Digital Rights
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: Konferenz: Privatheit und Öffentlichkeit. Grenzziehungen und Grenzverschiebungen
: Konferenz: Privatheit und Öffentlichkeit. Grenzziehungen und Grenzverschiebungen Die Heinrich Böll Stiftung Brandenburg veranstaltet vom 13. – 15. März 2008 in Potsdam eine Konferenz zu „Privatheit und Öffentlichkeit. Grenzziehungen und Grenzverschiebungen“:
Grenzziehungen zwischen privaten und öffentlichen Bereichen sind für das Selbstverständnis des liberalen Verfassungsstaats konstitutiv. Doch wo die Grenzen verlaufen sollen, ist notorisch umstritten. Privatheit und Öffentlichkeit sind Begriffe, die sich nur durch ihren Bezug aufeinander erhellen, und die historischem und kulturellem Wandel unterliegen. Gegenwärtig sind es nicht nur Entwicklungen der Informationstechnologien, die neue Möglichkeiten der Überwachung und Kontrolle bieten und düstere Szenarien vom „Ende der Privatsphäre“ provozieren. Auch grundlegende Wandlungen der Familien- und Geschlechterverhältnisse zwingen zu einer erneuten Reflexion über die politischen und moralischen Prinzipien, auf deren Grundlage bestimmt werden kann, wo der persönliche Nahbereich endet und wo die Verantwortung der Öffentlichkeit beginnt.
Die Tagung will zu dieser Reflexion beitragen, indem sie philosophische und ideengeschichtliche Vertiefungen der Begriffe leistet und zeitgenössische Konflikte und Kontroversen in den Blick nimmt, anhand derer sich das Bedingungsverhältnis zwischen dem Privaten und dem Öffentlichen erhellen lässt.
Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Hörsaal 2
Hier ist das Programm:
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: „Wo ist denn da eine Überwachungslücke?“
: „Wo ist denn da eine Überwachungslücke?“ Focus Online hat ein lesenswertes Interview mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar zur Vorratsdatenspeicherung und der Online-Durchsuchung: „Wo ist denn da eine Überwachungslücke?“
FOCUS Online: Herr Schaar, Sie bezeichnen die heimliche Online-Durchsuchung durch Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden als „bedenklichen Schritt zu einer immer umfassenderen Überwachung“. Ist Deutschland ein digitaler Überwachungsstaat?
Peter Schaar: Nicht nur bei uns, sondern auch auf internationaler Ebene ist festzustellen, dass staatliche Stellen immer mehr Befugnisse zur Kommunikationsüberwachung bekommen und auch immer mehr über uns wissen wollen. Aber in einer Demokratie darf es keine Rundumüberwachung geben, es muss auch in Zukunft einen überwachungsfreien Kernbereich der Privatsphäre geben. Der Staat hat sich auf die Verfolgung von Straftätern zu begrenzen, das schließt eine lückenlose Registrierung unverdächtigen Verhaltens aus. Gerade deshalb war die im Januar in Kraft getretene Vorratsdatenspeicherung für mich der eigentliche Sündenfall.
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: Wie Pakistan Youtube ausschaltete
: Wie Pakistan Youtube ausschaltete Ethan Zuckermann beschreibt ausführlich in seinem Blog, wie die Youtube-Sperre in Pakistan dafür sorgte, dass Youtube global ausfiel: How a Pakistani ISP briefly shut down YouTube. Wietere Informationen bietet auch Global Voices Advocacy: Pakistan: Partial Block of Youtube.
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: Nachrichtenüberblick 26.2.2008
: Nachrichtenüberblick 26.2.2008 Wired-Blog: U.S. Spies Want to Find Terrorists in World of Warcraft.
Heise: Datenschützer beklagt schlechtes Klima für seine Arbeit.
Inquirer: Kanada warnt Soldaten vor Facebook.
Telepolis: Staatsferne und Tabubereiche.
Heise: Apple stoppt DRM-Entfesselung.
Inquirer: US-Gericht: Ein P2P-Ordner genügt nicht zur Verurteilung.
Futurezone: Creative-Commons-Musikplattform startet.
Wired: Free! Why $0.00 Is the Future of Business.
HR-Online: Ronellenfitsch spricht von „Sauerei!“ -
: Update: Barcodes bei der Kommunalwahl in Bayern
: Update: Barcodes bei der Kommunalwahl in Bayern Es gibt jetzt eine Antwort auf die Pressemitteilung des Chaos Computer Club, der vor der Nutzung von Barcode-Systeme bei der Kommunalwahl warnt. Die „Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern“ erklärt darin: „Barcodelesestifte machen Wahlauszählung sicher und überprüfbar“.
Wenn diese Sicherheitshinweise beachtet werden und der Barcodeleser zum Einsatz kommt, wird die Möglichkeit zur Manipulation nahezu die ganze Storyausgeschlossen.
Zum Thema Barcode-Sicherheit sei der Vortrag von FX auf dem 24C3 empfohlen: Toying with barcodes – Jemandem einen Strich auf die Rechnung machen.
Apropos Wahlhelfer: Diese werden ja immer händeringend gesucht und der Einsatz von Wahlcomputern wird oftmals damit begründet, dass man nicht genug Wahlhelfer findet. Wenn sich jedoch Wahlhelfer bewerben, die über die notwendige IT-Kompetenz verfügen, werden diese nicht genommen. Das ist dem Informatiker Christian Heßmann in Germering / Bayern passiert. Er wurde wieder ausgeladen, nachdem er an einer Schulung teilgenommen hatte und anschliessend seine Erfahrungen im Internet publizierte. Die Ausladung wurde damit begründet, dass er „verwaltungsinterna nach außen“ getragen habe. In seinem Blog schildert Christian Heßmann nochmal die ganze Story.
Soviel zur Transparenz in Bayern.
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: Design fürs Wohnzimmer: Die Überwachungslampe
: Design fürs Wohnzimmer: Die Überwachungslampe Die passende Lampe für den Überwachungs-Zeitgeist:

Recent discussion about surveillance in society inspired the creation of a piece of furniture with an Orwellian ‘1984’ feel to it. Blending the typical appearance of a surveillance camera with a standing lamp is an ambiguous refection of our thoughts about the political future” says the creators of surveillance light for HDK the school of design and crafts that exhibits at Stockholm Furniture Fair, February 6–10.
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: CCC warnt vor Barcodes bei Kommunalwahl in Bayern
: CCC warnt vor Barcodes bei Kommunalwahl in Bayern Am kommenden Wochenende finden in Bayern Kommunalwahlen statt. Der Chaos Computer Club weist in einer Pressemitteilung auf technische Probleme und Risiken hin: Computerisierte Auszählung mit Barcodes unsicher und intransparent
Der Chaos Computer Club (CCC) weist auf erhebliche Risiken beim Einsatz softwaregestützter Barcode-Auszählungssysteme bei den Bayerischen Kommunalwahlen hin. Bei den Wahlen am 2. März 2008 sollen mehr als 8.000 Barcode-Lesestifte und PCs für die Auszählung der Stimmzettel in den Wahllokalen verwendet werden. Bei der barcodegestützten Auszählung, die vor sechs Jahren bereits einen ersten Testlauf in Bayern absolvierte, handelt es sich um ein System bestehend aus Computer, Barcodescanner, USB-Stick und einer Software von der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB). Die einzelnen Komponenten sind trotz Lizenzierung des Verfahrens durch das bayerische Innenministerium einfach manipulierbar; zusammen ergeben sie ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Kommunalwahl am 2. März.
Für den Wahlvorstand, die Wahlhelfer und den Wähler ist es bei Verwendung des Systems nicht möglich, die akkumulierten Stimmen bei der Auszählung jederzeit einzusehen; dies ist nur an den Auszählstationen mittels komplizierter Prozeduren machbar. Der Sprecher des CCC, Frank Rieger, sagte dazu: „Kein Wahlhelfer hat realistisch während der Auszählung einen fortlaufenden Überblick darüber, welcher Kandidat oder welche Partei wie viele Stimmen erhalten hat. Eine Manipulation im Hintergrund durch ein unsichtbares Schadprogramm ist unauffällig und ohne weiteres realisierbar.“ Zudem sind sowohl die Software als auch das Endergebnis auf einem tragbaren USB-Stick gespeichert – auch hier ist eine Manipulation einfach und mit geringem Entdeckungsrisiko durchführbar. Nach Aussage eines Schulungsleiters für das System könnten die Wahlhelfer bei Benutzung des neuen Systems „die Hirne ausschalten, die Software erledige alle Zählaufgaben“. Eine derartige Grundeinstellung ist sicher nicht förderlich für eine demokratische, transparente Wahl.[…]
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: Nachrichtenüberblick 25.2.2008
: Nachrichtenüberblick 25.2.2008 Heise: Britische Regierung setzt Provider wegen Filesharing unter Druck
Spreeblick: Möchten Sie diese CD mit oder ohne Crack?
Tagesschau: Was passiert, wenn Schwarz-Grün kommt? Kleine Revolution, große Folgen
Heise: FOSDEM 2008: Der Basar 2.0 brummt.
Eco: Provider sind keine Internetkontrolleure.
Deutschlandradio: Schimpfen hilft – Was Hotlines schon vor dem Service-Gespräch vom Anrufer wissen.
Guardian: „Intellectual property“ is a silly euphemism.
Zoomer: Staaten wehren sich gegen Kritik im Netz.
Netzeitung: Politische Weblogs: Netzaffinität allein reicht nicht. -
: Donnerstag beim Deutschlandfunk: Urheberrecht in der digitalen Welt
: Donnerstag beim Deutschlandfunk: Urheberrecht in der digitalen Welt Am kommenden Donnerstag, den 28.02.2008 gibt es um 10:10 Uhr in der Sendung „Marktplatz“ beim Deutschlandfunk ein Special zu „Urheberrecht in der digitalen Welt – Musik, Filme und Spiele aus dem Netz“
Es dauert keine Viertelstunde, bis das neue Album den Weg auf die eigene Festplatte gefunden hat. Die Möglichkeiten, sich im Internet mit Musik und Filmen einzudecken, sind dank schneller Verbindungen so vielfältig wie nie. Doch nicht immer handelt es sich dabei um legale Downloads. Urheberrechtsverletzungen aber können teuer werden. Wenn eine Abmahnung vom Anwalt ins Haus flattert, kann ein Lied auf einmal mehrere tausend Euro kosten. Wie können Eltern ihren Nachwuchs von unerlaubten Downloads fernhalten? Was ist erlaubt, was nicht nach dem neuen Urheberrecht? Wieviele Privatkopien dürfen Musikfans erstellen? Und wo lassen sich Musik und Filme legal aus dem Internet herunterladen? Über das Urheberrecht in der digitalen Welt diskutiert Eva Bahner mit Experten im heutigen Marktplatz.
Man kann sich auch daran beteiligen: „Hörerfragen sind – wie immer – willkommen.“
Die Nummer für das Hörertelefon lautet: 00 800 – 44 64 44 64
Die Nummer für das Faxgerät lautet: 00 800 – 44 64 44 65
Und die E‑Mail-Adresse: marktplatz@dradio.de -
: J!Cast 52: Grundrechte in Europa
: J!Cast 52: Grundrechte in Europa Der J!Cast Folge 52 behandelt das Thema „Grundrechte in Europa“:
Der Fall, in dem ein Musikrechteinhaber die persönlichen Daten eines Filesharers ergattern möchte, ist nicht neu. Nun war hiermit aber sogar der EuGH befasst und entschied, dass auch der effektive Schutz geistigen Eigentums das Recht auf informationelle Selbstbestimmung nicht übermäßig einschränken dürfe. Die Filesharer-Daten bekamen die spanischen Rechteinhaber deshalb nicht. Damit legte der EuGH aber nicht einfach nur Richtlinien aus, wie wir es zunächst von ihm gewohnt sind, sondern er prüfte auch Grundrechte und wägte diese gegeneinander ab.
Doch woher nimmt der EuGH Grundrechte? Schließlich hat die EU doch noch nicht einmal eine Verfassung… Welche Rolle EMRK, die Grundrechte-Charta und nationale Grundrechte auf europäischer Ebene spielen und wie der EuGH damit umgeht, erfuhr Laura Dierking im Gespräch mit Dr. Katrin Neukamm. Offen blieb dabei, ob der EuGH nun möglicherweise auch im Fall der Vorratsdatenspeicherung entsprechendes Gewicht auf ein Grundrecht der informationellen Selbstbestimmung legen würde. Egal scheint es ihm zumindest nicht zu sein…
Hier ist die 10MB grosse MP3.
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: Wie man Youtube abschaltet
: Wie man Youtube abschaltet Es gibt ja einige Dinge, wo man sich anschliessend etwas wundert: Beispielsweise wenn Youtube am gestrigen Sonntag zwei Stunden weg war und die Schuld bei einem pakistanischen Provider liegen soll. Ursache war laut Macworld die Sperrungsverfügung von pakistanischen Behörden, die ein Video auf Youtube wegzensiert haben wollten: Pakistan causes worldwide YouTube blackout. Irgendwie hat der pakistanische Provider diese dann so erfolgreich umgesetzt, dass halt der ganze Dienst global weg war.
The company blamed the outage on erroneous routing information introduced by a Pakistani ISP after Pakistani authorities ordered ISPs there to block the site on Friday. Traffic to YouTube was misrouted for around two hours, rendering the site inaccessible for many users around the world, YouTube said on Monday.
[Danke an Torsten]
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: Nachrichtenüberblick 21.2.2008
: Nachrichtenüberblick 21.2.2008 ars.technica: Lessig wants to build a „creative commons in Congress“.
Heise: Und noch eine Klage gegen The Pirate Bay.
NYT: Sorry, Boys, This Is Our Domain.
Sydney Morning herald: War on music piracy.
Futurezone: Mehr Demokratie für die ICANN.
Heise: Generalsekretär des Anti-Piraterie-Verbandes AEPOC unter Piraterie-Verdacht.
EFF: Open Source Advocate, Canadian Copyfighter, and AT&T Whistleblower Win Pioneer Awards.
Creative Commons: Approved for Free Cultural Works.
ORF: Fenster in eine andere Welt. -
: Nächste Woche: Cory Doctorow in Berlin
: Nächste Woche: Cory Doctorow in Berlin Zur re:publica kann Cory Doctorow aufgrund seiner neuen Vater-Rolle leider nicht kommen. Dafür ist er kommende Woche für eine Lesung aus seinem Buch „Upload“ und einem anschliessenden Gespräch in Berlin.
Nach „Backup’ “ erscheint nun sein neuer Cyber-Thriller: ‚Upload’ ist die Geschichte von Art Berry, Konsumforscher und in einem zweiten, geheimen Leben Mitglied einer durch Internet-Kontakte entstandenen Gruppe von Computer-Freaks. Diese Gruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, eine neue Nation zu bilden, eine Nation, die nur im Internet existiert. Doch dieser Plan erweist sich bald als lebensgefährlich.
Die Eckdaten: Donnerstag, 28. Februar 2008 ab 20.30 Uhr im Mudd Club, Große Hamburger Straße 17, Berlin-Mitte und das kostet 5 Euro.
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: Zentrales Melderegister und der Datenschutz
: Zentrales Melderegister und der Datenschutz Bei Zeit-Online gibt es einen Artikel über das geplante zentrale Melderegister: Kennziffer für jeden.
Die Gefahr: Je mehr Daten über eine solche eindeutige Zuordnung zu finden sind, desto mehr Lebensbereiche lassen sich dank des Personenkennzeichens durchleuchten, und umso genauer sind etwaige Profile des Betroffenen. Daher hat das Bundesverfassungsgericht 1969 im Mikrozensusurteil entschieden, dass es hierzulande kein allgemeines Personenkennzeichen für die gesamte Bevölkerung geben darf. Die Richter kamen damals zu dem Schluss, dass der Staat statistische Erhebungen machen dürfe, dass er aber nicht das Recht habe, „den Menschen zwangsweise in seiner ganzen Persönlichkeit zu registrieren und zu katalogisieren“ und ihn damit „wie eine Sache zu behandeln, die einer Bestandsaufnahme in jeder Beziehung zugänglich ist“. Denn es verstoße gegen die Menschenwürde, „Menschen zum bloßen Objekt im Staat zu machen“. Das Urteil gilt als Vorläufer des Rechtes auf informationelle Selbstbestimmung und es ist bis heute relevant.
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: Nachrichtenüberblick vom 20.2.2008
: Nachrichtenüberblick vom 20.2.2008 Pro-Linux: Neue Studie der EU über Open Source in Entwicklungsländern.
Telepolis: Schweizer Bank geht gegen Whistleblower-Seite vor.
Taz: Hacker erfindet Kopierschutz-Killer.
Futurezone: Musikwirtschaft umgarnt Provider.
Heise: Bürgerrechtler: Finnische Internetzensur schießt übers Ziel hinaus.
Heise: Harvard-Fakultät schafft offenen Zugang zu wissenschaftlichen Arbeiten.
Umgebungsgedanken: Podiumsdiskussion über Korruption.
Blogpiloten: Was weiß Facebook über dich?
Zeit: Obama online, Ole offline.
Heise: FBI saugte versehentlich E‑Mails einer ganzen Domain ab.
Zeit: „Danke für den Spam!“ -
: Easterhegg 2008 in Köln: Call for Participation
: Easterhegg 2008 in Köln: Call for Participation Über Ostern gibt es wieder das traditionelle Easterhegg, welches 2008 in Köln stattfindet. Das Easterhegg ist das jährliche Familientreffen des Chaos Computer Clubs. Es findet vom 21. (Karfreitag) bis 24. März (Ostermontag) 2008 im Bürgerhaus Stollwerk in Köln statt. Dazu wurde jetzt ein Call for Participation gestartet. Hier kann man eigene Beiträge einreichen. Diese Veranstaltung ist als Workshopwochenende gedacht, deshalb liegt der Fokus auf praktischer und angewandter Wissensvermittlung zum Lernen und Mitmachen.
„Das Motto der Veranstaltung ist „Follow the white rabbit“. Von den spielerisch-erkenntnisphilosophischen Ansätzen in Lewis Carrols mathematischen Wunderland wird die Brücke geschlagen zum Abstieg hinein in den Kanninchenbau der technisierten Lebenswelt unter dem Einfluss von Technik und Wissenschaft als Ideologie. Alternativ darf auch ganz einfach mit viel Spaß am Gerät gehackt werden. Always yield to the hands-on imperative.
Der letztmögliche Termin für die Einreichung ist Freitag, der 7. März 2008, Mitternacht MEZ. Eine Veröffentlichung des Easterhegg-Programms und die Benachrichtigung über die Annahme erfolgt bis zum 14. März 2008.“
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: Lessig for Congress
: Lessig for Congress Seit einigen Tagen schwappt das Gerücht durchs Netz, dass Lawrence Lessig für den US-Kongress kandidieren könnte. Der Abgeordneter seines Districts ist gerade gestorben und die demokratische Partei muss demnächst jemanden nach nominieren. Eine praktische Gelegenheit für eine Kandidatur, zumal der Distrikt in Kalifornien liegt und viele Technologiefirmen dort ansässig sind. Zuerst gab es eine Facebook-Gruppe „Lessig for Congress“. Dann tauchte die Tage draftlessig.org als Kampagnenseite auf. Diese beiden Initiativen wurden von Unterstützern gestartet. Seit gestern ist lessig08.org online und er hat angekündigt, in den nächsten Tagen nochmal ausführlich eine mögliche Kandidatur in seinem Blog zu reflektieren.
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: Podiumsdiskussion in Leipzig zu „Privatsphäre 2.0
: Podiumsdiskussion in Leipzig zu „Privatsphäre 2.0 Am 23. Februar 2008 findet von 19 bis 22 Uhr in Leipzig die Podiumsdiskussion: „Privatsphäre 2.0? – Die Auswirkungen und Probleme der Überwachung auf den Bürger“ statt. Organisiert wird sie von der Leipziger Ortsgruppe des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und durchgeführt im Campus Jahnallee. Der Eintritt ist frei.
Es sprechen:
* Bernhard Bannasch (Mitarbeiter des Sächsischen Datenschutzbeauftragten)
* Volker Höhne (Landeskriminalamt Sachsen)
* Johannes Lichdi (Mitglied der Grünenfraktion im Sächsischen Landtag und Mitglied des Innenausschusses)
* Enrico Bräunig (Innenpolitischer Sprecher der SPD-Sachsen)
* Tilo Dinter (Rechtsanwalt und Mitgründer des Rechtsanwaltbüros Dinter Kreißig und Partner in Leipzig)[…]Vor diesem Hintergrund hat die Leipziger Ortsgruppe des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hochkarätige Vertreter aus Politik, dem Datenschutz und den Ermittlungsbehörden zu einer Podiumsdiskuion eingeladenen. Im Anschluss an die Podiumsdiskusion wird das Publikum ausführlich Gelegenheit haben seine Fragen an die Redner zu richten.
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: Erfolgreiches Scheitern – eine Götterdämmerung des Urheberrechts
: Erfolgreiches Scheitern – eine Götterdämmerung des Urheberrechts Von Rainer Kuhlen ist das Buch „Erfolgreiches Scheitern – eine Götterdämmerung des Urheberrechts“ erschienen. Das Buch kostet 39,90 Euro. Allerdings gibt es das Buch auch im Netz zum kostenfreien PDF-Download unter einer Creative Commons Lizenz.
Ein bildungs- und wissenschaftsfreundliches Urheberrecht — so hatte es die gegenwärtige Bundesregierung in ihrer Koalitionsvereinbarung gewollt. Drastischer ist wohl kaum je ein politisches Ziel verfehlt worden. Durch das mit Wirkung Anfang 2008 gültige Gesetz ist für jedermann erkennbar, dass das Urheberrecht zum Handelsrecht wird. Alle Bemühungen der Wissenschaft, diese fatale Entwicklung zu verhindern, sind erst einmal als gescheitert anzusehen.
Letztlich wird es aber doch eher ein erfolgreiches Scheitern sein. Immer mehr Personen in Bildung und Wissenschaft wird bewusst werden, dass sich nicht gegen, aber doch unabhängig vom Urheberrecht neue freie, selbstbestimmte Formen des Umgangs mit Wissen und Information (Open Access) entwickeln müssen. Dabei wäre es auch über das Urheberrecht denkbar einfach. Es genügte ein Satz: Verwertungsrechte im öffentlichen Bereich von Bildung und Wissenschaft können von Urhebern nicht exklusiv zur kommerziellen Verwertung abgetreten werden. Wissen, zumal das mit öffentlichen Mitteln produzierte, kann nicht privates Eigentum sein. Es soll eine dritte Runde in der Urheberrechtsanpassung geben. Die von Bildung und Wissenschaft zu verfolgenden Ziel werden hier formuliert.
ISBN 978–3‑940317–21‑6, 644 S. / Hardcover, 39,90 € (D), 41,02 € (A), 64,00 CHF
Der Download des Buches ist kostenfrei, allerdings weist Rainer Kuhlen auf die Möglichkeit hin, an das Aktionsbündnis Urheberrecht zu spenden:
Daher hat das Aktionsbündnis jetzt einen Förderverein zur Unterstützung des politischen Engagements des Aktionsbündnisses gegründet. Ich bitte Sie daher um eine Spende zugunsten dieses Fördervereins. Das eingehende Geld geht vollständig an diesen und soll mithelfen, die Aktionen des Aktionsbündnisses professioneller und hoffentlich wirkungsvoller zu machen. Das Aktionsbündnis kann sich ja als Erfolg zurechnen, dass der Bundestag bei der Verabschiedung des Zweiten Korbs beschlossen hat, einen Dritten Korb einzusetzen, der explizit ein Bildungs- und Wissenschaftskorb sein soll. Mit Ihrer Spende unterstützen sie die Interessen von Bildung und Wissenschaft bei den Verhandlungen im Dritten Korb.
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: FDP Hamburg akzeptiert Spam-Abmahnung
: FDP Hamburg akzeptiert Spam-Abmahnung Über die virale Spam-Attacke der FDP-Hamburg hatten wir vorletzte Woche ausführlich berichtet. Hanno Zulla hatte im Anschluss eine Abmahnung an die FDP-Hamburg geschickt, um im Optimalfall vor Gericht zu klären, ob die „getarnte Wahlwerbung in dieser Form illegal ist und ob der Auftraggeber einer Guerilla-Marketing-Kampagne für das Verhalten seiner Agentur mithaftet“. Darauf lässt man sich aber nicht ein und akzeptiert die Abmahnung.
Letzte Woche hatte es telefonisch noch anders geklungen, wie Hanno schreibt: “Wenn Sie auf diese Abmahnung bestehen wollen, werden wir das sportlich sehen. Dann feuern wir zurück. Das wird sehr teuer für Sie.” Jetzt wissen wir wenigstens, was die FDP unter „zurück feuern“ versteht. Klingt wie ein Wahlversprechen.