Berlin
-
: Politischer Salon: „Zeit für Allmende”
: Politischer Salon: „Zeit für Allmende” Die Heinrich-Böll-Stiftung hatte am vergangenen Donnerstag in Berlin zum ersten Mal zu einem interdisziplinären politischen Salon mit dem Thema “Gene, Bytes und Emissionen: Zeit für Allmende” eingeladen. Das Ziel dieses Salons ist es, eine „interdisziplinäre Debatte um die Zukunft der Gemeinschaftsgüter zu initiieren“. Geplant sind insgesamt sechs Treffen und ein Buchprojekt. Am Donnerstag waren ca. 30 Personen anwesend und die Diskussion ging ca. drei Stunden lang. Fand ich aber spannend, vor allem den Ansatz, Brücken zwischen den „Ökos von Gestern und Wissensgesellschafts-Freaks von morgen“ zu bauen (Original-Zitat aus der Diskussion).
Und das sind die Fragestellungen des Salons:
Gibt es eine gemeinschaftsgütergerechte Politik, die für den Erhalt der Vielfalt und Vitalität der Allmende taugt? Kann das Konzept der commons neue Impulse für die Kämpfe um gerechte Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum bieten? Wie und vom wem können Umgangsregeln mit den Gemeinschaftsgütern, gerechter Zugang und nachhaltige Nutzung demokratisch ausgehandelt werden? Der Salon “Zeit für Allmende” bietet Raum für Austausch und Inspiration zwischen den Disziplinen, um der politischen Wirkmächtigkeit, der sozio-ökonomischen, ökologischen, kulturellen und politischen Dimension der Allmende nachzuspüren.
Im Commonsblog gibt es jetzt den Eröffnungsbeitrag des Philosophen Ulrich Steinvorth, der am Donnerstag den Salon damit eröffnete. Er ging der Frage nach, was die beiden großen „Allmendbewegungen” (Öko und Wissensallmende) gemeinsam haben und was sie trennt.
Wir haben eine Aufzeichnung der dreistündigen Diskussion gemacht, die als OGG Vorbis zur Verfügung stehen. Einmal in kleiner Qualität mit 41 MB und einmal in besserer Qualität mit 100 MB. Beides ist 199 Minuten lang.
-
: 3Sat-Neues über die re:publica’08
: 3Sat-Neues über die re:publica’08 3Sat-Neues hat gestern über die re:publica’08 berichtet: re:publica 2008 – Die kritische Masse.
Anfang April traf sich die „kritische Masse” in Berlin. Das war gleichzeitig das Motto der zweiten re:publica, der Konferenz zur digitalen politischen Kultur im deutschsprachigen Internet. Rund 900 Teilnehmer, die meisten aktive Mitglieder der sogenannten „Blogosphäre“ mit scheinbar angewachsenen Notebooks auf den Knien, trafen sich dazu in der Kalkscheune in Mitte. Ein vollgepacktes Konferenzprogramm beleuchtete fast alle Aspekte der digitalen Welt, von der Qualitätsdiskussion bis zum Domainnamen-Scrabble.
Der Beitrag findet sich leider noch nicht im 3Sat-Neues Videopodcast, aber schon in der ZDF-Mediathek. Und hier zum einbinden in Blogs und sonstwo:
3Sat-Neues ueber die re:publica 2008 – Die kritische Masse from netzpolitik on Vimeo. -
: Resummee: re:publica´08
: Resummee: re:publica´08 Am Freitag Abend ist die „re:publica´ 08 – Die kritische Masse“ erfolgreich in Berlin zu Ende gegangen. Bevor der Alltag mich jetzt wieder vollkommen aufsaugt, bleibt noch etwas Zeit zu einem kleinen Resumee. In der kurzen Version: Es war schön und aus Veranstaltersicht auch unerwartet entspannt. Auch wenn man als Organisator sich die ganze Zeit wünscht, drei weitere Tage dran zu hängen, wo man selber nichts organisieren muss und stattdessen mit den vielen netten und interessanten Menschen vor Ort reden, diskutieren und feiern kann.
Viele Verbesserungsvorschläge aus dem Vorjahr hatten wir aufgenommen: Es gab mehr Strom und ausreichend Sitzmöglichkeiten ausserhalb der Räume.
Das Netz klappte weitgehend sehr zufriedenstellend. Als Aussenstehender vermag man die logistische Leitung gar nicht richtig einschätzen können: Aber ein funktionerendes Netz in dieser Grössenordnung hinzubekommen, ist eine grosse Kunst. In einigen Peaks waren über 500 Rechner gleichzeitig im Netz und das auf engem Raum. Dafür hat es super geklappt, von einigen kurzfristigen Problemen abgesehen. Hier nochmal ein grosser Dank an Cven und Alex von der Freifunk-Community. Wir freuen uns auch, mit einer Hardware-Spende den Ausbau der freien Infrastrukturen in Berlin fördern zu können.
Gabs mehr Blogger? Wenn man sich Technorati anschaut, dann gab es weniger Blog-Beiträge bei mehr Teilnehmern. Was sicherlich auch daran lag, dass viele im Moment Twitter-Abhängig sind. Trotzdem schade, letztes Jahr wurde mehr in den eigenen Blogs dokumentiert und kommentiert und das nicht nur in 140 Zeichen. Meinen Lieblings-Liveblogger hab ich leider selbst ausgeschaltet, indem ich Plomlompom einen Vortragsslot gab. Beim nächsten Mal muss er wieder mitbloggen.
Während der Planung hatten wir auch einige Vorträge in die Lounge gelegt. Die Intention war, dass sie unserer Meinung nach mehr Aufmerksamkeit bekommen sollten als in einem kleinen Raum und leider nicht mehr in den grossen Saal passten. Das hat leider nicht so gut geklappt, weil die Lounge dieses Mal von vielen dauerhaft bevölkert wurde und man vor Ort nicht mal kurz einen Vortrag dort machen konnte. Eine Erfahrung, die beim nächsten Mal zu einer besseren Plannug führt. Schade um die geplanten Sachen.
Was wir leider auch nicht planen konnten: Das wechselhafte Wetter und die verschiedenen Viren, die einige Referenten kurzfristig am Vortragen hinderten. Mich hatte es auch halb erwischt und ich dachte schon am Dienstag, ich müsste die Konferenz über im Bett verbringen. Hat dann doch noch irgendwie geklappt.
Was auch nicht so gut klappte, obwohl Tim uns ständig im Vorfeld aufgrund seiner Erfahrung mit den Chaos Communication Congressen eines besseren belehrte: Zeitpuffer hinter den Vorträgen und Diskussionen sind beim nächsten Mal notwendig. Auch wenn das Programm dann nicht mehr so schön auf dem Reissbrett aussieht, weil man immer eine viertel Stunde Puffer hinzufügt und die Anfangszeiten nicht mehr leicht verständlich auf jeder Stunde liegen.
Auch würde ich nächstes Jahr gerne mehr Frauen im Vortragsprogramm sehen. Das ist leider nicht so einfach, daher bin ich auf Eure Hilfe angewiesen. Also bitte mehr Hinweise auf interessante Frauen, die was zum Thema beitragen können. Ich weiss, ein allgemeines Problem von Konferenzen, wo es um Medien und Technologie geht. Das heißt aber nicht, dass es so bleiben muss.
Man kann es auch oft genug sagen, bloggen und twittern: Leute, nutzt https! Wenn aber trotzdem im Peak mehrere unverschlüsselte Passwörter in der Sekunde (!) durchs offene Netz schwirren, verzweifelt man trotzdem ob der Versuche ein wenig.
Die Video- und Audioaufzeichnungen haben auch prima funktioniert. Hobnox hat bei den Videostreams eine super Qualität abgeliefert und die aufgezeichneten Sachen aus dem grossen Saal stehen schon online zur Verfügung. Wir werden sie noch gesndert zum herunterladen und mit RSS online stellen. Ebenso hat Kaspar Metz mit den Audiostreams eine tolle ARbeit abgeliefert, die automatisch schon in MP3-Podcasts umgewandelt wurden und gleichzeitig vor Ort per Radio empfangbar waren.
Toll fand ich auch die vielen kleinen Innovationen, die kreative Menschen machten, wie die Aggregatoren für Twitter-Beiträge. Und die vielen Fotos, Videos und sonstige Beiträge. Alle spielten mit Medien rum und verbrachten trotzdem die Zeit sehr sozial miteinander, jeglichem Klischee wiedersprechend.
Wovon wir vollkommen überrascht waren, war das riesige mediale Interesse. Es nahm teilweise schon etwa surreale Züge an und war teilweise etwas stressig. Beispielsweise wenn Mittwochs Deutsche Welle TV kommt und Donnerstags Deutsche Welle TV Arabien. Oder morgens die RBB-Abendschau und mittags das ARD-Mittagsmagazin. Getoppt wurde es nur noch durch die RTL2-Nachrichten, die gewöhnlich über Britney Spears und Formel 1 berichten. Und fast alle stellten dieselben Fragen. Gefreut haben uns auch über gleich vier Berichte von dpa, die an viele Lokalzeitungen ausgeliefert wurden. Aus politischer Sicht fand ich das eigentlich ganz lustig, unserer Eltern-Generation auf verschiedenen Kanälen netzpolitische Forderungen zu senden und zu erklären, was wir da im Netz machen. Die Berichterstattung ist wahrscheinlich nur ein temporärer Trend und ich glaube nicht, dass das mediale Interesse nächstes Jahr erneut so gross sein wird. Irgendwann ist es ja auch mal vorbei mit dem „Zoo“, was „Blogger“ und „Internet“ noch für viele zu sein scheinen. Der Medienspiegel ist auf jeden Fall beachtlich gewachsen und da stehen längst nicht alle Beiträge drin, sondern nur das, was wir über Google-News fanden. Und viele interessante Beiträge sind entstanden. Auch die Süddeutsche Zeitung hat wieder einen grossen Beitrag zur Qualitätsdebatte abgeliefert, weil der Journalist vor lauter Nerds nur Sex sah:
No porno, please, we’re „Süddeutsche Zeitung“. (Beim nächsten Mal schreiben wir es deutlicher ins Programm, dass nach 20 Uhr die Spass-Sachen kommen.)Und sonst? Sonst scheint es der überwältigenden Mehrheit der Teilnehmer gefallen zu haben, wie ich vielen Kommentaren und Blog-Postings entnehme. (Wenn man mal von den üblichen handvoll Verdächtigen absieht, die in ihren fernen Wohnungen über alles rummotzten und niederbloggten, was sie verpassten) Das freut mich und motiviert zu einer weiteren re:publica´ 09. Vermutlich wieder im April. Vielleicht auch wieder zehn Tage nach Ostern, weil Ostern nächstes Jahr später ist. Dann gibts auch einen weiteren grossen Saal in der Kalkscheune und wir können mit den Örtlichkeiten mitwachsen.
Danke nochmal an alle Beteiligten, Vortragende, Helfer und an all die entspannten Teilnehmer für drei tolle Tage. Und ich freue mich wieder darauf, mehr Zeit zum bloggen zu haben.
-
: Live-Streams der re:publica´ 08
: Live-Streams der re:publica´ 08 Am MIttwoch Vormittag startet die „re:publica´ 08 – Die kritische Masse“ in der Kalkscheune in Berlin. Wir sind seit einer Woche ausverkauft und wir erwarten im Laufe der kommenden drei Tage mehr als 900 Teilnehmer an der Konferenz rund um Blog, soziale Medien und die digitale Gesellschaft. Nicht nur weil wir seit einer Woche ausverkauft sind, wird es Live-Streams geben. Der Video-Stream aus dem grossen Saal steht schon und wird von unserem Sponsor Hobnox bereit gestellt.
Dazu gibt es Audio-Streams aus den Workshopräumen 1 und 2, die wir auch über Radio-Frequenzen in die Umgebung ausstrahlen. Alle Inhalte sollen später auch als Podcasts zur Verfügung gestellt werden. Danke an Kaspar Metz dafür.
-
: Emerge and See Filmfestival
: Emerge and See Filmfestival Am Montag war ich zusammen mit Stefan Kluge von VEB Film Leipzig auf dem Emerge and See Filmfestival in Berlin, um Creative Commons als Alternative vorzustellen. Das Festival, was sich auch „Yet Another Media Conference“ nennt, fand drei Tage lang im Kino Babylon statt. Es gab Vorträge, Diskussionen und viele Filme zu sehen. Während ich die veränderten Rahmenbedingungen und Creative Commons vorstellte, sprach Stefan Kluge über seine Erfahrungen als Open Source Film Netlabel. Davon gibt es im Festival-Blog einen Bericht.
-
: transmediale.08 – CONSPIRE…
: transmediale.08 – CONSPIRE… Gestern ist die transmediale.08 mit dem Untertitel „CONSPIRE…“ eröffnet worden. Im Gegensatz zu den Vorjahren fand ich die Medienkunst-Ausstellung diesmal interessanter. Ich werde sie mir nochmal genauer in den nächsten Tagen anschauen. Auch das Programm ist interessanter geworden. Ein Live-Blog soll die transmediale begleiten. Da steht aber noch nicht viel.
Aus der Selbstbeschreibung:
Mit dem Thema CONSPIRE… zielt die transmediale.08 auf das breite Feld von Künstlern, Medienaktivisten und Akademikern, die auf dem Gebiet der digitalen Kunst und Kultur arbeiten und gleichzeitig unser Verständnis von kollaborativer und netzwerkbasierter Praxis weiterentwickeln und herausfordern. Angesprochen sind aber auch die interdisziplinären Tüftler, konspirativen Höhlenforscher und verdeckt arbeitenden Taktiker, die die unausgesprochenen Verhaltensregeln und scheinbaren Wahrheiten innerhalb unserer informationsgeleiteten Kommunikationskulturen und Glaubensstrukturen in Frage stellen, umgehen und unterlaufen.
Mit der Erforschung subversiver künstlerischer Methoden und der Entwicklung (konter-) konspirativer Strategien sollen mit CONSPIRE… neue Formen des Ausdrucks und eines digitalen Diskurses gefunden und der Versuch unternommen werden, die immer komplexeren Welten netzwerk-induzierter Narrative, kryptischer Umgebungen und spekulativer Ermittlungen zu durchdringen.
Für das Rahmenprogramm bieten wir am Freitag um 19:30 Uhr im newthinking store in Berlin-Mitte auch eine Veranstaltung an: Advocacy 2.0.
Ein konspiratives Treffen zu den vielfältigen Möglichkeiten und Strategien der Einflussnahme, der kollaborativen Kampagnen und der Gewinnung von Unterstützung für kulturelle und soziale Initiativen – auf den vernetzten Wegen des Internets.
-
: DORKBOT.BLN „People are doing strange things with electricity.“
: DORKBOT.BLN „People are doing strange things with electricity.“ Montag Abend gibt es in der c‑base in Belrin wieder das jährliche „DORKBOT.BLN „People are doing strange things with electricity.“ im Rahmen der Transmediale. Gestartet wird um 20:00 Uhr und der Eintritt beträgt 5 Euro. Als Mitglied der c‑base, bzw. als Inhaber eines Transmediale-Passes zahl mans nichts.
c‑base the secret spacestation underneath Berlin invites you to its 5th annual dorkbot.bln meeting in co-operation with www.we-make-money-not-art.com. Hosted by Tim Pritlove (CCC).
mikro.FM
„Your friendly neighborhood micro transmitter network and how to join in.“ http://www.mikro.fmFabienne „fbz“ Serriere
Future Fabrics: construction techniques for wearables with flexible and washable circuitry. http://fabienne.us02L – Outside Standing Level
„Unità Zero“ – An interactive set of five pads at power of two: 32 possible combinations of stunning videos and vibrating mixed audio sequences, triggered by stepping feet. www.02l.net/projects/interactive_setLetztes Jahr war es echt nett.
-
: Digital Game Archiv: Propagandaspiele
: Digital Game Archiv: Propagandaspiele Kommenden Dienstag findet im newthinking store in Berlin-Mitte wieder ein Treffen des Digital Game Archiv statt. Das Thema diesmal hat was mit „Serious Gaming“ zu tun und der Abend dreht sich um „Propagandaspiele“:
Computerspiele werden immer vielfaelltiger in einer breiteren Oeffentlichkeit diskutiert. Eine der interessantesten Aspekte diesbezueglich ist die Verwendung von Games als Propagandamedium in politischen Konflikten.
Wir werden uns die bekanntesten Vertreter dieses Genres anschauen und im Spannungsfeld zwischen ludologischen und narratologischen Positionen ueber die Grenzen und Moeglichkeiten solcher Unterfangen sprechen. Als special guest begruessen wir diesmal Niklas Schrape von der Hochschule fuer Film und Fernsehen Potsdam, der an seiner Promotion zu dem Thema arbeitet. Neben einer Einfuehrung in seine theoretischen Ueberlegungen wird er uns auch die folgenden Spiele vorfuehren, die teillweise nur z.B. in arabisch erhaeltlich sind und somit zwar namentlich recht bekannt sind, jedoch selten bei uns gespielt werden: „Under Siege“, „Special Force II“, „Peacemaker“, „Global Conflicts: Palestine“.
Beginn ist 20h und der Eintritt ist wie immer frei.
-
: Festakt zum 2. Europäischen Datenschutztag
: Festakt zum 2. Europäischen Datenschutztag Am kommenden Montag gibt es einen Festakt zum 2. Europäischen Datenschutztag mit dem Titel „Datenschutz 2.0 – Web 2.0“ in der Robert-Jungk-Oberschule, Sächsische Straße 58 in 10707 Berlin Wilmersdorf. Das ist eine gemeinsame Veranstaltung des Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit und des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit.
In zwei Stunden werden 10 Menschen sprechen, wie das Programm verspricht. Ich glaube aber nicht, dass ich dafür morgens extra nach Wilmersdorf fahren werden.
-
: Public Project Lead für Creative Commons in Deutschland
: Public Project Lead für Creative Commons in Deutschland Die „5 Jahre Creative Commons Party“ am vergangenen Freitag in der c‑base war voll und toll. Mit schätzungsweise 250 Menschen kamen viel mehr als wir erwartet und gehofft haben. Das Vortragsprogramm haben wir kürzer gestaltet als geplant, was u.a. daran lag, dass Lawrence Liang gesundheitlich angeschlagen war. Dafür hat die riesige Geburtstagstorte von Creative Commons International für alle gereicht und es gab viele Freigetränke, die wir von newthinking communications und dem Institut für Rechtsinformatik der Universität des Saarlandes gesponsort haben. Musikalisch hat Teamore von Pulsar Records wieder eines von seinen schönen Live-Sets gespielt und die Visuals mit CC-Content waren auch grossartig. Das tolle Party-Motive der Flyer und Banner, was freundlicherweise Kosmar für uns gestaltet hatte, wurde als DIN A1-Poster an viele der Anwesenden verteilt. Das Poster macht sich sehr schön an der Wand. Wir sollten öfters solche Parties machen, selten hat man soviele interessante Menschen an einem Ort. Danke nochmal an alle Beteiligten für die Mit-Organisation. Tolle Fotos hat Franz Patzig gemacht.

Foto von Franz Patzig (CC-NC-SA)Ankündigungen haben wir am Freitag auch gemacht: newthinking communications ist jetzt „Public Project Lead“ von Creative Commons Deutschland. Der Hintergrund ist, dass es bisher nur einen „Legal Project Lead“ gab, die Europäische EDV-Akademie des Rechts aus dem Saarland. Creative Commons ist ausserhalb der USA meist auf zwei Säulen aufgebaut: Der „Legal Project Lead“ kümmert sich um die juristischen Fragen der Lizenzen. Dazu gehört u.a. die Anpassung der internationalen Lizenzen an das jeweilige nationale Urheberrechtssystem. Der „Public Project Lead“ ist verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit und Community-Building. Mit der Übernahme dieser Aufgabe institutionalisieren wir bei newthinking communications unser langjähriges Engagement für Creative Commons und freuen uns über die Zusammenarbeit mit der Europäischen EDV-Akademie des Rechts und Creative Commons International. CCI wiederum kümmert sich als internationale Koordinierungsinstanz um die Portierung der Lizenzen und das Büro sitzt glücklicherweise mit einem tollen Team in Berlin.
Für uns als Agentur, die auf Open-Source-Strategien spezialisiert ist, ist Creative Commons schon seit Jahren ein spannendes und sehr wichtiges Thema. Wir haben viele Ideen und Konzepte, wie man die Verbreitung und Nutzung der Open Content Lizenzen weiter ausbauen kann und freuen uns auf die Aufgabe. Das wollen wir nicht alleine machen, sondern sehen uns vor allem als Maintainer eines der spannensten Open-Source-Projekte mit einer sehr starken und kreativen Community in Deutschland. Dazu mehr im neuen Jahr. Die Projektbetreuung bei uns werde ich übernehmen.
Weitere Ankündigungen auf der Geburtstagsparty waren, dass der Rohentwurf für die deutsche 3.0‑Version der CC-Lizenzen fertig ist und noch im Laufe des Wochenendes hier auf der Creative Commons Deutschland – Homepage online gehen und über die deutsche CC-Mailingliste verschickt werden wird. John Weitzmann dankte allen Mitwirkenden für den unermüdlichen Einsatz, allen voran dem „ATeam“ (Affiliate Team) an der Uni Saarbrücken und Herrn Prof. Herberger, der die Arbeit an der Lizenz begleitet und mit seinem Institut für Rechtsinformatik unterstützt. Und die Firma Mokono hat die Domain creativecommons.de übergeben und irgendwann sollte auch der DNS-Eintrag durch sein.
-
: 24C3-Preview
: 24C3-Preview Noch zwei Wochen, dann geht es wieder nach Berlin zum Chaos Communication Congress. Der Fahrplan ist fast fertig, und im jüngsten Chaosradio Express erzählen Tim Pritlove und Constanze Kurz viel Interessantes über Hintergründe, Organisation, Themen, Redner und so weiter. Es wird dieses mal mehr Workshops geben und einen Vortrags-Track weniger. Ausserdem gibt es erstmals eine Kita – die Hacker und Häcksen werden zum Teil auch älter und fangen an zu forken. Und der Bundestrojaner wird da sein – zum letzten Mal, denn wie Constanze nun offiziell verkündet hat, geht er anschließend als Dauerleihgabe ins Bonner Haus der Geschichte.
Bei heise gibt es eine kleine Zusammenfassung, aber es lohnt sich wirklich, den Podcast (mp3) komplett zu hören. Da kommt Vorfreude auf.
Ich habe dieses Jahr keinen Vortrag eingereicht, daher werde ich das Programm und die Community überwiegend ungestört und ungestresst genießen können. Beteiligt bin ich allerdings an zwei Workshops des AK Vorrat, einmal zum Thema „Resistance isn’t futile – next steps to a civil society movement“, zum anderen gibt es ein Treffen der internationalen Privacy-Aktivisten.
-
: Fünf-Jahre-Creative-Commons-Party am 14. Dezember in Berlin
: Fünf-Jahre-Creative-Commons-Party am 14. Dezember in Berlin
Diese Pressemitteilung haben wir eben als Ankündigung der CC-Geburtstagsfeier verschickt. Mittlerweile haben wir noch mehr Zusagen für interessante Redebeiträge. Das wird toll.Am Freitag, den 14. Dezember 2007 findet in der c‑base in Berlin die offizielle “Fünf Jahre Creative Commons Party” im Rahmen eines globalen CC-Party-Wochenendes statt. Der Eintritt ist frei.
John Weitzmann von Creative Commons Deutschland erklärt: “Vor fünf Jahren wurde in San Francisco Creative Commons gegündet. Die Idee damals war, eine Alternative zum Prinzip Alles-oder-Nichts aus dem klassischen Urheberrecht/Copyright zu bieten, die den heutigen Anforderungen von Netz, Kultur und Wissenschaft gerecht wird. Dieser andere Ansatz lautet „Share, Remix, Reuse – Legally” und bietet für das Streben nach kultureller Freiheit eine rechtliche Grundlage, ohne Urheberrechte in Frage zu stellen.“
Begonnen wird um 21:11 Uhr mit Vorträgen, Animationen, Präsentationen und Diskussionen zum Thema. In verschiedenen Redebeiträgen werden unterschiedliche Aspekte von Freier Kultur vorgstellt:
* Paul Keller von Creative Commons Niederlande berichtet über die europäische CC-Vernetzung und Projekte aus dem Nachbarland.
* Lawrence Liang von Creative Commons India wird über die Erfahrungen und die Fortschritte der offenen Lizenzen in Indien und Asien erzählen.
* Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe, wird in seinem Grusswort auf Parallelen zwischen Freier Software und Freier Kultur eingehen.
* Jürgen Werwinski, Redaktionsleiter NDR-Online berichtet über Hintergründe und Erfahrungen zum Pilotversuch der Nutzung von Creative-Commons-Lizenzen beim NDR.
* Markus Beckedahl von newthinking communications wird verschiedene weitere CC-Projekte aus Deutschland vorstellen.Michelle Thorne von Creative Commons International freut sich: “Gefeiert wird dann ab 23:32 Uhr mit Musik, DJs, Visuals und allem, was
zu einer richtigen Geburtstagsparty dazugehört. Die musikalische Begleitung kommt von Live-Acts des Pulsar-Records Netlabels.”Die c‑base ist in der Rungestrasse 20 in Berlin-Mitte zu finden.
-
: Noch mehr Netlabel-DJs für Creative Commons Party gesucht
: Noch mehr Netlabel-DJs für Creative Commons Party gesucht Nächste Woche Freitag findet in der c‑base unsere „5 Jahre Creative Commons Geburtstagsparty“ statt. Dafür haben wir schon Musiker gefunden. Wir suchen aber möglichst noch mehr DJs, die CC-lizenzierte Musik auflegen können. Bezahlen können wir nichts, weil die Party ehrenamtlich organisiert wird und keinen Eintritt kostet. Dafür gibts Ruhm und Ehre. Und evtl. Fahrtkosten.
-
: Land Berlin legt Widerspruch gegen Vorratsdatenspeicherung ein – irgendwie
: Land Berlin legt Widerspruch gegen Vorratsdatenspeicherung ein – irgendwie Heise vermeldet: Land Berlin legt Widerspruch gegen Gesetz zur TK-Überwachung ein. Irgendwie.
Das Land Berlin soll im Fall des vom Bundestag beschlossenen Gesetzes zur Telekommunikationsüberwachung den Vermittlungsausschuss des Bundesrats anrufen. Dass beschloss mehrheitlich jetzt das Berliner Abgeordnetenhaus, wie FDP und Linke am Freitag mitteilten. Der Antrag, Teile des am 9. November vom Bundestag beschlossenen Gesetzes zu überprüfen, soll bereits in der Sitzung des Bundesrates am 30. November gestellt werden, erklärte der FDP-Abgeordnete Björn Jotzo in einer Pressemitteilung.[…] Leider sei die rot-rote Koalition mit ihrer halbherzigen Beschlussfassung auf halbem Wege stehen geblieben, kritisierte Jotzo. Zwar werde das Land Berlin nun im Bundesrat versuchen, die Regelungen bezüglich des Schutzes von Journalisten, Rechtsanwälten und anderer Berufsgruppen zu überarbeiten. Jedoch sollen weiterhin nicht die Bürgerrechte nicht wirksam wirksam verdeidigt und die Bürger vor anlass- und verdachtsunabhängiger Überwachung geschützt werden, bemängelte der Liberale. Immerhin habe Rot-Rot jedoch seine ursprüngliche Position aufgegeben, den Vermittlungsausschuss nicht einzuschalten.
Man kann die Linkspartei in Berlin auch fragen, warum sie aus einem guten FDP-Antrag einen Wischi-Waschi-Antrag ohne Termin gemacht hat, der zudem nur die eine Überarbeitung der Definition der auszuschließenden „Berufsgeheimnisträgern“ beinhaltet?
[Danke an Sebastian]
-
: Berlin: Wohnung gesucht
: Berlin: Wohnung gesucht Mal schauen, ob man dieses Blog auch zur Wohnungssuche nutzen kann: Ich suche eine 2–3 Zimmer-Wohnung in Berlin zum 1.1.2008 (1.2.2008 geht alternativ auch). In Frage kommen die Stadtteile Friedrichshain, Prenzlauer-Berg, Mitte oder Kreuzberg. Am liebsten hätte ich zu einem günstigen Preis einen Altbau mit Dielen, toller Aussicht, Balkon, hell, ruhige Lage, möglichst zentral angebunden und nette Umgebung. Ich schliesse aber auch notfalls Kompromisse, wenn es trotzdem eine schöne Wohnung ist. Nur bei DSL mache ich keine Kompromisse, das muss funktionieren. (Für Nicht-Berliner: Tatsächlich gibt es nicht überall DSL in Berlin.)
Alternativ kann ich mir auch vorstellen, wieder in einer netten WG mit einem grossen Zimmer (oder 2 kleinen) unterzukommen. Freue mich über sachdienliche Hinweise an markus @ diesedomain.
-
: Mehr Überwachung in Berlin beschlossen
: Mehr Überwachung in Berlin beschlossen Mit den Stimmen der Linkspartei und SPD ist in Berlin gestern die umstrittene Novelle des Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes (ASOG) beschlossen worden.
Das Hauptstadtblog hat die wesentlichen Änderungen:
* Ausbau der Videoüberwachung an Bahnhöfen und Haltestellen mit uneingeschränktem Zugriff für Geheimdienste und Polizei auf diese Aufzeichnungen der Verkehrsbetriebe
* Eigene Kameras der Polizei an besonderen Orten
* Vermisste oder selbstmordgefährdete Personen sollen mittels IMSI-Catcher über ihr Handy geortet werden
* Zur Eigensicherung werden Videoaufnahmen aus Polizeifahrzeugen heraus erlaubt seinDie Taz berichtete im Vorfeld über die Motivation der Linkspartei, den Überwachungsmassnahmen zuzustimmen:
Die Linkspartei muss also weiter zittern. Eine Abstimmungsniederlage, sagte ein Sprecherin der Fraktion, hätte „verheerende Auswirkungen auf die Koaltion“. Die Linke würde ihre derzeit gute Position gegenüber der SPD verlieren.
Auch Heise berichtet über die Abstimmung: Hauchdünne Mehrheit für Verschärfung des Berliner Polizeigesetzes.
Die Humanistische Union hatte am heutigen Vormittag ebenfalls noch einmal an die Abgeordneten appelliert, den Vorstoß nicht abzusegnen. Laut der Bürgerrechtsorganisation hat sich gemäß den Ergebnissen des Pilotprojektes zur 24-Stunden-Videoaufzeichnung in Berlin die bisherige Praxis der Videoüberwachung bei der BVG nicht bewährt. Sie sollte deshalb einer kritischen Prüfung unterzogen werden, bevor über ihre Verlängerung oder gar Ausweitung entschieden werde. Die von der SPD erhoffte „generalpräventive Wirkung“ der elektronischen Augen sei nicht eingetreten, die Zahl der Sachbeschädigungen durch Graffiti und Vandalismus im Untersuchungszeitraum sogar leicht anstiegen. Die Behauptung des Entwurfs, die Videoüberwachung habe sich „als geeignetes Mittel“ zur Bekämpfung der Drogenkriminalität oder terroristischer Anschläge bewährt, sei „völlig aus der Luft gegriffen“.
-
: Fahrplan für den 24. Chaos Communication Congress
: Fahrplan für den 24. Chaos Communication Congress Der Chaos Computer Club hat eine erste Version des Fahrplans für den 24. Chaos Communication Congress (24C3) veröffentlicht. Ein paar Lücken sind noch da, die werden sich aber sicherlich schnellfüllen. Es sind wieder viele spannende netzpolitische Beiträge dabei. Ich mach kurz vor dem Kongress nochmal eine genaue Auflistung. Mein neu aufgelegter Talk vom Chaos-Camp über „23 ways to fight for your rights“ findet am zweiten Kongresstag um 16 Uhr statt. Der Kongress finde, wie immer, zwischen dem 27.–30. Dezember in Berlin statt.
-
: Grüne Berlin gegen freies WLAN?
: Grüne Berlin gegen freies WLAN? Özcan Mutlu sitzt als bildungspolitischer Sprecher der Grünen im Berliner-Abgeordnetenhaus. Soweit so gut. Etwas verwundert war ich aber, als ich eine Pressemitteilung von ihm zugeschickt bekam: W‑Lan für ganz Berlin, aber kein Geld für ein Schulanfänger-Starterpaket.
Es ist peinlich, was sich die Berliner SPD derzeit leistet: Sie will ein W‑Lan (Wireless Local Area Network) für ganz Berlin einrichten, aber keine Schulanfänger-Starterpakete finanzieren! Ein drahtloses Netzwerk für Berlin ist schön und gut, aber gleichzeitig nicht einmal die Minimalausstattung unserer Schulanfänger finanzieren zu wollen, ist keine Antwort auf die wachsende Kinderarmut.
Doch die SPD agiert wieder mal entgegen ihrer angeblichen sozialen Ausrichtung und zieht ein stadtweites W‑Lan den Interessen der bedürftigen Familien und Kinder vor, die dringend eine finanzielle Entlastung bräuchten. Es kann nicht sein, dass Berlins Glanz nach außen wichtiger ist als die soziale Bedürftigkeit der Berliner Kinder.
Ich weiss ja nicht, wie die SPD diese Pläne verkauft hat. Vielleicht hat sie tatsächlich gesagt, es gibt freies WLAN, dafür sparen wir bei „Schulanfänger-Starterpaketen“. Kann ich mir aber nicht vorstellen. Vermutlich ist es eher so, dass Özcan Mutlu keine Ahnung hat, was man mit einem freien WLAN anfangen kann, worum es in der Debatte geht und auf die Debatte drauf springt, um seine Themen irgendwie in einer Pressemitteilung unterzubringen. Ich wundere mich ja eh, dass ich öfter mal den Versuch gestartet habe, den Berliner Grünen die Forderung eines freien WLANs vorzuschlagen und dachte, dass sie am ehesten den Sinn dieser Forderung verstehen könnten. Dies ist nun die erste Reaktion aus grünen Kreisen darauf. Aber irgendwann bog die SPD um die Ecke und hat das Thema besetzt. Eine angemessene Reaktion der Grünen ist diese Pressemitteilung aber nicht. Eher spricht sie von Unkenntnis und evtl könnte man auch von Fortschrittsverweigerung sprechen. Und das ist schade. Von mir aus könnten sich ruhig alle Berliner Parteien der Forderung eines freien WLANs anschliessen.
