Campaigning
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: Mit Apps und Browser-Extensions gegen SOPA
: Mit Apps und Browser-Extensions gegen SOPA Im Kampf gegen gegen den „Stop Online Piracy Act“ (SOPA) entstehen neue Formen des Online-Protests, die in Zukunft möglicherweise auch in anderen Themenfeldern zum Einsatz kommen könnten. Die jüngsten Beispiele dafür sind die Browser-Extension für Chrome „No SOPA“ sowie die Android-App „Boycott SOPA“. Ziel ist in beiden Fällen, die Befürworter von SOPA als solche kenntlich zu machen (siehe auch „SOPA: Wer sagt was?“).
Die Chrome-Extension blendet dazu im Browser bei Webseiten von SOPA-Befürwortern einen roten Warnbalken mit dem Schriftzug „SOPA Supporter! This company is a known supporter of the dangerous ‚Stop Online Piracy Act’ “ ein.
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: Wieviel Macht hat Wikipedia?
: Wieviel Macht hat Wikipedia? Die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia ist als Wissensressource aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken. Nachdem der Schwanengesang auf das gedruckte Lexikon verklungen ist, nimmt das Projekt eine Stellung ein, die man als marktbeherrschend bezeichnen kann. Wenig verwunderlich also, dass es auf umstrittenen Gebieten immerwieder zu Grabenkämpfen kommt und dass Lobbygruppen versuchen, Einfluss zu nehmen.
Doch neben der Macht des Wissens scheint Wikipedia mittlerweile auch eine neue Machfunktion zu besitzen: Als Protestplattform – was nicht unumstritten ist.
Seit am 4. Oktober die Community der italienischen Version gegen einen als „Maulkorberlass“ empfundenen Gesetzentwurf „streikte“ und alle Seiten auf eine Protestnote umleitete, wurde deutlich, welchen Einfluss man auf diese Art nehmen kann. Denn die nicht mit der Betreiberorganisation Wikimedia abgestimmte Aktion war von Erfolg gekrönt, der Entwurf wurde entschärft und seit dem Ende der Regierung Berlusconi hat man nichts mehr darüber gehört.
Morgen wird in den USA die Debatte zu SOPA wieder aufgenommen (wir berichteten), und die Mutter aller Wikipedien bringt sich in Stellung: Auf http://en.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:SOPA_initiative wird abgestimmt, auf welche Art und Weise der Protest erfolgen soll. Ein erster Erfolg ist bereits zu verzeichnen: Das einleitende Statement von Wikipedia-Papa Jimmy Wales sorgte für etwas Medienecho, und sogar auf der anderen Seite des Atlantiks wurden ein paar Druckerzeugnisse auf den möglichen Sargnagel des freien Internets aufmerksam. Auch in der deutschen Sprachvariante will man sich solidarisch zeigen. Vielleicht hilft es ja, denn der ein oder andere Abgeordnete wird sicherlich wieder so gelangweilt vom Politik machen sein, dass er versehentlich beim rumsurfen über die Folgen seiner Handlungen aufgeklärt werden könnte – auf welcher Sprache auch immer.
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: Spenden-Banner für den Digitale Gesellschaft e.V.
: Spenden-Banner für den Digitale Gesellschaft e.V. Vergangene Woche hatte ich über unsere kleine Fundraising-Kampagne für den Digitale Gesellschaft e.V. gebloggt und nachgefragt, ob uns jemand auch schöne Banner dafür spenden kann. Wir haben daraufhin viele zugeschickt bekommen, die ich nach und nach drüben alle sammeln werde. Dort finden sich auch Vorlagen und Infos zu unserem Font, etc.
Hier ist vorab eine kleine Auswahl. Vielen Dank für alle Einsendungen.


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: Netzaktivisten fordern „Urheberrecht für das 21. Jahrhundert“
: Netzaktivisten fordern „Urheberrecht für das 21. Jahrhundert“ Wikimedia Deutschland, Digitale Gesellschaft und Open Knowledge Foundation Deutschland haben ein gemeinsames Positionspapier veröffentlicht, das ihre Kritikpunkte am heutigen und Kernforderungen für ein neues Urheberrecht enthält. Anlass war die Rede der EU-Digitale-Agenda-Kommissarin Neelie Kroes, über die wir berichtet hatten: sie meinte, Urheberrecht sei zu einem „Hasswort“ verkommen.
Disclaimer: Zwischen Digitale Gesellschaft e.V. und Autoren/Betreibern von netzpolitik.org gibt es Überschneidungen.
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: Mitmachen: Stoppt ACTA!
: Mitmachen: Stoppt ACTA! Wenn Ihr Euch Sorgen um ACTA gemacht habt: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zum handeln!
Am 1. Oktober haben einige Verhandlungspartner das sogenannte Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) unterzeichnet. Dieses plurilaterale Abkomment soll einen neuen „goldenen Standard“ für den weltweiten Kampf gegen Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen im Netz schaffen. Der Text wurde von insgesamt 39 Ländern geheim verhandelt. Nationale Parlamente, internationale Organisationen und die Zivilgesellschaft wurden vollkommen von den Verhandlungen ausgeschlossen. Die einzelnen Bestimmungen des Texts sind so vage gehalten, dass sie Grundrechte eingeschränken und zu einer privatisierten Zensur im Internet führen werden. Das Abkommen schafft zudem neue strafrechtliche Sanktionen, die nicht nur erhebliche Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit, den Zugang zu Kultur und Datenschutz haben werden, sondern auch dem internationalen Handel schaden und Innovation lähmen werden.
Das ACTA-Abkommen wird nun bald auch von der EU und den einzelnen Mitgliedstaaten ratifiziert. Hierfür muss das Europäische Parlament das Abkommen absegnen oder ablehnen. Daher haben wir jetzt die Chance, alle Europaparlamentarier an ihre Verantwortung zu erinnern, sich für unsere Bürgerrechte und den europäischen Binnenmarkt einzusetzen und „Nein“ zu stimmen.
Alle Infos zum Mitmachen und informieren gibt drüben es beim Digitale Gesellschaft e.V.
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: SWR2 über Stephan Urbach und Telecomix
: SWR2 über Stephan Urbach und Telecomix Das Dschungel-Magazin Machtee auf SWR2 hat Stephan Urbach von Telecomix interviewt. Das 22 Minuten lange Gespräch gibt es auf absehbare Zeit als MP3.
Ein Netzaktivist ist Tag und Nacht im Internet unterwegs, so stellt man sich das vor. Auf unseren Gast Stephan Urbach trifft das zu, er engagiert sich bei Telecomix, einem Netzwerk internationaler Computerfreaks. Sein Grundanliegen ist ein freies, unzensiertes Internet, und da liegt ein weiteres Betätigungsfeld auch ganz nahe: er macht Politik bei der Piratenpartei. Stephan Urbach ist 1980 im hessischen Lauterbach geboren und lebt heute in Berlin. Er unterstützt die arabischen Demokratie-Bewegungen mit seinem technischen Know how. Ägyptischen Bloggern, deren Seiten gesperrt wurden, half er, wieder ins Netz zu gelangen, und gab Tipps, wie man sicher surfen und Informationen an der Zensur vorbei ins Ausland schicken kann. In letzter Zeit arbeitet er mit anderen Netzaktivisten daran, Informationen zu bekommen und sie dann zu veröffentlichen, wie die syrische Regierung mithilfe westlicher Technologien ihre Bürger ausspioniert und verfolgt. Und dafür sind sichere Wege, damit die Opposition in Syrien die Internetüberwachung umgehen kann, die Grundvoraussetzung.
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: Hollands Regierung überlässt Microsoft Schlüsselaspekte der Bildung
: Hollands Regierung überlässt Microsoft Schlüsselaspekte der Bildung Holland hat einige der progressivsten Richtlinien zu Freier Software und Offenen Standards weltweit. Doch nun teilte kürzlich die Bildungsministerin Marja Bijsterveldt mit, dass sie nicht bereit wäre, die eigenen Richtlinien der holländischen Regierung für Offene Standards umzusetzen. Stattdessen wird die Regierung eine lang anhaltende Abhängigkeit der Bildungseinrichtungen von einem einzigen Anbieter akzeptieren. Holländische Schüler, die Freie Software oder Geräte verwenden, die Silverlight nicht unterstützen, werden von den Online-Systemen der Schulen ausgeschlossen, weil proprietäre Technologie und geheime Formate verwendet werden sollen.
Für den Freie-Software-Unterstützer Jan Stedehouder zeigt dies, dass stärkere und zuverlässigere Richtlinien für Offene Standards nötig sind. Deswegen hat Stedehouder in Holland eine Kampagne gestartet. Das Ziel: öffentliche Einrichtungen sollen zur Verwendung Offener Standards verpflichten werden und es soll sichergestellt werden, dass alle Online-Dienste öffentlich finanzierter Einrichtungen herstellerunabhängig benutzt werden können.
Die Free Software Foundation Europe (FSFE) unterstützt die holländische Kampagne, die bereits von NLLGG, LPI Netherlands, NLUUG, HCC und fast 900 Individuen unterstützt wird. Sie fordern:
- den Holländischen Aktionsplan Holland offen in Verbindung stärken, indem die Verwendung Offener Standards wirklich verpflichtend für alle öffentlich finanzierten Institutionen gemacht wird
- einen herstellerunabhängigen Zugang auf alle Online-Dienste und Informationen verpflichtend für alle öffentlich finanzierten Institutionen machen – in diesem Fall für Bildungseinrichtungen;
- innovative Bildung in IT-Fähigkeiten fördern indem das Bildungsprogramm um herstellerunabhängige Fähigkeiten erweitert wird.
Mehr Hintergrundinformationen und aktuelle Entwicklungen findet ihr unter „Bildung befreien – für grenzenloses Wachstum“.
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: CRE: Hedonistische Internationale
: CRE: Hedonistische Internationale Chaosradio Express Folge 185 ist zwar schon zwei Wochen alt, aber hier bisher noch nicht verbloggt. Thema ist die Hedonistische Internationale und es geht um „Mit Freude, Lust und Genuss die Welt verändern“.
Die Hedonistische Internationale (HI) mischt seit einigen Jahren öffentliche Veranstaltungen und Medien durch provokativ-innovatives und vor allem spaßorientiertes Benutzerverhalten auf. Dahinter verbirgt sich eine pseudonym agierende und lose organisierte Gruppe von Leuten, die sich in voneinander unabhängigen Sektionen weltweit entfaltet. Den Spass im Wappen unterwandert die Gruppe die öffentliche Wahrnehmung auf, verzichtet dabei aber auf interne Hierarchien und wendet sich gegen ausuferndes Labeldenken.
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: Protect IP Act Breaks the Internet
: Protect IP Act Breaks the Internet In den USA tobt momentan mal wieder eine Debatte über Urheberrechtsverschärfungen. In der Diskussion um den Protect IP-Act geht es u.a. um den Aufbau einer Zensurinfrastruktur, um Webseiten zu blockieren (Wir hatten das in der Zensursula-Debatte). Kirby Ferguson, Autor der „Everything is a Remix“-Reihe hat einen guten kurzen Film zum Thema gemacht: Protect IP Act Breaks the Internet.
When I found out Fight for the Future needed help with their campaign against a new bill called PROTECT-IP, I had to take a little time away from Everything is a Remix Part 4 and produce the video above. PROTECT-IP is the latest piece of legislation aiming to chip away at your online rights in the name of protecting the entertainment industry’s business model. It’s legislation that won’t work, will give us yet more lawsuits, and will make the net worse.
Whether you lean right and hate business regulation, lean left and hate censorship, or lean neither way but hate useless legislation, PROTECT-IP is a bill everyone should oppose. I encourage you to head over to Fight For the Future and contact congress.
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: Copyright – Free Bieber!
: Copyright – Free Bieber! Auf das in den USA derzeit diskutierte Copyright-Gesetz Bill S.978, das unbefugtes Web-Streaming urheberrechtlich geschützter Inhalte potenziell zum Verbrechen machen soll, gibt es nun eine witzige Antwort, die Kampagne Free Bieber!
Mit S.978 drohen demjenigen, der „public performances by electronic means“ mit geschütztem Material, einschließlich Lipsynchs und Cover-Versionen, zum Besten gibt bis zu 5 Jahre Gefängnis. Die Antwort auf die Frage, was „public performances“ in diesem Sinne sein könnten, lässt sich leicht erahnen: Sollte Mutti zum Beispiel auf die Idee kommen, ihren talentierten Sprössling fördern zu wollen und Videos auf Youtube veröffentlicht, in denen dieser urheberrechtlich geschützte Titel singt, macht sie sich strafbar.
Um deutlich zu machen, wie absurd das ist, bittet die Aktion Free Bieber! nun um Unterstützung für Justin Bieber, dessen Karriere ähnlich begann, nämlich auf YouTube. Seine „public performances“ sind selbstgedrehte Videos, in denen er Titel populärer Interpreten covert, woraufhin er im Oktober 2008 entdeckt und von L. A. Reid bei Island Records unter Vertrag genommen wurde. Damit hat sich Bieber laut S.978 einer Straftat schuldig gemacht, da schon allein die Absicht genügt, aus Veröffentlichungen einen finanziellen Vorteil oder Gewinn ziehen zu wollen.
Sollte nun mancher Nicht-Fan der Meinung sein „Super, dann sind wir den los!“, der bedenke wie viele potenzielle Verbrecher inzwischen schon allein auf YouTube zu finden sind und mal ehrlich, 5 Jahre sind vielleicht doch etwas hart.
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: fluter: Jetzt reicht’s aber. Thema Protest
: fluter: Jetzt reicht’s aber. Thema Protest
Das fluter-Magazin wird von der Bundeszentrale für politische Bildung rausgegeben und hat in der aktuellen Ausgabe den Schwerpunkt „Jetzt reicht’s aber. Thema Protest“. Die komplette Ausgabe kann man als PDF herunterladen, auf der Webseite findet man auch die einzelnen Artikel als PDF. Und hier ist das Editorial:
Jetzt reicht’s aber. Thema Protest
Wenn Protest aufkommt, ist Vertrauen verloren gegangen. Proteste sind Akte öffentlicher Kommunikation durch Ungehorsam. Mit der Ruhe öffentlicher Ordnung ist es dann vorbei, die Routinen der Repräsentation werden durchbrochen.
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: Aktiv werden gegen Austausch von Fluggastdaten
: Aktiv werden gegen Austausch von Fluggastdaten Die Kampagne NoPNR hat einen Aufruf zum Mitmachen veröffentlicht:
Die Europäische Union verhandelt derzeit mit den USA, Australien, Kanada und anderen Drittstaaten über die Übermittlung von Fluggastdaten. Diese sogenannten passenger name record Daten (PNR) werden von Fluggesellschaften während des Buchungsvorgangs erhoben. PNR Daten umfassen Kontaktinformationen und Angaben über die Person (Adresse, Mobiltelefonnummer, Geburtstag, Kreditkartendaten, Passinformationen usw.) sowie personenbezogene Informationen über den Passagier, wie besondere Reisevorlieben und Beziehungen zu anderen Mitreisenden (z.B. Sitzplatzinformationen). Diese Daten sollen nun an Australien übermittelt werden und dort 5,5 Jahre gespeichert werden. Am 22. September wurde das EU-Australien-PNR Abkommen vom Rat angenommen, sodass wahrscheinlich während der Plenartagung im Oktober über dieses Abkommen im EU-Parlament abgestimmt wird.
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: Kanadischer Clip gegen Internetüberwachung
: Kanadischer Clip gegen Internetüberwachung Die kanadische Kampagnenplattform Openmedia.ca hat einen Videoclip gegen die geplanten Überwachungsgesetze der neuen kanadischen Regierung veröffentlicht. Diesen finde ich sehr gelungen, leider ist er nicht 1:1 übertragbar auf unsere aktuelle Debatte rund um die Vorratsdatenspeicherung. Bei uns geht es ja um Verbindungsdaten, der Clip beschreibt das Überwachen der Kommunikation.
Die Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung haben übrigens bereits 62.000 Menschen mitgezeichnet. Da geht in den kommenden 15 Tagen noch einiges.
(Danke an Uwe)
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: Unglaublich: Petition gegen Vorratsdatenspeicherung sprengt 50.000er Marke
: Unglaublich: Petition gegen Vorratsdatenspeicherung sprengt 50.000er Marke Am Wochenende waren wir noch etwas zurückhaltend und haben nicht wirklich dran geglaubt, dass wir bis heute die 50.000er Grenze bei der Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung erreichen würden. Immerhin hatten da erst 25.000 Menschen die Petition unterzeichnet und es wurden nicht wirklich mehr. Aber eben wurde die wichtige Marke überschritten und damit haben wir eine Öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages gewonnen!
Das Gute ist: Die Petition läuft noch weitere drei Wochen bis zum 06.10.2011 und es können noch viel mehr Menschen Gesicht zeigen gegen die Vollprotokollierung unserer Kommunikationsdaten. Zu verdanken ist der Endspurt einer tollen Mobilisierung unzähliger Menschen, die alleine in den letzten 30 Stunden rund 20.000 Menschen dazu bewogen haben, mit ihrem Namen gegen die Vorratsdatenspeicherung einzutreten. Danke allen dafür. Aber der Kampf ist erst zu Ende, bis wir die Vorratsdatenspeicherung endgültig besiegt haben.

Und das fordern wir vom Deutschen Bundestag im Rahmen der von Kai-Uwe Steffens vom Ak-Vorrat initiierten Petition:
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die verdachtlose Vorratsdatenspeicherung nicht zulässig ist. Darüber hinaus möge er die Bundesregierung auffordern, sich für eine Aufhebung der entsprechenden EU-Richtlinie und für ein europaweites Verbot der Vorratsdatenspeicherung einzusetzen.
Dieses Video kann gerne zur weiteren Mobilisierung genutzt werden:
Und hier ist die Pressemitteilung vom Digitale Gesellschaft e.V. dazu: Petition gegen Vorratsdatenspeicherung erfolgreich: 50.000 mal Nein!
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: Endspurt: Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung
: Endspurt: Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung Heute Abend um 23.59 Uhr endet die dreiwöchige Zeichnungsfrist für die Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung, um definitiv in einer öffentlichen Anhörung im Deutschen Bundestag vor dem Petitionsausschuss unsere Bedenken gegen die Vorratsdatenspeicherung vorbringen zu können – wenn 50.000 Personen mitzeichnen. Die Petition läuft zwar noch bis zum 6.10., aber wenn sie erst dann erfolgreich ist, befasst sich lediglich der Petitionsausschuss damit und unsere Bedenken werden wahrscheinlich nicht angehört.
Es fehlen noch rund 7500 Mitzeichner in den kommenden 16 Stunden. Zur Mobilisierung gibt es noch dieses kurze Video, was auch den Mitzeichnungsprozess nochmal ausführlich beschreibt.
Wer etwas verwundert ist, warum die Zeichnungsfrist erst heute endet und nicht gestern: Es gab da etwas Verwirrung, wie genau die drei Wochen gezählt werden und der Petitionsausschuss hat jetzt den 14.9. genannt.
Update: Wir haben noch einen Mustertext zum Weiterverschicken geschrieben:

Betreff: Ich hätte gerne 3 Minuten Deiner Zeit
Wo Du warst und wann. Mit wem Du geredet hast. Was Dich interessiert. Das alles geht niemanden etwas an. Vorratsdatenspeicherung heißt:
Über Dich und jeden anderen Bürger wird gespeichert,
- wo Du mit Deinem Mobiltelefon warst.
– mit wem Du dich unterhalten hast.
– wem Du E‑Mails geschickt hast.
– wann Du mit welcher Adresse im Internet gesurft hast.Und das alles mindestens sechs Monate.
Daher: unterstütze heute noch die Petition gegen Vorratsdatenspeicherung! Das kostet Dich 3 Minuten – und macht mich glücklich.
http://www.zeichnemit.deDieses Video erklärt, wie man in dem System mitzeichnen kann:
Und dieses Video erklärt nochmal in aller Kürze, warum man mitzeichnen sollte:
http://digitalegesellschaft.de/2011/09/video-gegen-vorratsdatenspeicherung-wir-speichern-das/ -
: Nachlese der „Freiheit statt Angst“-Demo
: Nachlese der „Freiheit statt Angst“-Demo Petrus war heute wie immer auf der FsA-Demonstration Datenschützer. Damit sorgte er dafür, dass sich mehr als 5000 Menschen am Nachmittag nach einem Protestmarsch vom Brandenburger Tor auf dem Alexanderplatz in Berlin versammelten, um gegen den Überwachungswahn zu protestieren.
Eine Fotoauswahl gibt es hier, einen Pressespiegel hier (bitte ergänzen!).
5000 Teilnehmer sind nicht so viele wie in den letzten Jahren, aber die Pressemitteilung des Bündnisses erklärt das ganz gut:
Seit der erfolgreichen Klage des Bündnisses vor dem Bundesverfassungsgericht gibt es in Deutschland keine Vorratsdatenspeicherung mehr. Auch die geplanten Internetsperren wurden verhindert – zwei große Erfolge für die Bürgerrechtsaktiven. “Unsere Bewegung hat sich verstetigt. Falls sich die Bundesregierung ernsthaft auf eine neue anlasslose Vorratsdatenspeicherung verständigen sollte, werden wir mit Sicherheit innerhalb kürzester Zeit wieder mehrere zehntausend DemonstrantInnen auf die Straßen bringen können”, so Kai-Uwe Steffens vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, der Initiator der gerade laufenden Online-Petition beim Deutschen Bundestag gegen die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung ist.Noch ein ganz wichtiger Hinweis: Bis Mittwoch müssen noch knapp 25.000 Menschen die Petition gegen die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung unterschreiben, damit es eine Bundestagsanhörung gibt:„Pünktlich zur Demonstration hat nach Angaben des Bündnisses die Online-Petition gegen die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung bereits 25.000 Unterzeichnende und damit die Hälfte der für eine Anhörung erforderlichen 50.000 Unterschriften erreicht. Bis Mittwoch, 14. September, sollen die nötigen 50.000 Mitzeichner zusammenkommen. Das Demo-Bündnis ruft daher auf, unter www.zeichnemit.de für die digitale Privatsphäre zu unterzeichnen.“Dieses Jahr gibt es einen ganz besonderen EU-Fokus, weil dort im Herbst die Überarbeitung der VDS-Richtlinie und die anlasslose Speicherung der Fluggastdaten (PNR) anstehen :„Parallel zum Berliner Auftakt wurde heute auch in Wien, Dresden und Luxemburg mit Demonstrationen und Protestveranstaltungen die Aktionswoche “Freedom not Fear” eingeläutet. Sie endet am kommenden Wochenende in Brüssel. Dort veranstaltet ein internationales Bündnis ein ganzes Aktionswochenende unter dem Motto “Freedom not fear” mit einer Demonstration am Samstag, einem Barcamp am Sonntag und Treffen mit Europaabgeordneten und Mitarbeitern der EU-Kommission am Montag.“ -
: Standortdaten: Wir speichern das!
: Standortdaten: Wir speichern das! Auch wenn das ambitionierte Ziel von 50.000 Mitzeichnern für die Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung bis zum 14.9.2011 im Moment etwas unerreichbar aussieht, kann man es ja trotzdem versuchen. Hier ist ein weiterer Mobilisierungsbeitrag, der uns von Alexander Svensson zugeschickt wurde. Wie immer gilt: Das Bild kann gerne weiterverwendet werden, um z.B. andere Menschen auf die Petition hinzuweisen.
Wer sich fragt, warum auf der ePetitionsseite ein anderes Datum steht: Das ist eine ziemlich dämliche Sache vom Deutschen Bundestag. Und zwar läuft eine Petition in dem System für sechs Wochen. Um eine Audienz im Petitionsausschuss zu bekommen, muss man allerdings 50.000 Mitzeichner in drei statt der sechs Wochen Laufzeit organisieren. Das steht irgendwo im Kleingedruckten und verwirrt nur. Bitte ändern!
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: Vorratsdatenspeicherung: Wir speichern das!
: Vorratsdatenspeicherung: Wir speichern das! Als Weiterentwicklung dieser Grafik hat @wortfeld ein wunderbares Mobilisierungsvideo für die Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung gemacht.

Hier ist das Video mit weiteren Motiven als MP4 und auf Youtube:
Und hier kann man gegen die Vorratsdatenspeicherung unterschreiben: zeichnemit.de.
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: 10.000 Mitzeichner gegen die Vorratsdatenspeicherung
: 10.000 Mitzeichner gegen die Vorratsdatenspeicherung Die aktuelle Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung hat heute die 10.000er Marke überschritten. Das ist noch zu toppen, toll wären 50.000 Mitzeichner, um ein Zeichen zu setzen. Mitzeichnen geht hier.
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: Günstig nach Brüssel zu Freedom not Fear
: Günstig nach Brüssel zu Freedom not Fear Eine Woche nach der „Freiheit statt Angst“-Demonstration in Berlin findet ja auch noch ein „Freedom not Fear“-Aktionswochenende in Brüssel statt. Samstag, den 17.9., gibt es eine Demonstration, Sonntag ein Barcamp, Montag Gespräche mit Europaabgeordneten und Kommissionsmitarbeitern, Abends natürlich noch Parties etc. Wer will, kann noch bis Dienstag in Brüssel bleiben und an der BruCon („Hacking for B33r“) teilnehmen.
Anreise und Übernachtung dazu können deutlich günstiger werden, wenn man schnell ist und sich noch an den zwei Besuchergruppenfahrten beteiligt, die von den Europaabgeordneten Jan Philipp Albrecht (Grüne/Deutschland) und Martin Ehrenhauser (fraktionslos/Österreich) angeboten werden. Hier gibt es Zuschüsse vom Besucherdienst des Europäischen Parlamentes. Die Gruppe von Albrecht wird vom FoeBuD organisiert, Karten gibt es dort im Shop. Es gibt einen Bus von Bielefeld über Düsseldorf, aber man kann auch individuell anreisen. Für die Gruppe von Ehrenhauser schreibt man eine Mail an martin.ehrenhauser-office (at) europarl.europa.eu. Hier bekomt man den Zuschuss direkt ausbezahlt und muss sich Anreise und Unterkunft selber organisieren.
Für die Leute mit ganz wenig Budget gibt es eine kostenlose Schlafgelegenheit, allerdings ohne Dusche – Schlafsack und Isomatte mitbringen!
