Seite geht dieser Ausbau aber auch mit einer grundlegenden Neugestaltung des Netzes einher. Es wird an einer Infrastruktur gebaut, in der die Übertragung allein auf dem Internet Protokoll (IP) beruht. Es wäre nach Ansicht der Beobachter daher ein Fehler, so zu tun, als ob es allein um eine technische Weiterentwicklung des bestehenden Netzes ginge. Im Gegenteil: Den Telekommunikationsunternehmen steht ein systemischer Wechsel auf eine reine IP-Umgebung bevor.

    [via]

    6. Januar 2009 6
  • : Flip Mino im Test
    Flip Mino im Test

    Seit einigen Wochen hab ich die Flip Mino als Kamera für die Hosentasche. Die Mino ist die um ca. 40% kleinere Ausgabe der Flip Ultra. Das Gerät ist offiziell noch nicht in Deutschland erhältlich und wurde für April angekündigt. Dank eines Hinweises in den Kommentaren hab ich sie mir in einem UK-Onlinestore bestellt. Kosten mit Versand: Knapp 150 Euro. In den USA gibt es sie noch etwas billiger, aber ich wollte sie innerhalb einiger Tage haben und nicht innerhalb einiger Wochen. Gut möglich, dass der Preis für die Flip Mino nach Markteinführung in Deutschland niedriger sein wird.

    Die Kamera kann nicht viel: Aufzeichnen, Aufnahme stoppen und kleiner Zoom. Mehr geben die Tasten nicht her. Auch findet sich kein detailliertes Menü für Einstellungen. 2 GB Speicher sind eingebaut und weiterer Speicher kann nicht angeschlossen werden. Dazu wird Video in der 640x480 – Auflösung erzeugt. Heraus kommt eine MP4, die mit XviDcodiert ist und 8‑bit Mono-Audio. Die Kamera lädt man über USB am Rechner auf und so werden auch die Daten transferiert. Alles minimalistisch. Ich wollte aber auch mal eine Kamera haben, die in die Hosentasche passt und wo ich nicht erstmal die Daten von Band kopieren und komprimieren muss. Für größere Zwecke hab ich eine DV-Cam. Was aber auch gleich viel mehr Arbeit bedeutet. Auf dem 25c3 konnte ich die Flip Mino mal im Live-Test ausführlich ausprobieren.

    5. Januar 2009 6
  • : Animation: Die Geschichte des Internets
    Animation: Die Geschichte des Internets

    Melih Bilgil hat in einer Diplomarbeit die die Geschichte des Internets als animierten Film erstellt.

    Hauptbestandteil des Diploms war es eine Bildsprache für Interfaces (Icons) zu entwerfen, die klar und sachlich ist und auf Displays jeglicher Art. Die Icons sollen sich als Standard etablieren. Die Icons wird es bald alle auf der Website www.picol.org geben. Der Film dient als alternative Anwendung und soll zeigen in wie weit die Icons sich einsetzen lassen. Alle Icons wird es demnächst auf der Seite www.picol.org unter der Creative Commons Lizenz SA-BY zum download geben.

    Die Animation ist sehr schön geworden und findet sich u.a. hochauflösend auf Vimeo:

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    Zur Datenschutzerklärung von Vimeo

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org


    History of the Internet from PICOL on Vimeo.

    4. Januar 2009 24
  • : Open Graphics Project im Radio
    Open Graphics Project im Radio

    Die Deutschlandfunk-Sendung „Computer & Kommunikation“ berichtete über Open-Hardware am Beispiel des Open Graphics Project: Grafikkarte ohne Geheimnisse

    Open-Source ist in der Software-Branche zur festen Größe geworden. Im Wesentlichen sorgt das Open-Source-Lizenzmodell nämlich dafür, dass Programme zugänglich bleiben und nicht durch die Lizenzierung zum undurchschaubaren Geheimnis werden. Doch nicht nur Programme, sondern auch Hardware entsteht inzwischen auf diese Weise.

    Hier ist die MP3.

    22. Dezember 2008
  • : Next Generation Networks im Bundestag
    Next Generation Networks im Bundestag

    Der Bundestags – Unterausschuss Neue Medien hat in seiner 22. Sitzung am 4. Dezember 2008 das Thema „Netze der nächsten Generation (Next Generation Networks)“ behandelt. Dabei wurden die drei folgenden Experten befragt und ihre Stellungnahmen auf die Webseite gestellt:

    * Rainer Fischbach [PDF]
    * Dr. Iris Henseler-Unger [PDF]
    * Prof. Dr. Bernd Holznagel [PDF]

    15. Dezember 2008
  • : Studie: Das Internet im Jahr 2020
    Studie: Das Internet im Jahr 2020

    Das Pew Internet and American Life Project in den USA hat zum dritten Mal eine Studie zur Zukunft des Internets veröffentlicht. Mehr als 1000 Experten wurden dazu befragt,in welcher digitalen Welt wir 2020 leben werden. Und dabei kam wenig überraschendes heraus:

    2020 werden wir über mobile Geräte vernetzt sein, sagen 77% der Befragten. Das ist für manche noch etwas überraschend, aber z.B. in Afrika mit der Verbreitung von Handys schon jetzt Realität. Auch nicht überraschend ist, dass 64% daran glauben, dass wir andere Eingabeverfahren haben werden als Tastatur und Maus. (Das haben Experten auch schon vorhergesagt, als ich klein war.) 56% sind der Meinung, dass 2020 die Grenzen zwischen Arbeit und Privaten durch neue Technologien verschwimmen. Das dürfte auch heute schon für viele Realität sein.

    Überraschendes hab ich zumindest in der Pressemitteilung nicht entdecken können: Future of the Internet III: How the Experts See It. Aber viele nette Zitate von Experten sind dort zu finden.

    Aus Netzpolitik-Sicht gibt es die Voraussagen:

    * Those working to enforce intellectual property law and copyright protection will remain in a continuing „arms race,“ with the „crackers“ who will find ways to copy and share content without payment.
    * „Next-generation“ engineering of the network to improve the current internet architecture is more likely than an effort to rebuild the architecture from scratch.

    Die Studie: The Future of the Internet III (PDF, 138 Seiten)

    15. Dezember 2008 3
  • : Buch: Blown to bits
    Buch: Blown to bits

    Das Buch „Blown to bits – Your life, liberty and happiness after the digital explosion“ gibt es jetzt online zu lesen. Alle Kapitel stehen einzeln unter der Creative Commons NC-BY-SA – Lizenz zum Download bereit.

    Writing in plain English, the authors illuminate the myriad implications of the digital revolution, answering the questions you’ve wondered about–or ought to wonder about. Who owns all that data about you? What do they owe you? How private is your medical information? Is it possible to send a truly secure message? Who can you trust for accurate information when traditional media is replaced by thousands of unfiltered Internet sources? Along the way, they reveal the decisions governments and corporations are making right now that will shape your future…and show how to have your say in those decisions. Because you have an enormous stake in the outcome. We all do.

    How the Digital Revolution Is Transforming Your World More Profoundly Than You Ever Imagined.

    13. Dezember 2008
  • : Obama sucht den „Tech-Zar“
    Obama sucht den „Tech-Zar“

    Stern.de berichtet über die Debatte rund um die Suche eines „Tech-Zar“ für die Obama-Administration. Damit ist der geplante CTO gemeint, der schon länger eine Forderung der Obama-Kampagne ist. Einige würden sich auch über einen Internet-Minister freuen, aber das dürfte noch dauern.

    Etwas verwundert bin ich nur über die Formulierung bei Stern.de, dass bei Einführung eines „Tech-Zar“ die Internet-Industrie einem Politiker gehorchen müsste. Der Artikel widerspricht sich zwar später noch, aber generell macht diese Aussage wenig Sinn. Ob mit oder ohne CTO/Tech-Zar wäre die Internetindustrie genauso abhängig von Politikern wie jetzt.

    Obama würde mit einem Ministerium viele neue Jobs für Informatiker und Internet-Experten schaffen. Kein Wunder, dass die Aussicht auf einen eigenen Minister die Gerüchte schürt. Denn der „Tech-Zar“ könnte tatsächlich zaristische Macht haben: Die Internet-Industrie müsste einem Politiker gehorchen. […] Der Job als „Tech-Zar“ ist aber auch der eines Koordinators. Das Amt ist daher nicht unbedingt zaristisch und glanzvoll: „Der CTO könnte einfach ein Administrator sein, der die interne Kommunikation optimiert“, sagt Technologiepolitikberater Rasiej. Der CTO müsste darauf achten, dass alle Regierungsapparate die gleiche Software benutzen und dass die interne Kommunikation effektiv wird.

    Und erstmal wird es wohl tatsächlich auf einen CTO hinauslaufen, der mit technischem Sachverstand Kontakt zur IT-Industrie hält und die Internetkompetenz der Administration stärken soll.

    Sowas wie einen CTO oder gar Internetminister mit IT-Wissen bräuchten wir übrigens auch mal in Deutschland. Wäre sehr sinnvoll. Wir haben zwar schon einen „Bundes-CIO“, dieser verfügt aber nur wohl über kaum IT-Sachverstand und gilt als Frühstücksdirektor. Wobei ein Internetminister tatsächlich besser wäre. Während der CTO ja eher auf administrativer Ebene eine Mischung aus Verwaltungsmodernisierung, Koordinierung und Politik-Beratung machen soll, könnte ein kompetenter Internetminister ein Gegengewicht zu den anderen Ministerien am Kabinettstisch bilden und die Interessen eines offenen Internets vertreten.

    13. Dezember 2008 3
  • : Google Earth sperren wegen Terrorgefahr?
    Google Earth sperren wegen Terrorgefahr?

    Heise meldet:

    Ein Jurist aus der Millionenstadt Mumbai, die Ende November von einer radikal-islamistischen Terrorgruppe angegriffen worden war, hat das höchste Gericht der Stadt aufgefordert, umgehend den Zugriff auf Geoinformationsseiten wie Google Earth und Wikimapia zu sperren. Der Anwalt startete beim Bombay High Court eine sogenannte Public Interest Litigation (PIL), ein Gerichtsverfahren, das Bürgern des Landes die Möglichkeit bietet, staatliche Stellen zu verklagen. Der Jurist wirft der Regierung vor, gegen nationale Sicherheitsvorschriften zu verstoßen, weil über die fraglichen Websites detaillierte Informationen zu möglichen Anschlagszielen abrufbar seien.

    Dazu ein treffender Kommentar vom Sicherheitsexperten Bruce Schneier:

    Of course the terrorists used Google Earth. They also used boats, and ate at restaurants. Don’t even get me started about the fact that they breathed air and drank water. (…) Yes, the bad guys use it: bank robbers use cars to get away, drug smugglers use radios to communicate, child pornographers use e‑mail. But the good guys use it, too, and the good uses far outweigh the bad uses.

    So eine Sperrung wäre in diesem Fall ohnehin wirkungslos gewesen, weil die Angreifer ja vorher die Ziele auch vor Ort genau auskundschaftet hatten.

    9. Dezember 2008 7
  • : 35 Tage gegen DRM
    35 Tage gegen DRM

    Die Plattform Defective by Design hat gerade die „35 Tage gegen DRM“ – Aktion am Laufen. Das Ziel ist es, jeden Tag bis Neujahr einen Hersteller und/oder ein Produkt an den Pranger zu stellen, die Verbraucherrechte durch den Einsatz von digitalen Rechtekontrollsystemen beschneiden. Bisher wurden u.a. Windows Media, WII, Apple MacBook und Prince präsentiert. Vorschläge können immer noch eingereicht werden.

    Freut mich auch, dass heute.de darauf verweist: Anti-DRM-Aktion fordert zum Boykott auf.

    Das „digitale Rechtemanagement“ ist eigentlich eine Maßnahme gegen illegale Kopien von Musik und Filmen. Kritiker sehen darin eine Gängelung des Verbrauchers und prangern auf der Webseite „35 Days Against DRM“ bis Jahresende täglich ein Produkt an.

    8. Dezember 2008 1
  • : KBSt mit XML im Aufgabenbereich des CIO
    KBSt mit XML im Aufgabenbereich des CIO

    Der Newsletter der Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung, den ich seit gefühlten Ewigkeiten zum Themenbereich XML abonniert habe, hat sich runderneuert. Das ist allein keine News wert, aber immerhin passend zur Ankündigung von neulich. Die aufgehübschte Webseite des CIO versteckt in einem PDF die Historie:

    In SAGA 2.1 war XML als „Empfohlen“ klassifiziert. Zu dem Zeitpunkt existierte noch kein auf XML basierendes standardisiertes Format für weiterbearbeitbare Textdokumente, Tabellenkalkulationen und Präsentationen. OpenDocument v1.0, das auf XML basiert, wurde im Mai 2005 veröffentlicht und in SAGA 3.0 als geeignetes konkretes XML-Format aufgenommen. Durch diese Festlegung wird eher Interoperabilität erreicht als durch eine allgemeine Einigung auf XML.

    Heute steht da, wenn man nur etwas von der Startseite weiterklickt, dieser letzte Absatz:

    Zu den Änderungen innerhalb der bestehenden Themen gehören beispielsweise die Aufnahme des offenen Dokumentenformats „Office Open XML“ (OOXML) und die Klassifizierung des „Open Document Format“ (ODF) als „empfohlenen“ Standard zum Austausch von bearbeitbaren Textdokumenten.

    Der Kampf proprietärer gegen offene Standards ist auf breiter Front gewonnen. Dabei finde ich durchaus ernüchternd, dass es so lange gedauert hat. Und dem kruden OOXML höflich „Interesse“ bekundet wird. Die Argumente pro Offenheit sind seit Ewigkeiten dieselben. Nunja, jetzt ist es nur eine Frage der Zeit bis es auch in die letzte Kommunalverwaltung durchgesickert ist. 1998, als ich zum ersten Mal mit XML in Kontakt kam, war das noch eine rege Unvorstellbarkeit.

    5. Dezember 2008
  • : Internet ist Infrastrukturpolitik
    Internet ist Infrastrukturpolitik

    Yochai Benkler argumentiert bei Talking Points Memo, dass Breitband-Internet-Infrastruktur vom Staat finanziert werden sollte, vergleichbar mit Strassen und Autobahnen: Two (Radical?) Thoughts on Infrastructure.

    The fundamental mistake is to take as given that communications infrastructure must be produced, from the ditch digging up, by private firms. No one imagines that we will privatize highway and bridge construction in order to update them. They are shared core infrastructure, that is run as a commons, and are maintained at public expense by private companies that employ workers, foremen, and managers, and whose employment fuels the economy. Why can’t communications infrastructure be the same?

    In die gleiche Richtung hab ich u.a. hier argumentiert.

    5. Dezember 2008
  • : Bundesverwaltung kann bald ODF lesen
    Bundesverwaltung kann bald ODF lesen

    Die Behörden der Bundesverwaltung sollen bis spätestens Anfang 2010 das offene Dokumentenformat ODF nutzen können. Sie sollen bis dahin in der Lage sein, Dokumente diesen Formates zu empfangen und zu versenden, zu lesen und auch zu bearbeiten. Das verkündet der IT-Rat der Bundesregierung: IT-Rat der Bundesregierung eröffnet den Einsatz offener Dokumentenformate (ODF).

    Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus, Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik und Vorsitzender des IT-Rats, bezeichnete die Entscheidung als „wichtigen Schritt, um den Wettbewerb zwischen den Software-Herstellern zu fördern, die IT-Sicherheit zu stärken und die Interoperabilität zu verbessern, denn offene Dokumentenformate werden vollständig und regelmäßig veröffentlicht.“

    Bürgern, Unternehmen und anderen Verwaltungen wird damit künftig der Dokumentenaustausch mit der Bundesverwaltung auch im ODF-Format eröffnet.

    2. Dezember 2008 4
  • : The Dark Side of Cyberspace
    The Dark Side of Cyberspace

    Das PC Global Projekt von „Weltwirtschaft Ökologie & Entwicklung – WEED e.V.“ organisiert diesen Monat wieder eine kleine Speaker’s Tour zum Thema „The Dark Side of Cyberspace – Ein Blick hinter die saubere Fassade der Computerindustrie“. Zwei chinesische AktivistInnen werden an verschiedenen Orten über die Auswirkungen der Finanzkrise und die Arbeitsbedingungen in Chinas Weltmarktfabriken berichten.

    Hier sind die Tourdaten:

    15.12. – Berlin
    14–16 Uhr – TU Berlin Hauptgebäude / Straße des 17. Juni 135 / Raum H 0106
    19–21 Uhr – IG Metall Haus / Alte Jakobstraße 149 / Raum E01 – E0

    17.12. – München
    19 Uhr – IG Metall (genauer Ort noch nicht bekannt)

    18.12. – Dresden
    19 Uhr – In der ‚Veränderbar’ / Görlitzerstraße 42 / Hinterhof

    Junge Frauen bauen in Chinas Weltmarktfabriken Computer für den US-amerikanischen und europäischen Markt zusammen. Ihre ohnehin prekären Jobs sind nun in Folge der Finanzkrise bedroht.

    2. Dezember 2008 1