Aus der Reihe
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: Titanic zeigt die neuen Internetschilder
: Titanic zeigt die neuen Internetschilder Nach dem schon bekanntem Stop-Schild bastelt die Bundesregierung an weiteren Internetschilder. Die Titanic enthüllt jetzt das ganze Ausmaß:
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: UltraStar Deluxe: OpenSource Karaoke am PC
: UltraStar Deluxe: OpenSource Karaoke am PC
Mit UltraStar Deluxe soll nicht nur eine kostenlose und offene Alternative zu den Platzhirschen wie SingStar und Konsorten geboten werden, die Entwickler wollen die „beste Karaoke-Version bieten, die je geschaffen wurde“.
Dieses hohe Ziel lässt sich durch viele Vorteile erklären, die die Konkurrenz nicht bieten kann, z.B. Unterstützung für bis zu 6 Spieler, neue Spielmodi per Plugins oder Themes. Die großen Unterschiede stecken aber im Umgang mit der verwendeten Musik: manche Künstler, wie Shearer aus Berlin, die ihre Songs unter Creative Commons-Lizenzen vertreiben, bieten diese für die kostenlose Verwendung mit UltraStar Deluxe an. Externe Programme (zu finden im Wiki) durchsuchen zudem die eigene Musiksammlung und versehen sie automatisch mit kompatiblen Lyrics, Hintergründen und sogar den dazugehörigen Videos per Youtube.Ein kurzer Praxistest war vielversprechend: Das Design ist auf Augenhöhe mit den kommerziellen Karaoke-Produkten und eine erste Proberunde kann dank mitgelieferten Songs schon nach ein paar Minuten starten. Mit einem externen Editor können eigene Lieder hinzugefügt werden, wobei man hier vom Musikgeschmack der Community abhängig ist: die meisten Single-Auskopplungen sind verfügbar, ein getestetes „System Of A Down“-Album wurde nahezu vollständig importiert, oft bleiben ganze Alben jedoch unerkannt. Hier kann der Nutzer natürlich selber aktiv werden, was sogar mit verkürzten Wartezeiten beim Download von Lyrics belohnt wird. Somit können sowohl neueste Hits, wie auch unbekannte Lieblings-Songs schnell konvertiert werden, ein Feature, von dem Xbox & Co trotz Mikrotransaktionen noch weit entfernt sind. Karaoke-Klassiker, wie ABBA oder Take That, konnten leider nicht kurzfristig für einen Test organisiert werden, sollten bei Bedarf aber verfügbar sein.
Wer richtig protzen will, muss etwas Zeit in die Video-Einbindung investieren. Der automatische Download von Youtube-Clips funktioniert recht gut, die Qualität ist aber erwartungsgemäß grauenhaft. Auch erhält man statt dem erwarteten Musikvideo manchmal Überraschungen, zum Beispiel einen 2‑jährigen beim Gitarrespielen. Besser sind hier richtige Videos, die man sich aber selbst besorgen und einbinden muss.
Für ca. 50€ kann man sich ein Doppelpack kabellose Mikrophone der Konkurrenz besorgen, ansonsten reicht auch eine Klinken-Weiche für den Party-Einsatz. UltraStar Deluxe gibt es für Windows, Linux (hier gibt es einen Workaround für einen gängigen Fehler) und Mac, es werden noch Übersetzer für die Lokalisierungen gesucht.
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: Heute bei t‑Home im Angebot: Datenschutz
: Heute bei t‑Home im Angebot: Datenschutz Im Onlineshop von T‑Home kann man nun auch Datenschutz bestellen. Das Produkt ist sofort lieferbar und kostet 0 Euro inklusive Umsatzsteuer. Versandkosten werden nicht berechnet. Schnell zugreifen, bevor der Artikel ausverkauft ist!
[Danke an Mathias!]
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: Journalisten sind oft nicht besser als Web-Surfer
: Journalisten sind oft nicht besser als Web-Surfer Ein Soziologe hatte nach dem Tod einer leicht prominenten Person den Wikipedia Eintrag des Verstorbenen verändert und durch ein falsches Zitat ergänzt. Der Fake wurde von vielen klassischen Journalisten in große klassische Medien übernommen. Netter Artikel dazu auf arstechnica.
In Deutschland wird ja auch der Ruf nach Bestandschutz von journalistischen Verlagen laut – dafür sollte es dann aber auch eine Qualitätsgrundlage geben. Es ist ja kein Geheimnis, dass nur wenige Prozent (vielleicht auch nur eines oder weniger) der Gesamtkosten für Investigatives ausgegeben werden. Dann sollten wenigstens die „Fakten, Fakten, Fakten ;)“ stimmen.
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: Internetzensur-Gesetz: Zypries zu Zensursula
: Internetzensur-Gesetz: Zypries zu Zensursula Epilog: Aktuell hält die kommentierende Mehrheit unserer Leser die unten (und formals in der Überschrift) interpretierte, akustisch schwer verständliche Äußerung für etwas in die Richtung „Wir könn’ doch mal/ mir jetzt Bescheid sagen, dass Ihr hochgeht.” Ich glaube das immernoch nicht, will das aber mal als Gegendarstellung nicht ungenannt lassen. Andere behaupten bestätigen zu können, dass sie auf der Pressekonferenz auf jeden Fall wiederholt „Sch***.“ fluchte. Was auch immer exakt gesagt wurde, vermitteln Körpersprache und Simmlage doch deutlich ihre negative Haltung. (In dieser Urslaubszeit tut hier der Fileupload bei mir auch leider nicht …)
Hier
die letzteeine interpretierte Bemerkung unserer Justizministerin Brigitte Zypries unmittelbar vor Beginn der gestrigen Pressekonferenz der Bundesregierung zum Start der Internetzensur-Gesetzgebung zu Familienminisiterin Ursula von der Leyen:„Wir könn’n nochmal“ – Hier ist Scheiße, einmal so [und knallt beim „Hier“ ihre Tischvorlage hin]
Quelle: ARD-Aktuell Beitrag für die 14h Tagesschau vom 22. April 2009.
Unglaublich ehrlich – und immerhin laut genug. (Ja, ich hab mir die Stelle > 42x verstärkt, komprimiert und verlangsamt angehört.)Sehr lesenwert auch die Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung: Zickenkrieg im Bundeskabinett.
Danke liebe ARD. Kann wer bitte noch nen Mitschnitt der gesamten Pressekonferenz bereitstellen?
Auch interessant: Gesetze betreffend des Fernmeldewesens sind des Bundesrates Zustimmungs-pflichtig. Die Bundesregierung sieht das hier natürlich anders.
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: Urlaub
: Urlaub Ich bin bis zum 2. Mai nicht in Deutschland und mache etwas, was ich seit einigen Jahren nicht mehr richtig hatte: Urlaub. Die Computer bleiben zuhause und ich werde lieber einige Büchern lesen, für die ich sonst keine Zeit habe. Unregelmässig werde ich vielleicht mal in meine Mails schauen. Das heißt aber nicht, dass hier auf netzpolitik.org nichts mehr los ist. Es gibt hier ja noch mehr Blogger mit Schreibrecht ausser mir und die werden hoffentlich über alles wichtige weiter berichten. Ein paar Sachen hab ich auch vorgeschrieben, die in der Zeit online gehen.
Meinen Twitter-Account @netzpolitik verleihe ich für die 18 Tage an Ralf (@bendrath) und Wetter (@wetterfrosch), die dort bei relevanten Sachen Nachrichten schicken.
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: 2000 Euro ePlus Rechnung?
: 2000 Euro ePlus Rechnung? Es sind so die kleinen Highlights, die einen als ePLus-Kunde immer glücklich machen. Heute bekam ich gleich ein großes Highlight serviert: Eine SMS mit dem Inhalt „Ihr Nutzungsaufkommen ist ungewöhnlich gestiegen. Zu Ihrer Sicherheit haben wir Ihre Karte gesperrt. Bitte melden Sie sich unter…“ Interessiert hab ich beim Kundenservice angerufen, um zu erfahren, wie ich denn mit einem kurzen angenommen Anruf in Russland und ca. 4–5 weitergeleiteten SMS ein „ungewöhnliches Nutzungsaufkommen“ erzeugt haben könnte. Und siehe da: Ganze 2000 EURO soll ich jetzt ePlus zahlen. Wegen der vielen Internetverbindungen. Nun interessiert mich natürlich, wie das zustande kommt. Wo ich das Internet gar nicht genutzt habe. Mein Handy ist jetzt übrigens gesperrt, bis ich die Rechnung gezahlt habe. Danke ePlus.
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: newthinking sucht Entwickler
: newthinking sucht Entwickler Wir können aktuell noch etwas Verstärkung in der Entwicklungsabteilung von newthinking communications gebrauchen. Konkret suchen wir
Jemanden mit Typo3-Erfahrung für einen festen Halbtagsjob mit Sitz in Berlin.
Eine/n Java-EntwicklerIn auf freier Basis für ein fest umrissendes kleines Projekt auf Basis von Liferay, was vermutlich ein 3‑Wochen Job ist. Auch hier sollte der Sitz in Berlin sein, zwecks Meetings.Spiel, Spass und Freude an der Entwicklung und Anwendung von Freier Software werden vorausgesetzt. Start ist bei beiden so früh wie möglich. Bewerbungen bitte an jobs (@) newthinking.de.
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: Karl-Theodor zu Guttenberg im Interview
: Karl-Theodor zu Guttenberg im Interview Hier kann man unseren neuen Wirtschaftsminister mal etwas genauer kennenlernen:
Im Rahmen einer Video-Trilogie ‚Der Frankenwald im Jahreskreis’ hatten wir im Oktober 1999 unter anderem auch Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg in seinem Familienschloss besucht und interviewt. Heute, fast 10 Jahre später und nach seiner Ernennung zum Bundesminister für Wirtschaft und Technologie der Bundesrepublik Deutschland, ist es vielleicht für viele interessant und aufschlussreich, sich seine damaligen Aussagen zu den Grundüberzeugungen der zu Guttenbergs und seinen eigenen Zukunftspläne anzuhören. [Interview starts 1:14 min.]
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: Die Welle nach der Abmahnung
: Die Welle nach der Abmahnung Jetzt ist es gerade etwas mehr als vier Stunden her, seitdem ich die Abmahnung der Deutschen Bahn AG gebloggt und getwittert habe. Und ich bin immer noch etwas erschlagen, von dem vielen positiven Feedback. Seit bald acht Jahren blogge ich jetzt abmahnfrei unter dieser Domain. Einige Dokumente hab ich in der Zeit auch veröffentlicht, die teilweise vorher auch schon durch die Medien geisterten, aber dort nur zitiert wurden. Ich veröffentliche diese Dokumente wie auch das interne Memo zur DB-Rasterfahndung, weil ich denke, dass sich jeder selbst eine Meinung bilden können sollte. Ich bin auch der Meinung, dass eine aufgeklärte Demokratie wie in unserem Lande das zulassen sollte. Und dieses Dokument ist für den öffentlichen Diskurs rund um die Überwachungsaffäre bei der Deutschen Bahn AG relevant.
Ich bin mir bewusst, dass es auch andere Wege gibt, Dokumente öffentlich zu machen und verweise gerne auf mein Podcast-Interview mit Wikileaks.org. Ich hab es trotzdem hier online gestellt. Am Anfang war ich etwas verwundert, dass das Dokument kaum Interesse fand. Eine Handvoll Blogs berichteten darüber. Umso erstaunter war ich über die Abmahnung heute. Zumal diese parallel zu Medienberichten kam, wonach Mehdorn in der Affäre Fehler einräumte.
Nun ist die Abmahnung da und das Feedback aus dem Netz ist überwältigend. Mir war bewusst, dass ich irgendwann mal Probleme bekommen könnte mit der Veröffentlichung eines Dokumentes. Aber mir war auch bewusst, dass ich dann Rückhalt bekomme, indem ich es öffentlich mache und transparent die Geschichte beschreibe. Das hat bisher besser geklappt, als ich es im Hinterkopf immer gedacht habe. Ich bin stolz auf Euch und Eure Hilfe dabei!
Zum ersten Mal hab ich bewusst bemerkt, wieviele Follower ich bei Twitter habe, denn die Weiterleitungen meines Hilfe-Tweets hören gar nicht mehr auf. Und in der nächsten Welle kamen die Blog-Postings. Und innerhalb ganz weniger Stunden schwappt die Geschichte gerade in die Mainstream-Medien rüber. Und findet sich von Spiegel bis Heise auf immer mehr News-Seiten. Auch bekam ich schon Hilfsangebote aus den Reihen der Grünen, der FDP-Fraktion und der Linksfraktion, die das thematisieren wollen. Nur zu!
Mittlerweile hab ich auch Rücksprache mit meinen Anwälten von JBB Berlin gehabt, die mich unterstützen werden. Thorsten Feldmann und sein Team helfen in juristischen Fällen auch dem Wikimedia e.V. und ich weiß mich da in guten Händen. Daher ist der Stand gerade der, dass ich das Dokument online lasse und die Unterlassungserklärung nicht unterzeichne. Das Dokument ist mittlerweile eh nicht mehr aus dem Netz zu nehmen, innerhalb kürzester Zeit wurde es u.a. bei Wikileaks, Pirate Bay und unzähligen anderen Stellen gespiegelt.
Oftmals kam schon das Angebot, mich finanziell zu unterstützen, falls es zu einem Verfahren kommen sollte. Dafür bin ich dankbar und komme ggf. auf die Angebote zurück. Auch wenn ich hoffe, dass dieser Fall nicht eintreten wird. Denn einerseits habe ich andere Dinge zu tun, als mich mit einem Rechtsstreit zu beschäftigen und kann die Zeit durchaus sinnvoller nutzen und mich mit Netzpolitischen Themen beschäftigen. Andererseits kann man Geld auch sinnvoller für politische Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit verwenden, um auf die Bedeutung von Bürgerrechten im digitalen Zeitalter hinzuweisen.
Mal schauen, was die nächsten Tage bringen werden. Ich muss erstmal kurz durchatmen. Und überlege gerade, wie man das Thema und auch die Sache DFB vs. Jens Weinreich auf der re:publica Anfang April als Diskussionspunkt unterbringen kann.
Mehr Infos:
Julia Seeliger hat kurz nach Bekanntmachung der Abmahnung das erste Interview mit mir gemacht.
Bei Carta finden sich zehn Gründe, warum die Bahn diesen publizistischen Konflikt mit Netzpolitik verlieren muss.Pressespiegel:
DerWesten: Bahn geht gegen Berliner Blogger vor
Golem: Bahn mahnt Netzpolitik.org ab.
HNA: Deutsche Bahn mahnt Blogger ab und legt ein Lauffeuer.
N24: Bahn mahnt Blogger ab.
Heise: Bahn mahnt Blogger wegen angeblichen Verrats von Geschäftsgeheimnissen ab.
Horizont: Drohgebärde gegen Blogger wird für die Bahn zum Bumerang.
Focus.de: Bahn geht gegen Weblog vor.
Futurezone: Deutsche Bahn mahnt Netzpolitik.org ab.
Zoomer: Bahn vs. Blogger: Nichts als Ärger.
Augsburger Allgemeine: Deutsche Bahn mahnt Blogger ab.
Spiegel: Blogger-David trotzt Bahn-Goliath.
Taz: Hart bleiben gegen Mehdorn.
Tagesspiegel: Bahn-Aufsichtsrat berät über Mehdorn.
Taz: Kommentar: Ein Bahn-Chef von gestern.
Taz: Interview mit dem Abgeordneten Anton Hofreiter: „Es gab weitere Fälle“.
Taz: Brisantes Bahn-Memo: Hart bleiben gegen Mehdorn.
Deutschlandradio Kultur: „Notfalls bis zum Bundesverfassungsgericht durchfechten“. (MP3)
Chip: Die Datenschutz-Doppelmoral der Deutschen Bahn.
Freitag.de: Aus dem Gleis geraten.
Stern.de: Bahn vs. Blogger – „Die müssen uns ernst nehmen“Update Mittwoch, 16:45 Uhr:
Jetzt sind etwas mehr als 24 Stunden um. Nachdem die Onlineberichterstattung ihren vermutlichen Höhepunkt erreicht hat, steigen immer mehr traditionelle Medien ein. Die Geschichte wird morgen in einigen überregionalen Zeitungen erscheinen. Und beim Deutschlandradio Kultur bin ich morgen ab 9 Uhr in der Sendung zu hören.
Mittlerweile gibt es auch konkrete Solidaritätsbekundungen aus der Politik. Von Seiten der Grünen haben die Bundestagsabgeordneten Toni Hofreiter und Volker Beck das Memo gespiegelt. Volker Beck hat heute auch eine mündliche Anfrage an die Bundesregierung gestellt:
Welche Vorschriften wurden danach im Einzelnen durch wen gegenüber wem verletzt), und welche Konsequenzen ziehen die Vertreter der Bundesregierung im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn bzw. als Eigentümer der Deutschen Bahn daraus?
Bündnis 90/Die Grünen als Partei spiegeln das Memo nun auch und haben eine Meldung dazu veröffentlicht: Grüne solidarisieren sich mit netzpolitik.org.
Auf Reaktionen der anderen Parteien und Fraktionen warte ich noch und verlinke gerne weitere Solidaritätsbekundungen. Hierzu hab ich gestern schon mit einem FDP-Bundestagsabgeordneten telefoniert, der auch was machen wollte.
Spiegel-Online berichtet in einem dritten (!) Artikel heute Nachmittag über Reaktionen der Bahn-Pressestelle:
Ein Sprecher der Bahn begründete das Vorgehen gegen Beckedahl auf SPIEGEL-ONLINE-Anfrage damit, dass es sich bei dem veröffentlichten Papier „nicht um ein abgestimmtes Protokoll der Unterredung“ handele, sondern um eine „Darstellung aus Sicht des Datenschutzbeauftragten“. Darin sei teilweise „die Faktenlage nicht korrekt wiedergegeben“. Gleichzeitig enthalte der Text Passagen, die man als „Verrat von Betriebs- oder Geschäftsgeheimnissen“ einstufe. Weil Beckedahl der erste gewesen sei, der das vollständige Dokument öffentlich gemacht habe, sei die Abmahnung an ihn geschickt worden.
Die Deutsche Bahn AG will den Druck wohl aufrecht erhalten. Freitag läuft die Frist der Abmahnung ab. Diese habe ich übrigens immer noch nicht mit der Post zugestellt bekommen. Bisher hab ich nur die gemailte PDF-Version.
Mal schauen, was als nächstes kommt.
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: Klingonische Oper im Radio
: Klingonische Oper im Radio Das dürfte was für Trekkies sein: Deutschlandradio Kultur sendet heute Nacht um 0:05 eine Klingonische Oper von Frieder Butzmann: juHrop. Was es nicht alles gibt…
„Die Klingonen sind martialische Dickköpfe. Man kennt sie als kriegerisches Volk vom Planeten thlingan aus der Fernsehserie Star Trek. Aber die Klingonen lieben auch die Musik und die Lyrik. Ihr größter Dichter war Shakespeare von der Erde, der angeblich einer der ihren war. Die Klingonische Oper „juHrop“ (sprich tschuch-rop, dt. Heimweh) spielt hemmungslos mit Pauken und Trompeten auf einem heroischen Monumentalorchester, das durch synthetische Gregorianik und elektronische Hi- und Lofi Effekte angereichert wurde. Die Story ist blutrünstig und herzerreißend wie ihre Vertonung. Der Gesang ist Klingonisch und Chinesisch.“ (Frieder Butzmann)
Komposition und Realisation: Frieder Butzmann
Libretto: Frieder Butzmann, Barbara Lauterbach, Lieven Litaer, William Shakespeare
Mitwirkende: David Moss, Udo Scheuerpflug, Diamanda Galás, Margarete Huber, Moabiter Motettenchor u.a.
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2009
Länge: 52’06Vermutlich wird die Oper nicht im Podcast auftauchen. Also aufzeichnen.
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: 10 x Spaß mit George W. Bush
: 10 x Spaß mit George W. Bush Die David Letterman Show hat die 10 lustigsten Fernseh-Momente mit George W. Bush zusammengestellt:
[via]
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: Doku über Nirvana’s Nevermind-Album
: Doku über Nirvana’s Nevermind-Album Mal was vollkommen unpolitisches: Bei Google-Video findet sich eine Dokumentation über die Entstehung des „Nevermind“-Albums von Nirvana. Kann man dort auch herunterladen.
Und hier gibts übrigens „Last Days – Die letzten Tage von Kurt Cobain“ zu sehen, ein Film über das Entstehen – oder nicht Entstehen – des letzten Albums von Nirvana.
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: Gesucht: Kleine Kamera für Interviews
: Gesucht: Kleine Kamera für Interviews Ich suche eine kleine Kamera mit USB für NetzpolitikTV- Interviews. Im Moment hab ich einen digitalen Camcorder, der allerdings auf DV aufnimmt und Firewire will. Der Aufwand fürs einspielen und bearbeiten ist mir teilweise zu hoch. Man braucht Firewire, wartet bis einspielen fertig ist und muss das dann nochmal umrechnen. Ich würde ja mehr Interviews machen, wenn ich nicht diesen zusätzlichen Aufwand hätte. Ausserdem braucht man immer eine Tasche, ich würde gerne eine Kamera in der Jacke mitschleppen.
Die Flip Ultra scheint passend für meine Bedürfnisse zu sein: Klein, kompakt, 2GB und USB. Die Qualität ist dafür auch ganz gut. Und kostet in den USA 120–130 $, was umgerechnet in Euro um die 100 Euro sind. Das Problem bei der Flip ist leider, dass sie erst im April auf dem deutschen Markt erhältlich sein soll. Und mit Zoll und Steuern ist ein Import aus den USA wiederum recht teuer.
Daher meine Frage: Hat jemand eine günstige Quelle und gute Erfahrungen beim Online-Shopping gemacht, wo man in den USA oder UK die Flip Ultra bestellen kann? Oder gibt es Alternativen zur Flip Ultra, die schon in Deutschland erhältlich sind, dazu noch vergleichbar im Preis und in der Qualität? (Die „AipTek PocketDV AHD200″ ist vergleichbar günstig und nimmt HD auf, hat damit jemand schon Erfahrungen gesammelt?) Oder doch eine DigiCam mit eingebauter Kamera, wo der Ton und die Qualität auch gut ist? (Welche gibts da?)
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: Radio: Kriminalpolitik und Populismus
: Radio: Kriminalpolitik und Populismus Gestern gab es im Deutschlandradio Kultur in der Sendung „Zeitfragen“ einen Beitrag über „Der Kampf gegen das Böse – Kriminalpolitik und Populismus“.
Die Kriminalpolitik rüstet auf. „Zero tolerance“ ist mehr als nur ein Schlagwort für eine angeblich erfolgreiche Strategie. Bei dem derzeitigen Umgang mit Kriminalität fällt auf, dass verstärkt ethisch-moralische (Ab-)Wertungen gegenüber tatsächlichen, vermuteten oder besonders fokussierten Straffälligen in den Vordergrund rücken. Vermehrt tauchen politische Ideen, Vorschläge und auch sprachliche Gewohnheiten auf, mit denen Straffällige als schlecht und böse, bzw. moralisch minderwertig ausgewiesen werden. Und wer so ist, soll weniger mit Verständnis und mehr mit Gefängnis und Härte rechnen. Diese Art Kriminalitätsbekämpfung ist auf den ersten Blick bestechend einleuchtend und effektiv. Sie verschafft dem Bösen im Zweifel ein Zuhause: hinter Gittern geschlossener Anstalten. Das besänftigt die Ängste der Opfer und die Empörungen der Öffentlichkeit – und bringt auch Wählerstimmen.
Hier gibts das Transcript und hier die MP3.
Via Holgi, der auch den passenden Satz aus dem Transcript schon kommentiert hat:
Wir haben den Höchststand an Inhaftierten mit über 65.000 bei Gleichstand der Bevölkerung und bei einem Rückgang der Kriminalität.
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: Kleine Design-Änderung
: Kleine Design-Änderung Wir haben über Nacht mal das Template gewechselt. Das alte war etwas zerschossen und löste ständig neue Probleme aus. Die müssten jetzt alle mal beseitigt sein, ausserdem läuft der Server wieder schnell. Fallen Euch noch Probleme auf?
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: 007 Vorpremiere wegen DRM-Fuckup abgebrochen
: 007 Vorpremiere wegen DRM-Fuckup abgebrochen Ja, sie schießen sich so richtig schön selbst ins Knie – in der Vorpremiere in Bukarest wurde mitten im Film die Vorstellung abgebrochen. Grund:
«Unsere US-Partner hatten uns Passwörter für die Ausstrahlung des Films gegeben, da es ja die Vorpremiere war, aber die sind um 22 Uhr abgelaufen», zitiert das Online-Magazin Mediafax einen Kinovertreter. […] «Jetzt wissen wir, dass der Schutzmechanismus gegen Raubkopien funktioniert»
Von 20minuten.ch via Fefe, Danke. (AFP)
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: Durch die Nacht mit …
: Durch die Nacht mit … Zum Wochenende hin gibt es noch mal einen netten Link zur Entspannung ausserhalb der Reihe. Bei ARTE läuft regelmässug die Sendung „Durch die Nacht mit …“, wo zwei unterschiedliche Charaktere an einem Abend zusammen gebracht werden und vor den Kameras die Zeit miteinander verbringen müssen. Gestern gab es diese Sendung, die in der Mediathek noch sechs Tage zu finden ist:
In Hamburg trifft H. P. Baxxter, Frontman der deutschen Technoband „Scooter“, den Humoristen Heinz Strunk, dessen erfolgreicher Roman „Fleisch ist mein Gemüse“ im April 2008 als Kinofilm Premiere hatte. Nach gemeinsamem Musizieren im Tonstudio – Strunk spielt Querflöte – nutzen beide ihren Ausflug ins Hamburger Nachtleben für zahlreiche Gespräche, bei denen sie überraschenderweise häufig gleicher Ansicht sind.
„Fleisch ist mein Gemüse“ ist übrigens ein sehr lesenswertes Buch und Heinz Strunk sollte man sowieso mal eine eigene Fernseh-Sendung geben.
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: XKCD, der Internet-Minister, und wie Cory Doctorow und die Anonymität mal wieder die Welt retten
: XKCD, der Internet-Minister, und wie Cory Doctorow und die Anonymität mal wieder die Welt retten Frühjahr 2009. Der neue US-Präsident muss eine Krise beenden – die Internet-Röhren sind verstopft. Er will einen Internet-Minister ernennen. Doch dann greifen die Blogger ein. Die ganze Geschichte gibt es hier.
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: Technorati vs Google Blogsearch
: Technorati vs Google Blogsearch Wenn man die letzten Jahre über schauen wollte, was wann und wo in Blogs geschrieben wurde, ging man zu Technorati. Der Anspruch der Plattform war und ist, die meisten Blogs in eine Suchmaschine zu syndizieren. Dabei gab es immer wieder Phasen, wo Technorati eine gewisse Art von „Schluckauf“ hatte und kaum funktionierte. Das war meist temporär und man blieb trotzdem bei Technorati, weil die Ergebnisse einfach von allen Plattformen am vielseitigsten war. Das hat sich mittlerweile geändert. Vergleiche ich meine RSS-Feeds für bestimmte URLs, bzw. Stichwörter, schlägt Google’s Blogsearch mittlerweile Technorati um Längen und zeigt viel mehr Links an. Vor allem hat sich eine Sache geändert: Früher zeigte Technorati mehr oder weniger als einzige Plattform auch Links innerhalb des Templates und nicht unbedingt nur in Blog-Artikeln an. Das hat man jetzt wohl rausgeschmissen und auf einmal bietet Google dies an. Hab ich irgendwas in den letzten zwei Wochen verpasst? Dachte zuerst, meine RSS-Feeds hätten sich vertauscht.
Mal schauen, wie das weiterläuft und ob Technorati irgendwann mal wieder funktioniert oder es bessere Alternativen zu Google’s Blogsearch gibt.


