Wissen

Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.

  • : in2movies – Zum Scheitern verurteilt?
    in2movies – Zum Scheitern verurteilt?

    Also wenn in2movies, die p2p-Filmplattform von Warner Bros in Zusammenarbeit mit Bertelsmann-arvato, den Filmvertrieb revolutionieren soll, dann scheint das Projekt schon beim Start verloren zu haben: Schwacher Start für P2P-Filmplattform (Irgendwie werden bei mir gerade Erinnerungen an Phonoline geweckt).

    Enttäuschend ist aber vor allem die Bildqualität des Films, die längst nicht auf DVD-Niveau liegt: So besitzt der erste Harry-Potter-Streifen bei einer Auflösung von 720 × 300 Bildpunkten (mangels anamorpher Speicherung) ein Videobitrate von gerade einmal 1,88 MBit/s. Bei der Nebelszene am Anfang des Films sind massive Blockartefakte zu erkennen. Entgegen der in2movies-Angaben verfügt der Film auch nicht über Dolby-Digital-Ton, vielmehr ist die (lediglich in deutscher Sprache vorliegende) 5.1‑Tonspur WMA-Pro-kodiert (mit 384 kBit/s Datenrate). Während sich der Dolby-Digital-Datenstom über den Digitalausgang der Soundkarte an einen externen Digital-Surround-Receiver zur Weiterverarbeitung leiten ließe, ist dies mit den WMA-Bitstream nicht möglich. Um den 5.1‑Ton des Gratisfilms über eine Heimkino-Anlage zu leiten, benötigt man daher üblicherweise eine Soundkarte/On-Board-Sound-Lösung mit analogem 5.1‑Ausgang sowie einen AV-Receiver mit analogem 5.1‑Eingang.

    Die Heise-Redaktion brauchte knappe 15 Stunden, um einen Film herunterzuladen. Um einen Film anzuschauen, braucht man einen speziellen Player. Sollen die Verbraucher jetzt zukünftig für jeden Dienst eines Film-Konzerns einen eigenen Player herunterladen? Abgesehen davon kostet ein Film 15 Euro und man kann ihn wegen dem Krüppel-DRM auch nicht weiterverleihen, wie eine DVD, die nur unwesentlich mehr kostet. Tolle neue DRM-Geschäftswelt: Für wie dumm hält man denn die Verbraucher?

    13. April 2006 5
  • : Linksammlung zu Copyright und Copyright Infringement
    Linksammlung zu Copyright und Copyright Infringement

    Lorelle hat eine große Linksammlung zu Copyright und Copyright Infringement zusammengestellt. Auch „cease and desist“ wird behandelt, Abmahnungen also, und in der Fülle ist das sicher interessant für den einen oder die andere.

    If the issue of people stealing your content doesn’t bother you, be sure and mark your website or blog accordingly with a copyright tag that says “help yourself”. If it does bother you, you can also get set a copyright policy to inform your readers that your content is yours – don’t touch. Check out the different copyright options at Creative Commons. They also feature small logos, like the one in the sidebar here, which designates which rights users have to use your content.

    Auch wir bieten Inhalte unter Creative Commons an. Erspart viel Stress.

    13. April 2006
  • : Der Bundestag erklärt „Geistiges Eigentum“
    Der Bundestag erklärt „Geistiges Eigentum“

    Der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages erklärt heute mal den Begriff „Geistiges Eigentum“.

    Höhepunkt ist der folgende Absatz:

    „In einer Informationsgesellschaft setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass das Recht des geistigen Eigentums gleichwertig neben dem Recht des Sacheigentums steht und es eine Aufgabe der rechtswissenschaft darstellt, neben den Unterschieden zwischen Patent‑, Marken- und Urheberrecht stärker die gemeinsamen Strukturen in einem Gesetzbuch bis hin zu einem „Allgemeinen Teil des geistigen Eigentums“ herauszuarbeiten“.

    Insgesamt ist der Text mehr als unkritisch.

    13. April 2006 7
  • : Firefox-Video-Wettbewerb
    Firefox-Video-Wettbewerb

    SpreadFirefox hat die ersten Einreichungen des Firefox-Video-Wettbewerbs veröffentlicht. Allerdings bin ich etwas verwundert über die verwendete Technik. Mein frisch installierter Firefox 1.5 will das eingebundene Quicktime-Video nicht abspielen, beim automatischen Plugin-Finder komme ich auf Apples-Seite, wo es aber keine Plugins für Linux gibt. Es ist mir daher leicht unverständlich, weshalb man keine offenen Formate anbietet, bzw. zumindest solche, die standardmässig bei einer Firefox-Installation dabei sind. Eines der Videos findet man zumindest im Quicktime-Format hier.

    13. April 2006 2
  • : Piratenparty am Swarthmore College
    Piratenparty am Swarthmore College

    Vom 21. bis zum 23. April findet am Swarthworth College in Pennsylvania, USA, das jährliche Treffen der FreeCulture.org-Community statt. Zur Pirate Parrrty ist jedeR aufgefordert am Pirate Video Remix Contest teilzunehmen. Bedingung ist, dass die Videos mindestens 10 Sekunden „pirate footage“ enthalten, mit Tanzmusik unterlegt sind und sich mit dem Videoplayer VLC abspielen lassen.

    Die Regeln des Contest sprechen zwar ausdrücklich von „traditional ARRR MATEY sea-going pirates“, die in dem Clip enthalten sein müssen, allerdings wird dies in der Berichterstattung dazu (etwa auf boingboing) nicht deutlich. Eine gewisse Zweideutigkeit hat sich wohl nicht vermeiden lassen. Zu sehen gibts die Filme dann auf der Party am 21. April ab 22h lokaler Zeit.

    Die Sternchen des dreitätigen Kongresses sind:

    • Peter Decherney, a U Penn professor who is writing a book on copyright
    • Nelson Pavlosky, co-founder of FreeCulture.org
    • Prometheus Radio, leading a low-power FM workshop
    • Holmes Wilson of Downhill Battle, leading a workshop on “Free culture campus strategy”, and…
    • Lawrence Lessig, the Stanford Law professor who inspired us with his book Free Culture!
    11. April 2006
  • : LinuxTag 2006: Das Practical Linux Forum
    LinuxTag 2006: Das Practical Linux Forum

    Ein wichtiger Bestandteil des LinuxTag 2006 vom 3. bis 6. Mai in Wiesbaden ist das Practical Linux Forum. Es findet parallel zur Freien Vortragsreihe ebenfalls vom 3. bis 6. Mai jeweils von 10 bis 18 Uhr statt und wendet sich an Besucher, die praktische Tipps mit nach Hause nehmen wollen. Sowohl erfahrene Anwender wie auch Linux-Neueinsteiger lernen im Practical Linux Forum praxistaugliche Lösungsansätze für häufige Fragestellungen der Benutzung und des täglichen Betriebs. Die Präsentationen werden von erfahrenen Trainern und Dozenten gehalten und finden in unmittelbarer Nähe zur Ausstellung statt. Die Vorträge werden teilweise in deutsch und teilweise in englisch gehalten:

    Der Mittwoch bietet ein breitgefächertes Programm von praktischen Anwendungen mit verschiedenen Desktop-Distributionen, die parallel in zwei Sälen vorgeführt und erklärt werden: Vom Anwendungspaket KOffice, über ein Blick hinter die Kulissen von OpenOffice.org, dem Aufbau von OpenJUMP bis zur Abspielsoftware amaroK. Auch wird eine distanzierte Beobachtung der Thematik nicht außer acht gelassen, wenn man sich mit den „Ethischen Fragen der Wikipedia“ befasst.

    Der Donnerstag steht unter dem Zeichen der Datenbanken: MySQL, PostgreSQL, Fedora Directory Server und Samba 3.0. Am Samstag findet parallel zum Ubuntu Day eine Vortragsreihe zu den Belangen und Anforderungen der Nutzung von Content Management Systemen statt: Von Mozilla, PHP 6, Apache MyFacess und Hibernate bis zu Webapplikationen mit C++ werden zahlreiche Felder abgedeckt.

    Die beiden Keynote-Höhepunkte des LinuxTag 2006 sind Andrew Morten, Haupt-Entwickler, Verwalter und Maintainer des Linux-Kernels, sowie der Gründer des Ubuntu-Projektes, Mark Shuttleworth aus Südafrika, der über die nächste Version von Ubuntu Drapper Drake berichten wird.

    11. April 2006
  • : KOffice 1.5: behindertengerecht mit OpenDocument und neuem Tool Kexi
    KOffice 1.5: behindertengerecht mit OpenDocument und neuem Tool Kexi

    Das KDE-Projekt wartet frühlingshaft mit einer finalen Version des KOffice 1.5 auf: Die Freie, grafische Desktop-Umgebung für Linux und Unix, aktuell als Version 3.5.2 erhältlich, bietet ab sofort ihr Freies, integriertes Office-Paket zum Herunterladen als Quelltext an. Als wichtige Neuerungen begrüßt das KDE-Projekt: OpenDocument wird bei KOffice 1.5 von vorneherein als Standard-Format ausgegeben. Es gibt ein frame-basiertes, umfassendes Textverarbeitungsprogramm KWord, eine Tabellen-Kalkulationssoftware KSpread, das Präsentations-Tool KPresenter und ein Programm zum Erstellen von Diagrammen, Kivio. Sowohl KWord, KSpread und KPresenter unterstützen OpenDocument erfreulicherweise gänzlich.

    Für das Pixel-basierte Bildbearbeitungsprogramm Krita wird ab 1.5 eine professionelle Farbunterstützung angeboten. Eine absolute Neuerung bei Koffice 1.5 ist die integrierte Datenbank-Software Kexi 1.0. Kexi soll mit vergleichbaren Verwaltungsprogrammen wie FileMaker oder Access Stand halten können und kann andere KOffice-Applikationen wie zum Beispiel KSpread als Ebene importieren. Das überarbeitete Vektorgrafikprogramm Karbon14 vervollständigt die Version. Diese erhält immerhin schon einen Ausblick auf das neue Projekt-Management-Tool KPlato, aber nur als Vorabversion.

    Die Koffice-Entwickler haben sich für die 1.5‑Version auch um eine behindertengerechte Anwendung gesorgt: „Die Entscheidung des Commonwealth of Massachusetts, sein zukünftiges Dokumenten-Format auf offene Standards zu gründen, entzündete eine hitzige Debatte mit vielen verschiedenen Beteiligten und Organisationen“, erklärt man bei KDE. „Der Stein kam mit der Behauptung seitens Microsoft ins Rollen, dass Programme mit OpenDocument als Dateiformat nicht von Behinderten benutzt werden könnten. Das Resultat dieser Debatte war, dass OpenOfice.org, KOffice und andere Software-Lieferanten hart daran gearbeitet haben, um diese Situation zu berichtigen.“ KOffice erklärt: „Diese Version von KOffice leistet eine Unterstützung für einen erweiterten Zugang ohne Mouse und einer Text-zu-Sprache-Funktion.“

    11. April 2006
  • : Kontaktversuche mit Abgeordneten wegen Urheberrechtsreform
    Kontaktversuche mit Abgeordneten wegen Urheberrechtsreform

    Absolut lesenswert ist die Zusammenfassung auf Gulli von mehreren Kommunikationsversuchen von besorgten Bürgern mit Mitgliedern des Bundestages zum Thema Urheberrechtsreform: Heute bei der Sendung mit der Maus: Die Demokratie und die neue Urheberrechtsnovelle. (Vielleicht hätte man als Erzählmetapher besser Kafka genommen anstatt die „Sendung mit der Maus“?)

    Eigentlich wollte ich nochmal einen längeren Artikel darüber schreiben, wie der Bundestag so funktioniert und wieso es dazu kommt, dass man immer dieselben Standardbriefe von den Abgeordneten als Antworten bekommt. Hoffentlich komme ich nächste Woche dazu.

    Nur mal vorab soviel: Es gibt quasi immer weniger als eine Handvoll Menschen in einer grösseren Fraktion, die etwas zu einer komplizierten Materie wie dem Urheberrecht sagen können. Dies sind meist die Rechts- und/oder Medienreferenten der Bundestagsfraktionen. Manchmal auch noch die Mitarbeiter der Abgeordneten, die sich im Rechts- und/oder Medienausschuss mit dem Thema „federführend“ beschäftigen. Und der grosse Rest stimmt einfach dafür, was diese wenigen Menschen als Richtung vorgeben. Eigentlich ganz einfach, aber im realen Leben sind die Abläufe etwas komplexer. Aber vielleicht erklärt das schonmal dieselben Antworten von verschiedenen Abgeordneten, denn diese werden immer von einem der Handvoll Menschen geschrieben und als Musterantworten an alle Bürger verschickt, die sich mit einer Mail oder einem Brief an einen Abgeordneten wenden…

    Was aber jetzt wichtig wäre, ist, die Abgeordneten in allen Fraktionen zu kontaktieren, die Verbraucherschutz als Schwerpunktthema haben. Diese haben vermutlich wegen Vogelgrippe, Nikotin-Eiern und anderen Lebensmittelskandälen noch gar nicht wirklich mitbekommen, dass die Urheberrechtsreform ansteht und dass es dort massiv um Verbraucherrechte geht!

    10. April 2006 5
  • : „Never mind the industry … this is iD.EOLOGY“ – netlabel culture live
    „Never mind the industry … this is iD.EOLOGY“ – netlabel culture live

    Am kommenden Ostersamstag gibt es eine interessante Veranstaltung des iD.EOLOGY-Netlabels in Berlin:

    Was ist ein Netlabel? Was sind Creative Commons? Was ist die Idee dahinter und wie kann ich selbst ein Netlabel aufbauen?

    Am Samstag, 15.04. ab 20:00 gibts nicht nur Antwort auf diese Fragen,
    sondern ab 22:00 auch live zu hören und zu sehen was das Netlabel iD.EOLOGY zusammen mit dem [f.u.c.] für euch auf die Beine gestellt hat.

    Neben einem Workshop zum Thema „Aufbau und Betrieb eines Netlabels“ , einem feisten DJ-Programm und einer Ausstellung der Grafikkünstler des Labels startet ab kurz nach Mitternacht die Hauptattraktion des Abends: acht iD.EOLOGY Acts live auf zwei Floors. Von Electro, Advantgarde-Pop, Hip Hop, Funk und Soul bis Digital Laptop Reggae und Indietronic sowie Techdub und Minimal-House gibts gute 5 Stunden lang eines der wohl vielfältigsten Netlabels live und in Farbe.

    Ort: die Villa, Landsberger Allee 54, Berlin-Friedrichshain
    Datum: Samstag, 15. April 2006
    Beginn: ab 20.00 Uhr
    Beitrag: 9 Euro, die sich lohnen:::::

    Passend dazu ist auch ein aktueller Artikel in der Phlow zum Thema Netlabels: Die Welt ist eine Scheibe. Netaudio etwa auch?

    Das Fazit: Netaudio ist wohl eine Szene. Sie agiert global und größtenteils unsichtbar, aber es gibt sie, und sie ist lebhaft, frisch und unverbraucht. Mail, IRC, ICQ, archive.org und scene.org sind die Manifestationspunkte dieser Szene. Liebe Fans elektronischer Musik, wir sind Teil einer Jugendbewegung. Wir sind die Proberäume des 21. Jahrhunderts. Wir sind global agierende Netzwerke. Wir haben das Internet mit der Muttermilch aufgesogen. Etwas neidisch sind wir manchmal schon auf die Jazzheads, die regelmäßig in kleinen Kaschemmen die Wände zum wackeln bringen. Aber hey, es ist Web 2.0, und wenn sich jemand mit Internet auskennt, so sind das sicherlich Netlabelbetreiber und Netlabelhörer.

    Und aus aktuellem Anlass verweise ich hier nochmal auf einen Einführungsvortrag in die Möglichkeiten der Creative Commons Lizenzen, den ich morgen Abend um 19:30h im newthinking store in der Tucholskystr. 48 in Berlin-Mitte halte.

    10. April 2006
  • : Red Hat scheint JBoss zu übernehmen
    Red Hat scheint JBoss zu übernehmen

    Red Hat verkündet auf der eigenen Seite, JBoss übernehmen zu wollen:

    Red Hat, the world’s leading provider of open source solutions to the enterprise, announced that it has entered into a definitive agreement to acquire JBoss, the global leader in open source middleware. By acquiring JBoss, Red Hat expects to accelerate the shift to service-oriented architectures (SOA), by enabling the next generation of web-enabled applications running on a low-cost, open source platform.

    10. April 2006
  • : Network-Neutrality-Änderungen als Kampf gegen Filesharing?
    Network-Neutrality-Änderungen als Kampf gegen Filesharing?

    Interessante These: Susan Crawford geht der Frage nach, weshalb der Disney Konzern auf einmal für eine Änderung der Netzwerk-Neutralität-Regeln sein könnte: Damit kann man Filesharing eindämmen…: Why did Disney Change its Mind about Network Neutrality?

    As of March 2006, Disney has deals with Verizon (according to the article linked to above). What’s in these deals?

    The MPAA (of which Disney is a member) has always wanted to get rid of P2P. In 2002, the MPAA filed a short paper with the Senate Judiciary Committee reporting progress on three goals: implementing the broadcast flag, plugging the analog hole, and „[p]utting an end to the avalanche of movie theft on so-called ‘file-sharing” services, such as Morpheus, Gnutella, and other peer-to-peer (p2p) networks.“

    Someone needs to look into the contractual relationships between network providers and movie studios carefully. Is it possible that the network providers have agreed to help Hollywood eradicate P2P, and that in exchange Hollywood has decided to actively oppose the network neutrality policies it argued for in 2002?

    .

    9. April 2006 2
  • : Beiträge für Creative-Commons-DVD gesucht
    Beiträge für Creative-Commons-DVD gesucht

    Heather Ford von iCommons sucht für den iSummit in Rio de Janeiro im Juni noch Beiträge für eine DVD, die zeigen soll, welche kreative Bandbreite an CC-lizenzierten Werken existiert. Alle Video- und Multimediakünstler sind aufgerufen, bis zu drei Werke einzuschicken:

    We thought that it would be a great idea to distribute a DVD at the Summit that compiles cc-licenced movies, videos, animations, music and multimedia from every country represented at the event. […] we’ll need to receive it (by post or downloading it on the web if possible) by May 12 so that we can develop the interface and print the DVD in time for the Summit.

    This will be a great resource for us all to take home so please make sure you send us your local examples! Please send no more than 3 examples from each category of videos, animations, music and multimedia – and try and choose examples that are particularly reflective of your local culture.

    The address you can use to send CDs and DVDs by post is:
    12 Sixth Street, Parkhurst, 2193, Johannesburg, South Africa

    Update (von Markus):

    Wir sammeln Videos/Animationen, Musik und Texte im CC-Wiki, was momentan noch unter netzpolitik.org/wiki läuft. Am Besten dort direkt links ergänzen.

    7. April 2006 1
  • : Braucht Linux DRM?
    Braucht Linux DRM?

    Jeff Ayars, Vize-Präsident von RealNetworks, erklärte auf der LinuxWorldExpo in Boston „ganz uneigennützig“, dass Linux den Anschluss an den Consumer-Markt verliere, wenn keine DRM-Technologien eingebaut würden. Dies berichtet CNet: DRM key to Linux’s consumer success? Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe wird in dem Artikel mit einer Gegenmeinung zitiert, die ich sehr sympathisch finde:

    „The Sony rootkit case made it quite clear why DRM is not accepted by consumers and why there is no successful business case for DRM,“ he said in an e‑mail. „Apple iTunes allows people to burn their tracks on regular CDs, which can then be re-encoded and file-shared easily–so is better described as ‚digital inconvenience management’ only. eMusic.com offers clean audio tracks without any restrictions. No DRM platform comes close to either of these in popularity.“

    „So fortunately, it is up to the consumer to decide what the consumer market wants. And its answer is clear: It does not want DRM!“ he said. „The sooner we bury the foolish notion of putting each and every use of a computer under control of the media industry, the sooner we can start looking for real alternatives.“

    Linspire und Novell scheinen dagegen nur darauf zu warten, DRM in ihre Distributionen einzubauen.

    7. April 2006 5
  • : Schweiz: Neues Urheberrecht: Highway oder Sackgasse?
    Schweiz: Neues Urheberrecht: Highway oder Sackgasse?

    Zum Start einer Öffentlichkeitsdebatte zur Revision der Urheberrechts in der Schweiz hat das Institut für geistiges Eigentum ein Medienkonferenz veranstaltet. Dabei wurde das Ergebnis des Austausches zwischen verschiedenen Interessengruppen vorgestellt.

    Ergebnis dieses Austauschs sind die Informationsbroschüre «Urheberrecht im digitalen Zeitalter: Highway oder Sackgasse?» und die Website www.urheberrecht.ch. Im Zentrum stehen die unterschiedlichen Interessen und Standpunkte der Beteiligten.

    Zuerst erfolgte eine Vorstellung der Eckpunkte der Revision durch Carlo Govoni. Er erklärte, dass es zwei Vorlagen seien. Eine Vorlage zur Ratifikation der WIPO Abkomment WCT und WPPT mit dem Schutz von technischen Massnahmen in Form einer Gesetzesanpassung und eine Vorlage zum Ausbau und Anpassung der Schutzausnahmen. Der Bundesrat beabsichtige zudem keinen Paradigmenwechsel hin zu nur DRM, sondern geht davon aus, dass beide Systeme, das heisst Kollektivvergütung wie auch DRM nebeneinander existieren sollen. Das Referat abgeschlossen hatte er mit dem Spruch, dass es nicht um einen free flow of information, sondern um einen fair flow of information gehe.

    Anschliessend wurden die Interessenvertreter von 11 Gruppen gebeten ihre Standpunkte zur Revision in zwei minütigen Stellungsnahmen zu veröffentlichen und danach zu Fragen Stellung zu nehmen. Insgesamt ergab sich ein heterogenes Bild bei dem alle Seiten Punkte der Revision kritisierten. Was von Felix Addor, Direktionsmitglied IGE, als „gutschweizerischer Kompromiss“ bezeichnet wird.

    Die Revision geht nun fürs erste im Sommer an die Rechtskomission des Ständerates. Die verschiedenen Gruppen werden dann wohl versuchen ihre Interessen noch durchzudrücken.

    Zum Thema Sackgasse passt wohl das von Microsoft gesponserte Flash Piratenspiel auf der Startseite. Wer hat ein passenderes Spiel und kann es bereitstellen?

    Update:
    An der Nachmittagsveranstaltung vom Schweizer Forum für Kommunikationsrecht wurde folgendes treffende Zitat von Prof. Dr. Reto M. Hilty (Uni ZH), Präsident des SF-FS und Tagungsmoderator geäussert:

    Technische Schutzmassnahmen sind dumm, weil sie nicht zwischen geschützten und ungeschützten Werken/
    Inhalten unterscheiden können“

    7. April 2006 1
  • : Einführung in die Creative Commons Lizenzen am 11. April
    Einführung in die Creative Commons Lizenzen am 11. April

    Am kommenden Dienstag, den 11. April, werde ich wieder umfassend in die Creative Commons Lizenzen einführen. Der Vortrag findet bei uns im newthinking store in der Tucholskystr. 48 in Berlin-Mitte statt und startet um 19:30h. Der Eintritt ist wie immer frei.

    6. April 2006
  • : Schulen ans Netz e.V.: Urheberrecht nicht mehr zeitgemäß
    Schulen ans Netz e.V.: Urheberrecht nicht mehr zeitgemäß

    Schulen ans Netz e.V. haben eine lesenswerte Stellungnahme zum 2. Korb veröffentlicht: Unterricht mit neuen Medien dürfen keine Steine in den Weg gelegt werden – Urheberrecht nicht mehr zeitgemäß.

    […]Dabei kann die seit vielen Jahren politisch geforderte Verankerung von neuen Medien als Alltagswerkzeug in der Schule nur durch ein bildungsfreundliches Urheberrecht gewährleistet werden. Ein solches Urheberrecht ist elementare Voraussetzung für die Heranführung von Kindern und Jugendlichen an einen sicheren und selbstverständlichen Umgang mit den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien, der aus gesellschaftlicher Perspektive zunehmend eine Schlüsselqualifikation darstellt. „Die berechtigten Interessen der Urheber sollen nicht in Frage gestellt werden“, betont Prof. Dr. Ulrich Sieber, Direktor am Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht. „Gleichzeitig muss aber auch das berechtigte öffentliche Interesse an einem zukunftsfähigen Unterricht gewahrt werden. Dazu gehören klare und praxisnahe Regeln für die neuen digitalen Nutzungsformen.“[…]

    6. April 2006 2
  • : iRights: Lobby-Sturm gegen Privatkopie und Pauschalabgaben
    iRights: Lobby-Sturm gegen Privatkopie und Pauschalabgaben

    Von iRights.info: Lobby-Sturm gegen Privatkopie und Pauschalabgaben

    Die IT- und Unterhaltungselektronik-Industrie hat eine neue Lobbyorganisation gegründet, um bei der EU gegen urheberrechtliche Pauschalabgaben mobil zu machen. Auf Basis einer Studie plädieren die Unternehmen dafür, Pauschalabgaben – und damit unmittelbar verbunden die Privatkopieregelungen – insgesamt abzuschaffen.

    Der neu gegründete Verbund CLRA (Copyright Levies Reform Alliance) hat sich zur Aufgabe gemacht, Urheberrechtsabgaben für Geräte und Leermedien aus den Gesetzen der europäischen Staaten zu entfernen. Damit greift die CLRA das in manchen Ländern derzeit geltende Vergütungssystem an.

    So sieht etwa das deutsche Urheberrechtsgesetz vor, dass Privatkopien und sonstige Vervielfältigungen zu eigenen Zwecken zulässig sind. Um die Rechtsinhaber an denen auf diese Art gemachten Kopien wirtschaftlich zu beteiligen, wird auf bestimmte Geräte (etwa CD-Brenner, Videorekorder) und Leermedien (zum Beispiel DVD-Rohlinge) eine Abgabe erhoben. Hersteller, Händler oder Importeure solcher Medien und Geräte müssen die Gebühr an die Verwertungsgesellschaften abführen. Die Hersteller legen die Gebühren auf die Gerätepreise um, so dass letztlich der Konsument die Vergütungen zahlt.

    Pauschalabgaben seit langem umstritten

    Das System ist seit langem umstritten. Wie neuerdings die CLRA fordern Branchenverbände wie der BITKOM oder die Business Software Alliance (BSA) schon seit Beginn der Reform des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft (so genannter erster und zweiter Korb), auf ein Modell der Einzelabrechnung umzustellen. Ziel ist, die Industrie von den Abgaben zu entlasten. Die Gerätehersteller vertreten dabei die Ansicht, dass ein Pauschalvergütungssystem nicht mehr gebraucht werde. Vielmehr sei es heute möglich, jede private Nutzung mithilfe von DRM-Systemen einzeln zu erfassen und abzurechnen. Es sei daher nicht mehr angemessen, dass Gerätehersteller wie Verbraucher mit allgemeinverbindlichen Abgaben belastet würden.

    Der deutsche Gesetzgeber hat einen solchen Schritt bislang abgelehnt. Auch das Bundesministerium der Justiz (BMJ) vertritt in seinem neuesten Regierungsentwurf zum „zweiten Korb“ die Ansicht, dass es für einen solchen Paradigmenwechsel jedenfalls noch zu früh sei. Denn wenn die Pauschalvergütung abgeschafft würde, würde zugleich die Privatkopieregelung fallen. Da aber nach wie vor eine große Zahl an urheberrechtlich geschützten Werken ohne Kopierschutz- oder DRM-Systeme im Umlauf sei – was sich absehbar auch in nächster Zeit nicht ändern werde – würde die Abschaffung der Pauschalvergütung ungerechten Ergebnissen führen, so das BMJ. Denn diejenigen Urheber und Rechteinhaber, die auf den Einsatz technischer Nutzungsbeschränkungen und Einzelabrechnungssysteme verzichten, würden dann für die private Nutzung gar kein Geld mehr bekommen.

    Widersprüchliche Angaben der Lobbyisten

    Die Gerätehersteller argumentieren dagegen, die Abgaben belasteten Industrie wie Verbraucher massiv. Laut der von der CLRA vorgelegten Studie soll das Vergütungsaufkommen von derzeit 1,57 Milliarden Euro (in der gesamten EU) auf 1,82 Milliarden im Jahr 2007 und 2,12 Milliarden Euro 2009 ansteigen. Die Steigerung wäre nach der Untersuchung noch wesentlich größer, wenn weitere Vergütungen für neue Geräteformen durchgesetzt würden. Nach Frankreich (383,35 Millionen Euro) werden in Deutschland derzeit die meisten Abgaben eingenommen (353,33 Millionen Euro).

    Diese Aufwendungen seien schon deshalb nicht mehr hinnehmbar, da hierdurch europäische Unternehmen Wettbewerbsnachteile hinnehmen müssten. Denn die Pauschalvergütung gibt es nur in manchen, nicht in allen europäischen Staaten. In den Ländern mit Pauschalvergütungssystemen würden die Abgaben die Gewinne der Hersteller aufzehren. Hierzu in gewissem Widerspruch steht indes die Behauptung, dass gerade die Verbraucher durch die Pauschalvergütungen erheblich belastet würden, da diese aufgrund der Pauschalvergütung höhere Preise zu bezahlen hätten. Diese würden, so Medienberichten zufolge der CLRA-Sprecher Mark MacGann, sogar doppelt belastet, da sie beispielsweise bereits für den Download eines Musikstückes bezahlen müssten und die Pauschalabgabe für den CD-Brenner oder Rohling noch hinzukäme.

    Dieser Text steht unter der Creative Commons Namensnennung-Keine Bearbeitung Lizenz 2.0 Germany und wurde von Till Kreutzer für das Verbraucherrechts-Portal iRights.info geschrieben, in dessen Beirat ich Mitglied bin.

    6. April 2006 4
  • : The Economics of Open Content Symposium
    The Economics of Open Content Symposium

    Im Januar fand am MIT das „The Economics of Open Content Symposium“ statt.

    Mittlerweile gibt es von allen Panels Audiomitschnitte als MP3 unter einer Creative Commons Lizenz veröffenlticht.

    Collaboration and the Marketplace
    New Models of Creative Production in the Digital Age
    Keynote Address: Openness as an Ethos
    The Wealth of Networks
    The Economics of Knowledge as a Public Good
    The Economics of Open Courseware
    The Economics of Open Text
    Convergence Culture: Consumer Participation and the Economics of Mass Media
    The Economics of the Music Industry
    If Only We Knew Yesterday What We Know Today
    The Economics of Open Archives, Museums, and Libraries I
    The Economics of Open Archives, Museums, and Libraries II
    The Economics of the Public Domain
    The Economics of Film and Television I
    The Economics of Film and Television II
    The New Economics of Gaming
    Everything is Miscellaneous
    Business Interests in Open Content
    Next Steps: Cooperation Across Institutions and Industries

    Ich hab jetzt nur mal ein Panel mit Terry Fisher als MP3 angehängt, der über „The Economics of the Music Industry“ spricht.

    6. April 2006
  • : OLPC Germany
    OLPC Germany

    In den letzten Tagen habe ich zwischendurch mal wieder die Website von laptop.org (The Gadged commonly known as One Laptop Per Child / $100-Laptop / Das Ding mit der Handkurbel) in die deutsche Sprache übersetzt. Der Übersetzungsvorschlag liegt im Wiki von Laptop.org.

    Außerdem gibt es dort auch nun die Seite OLPC Germany, die versucht, einige Informationen zu dem OLPC-Projekt zusammenzutragen, die sich auf Deutschland beziehen. Ich habe mal in englischer Sprache angefangen, vielleicht will ja jemand das auch in deutscher Sprache dorthin packen.

    5. April 2006
  • : Neues vom 100 $ Laptop
    Neues vom 100 $ Laptop

    Es gibt neues vom 100$ Laptop. China, Indien, Ägypten, Brasilien, Thailand, Nigeria und Argentinien bekommen im Frühjahr 2007 ca. 5- 10 Millionen davon geliefert. Der Preis soll zwar noch etwas höher liegen, aber für 2008 ist vorgesehen, dass die 100 $ Preisgrenze erreicht wird. Die Kurbel zur Stromerzeugung wird es wahrscheinlich nicht in die Endversion schaffen. Hier ist momentan angedacht, eher etwas in Pedal-Form zu verwenden, um den Strom direkt am Netzteil erzeugen. Wenn alles klappt, wird man schon 2010 die Idee umbenennen müssen: In „Das 50$ Laptop“.

    Mehr gibts bei Wired und Golem.

    5. April 2006