Die Berliner Morgenpost berichtet über einen Plan der SPD, ein WLAN für Berlin zu fordern: Internet für ganz Berlin.
Für die Hauptstadt-SPD wäre das auch ein interessantes Projekt für Gesamt-Berlin. „Mit einem berlinweitem WLAN kann das Land dafür sorgen, die Bedingungen für die Weiterentwicklungen im Kompetenzfeld Informations- und Kommunikationstechnologien zu unterstützten“, heißt es in dem Leitantrag.
Mit anderen Worten: Wenn Berlin erst so ein Netz für alle zur Verfügung stellt, könnte das Firmen dazu verleiten, neue Produkte für den mobilen Internetgebrauch zu entwickeln. Denn mit über drei Millionen potenziellen Kunden ist der Markt sehr interessant. Dadurch sollen auch in der Medien- und Kommunikationstechnologie neue Jobs entstehen. Schon jetzt arbeiten mehr als 62 000 Festangestellte in der Kommunikationsbranche. Mehr als ein Drittel dieser Jobs hängt mit der Verarbeitung von Daten oder Dienstleistungen rund um die Kommunikation zusammen. Die SPD will dieses wirtschaftspolitische Standbein durch ihren Plan stärken.
Nun muss man mal abwarten, ob dem kommenden „Leitantrag für eine Innovationsoffensive“ auch konkrete Taten folgen. Aber erfreulich, dass unser Lobbying anscheinend erfolgreich gewesen ist. Als ich vor Monaten mal damit begann, den Senat deswegen zu kontaktieren, wurde mir von den Experten erklärt, dass man sowas nicht benötige. Es gäbe ja schon genug (kommerzielle) Hotspots. Aber daraufhin gab es Gespräche, wo wir die Unterschiede klarstellen konnten. Für das Medienboard Berlin-Brandenburg haben wir bei newthinking communications daraufhin ein Kurzgutachten für die Realisierbarkeit als Auftragsarbeit verfasst. Das war quasi eine (nicht-technische) Argumentationshilfe für die Einführung eines freien WLANs für Berlin inklusive einer globalen Vergleichsanalyse, was in anderen Kommunen läuft und wie die Betreiberstrategien aussehen. Muss nochmal nachfragen, ob wir das Kurzgutachten mittlerweile veröffentlichen dürfen. Würde es gerne unter einer Cretaive Commons-Lizenz online stellen.