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Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.
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: EU-Kommission verpasst Chance für wirkliche Interoperabilität beim digitalen Fernsehen
: EU-Kommission verpasst Chance für wirkliche Interoperabilität beim digitalen Fernsehen Die EU-Kommission hat sich zum „Interaktiven Digitalfernsehen“ geäussert: Die Einführung neuer digitaler Dienste in Europa ist nach Ansicht der Kommission am besten durch freiwillige Standardisierung zu erreichen.
Für die Einführung des interaktiven Digitalfernsehens in Europa sind keine von Regulierungsstellen erlassenen verbindlichen technischen Normen erforderlich. Diesem dynamischen Markt dienen am besten freiwillige Standardisierungsinitiativen der Industrie, erklärt die Europäische Kommission in ihrer heute veröffentlichten Mitteilung über die Interoperabilität des interaktiven digitalen Fernsehens. Die Kommission will mit den Mitgliedstaaten daran arbeiten, einen reibungslosen und zügigen Übergang zum Digitalfernsehen sicherzustellen. Deshalb sollten die Mitgliedstaaten weiter offene interoperable Standards fördern, während die Kommission ergänzend dazu die europäischen Standards für digitales Fernsehen in anderen Regionen der Welt unterstützt.
Wer sowas schreibt, hat vermutlich nicht besonders viel von Interoperabilität verstanden. Dabei soll diese gerade durch die Initiative gefördert werden. Ich kann nicht verstehen, dass gerade bei einem sensiblen und wichtigen Zukunftsthema wie dem digitalen Fernsehen mal wieder die Industrie eine Selbstregulierung machen darf. Dies wird vermutlich dazu führen, dass sich die Industrie aus Gründen der Interoperabilität auf die Microsoft Formate konzentrieren wird, weil die ja eh fast überall auf den Microsoft-Betirbssystemen abspielbar sind. Hier verpasst die EU mal wieder grandios die Chance, für Offene Standards einzutreten und diese auch zu fördern.
P.S. Abgesehen davon war ich gerade etwas amüsiert und irritiert, wie professionell und zeitgemäss sich die „Audiovisuelle-und Medienpolitik“ der EU-Kommission auf einer EU-Webseite präsentiert.
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: Songbird – der „open source iTunes killer“?
: Songbird – der „open source iTunes killer“? Heute wurde Songbird vorgestellt. Songbird ist vergleichbar mit iTunes, aber im Gegensatz dazu frei, offen und unabhängig. Mit Songbird kann nicht nur auf einen Music-Store zugegriffen werden, sondern auf viele. Man kann Musik damit käuflich erwerben, aber auch Podcasts verwalten oder auf Songdatenbanken zugreifen, die Musik unter den Creative Commons Lizenzen zur Verfügung stellen. Songbird könnte so die kommende Killerapplikation für Menschen werden, die den Komfort bei iTunes schätzen, sich aber nicht in die Abhängigkeit und Unfreiheit von Apple begeben wollen.
Oder wie es der Core-Entwickler Rob Lord in einem Interview auf BoingBoing beschrieb: „Songbird is to iTunes what the Firefox browser is to those old, limiting online services. It opens up the whole internet to you as a music browsing experience.“
Ich bin gespannt. Im Moment gibt es leider nur eine Windows-Version. Andere Betriebssysteme werden in den nächsten Wochen unterstützt.
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: Wettbewerb: OpenOffice verschönern
: Wettbewerb: OpenOffice verschönern Zeichner aufgepasst: Noch bis zum 3. März ruft die OpenOffice.org-Gemeinschaft zum Wettbewerb auf, für die kommende Version des beliebten Office-Pakets neue, nützliche wie fantasievolle Vorlagen zu erstellen: Seien es Grafik-Gallerien, Clip-Art oder hilfreiche Makros, alles ist erwünscht. Die siegreiche Vorlage wird natürlich in der nächsten Version der Distribution PrOOo-Box enthalten sein.
Entsprechend den Vorgaben von OpenOffice.org müssen die Entwürfe im OpenDocument-Format eingesendet werden und unter der GNU LGPL lizenziert sein. Ein Formular zur Lizenzierung findet sich auf der Seite von OpenOffice.org.
Die beste Vorlage wird mit der kompletten Office-Bibliothek des Galileo-Verlags prämiert, unter allen Einsendern werden weitere Bücher des Software-Verlags verlost. Die Bekanntgabe der Gewinner findet schließlich am 11. März am OpenOffice.org-Stand auf der CeBIT statt.
Als weitere Neuerung steht ab sofort eine überarbeitete Version 2.0.1–1 der PrOOo-Box auf deutsch zum Download bereit. Die Zusammenstellung des OpenOffice.org-Pakets als Alternative zum Windows Office-Paket ist neben Linux auch für die Betriebssysteme Windows und OSX erhältlich. Neben vielen Erweiterungen und Verbesserungen enthält sie natürlich auch neue Vorlagen und Schriften.
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: Arbeit vor Ort: FOSS in Afrika
: Arbeit vor Ort: FOSS in Afrika Bereits im Januar fand die Konferenz „Africa Source II“ (AS II) in Uganda statt. Abgehalten auf einer Insel mitten im Viktoriasee wurde in einem achttägigen Workshop die Einbindung von Freier und Open Source Software (FOSS) bei Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) praktisch erörtert. Über 130 Mitarbeiter der NGOs und angeschlossene Experten kamen – geladen wurden unter anderem Wahlhelfer, Projekt-Manager, System-Administratoren aus gemeinnützigen Organisationen und Berater.
Auf der Africa Source II wurde vor allem ein Punkt eingehend erörtert, nämlich die Frage, wie Technologie am besten beim digitalen Zugang und für die Inhalte gemeinnütziger Projekte angewendet werden kann. Ziel war, die NGOs an die Anwendung von Open Source-Software heranzuführen, um ihre Effizienz zu verbessern. Ein wichtiger Bereich war dabei die Vermittlung und Anwendung Freier Software: wie jeder Bürger damit Informationen verarbeitet und sie eigenständig im Internet veröffentlicht. Als wichtigstes Ergebnis von Africa Source II bezeichnet Mitorganisator Allen Gunn bei newsforge die Stärkung des sozialen Netzes der Open Source-Verfechter untereinander. „Das ist wesentlich für den Aufbau von FOSS-Kapazitäten in Afrika“, erklärt Gunn. Er begrüßt die relativ hohe Beteiligung an weiblichen Teilnehmern mit 35 Prozent und hofft, in Zukunft die Geschlechterverteilung ausgleichen zu können. Das sei auch afrikanischen Frauenorganisationen wie LinuxChix Africa zu verdanken.
Die Konferenz wurde bereits in ähnlicher Form seit 2003 in Kroatien, Namibia, Indien und Tadschikistan abgehalten und soll dieses Jahr noch einmal im Mittleren Osten stattfinden.
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: SZ: Poll: Ist Linux eine echte Alternative zu Windows?
: SZ: Poll: Ist Linux eine echte Alternative zu Windows? Die Süddeutsche Zeitung fragt ihre Leser: Ist Linux eine echte Alternative zu Windows?
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: iRights: „Piratenjäger“ unter Verdacht
: iRights: „Piratenjäger“ unter Verdacht Dieser Artikel steht unter der Creative Commons Namensnennung-Keine Bearbeitung Lizenz 2.0 Germany und wurde von iRights.info übernommen.
„Piratenjäger“ unter Verdacht
Die GVU, die sich selbst gern als „kleines Bundeskriminalamt (BKA) für Urheberrechtsverletzungen“ bezeichnet, soll bei der illegalen Verbreitung von Filmen und Software geholfen und damit Urheberrechtsverletzungen begangen oder zumindest begünstigt haben.
Nach Recherchen von Heise-Online, onlinekosten.de und dem Computermagazin c’t soll die GVU Informanten aus der Raubkopier-Szene bezahlt, illegale Server finanziert und dafür gesorgt haben, dass Raubkopien den Weg ins Netz finden.
Die GVU wird von den Rechteinhabern der Unterhaltungsindustrie finanziert, um Verletzungen von Urheberrechten zu ermitteln und die Staatsanwaltschaft bei den Ermittlungen zu unterstützen. Auch Geld der öffentlichen Hand fließt in den Betrieb der „privaten Ermittlungsbehörde“. So soll die Filmförderungsanstalt nach Angaben von Heise-Online im vergangenen Jahr 600.000 Euro an die GVU gezahlt haben.
Schon vor zwei Wochen wurde nun bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Ellwangen am 24. Januar eine groß angelegte, bundesweite Razzia durchgeführt hat. Hierbei wurden an mehr als 200 Orten in Deutschland Räume von Personen durchsucht, die im Verdacht stehen, zur internationalen Raubkopier-Szene zu gehören. Bei den im Vorfeld der Aktion durchgeführten Ermittlungen half – wie in vielen anderen Fällen auch – die GVU. Wie der Heise-Verlag und onlinekosten.de berichten, wurden an diesem Tag allerdings auch die Räume der GVU durchsucht und Akten beschlagnahmt.
Anscheinend besteht der Verdacht, dass die GVU rechtliche Grenzen überschritten hat, um an Informationen zu kommen. Im aktuellen Heft der c’t wurden Indizien veröffentlicht (unter anderem E‑Mails, Kontoauszüge und Logfiles), die den Verdacht nahe legen, dass die „Piratenjäger“ Informanten aus der Raubkopier-Szene finanziell unterstützt haben, damit diese illegale Server betreiben konnten. Damit nicht genug: Die Informanten sollen sogar mit aktuellen Filmen und Musik versorgt worden sein, die dann über deren so genannte Release-Server rechtswidrig zum Download angeboten wurden.
Recherchen von c’t und onlinekosten.de bei Unternehmen der Entertainment-Branche haben ergeben, dass für derlei Handlungen jedenfalls zum Teil keine Zustimmung der Rechteinhaber vorgelegen hat. So schlossen etwa die Filmverleiher Tobis Film und Pandora Film kategorisch aus, der GVU oder sonst jemanden erlaubt zu haben, ihre Filme im Internet zu vertreiben.
Sollten sich die Verdachtsmomente bestätigen, hätte sich die GVU (oder besser: deren Mitarbeiter) Urheberrechtsverletzungen zuschulden kommen lassen oder zumindest Beihilfe dazu geleistet und sich damit strafbar gemacht. Eine Stellungnahme der GVU liegt bisher nicht vor. Auch die mittlerweile zuständige Staatsanwaltschaft wollte nicht angeben, ob die GVU dort als Zeuge oder Beschuldigter geführt wird.
Montag, 06.02.06, Till Kreutzer
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: Creative Commons Lizenzen sind kostenlos
: Creative Commons Lizenzen sind kostenlos Da es gerade wieder passierte. Eine Frage bezüglich der Creative Commons Lizenzen bekomme ich in letzter Zeit ständig zu hören: Wie teuer ist denn die Benutzung der Lizenzen?
Die Nutzung der Creative Commons Lizenzen ist kostenfrei. Kostet echt nichts! Ist das unserem deutschen Kulturraum geschuldet, dass viele nicht daran glauben, dass juristische Lizenztexte kostenfrei zu nutzen sind? Verwundert mich jedesmal.
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: Neues Rootkit für DVDs
: Neues Rootkit für DVDs Die koreanische Firma Settec liefert den Kopiersschutz Alpha-DVD, welcher erstmals auf der DVD „Mr. & Mrs. Smith“ eingesetzt wird. Heise berichtet über Unregelmässigkeiten, welche an das Sony Rootkit erinnern. Der Anwender muss nach dem Einlegen der DVD in einen Computer einer EULA zustimmen, danach wird der Kopierschutz auf dem Rechner installiert. Natürlich läuft hier nicht alles mit rechten Dingen ab und viele Anwender berichten über fehlerhafte Computer nach dem Installieren. Es gibt zwar einen Uninstaller, aber was bringt der schon, wenn man sich die Original DVD gekauft hat? Ausserdem ist es gar nicht so einfach, den Uninstaller zu benutzen, laut Heise behindert Settac „den Zugang jedoch nach Kräften“.
Der Kopierschutz ist übrigens, abgesehen von den Schadroutinen, welche die ehrlichen Käufer nur behindern, eher wertlos:
Die Alpha-DVD-EULA behauptet zwar, „Der auf dieser DVD enthaltene Film ist auf dem Computer nicht ohne weiteres abspielbar.“ Dies trifft allerdings nicht zu. Schaltet der Anwender die Autostart-Funktion des Laufwerks ab oder drückt nach Einlegen des Mediums die Umschalt-Taste, bleibt die DRM-Anwendung still und die DVD lässt sich ganz normal wiedergeben. Eine andere Möglichkeit zur Wiedergabe besteht darin, den EULA-Dialog zu ignorieren und einen DVD-Software-Player parallel zu starten.
Gängige Kopiersoftware soll die DVD auch problemlos kopieren. Was bleibt ist das Gefühl, dass man jetzt wohl auch nicht mehr ohne Hintergedanken an DRM-Schadsoftware so einfach Original DVDs kaufen kann. Vom Kauf der „Mr. & Mrs. Smith“-DVD ist aber jetzt schon abzuraten. Abgesehen davon ist der Film auch nicht besonders gut.
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: Du darfst.…
: Du darfst.… Die Arbeitsgruppe Piraterie des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels hat eine Aufklärungs-CD zum Urheberrecht veröffentlicht:

Du darfst auf mich […] auch fremde Werke brennen […], wenn es nicht kopiergeschützt ist […und…] Du nicht vorhast mich danach zu verschenken, […] oder mich gegen eine andere CD zu tauschen […]
Ein lustige und lesenswerte Story dazu findet sich bei Quendor. Und hier gibt es das Bild nochmal in grösserer Auflösung.
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: Offline online filesharen?
: Offline online filesharen? Ist das jetzt bewusste Strategie oder einfach nur dumm gelaufen: Die RIAA hat in den USA (mal wieder) eine Frau wegen Filesharings verklagt, die noch nie in ihrem Leben einen Computer benutzt haben will. Mehr gibts im „Recording Industry vs People“-Blog.
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: Lessig: Warum Google Book Search legal ist
: Lessig: Warum Google Book Search legal ist Lawrence Lessig, Jurist und Initiator der Creative Commons-Lizenzen, erklärt in einem Mitte Januar in seinem Blog erschienen Video-Podcast, warum Googles Book Search Pläne (früher „Google Print“) legal seien. In der halbstündigen Präsentationen zieht er Analogien zum Fall um mp3.com und stützt seine These auf die Entscheidung in Sachen Google Images, nach der es sich nicht um eine Urheberrechtsverletzung, wenn die indexierten Inhalte qualitativ reduziert werden, handele. Natürlich steht der Vortrag unter einer CC-Lizenz.
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: Die Lizenzierungsstrategie des Microsoft DRM
: Die Lizenzierungsstrategie des Microsoft DRM Am Montag fand in London eine Konferenz zu Digital Rights Management statt. Neben Vertretern der Firma Microsoft und anderen Industrie-Playern waren auch Digital Rights Aktivisten wie Cory Doctorow dabei. Cory beschreibt auf BoingBoing die Strategie der Lizenzierung des Microsoft DRMs:
The bombshell was Amir’s explanation of the reason that his employer charges fees to license its DRM. According to Amir, the fee is not intended to recoup the expenses Microsoft incurred in developing their DRM, or to turn a profit. The intention is to reduce the number of licensors to a manageable level, to lock out „hobbyists“ and other entities that Microsoft doesn’t want to have to trouble itself with.
Willkommen in der Zukunft…
Weitere Infos zur Konferenz hat Ian Brown in seinem Blog Blogzilla.
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: Zeitungen kritisieren Kunden
: Zeitungen kritisieren Kunden Wenn man mit Gesetzen nicht weiterkommt und noch nicht so weit ist, eigene Fehler zu erkennen, prügelt man auf die Gruppe mit der geringsten Lobbydichte ein, die Kunden:
O’Reilly erläuterte, die News-Aggregatoren zeigten zwar oft lediglich eine Überschrift und einen knappen Text an, doch für viele Nutzer reiche dies bereits aus, um einen Überblick zu bekommen.
Yeah, right.
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: Kauft Politikern iPods?
: Kauft Politikern iPods? Wissen Politiker eigentlich, worüber sie reden,wenn sie Gesetze machen, welche die digitale Zukunft bestimmen? Die US-Organisation iPac möchte jedem US-Abgeordneten einen iPod schenken, damit diese ein Gefühl für den digitalen Lifestyle bekommen. Auslöser der Aktion ist der 82-jährige Senator Stevens aus Alaska, welcher bei einem Broadcast-Hearing erzählte, dass seine Tochter ihm einen iPod gekauft hätte. Seitdem er einen besitzt, hat er ein grösseres Verständnis dafür, wie in vielen Wegen innovative Technologie zu mehr Wahlfreiheit bei der Verbrauchern führen kann – und das dies nichts schlechtes ist.
iPac will jetzt alle Senatoren und Kongress-Abgeordneten mit einem iPod ausstatten. Diese sollen mit freien Inhalten gefüllt werden, damit die Politiker mal einen Einblick bekommen, was da draussen im Netz passiert und was ihre Bürger mit digitaler Technik alles machen können. Einziges Problem: Die iPods kosten Geld, das innovative Apple-Image will bezahlt werden. Dafür sucht die Organisation noch Unterstützer mit einer kleinen Fundraising-Kampagne.
Obs in Deutschland klappt? Hier hat die Musikindustrie unserem neuen Kulturminister einen iPod geschenkt. Dieser hat sich sofort mit der Übernahme ihrer Positionen bei ihrem Neujahrsempfang bedankt. Daran hätten freie Inhalte vermutlich auch nichts geändert.
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: WordPress 2.01 erschienen
: WordPress 2.01 erschienen WordPress ist jetzt in der Version 2.01 erschienen. Jetzt kann ich mal über ein Update nachdenken. Wie sind Eure Erfahrungen mit WordPress 2.x?
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: Brenner Studie 2006
: Brenner Studie 2006 Die Filmförderungsanstalt hat mal wieder eine Brenner-Studie veröffentlicht. Die Studie hat für die Filmindustrie das Ziel, eine Grundlage zu schaffen, „um gemeinsam mit der Politik und der Branche weiter gezielte Gegenmaßnahmen zu formulieren“. Während die Pressemeldung „Bedrohung durch digitalen Diebstahl nimmt weiter zu“ titelt, meldet die Tagesschau: „Raubkopieren wird zum Breitensport“.
Ein paar Highlights: Die Hälfte der Bevölkerung besitzt mittlerweile einen CD-Brenner. Der typische Kopierer soll männlich und zwischen 20–29 Jahre alt sein. Erfreulich ist, dass die Generation 50plus den Anschluss ans digitale Zeitalter zu finden scheint. (Die Verfasser der Studie werden dies anders sehen) Die Download-Aktivitäten dieser Zielgruppe hat um 180 % zugenommen. Mit dieser Steigerung haben die älteren Mitbürger sogar noch die 10–19 jährigen überholt. Panik ist also angesagt, die Menschen interessieren sich für digitale Kultur, nutzen exzessiv Informationstechnologien und der Untergang des Abendlandes steht bevor.
Explizit betont die Studie:
Auf die Frage: „legales oder illegales Brennen?“, kann die aktuelle Brennerstudie keine eindeutige Antwort geben. Die technischen Möglichkeiten, Inhalte legal zu brennen, haben sich seit 2004 deutlich verändert und die bestehende Gesetzeslage lässt sich nicht in jedem Fall mit verlässlicher Sicherheit auf die erhobenen Daten anwenden.
Die technischen Möglichkeiten, Inhalte legal zu brennen haben sich seit 2004 deutlich verändert. Gesetzesänderungen im Urheberrecht haben die private Kopie bei Umgehung eines Kopierschutzes rechtlich untersagt. Zu einer Veränderung des Verbraucher-Verhaltens hat dies offensichtlich nicht geführt. Jetzt wird die Filmindustrie diese Studie dazu verwenden, bei Politikern und Medien Stimmung für eine Kriminalisierung der Verbraucher zu machen. Und sie werden vermutlich Erfolg haben. Diese Studie zeigt aber, dass neue Wege gesucht werden müssen, Lösungen ohne eine Kriminalisierung zu finden und gleichzeitig Wege, Kreative in einer veränderten und digitalen Welt für ihre Arbeit zu kompensieren. Man schaue sich nur mal die Zahlen an, eine Massenkriminalisierung breiter Bevölkerungsschichten kann ja nicht das Interesse der Regierung sein. Und eine Lösung ist sie schon gar nicht.
Eine weitere Erkenntnis der Studie:
Die Bekanntheit der Kampagne „Raubkopierer sind Verbrecher“ konnte innerhalb eines Jahres gegenüber Juli 2004 von 18 auf 31 Prozent deutlich gesteigert werden. In der Kernzielgruppe 20 bis 29 Jahre liegt der Wert sogar bei 64 Prozent. Den höchsten Erinnerungswert der Kampagne haben die Werbespots im Kino, im Fernsehen und auf DVD / VHS. Bei allen Kampagnenkennern ist das Unrechtsbewusstsein deutlich stärker ausgeprägt.
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: Massachusetts bleibt standhaft
: Massachusetts bleibt standhaft Letzten September hatte die Regierung des amerikanischen Bundesstaats Massachusetts als erste überhaupt erklärt, bis Januar 2007 gänzlich mit Dokumenten im OpenDocument-Standard zu arbeiten. Dieser Standard basiert auf dem XML-Format und wurde von der Organization for the Advancement of Structured Information Standards (OASIS) entwickelt, die ihn bereits zur Absegnung der der International Organization for Standardisation (ISO) vorgelegt hat. Der bisher Verantwortliche in Massachusetts, Chief Information Officer Peter Quinn von der Information Technology Division (ITD), musste jedoch wegen dubioser Vorwürfe zweifelhaften Ursprungs zurücktreten. Dennoch hat der Wechsel innerhalb der Führung dem Beschluss in Massachusetts keinen Abbruch getan: Zur Erleichterung der Open Source-Gemeinde bleibt der neu ernannte Louis Gutierrez, Absolvent in Harvard und des MIT, der Entscheidung seines Vorgängers treu und bekräftigte jetzt wiederholt die geplante Umstellung in einer Mitteilung.
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: OECD-Konferenz zu „Digital Content“
: OECD-Konferenz zu „Digital Content“ Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veranstaltet heute und morgen in Rom eine Konferenz über die Zukunft der digitalen Wirtschaft“. Im Mittelpunkt der Diskussion über “Digital-Content – Creation, Distrubution and Access“ stehen die gesetzliche Regulierung von Kopierschutzsystemen sowie die Ausgestaltung von VerbraucherInnen Rechten in der digitalen Welt.
Monika Ermert schreibt im Heise Newsticker:
„Bevor die Umgehung von DRM-Systemen unter Strafe gestellt werden soll, sollte diese gesetzlich reguliert werden,“ forderte Jamie Love, Direktor des Consumer Project for Technology (CPTech). Die rund 350 Konferenzteilnehmer sollten sich einmal eine Welt vorstellen, in der das digitale Rechtemanagement perfekt funktioniere. Da alle bislang von der Existenz digitaler Inhalte profitiert hätten, warb Jamie Love, Direktor des Consumer Project for Technology für einen völkerrechtlichen Vertrag über den Wissenszugang, wie ihn derzeit verschiedene Entwicklungsländer im Rahmen einer Reform der World Intellectual Property Organisation (WIPO) fordern.
Das Berkam Center for Internet & Society an der Harvard Law School hilft bei der Navigation durch die Readings der 350 KonferenzteilnehmerInnen:
If you are interested in questions concerning digital media, please check out the conference’s „background reading,“ which includes reports on music, scientific publishing, the online computer and video game industry, and mobile content.
In einem Interview mit Urs Gasser sagt der Rechtsexperte der Harvard Law School über sein Panel „new user habits and social attitudes“:
I think the common denominator is that we are really seeing a move towards a more participatory information environment where users are no longer passive receivers of information.
We are increasingly much more interactive, we participate in the production of different things, like open source software, which is a huge phenomenon with large-scale contributions by amateurs. Another example is Wikipedia, peer-produced content as a new mode of how we produce knowledge or entertainment.
Den KonferenzbesucherInnen wird im Hinterkopf auch der Gedanke an die dieses Jahr zu verhandelnde Erneuerung des Broadcasting Treaty der World Intellectual Property Organization (WIPO) nicht fehlen: Ob ihnen eher nach DRM für DVB oder der letztes Jahr zurückgewiesenen und wieder auferstandenen Forderung nach einer „Broadcast Flag“ ist lässt sich schwer einschätzen.
Die Meldung auf Heise stellt voran, dass der Stratege eines Werbe- und PR-Dienstleisters auf der Auftaktveranstaltung sagte:
Während die rasante Zunahme digitaler Inhalte eine Gefahr für traditionelle Medien und Vertriebswege ist, bietet sie vor allem Chancen für Newcomer.
Ob er dabei auch an „Newcomer Countries„dachte, ist nicht überliefert.
Markus hat im vergangenen November mit Jamie Love ein 28 Minuten langes Podcasting-Interview (Hier als OGG) zum Thema „Access to Knowledge“-Völkervertrag gemacht.
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: Filmindustrie will Deine Bandbreite
: Filmindustrie will Deine Bandbreite Laut dem Wall Street Journal will die Kulturgut-Produktionsfirma Warner Brothers in den deutschen Markt für den Online-Verkauf von Filmdownloads einsteigen. Besser gesagt: ihn aufmachen – soviel Angebot gibt es ja nicht. Um das ganze noch etwas trendiger zu machen, sollen die Filme aus einem Peer-2-Peer-Netzwerk, in dem sich die braven Käufer tummeln, heruntergeladen werden. Natürlich nur gegen Bezahlung. Einigkeit muss zwischen Marketing- und Finanzabteilung geherrscht haben: Die Kosten für die Bandbreite werden für das Unternehmen reduziert und auf die User umgelegt. Weniger als den Preis einer DVD können sie jedoch nicht bezahlen. Kooperiert wird mit Bertelsmann und das verwendete System wird von Bertelsmann Tochterfirma Arvato kommen und ‚In2Movies’ heissen – gehostet wird das ganze von der Deutschen Telekom.
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: Fraunhofer Studie zu Freier Software
: Fraunhofer Studie zu Freier Software Das Stuttgarter Fraunhofer-Institut hat in seiner Studie „Open Source Software: Einsatzpotenziale und Wirtschaftlichkeit“ die Anwendung von OSS eingehend geprüft. Im Praxistest wurde Freie Software mit proprietären Anwendungen verglichen und die Vorzüge und Nachteile eingehend herausgearbeitet, um deutschen Unternehmen bei der Entscheidung für eine Migration handfeste Argumente in die Hand zu geben. Am Beispiel eines großen Unternehmens wurde die alltägliche Arbeit mit OSS untersucht. Das Fraunhofer-Institut arbeitete folgende Vorteile von Freier Software heraus: Neben der besseren Anpassbarkeit, der Wiederverwendbarkeit des Codes, einer höheren Sicherheit und Produktqualität und dem Vorteil der Anbieter-Unabhängigkeit werden auch die wegfallenden Lizenzkosten in Feld geführt. OSS kann von jedem Fachkundigen für individuelle Bedürfnisse verändert und beliebig angepasst werden. Die sonst langwierige Entwicklungszeit eines Programms ist bei Freier Software erheblich beschleunigt, da auf bereits bestehende offene Komponenten eines Programms zurückgegriffen werden darf. Da es bei Freier Software aufgrund ihrer Sonderstellung auf dem Markt keine festen Veröffentlichungstermine gibt, besteht weniger die Gefahr, sie überstürzt im Rohzustand auszuliefern, nur um hinterher Verbesserungen nachzuliefern. Freie Software bindet den Nutzer nicht an einen bestimmten Hersteller, wie es bei proprietärer Software der Fall ist und verhindert damit die Monopolstellung eines Anbieters auf dem Markt. Sicherheitslücken und Probleme werden bei Freie Software in der Regel schneller und effizienter behoben, da der Quellcode für jeden einsehbar und verbesserbar ist. Ein weitere Vorteil davon ist der konsequente Gebrauch von offenen Standards, die den uneingeschränkten Austausch von Dateien in verschiedenen Formaten gewährleisten.
Das Fraunhofer-Institut lässt aber genau so wenig die Nachteile von Freier Software außer Acht: Es werden der mangelnde Support durch Hersteller oder Entwickler bemängelt, sowie der höhere Aufwand, der bislang noch mit der Schulung der Anwender verbunden ist. Die Support-Situation verändert sich aber rasant. Immer mehr Firmen bieten individuellen Support an. Nach wie vor besteht natürlich wie bei proprietärer Software auch keine Garantie, dass das Produkt immer weiter entwickelt wird. Ebenso wenig haben die Anbieter von proprietärer Software vor wenig Interesse an einem Zusammenspiel mit Freien Programmen, deshalb sind die Anwender leider immer noch in einigen Fällen wie bei den Dateiformaten des Microsoft Office-Pakets auf proprietäre Software angewiesen. Die Schlussfolgerung der Studie lautet unter anderem: „Insgesamt sind die Vorteile von Open Source Software als deutlich bedeutsamer zu betrachten, als die Nachteile. Open Source Software sollte daher durchaus als ein strategischer Faktor in der IT Landschaft verstanden werden.“
Die Studie des Fraunhofer-Instituts ist online als pdf-Datei verfügbar, kann aber ebenso als Printerzeugnis (1) mit 184 Seiten für 50 Euro beim Institut angefordert werden. Dem Institut ist die Anwendung von Freier Software ein Anliegen, so wird auch unter der Projektbezeichnung „Strategy Garden“ an anderer Stelle eine strategische Planung für kleine und mittlere Unternehmen vorgezeichnet.
Allerdings frage ich mich nach einem überfliegen der Studie, wieso immer noch der falsche Vergleich „kommerzielle vs. freie Softwareprodukte“ gewählt wurde. Freie Software ist nicht unkommerziell, sondern kann genauso kommerziell sein wie proprietäre Software. Und proprietäre Software kann auch komplett unkommerziell sein (z.B. Freeware).