Datenschutz

Datenschutz, Dorkbot und Share

Gestern Abend war mal wieder ereignisreich, zumindest in Berlin. Los ging es mit dem „Europäischen Datenschutztag„, der in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt stattfand. Die Eröffnungsrede von Wolfgang Schäuble hab ich leider verpasst, weil ich noch Meetings hatte. Sonst war der Event eher staatstragend und die Hälfte der Anwesenden hatte schon graue Haare. Ich bin auch nicht lange geblieben, denn es war voll und alle Sitz-Plätze waren belegt. Ausserdem gab es spannendere Sachen zu erleben. Nett fand ich das „Datenschutz-Kartenspiel“ vom Unabhängigen Datenschutzzentrum Schleswig Holstein. Eigentlich nur ein gebrandetes Skatspiel, aber mit Datenschutzbezug. Wolfgang Schäuble schien erkältet und immer, wenn er zum sprechen ansetzte, klang er erstmal wie der Imperator von Star Wars. Kam mir zumindest so vor. Die Haltung der Hände unterstützte immer den Eindruck. Wiefelpütz von der SPD redete sich fast in Rage und argumentierte ziemlich wirr für den Bundestrojaner und die Online-Durchsuchung von Computern.

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Aber von dem Abend dürfte es doch sicherlich viele Artikel in den alten Medien geben, die ich bisher aber nicht recherchiert habe. Wer Hinweise auf interessante Artikel dazu hat, bitte in den Kommentaren posten.

In der Maria ging der Club Transmediale weiter. Erstmal stellte Paul Keller von Creative Commons NL die Lizenzen vor mit einem Focus auf Künstler und Artisten. Später gab es dann die Jam-Session von Share. Das war spacig und beeindruckend. Ich hab nicht genau gezählt, schätzungsweise waren aber mehr als 30 Personen beteiligt, einerseits Musik beizusteuern und andererseits Visuals auf drei Beamern zu zaubern. Hier sind mal zwei kleine Videos aus dem Raum:


Link: sevenload.com


Link: sevenload.com

Ich hab noch mehr Videos auch mit der besseren Kamera gemacht, aber die müssen noch irgendwann mal geschnitten werden. Heute ist übrigens Teil2 der Jam-Session ab 21:30h.

In der C-Base gab es noch den Dorkbot-Event. Das meiste haben wir leider verpasst. Aber wer rechnet auch damit, dass die einigermassen pünktlich anfangen. Den Multi-Touch-Screen hab ich so nicht verfolgen können. Höhepunkt des Abends war sicherlich der Auftritt von „(((controller-beat“. Das Projekt trat nur mit zwei Joysticks bewaffnet zur Steuerung der Musik auf, die Musik war gut und die Visuels noch besser. Hier ist auch mal ein kurzes Video davon:


Link: sevenload.com

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2 Kommentare
  1. Hoi hoi! der Text ist recht witzig. Die Situation allerdings überhaupt nicht. Mit der staatlich legitimierten Computersabotage ist es möglich, einen verdeckten Einbruch in die Privatsphäre der „Opfer“ zu unternehmen. Das „Opfer“ hat im Gegensatz zu einer Hausdruchsuchung nicht die Möglichkeit, Zeugen hinzuzuzihen oder einen Anwalt über die Zulässigkeit der Methoden zu konsultieren. Es ist dem „Opfer“ unmöglich, im Falle eines Falles, Manipulationen durch die Ermittler (so etwas soll ja schon vorgekommen sein) zu beweisen. Im Grunde hilft nur massiver Widerstand und die gemeinsame Arbeit an Abwehrmaßnahmen.

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