Wissen
Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.
-
: Limux aus Anwendersicht
: Limux aus Anwendersicht Die Frankfurter Rundschau berichtet ĂŒber die Fortschritte der MĂŒnchener Linux-Migration (Limux), und das aus Sicht der Anwender: Der Pinguin tanzt.
Seit Juli sind aus ihrem BĂŒro sie und OberbĂŒrgermeister Christian Ude in der Pilotphase dabei. âNein, ich habe den OB seitdem nicht ĂŒber seinen Rechner fluchen hörenâ, sagt sie und lacht. Es habe sich fĂŒr die Anwender nicht wirklich viel verĂ€ndert. âSicher, der Mensch ist ein Gewohnheitstier und trauert alten Dingen hinterher.â So vermisse sie die Tabellenkalkulation Excel von Microsoft, mit dem sie die Termine ihres Chefs verwaltete. âWir hatten das Programm unseren BedĂŒrfnissen entsprechend verĂ€ndert, so dass es genau gepasst hatteâ, sagt sie. Andererseits biete das neue System nette zusĂ€tzliche Funktionen wie die digitalen gelben Zettel. âDie nutze ich eifrig, das ist eine gute Sache.â
Insgesamt aber habe sich herausgestellt, dass die VerĂ€nderungen nicht gröĂer seien als nach einem gewöhnlichen Update. âEinige Programme heiĂen jetzt anders. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen.â Aber in der Summe könne sie weder eine Verbesserung noch eine Verschlechterung feststellen, sagt Bach.
-
: The Worst EU Lobbyist â Award
: The Worst EU Lobbyist â Award LobbyControl weist auf die Nominierungen zum âThe Worst EU Lobbyistâ-Award hin.
Nominieren Sie jetzt den erfolgreichsten EinflĂŒsterer der Einflussreichen, die gröĂte Manipulation durch Lobbyisten, die fragwĂŒrdigste Methode der Interessenvertretung. Die Nominierungphase findet in diesem Jahr zum ersten Mal öffentlich statt. Machen Sie mit auf der Suche nach dem schlimmsten Lobbying in der EU 2006!
Nach dem Motto âIt takes two to Tangoâ, den EinflĂŒsterer genauso wie den Politiker, der sich beeinflussen lĂ€sst, gibt es in diesem Jahr zwei Kategorien: âThe Worst EU Lobbyistâ & âThe Most Privileged Accessâ.
âThe Worst EU Lobbyistâ:
Lobbyisten kĂ€mpfen mit harten Bandagen â auch und besonders in der EU. WĂ€hlen Sie den dreistesten Fall, die fragwĂŒrdigste Methode oder die undurchsichtigste Einflussnahme auf die EU-Politik durch einen Lobbyisten oder eine Lobby-Gruppe.âThe Most Privileges Accessâ:
Enge persönliche Beziehungen, vertraute Treffen im Hinterzimmer oder Beratungen durch einseitige Experten â all das sind Hinweise auf Politiker, die Lobbyisten ein besonders offenes Ohr schenken. Entscheiden Sie mit, wer der Gewinner der zweifelhaften Ehre ist, Lobbyisten einen besonderen Zugang zu verschaffen!FĂŒr letzteren Preis wĂŒrde ich ja mal pauschal die Content-Industrie mit ihren unzĂ€hligen Lobbyorganisationen und âveranstaltungen vorschlagen. Manchmal hat man das GefĂŒhl, dass die Verantwortlichen der EU-Kommission in diesem Bereich zu gar nichts anderem mehr kommen können, als sich mit der âVerlags-â, der âMusik-â oder der âFilmindustrieâ im Rahmen von Kongressen, Parlamentarischen Abenden oder sonstigen Events zu treffen.
-
: FAZ und SZ verklagen Perlentaucher
: FAZ und SZ verklagen Perlentaucher Der Perlentaucher wird von der FAZ und der SZ verklagt. Nicht, weil man auf der eigenen Seite quasi als âAggregatorâ die Feuilleton-Seiten von deutschen Zeitungen zusammenfasst, sondern weil man diese Leistung an InternetbuchhĂ€ndler weiterverkauft, wie der Perlentaucher vermeldet.
-
: Open Source Strategien fĂŒr die Wissenschaft
: Open Source Strategien fĂŒr die Wissenschaft Im Rahmen der Berkman Centerâs Tuesday Luncheon Series hat Dan Burk von der University of Minnesota Law School ĂŒber Open Source Strategies fĂŒr die Wissenschaft gesprochen. Davon gibt es eine MP3-Datei und die Folien.
In the age of bioinformatics and eâscience, the scientific community is increasingly advocating licensing strategies drawn from open source software development. But the culture and practice of scientific research community differs in significant ways from that of open source coding, posing new legal and cultural challenges to the adoption of open source strategies for science.
-
: Video-Plattformen und das deutsche Urheberrecht
: Video-Plattformen und das deutsche Urheberrecht Telepolis berichtet ĂŒber den âInternetvideo-Boom in Deutschland?!â
Vergleicht man die Verletzungen in Deutschland mit denen bei YouTube, erscheint das Problem erst einmal marginal, jedoch gibt es einen entscheidenen Unterschied: YouTube wird vom âDigital Millenium Copyright Actâ geschĂŒtzt, der die Rechteinhaber zwingt, erst einen sogenannten âDMCA-Letterâ mit der Aufforderung zur Löschung des fraglichen Inhalts an YouTube zu schicken, bevor sie rechtliche Schritte einleiten können. Solange YouTube diesen Aufforderungen nachkommt, drohen vorerst keine Klagen. Anders sieht es in Deutschland aus, denn hier fehlt eine solche Instanz. Es ist noch nicht klar, ob die Videohoster oder die User fĂŒr die Verletzungen zur Rechenschaft gezogen werden, doch mit der zunehmenden Kommerzialisierung der Plattformen durch Werbung steigt das Risiko fĂŒr die Videohoster. Aber selbst wenn ânurâ die User verklagt wĂŒrden, hĂ€tte dies negative Auswirkungen auf die Plattformen. Es kommt also noch einige Arbeit in diesem Feld auf die Videohoster zu.
-
: Kein Geld fĂŒr ODF-Umstellung in Massachusetts?
: Kein Geld fĂŒr ODF-Umstellung in Massachusetts? Der US-Staat Massachusetts löst gerade ganz elegant das Problem der Offenen Standards. Das Parlament beschliesst einfach kein IT-Budget dafĂŒr: Massachusetts ohne Budget fĂŒr ODF-Umstellung .
Im Januar 2006 wurde im Boston Globe eine Schmutzkampagne gegen Peter Quinn gefĂŒhrt, der daraufhin seinen RĂŒcktritt erklĂ€rte. Sein Nachfolger Louis Gutierrez, seit 9. Februar im Amt, trieb die UmstellungsplĂ€ne weiter voran. Doch da das Parlament kein Budget fĂŒr die IT fĂŒr das Jahr 2007 beschlossen hat, muss sich die Regierung nun wieder nach einem neuen CIO umsehen â Gutierrez hat dem Regierungschef seinen RĂŒcktritt angeboten. Gutierrez beklagt in seiner RĂŒcktrittserklĂ€rung, dass die Innovation in Massachusetts durch Geldmangel zum Stillstand kommen werde. Sein RĂŒcktritt soll in dreiĂig Tagen wirksam werden. Nur die Bewilligung eines Budgets könnte den CIO noch einmal zum Umdenken bewegen.
-
: iRights: Juristen tagen ĂŒber Rechtsfragen der Informationsgesellschaft
: iRights: Juristen tagen ĂŒber Rechtsfragen der Informationsgesellschaft Till Kreutzer war fĂŒr iRights auf der Jahrestagung zum 30. Geburtstag der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Recht und Informatik (DGRI) mit dem Titel âVon der Lochkarte zum globalen Netzwerkâ (PDF). Bei der Konferenz, die vom 5. bis zum 7. Oktober in Hamburg stattfand, diskutierten Juristen aus Wissenschaft und Praxis mit Unternehmensvertretern und Informatikern ĂŒber aktuelle Fragen des Informationsrechts. Einen zusammenfassenden Bericht gibt es hier: Juristen tagen ĂŒber Rechtsfragen der Informationsgesellschaft. Die Themen der JubilĂ€umstagung umfassten ein weites Spektrum. Von Identity Theft ĂŒber den Schutz von und vor Inhalten bis zu Fragen der NetzneutralitĂ€t, IT Governance, Embedded- oder Gebrauchtsoftware wurde eine Vielzahl informationsrechtlicher Themen in Fachreferaten, Workshops und Diskussionen behandelt.
Stefan Bechtold, Mitarbeiter am Max-Planck-Institut zur Erforschung von GemeinschaftsgĂŒtern widmete sich in seinem Referat eher unternehmensbezogenen Aspekten. Die neuere Entwicklung zeige, dass sich das Urheberrecht âin der Zange der Medienindustrieâ befinde (so der Titel des Vortrags). Es diene in erster Linie dem Schutz bestimmter Industriesektoren, deren Erzeugnisse besonders anfĂ€llig gegen die ungefragte und nicht-vergĂŒtete Aneignung durch Konkurrenten und Nutzer seien. Auf diesem Weg wĂŒrden jedoch Marktschranken fĂŒr neue Anbieter geschaffen, die innovative â und hĂ€ufig sehr sinnvolle â Dienste und Produkte bereitstellen wollen. Als Beispiele nannte Bechtold Tauschbörsendienste und Peer-to-Peer-Software, die Auseinandersetzung um Google Print und den â nicht geduldeten â âGebrauchthandelâ mit digitalem Content. Bechtold regte an, alternative Konzepte wie Creative Commons, die so genannte Kulturflatrate oder âpeer based productionsâ daraufhin zu untersuchen, ob sie geeignet seien als Mittel gegen zu weit reichende Urheberrechte zu dienen. Eine allgemeingĂŒltige Lösung sei derzeit nicht zu erkennen, vielleicht könnten jedoch Kombinationen vorhandener und zukĂŒnftig entstehender alternative Regelungsmodelle sich zu einem Gesamtkonzept entwickeln, meint der Wissenschaftler.
-
: DIW: âLinux setzt sich durchâ
: DIW: âLinux setzt sich durchâ Das Deutsche Institut fĂŒr Wirtschaftsförderung (DIW Berlin) hat im September eine Studie zur Verbreitung von Open-Source-Software (OSS) im europĂ€ischen Raum herausgegeben. Wie das Wirtschaftsforschungsinstitut in seinem Wochenbericht 38/2006 unter dem Titel âFirmeninternes Fachwissen begĂŒnstigt Einsatz von Open-Source-Softwareâ erlĂ€utert, haben beim Thema Open Source vor allem die osteuropĂ€ischen LĂ€nder wie Ungarn, die Tschechische Republik und Polen die Nase vorn. OSS ist hierbei besonders im Krankenhaussektor verbreitet, so die Studie: 40 Prozent der Befragten setzen Open Source in diesem Bereich ein. Dahinter folgt erst die Telekommunikation mit 35 Prozent und der Sektor der Unterhaltungselektronik mit 28 Prozent. Dennoch nutzen nur 15 Prozent der Firmen Freie Browser wie Mozilla und Firefox. Im Vergleich dazu geben 39 Prozent der deutschen Internet-User an, den Freien Browser Firefox zu benutzen.
Die Studie kann noch nicht abschlieĂend erklĂ€ren, was die jeweiligen Firmen letztendlich zu einer Migration weg von proprietĂ€ter Software bewogen hat. Dennoch stellt sie klar, dass die Verbindung von firmeninterner IT-Entwicklung, dem fachlichen Wissen und die GröĂe des Unternehmens eine entscheidende Role spielen. Open-Source-Software wird vornehmlich bei Firmen eingesetzt, die entweder mit offenen Standards arbeiten oder verstĂ€rkt auf InteroperabilitĂ€t angewiesen sind. Als groĂen Vorteil erachten Unternehmen den Vorteil, dass sich mittels OSS maĂgeschneiderte Lösungen fĂŒr den individuellen Bedarf anfertigen lassen, die gleichzeitig auch ein Fachwissen âvon hohem Wertâ fĂŒr die Unternehmen darstellen.
Als Nachteile von OSS werden hĂ€ufig eine âungewisse Weiterentwicklung, mangelnde UnterstĂŒtzung durch die Entwickler, fehlende Anwendungen und mangelndes Know-howâ angegeben.
Die Studie kann fĂŒr eine GebĂŒhr von 6 Euro beim DIW online bezogen werden.
-
: SAGA Version 3.0: Auf dem Weg zu einem offeneren EâGovernment
: SAGA Version 3.0: Auf dem Weg zu einem offeneren EâGovernment Die Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung fĂŒr Informationstechnik in der Bundesverwaltung (KBSt) des Bundesministeriums des Innern (BMI) hat zum dritten Mal einen Leitfaden fĂŒr EâGovernment-Anwendungen herausgegeben: SAGA ist die AbkĂŒrzung fĂŒr âStandards und Architekturen fĂŒr EâGovernment-Anwendungenâ und wird als Report in einer Version 3.0 veröffentlicht.
Darin werden Standards, Verfahren und Methoden und gibt Empfehlungen fĂŒr Anwendungen im Bereich des EâGovernment. Erstmalig werden auch die Mindestanforderungen fĂŒr die Aufnahme in die SAGA erlĂ€utert: Der Standard muss offen sowie kostenlos zugĂ€nglich sein, deshalb dĂŒrfen keinerlei LizenzgebĂŒhren verlangt werden.
SAGA will die InteroperabilitĂ€t zwischen den Anwendungen verschiedener Ămter gewĂ€hrleisten. Erstmals wird in der Version 3.0 daher auch das Open Document Format (ODF) als Offenes Format fĂŒr die behördliche Arbeit vorgestellt.
Ziel der SAGA ist ein âdienstorientiertes Architekturkonzeptâ, das die Themen âBeschreibungssprachen fĂŒr Metadaten von Dateienâ, âGeodiensteâ, âLangzeitarchivierungâ und âAuthentifizierungâ neu aufgenommen hat. Ăberarbeitet wurden weiterhin die Beschreibungen der Basiskomponenten, die Komponenten der Infrastruktur und der âEiner-fĂŒr-Alle-Dienstleistungenâ (EfA-Dienstleistungen).
SAGA 3.0 ist beim BMI als PDF-Datei herunterladbar.
-
: Die französische Regierung spricht sich fĂŒr ODF aus
: Die französische Regierung spricht sich fĂŒr ODF aus Geht es nach der französischen Regierung, sollten alle behördlichen Dokumente im allgemeingĂŒltigen Open Document Standard Format (ODF) verfĂŒgbar sein. Wie InfoWorld.com berichtet, geht das aus einem durch den Premierminister angeordneten Bericht hervor, der im September veröffentlicht wurde: In âZu gleichen Konditionenâ spricht sich der Abgeordnete Bernard Carayon sogar fĂŒr ein Gesetz aus, das den Ămtern vorschreibt, alle Dokumente im Open Document Standard Format anzulegen und zu verbreiten. GleichermaĂen schlĂ€gt er vor, auch die anderen LĂ€nder der EuropĂ€ischen Union zu ĂŒberreden, es Frankreich nachzutun.
In dem Bericht spricht sich Carayon darĂŒber hinaus fĂŒr ein staatlich finanziertes Forschungszentrum aus, das die Sicherheit bei Freier Software vorantreiben soll. Er möchte auĂerdem ein System einfĂŒhren, mit dem sich nationale und lokale Regierungsstellen und Ămter besser untereinander ĂŒber den Gebrauch von Freier Software austauschen können. GleichermaĂen rĂ€t er zu einer Institution auf europĂ€ischer Ebene, die sich um die technologische UnabhĂ€ngigkeit der EuropĂ€ischen Union kĂŒmmern soll.
-
: Google kauft Youtube
: Google kauft Youtube Tagesschau.de hat den Kaiserslauterner Informatik-Professor Hendrick Speck zur Youtube-Ăbernahme durch Google befragt: Erst âkriminellâ, dann âlegitimâ.
tagesschau.de: Aus einer amerikanischen Website mit teils illegalen Inhalten wird nach nur eineinhalb Jahren ein Objekt, das fĂŒr 1,65 Milliarden Dollar den Besitzer wechselt. Mit gerade mal 67 Mitarbeitern. Warum gibt es solche Entwicklungen eigentlich nicht in Deutschland?
Speck: Das hat unter anderem mit unserem Urheberrecht zu tun. Viele Vertreter aus der deutschen IT-Industrie und Forschung beklagen, dass sich Justizministerin Zypries zum Helfer der Musik- und Filmindustrie hat machen lassen. Das von Zypries eingefĂŒhrte Gesetz zum digitalen Urheberrecht ist im höchsten Grad innovationsfeindlich. Und ein Unternehmen wie YouTube könnte in Deutschland gar keine eineinhalb Jahre existieren.
Neben der ganzen Beigeisterung im Netz fĂŒr die Ăbernahme, gibt es auch kritische Stimmen. Grietje Bettin, die medienpolitische Sprecherin der grĂŒnen Bundestagsfraktion Ă€usserte sich in einer Pressemitteilung: Google verleibt sich YouTube ein â und wird noch mĂ€chtiger.
Die Konzentrationstendenzen im Medienbereich machen also auch vor dem Internet nicht Halt. Schon jetzt kann man bei Google neben der klassischen Suche nach Internetseiten auch nach Bildern, Nachrichten, digitalen BĂŒchern oder Landkarten suchen, ja sogar die eigene Festplatte durchforsten lassen und vieles mehr. Es scheint kein Onlineangebot zu geben, fĂŒr das sich Google nicht interessiert. Dieser Entwicklung muss Einhalt geboten werden â es muss endlich anerkannt werden, dass Meinungsmacht auch im Internet existiert!
Auch aus datenschutzrechtlicher Sicht gehört Google auf die Finger geschaut. Die Krake Google streckt ihre Tentakel immer weiter aus â und noch immer weiĂ keiner, welche Daten das Unternehmen von Nutzern abfragt und sammelt, ohne dass die Nutzer der Google-Dienste davon wissen. Das Prinzip der informationellen Selbstbestimmung muss aber auch im Internet gelten!
-
: Futurezone ĂŒber Canonical
: Futurezone ĂŒber Canonical Erich Moechl hat fĂŒr die Futurezone ĂŒber Canonical, der Firma hinter Ubuntu, geschrieben: Afrikas Angriff auf die Linuxwelt.
Denn das entspricht dem ziemlich radikal angelegten GeschĂ€ftsmodell des sĂŒdafrikanischen Entrepreneurs Mark Shuttleworth, der die erst 2004 gegrĂŒndete Firma Canonical [= kanonisch, vorschriftsmĂ€Ăig bzw. âwie es sich gehörtâ] fĂŒhrt. Den Ansatz â Software völlig frei aber massiv verteilen, verdienen am weltweiten Online-Support â soll Canonical binnen der nĂ€chsten 24 Monate in die ProfitabilitĂ€t fĂŒhren.
-
: Physikalisch-Technische Bundesanstalt verteidigt Wahlcomputer
: Physikalisch-Technische Bundesanstalt verteidigt Wahlcomputer Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), welche die Wahlcomputer hier in Deutschland ĂŒberprĂŒft, hat eine Pressemitteilung zum Wahlcomputer-Hack herausgegeben: WahlgerĂ€te in der Kritik. Tenor ist Ă€hnlich wie bei der Firma NEDAP: Keine GefahrâŠ! Denn bei âden in Deutschland eingesetzten GerĂ€ten handelt es sich allerdings um einen anderen Typ, als der dem Bericht zugrunde liegt.â
Das scheint im Moment die Hauptargumentationslinie der Wahlcomputer-BefĂŒrworter in Deutschland zu sein. Frank Rieger vom Chaos Computer Club ging in seinem Weblog Ende letzter Woche auf dieses Argument ein:
Es handelt sich im wesentlichen um kosmetische Ănderungen wie Anzahl, Art und Farbe von Schaltern und Tasten sowie ein grösseres Display fĂŒr den Wahlleiter. Die Ănderungen sind im wesentlichen durch die, in Deutschland offenbar ĂŒbliche, Erfasssung der WĂ€hlerstatistik durch den Wahlleiter nach fĂŒnf Altersgruppen und Geschlechtern zu erklĂ€ren.
Ansonsten ist natĂŒrlich die Software ein bischen anders, die Wahlsysteme sind ja leicht verschieden. Das alles Ă€ndert aber genau garnichts an der Angreifbarkeit der deutschen Wahlcomputer, mit genau den gleichen Angriffen wie sie gegen die niederlĂ€ndischen Systeme belegt wurden.
Wie schon öfters kommuniziert, wĂŒrde der CCC sich ĂŒber ein oder zwei TestgerĂ€te aus Deutschland freuen. Aber anscheinend vertraut die Herstellerfirma ihren eigenen Aussagen nicht, dass die Teile absolut sicher seien und stellt kein TestgerĂ€t zur VerfĂŒgung. Gerade mit einer solchen symbolischen Aktion könnte man doch von Seiten des Herstellers die öffentliche Wahrnehmung beruhigen. Andernfalls sieht es doch tatsĂ€chlich so aus, als seien die Teile unsicher.
Die PTB versucht in ihrer Pressemitteilung, die erhitzten GemĂŒter zu beruhigen, denn es sei ja alles sicher:
Der Angriff wurde offensichtlich durchgefĂŒhrt, um zu beweisen, dass die GerĂ€te nicht manipulationssicher sind. Bei einem tatsĂ€chlichen Angriff wĂ€re eine gehörige Portion krimineller Energie in Verbindung mit speziellen FĂ€higkeiten der durchfĂŒhrenden Personen erforderlich, um unbemerkt die Steuerungssoftware der GerĂ€te zu verĂ€ndern. AuĂerdem stĂŒnden einem solchen Angriff in der RealitĂ€t weitere SicherungsmaĂnahmen gegenĂŒber. Zu den festgelegten SicherungsmaĂnahmen bei Bundestags- und Europawahlen in Deutschland gehören:
â Kontrollen und ĂberprĂŒfungen bei der Vorbereitung der GerĂ€te zur Wahl und unmittelbar vor Ăffnung der Wahllokale,
â der Betrieb wĂ€hrend der Wahl unter stĂ€ndiger Kontrolle,
â die Möglichkeit, jederzeit einen Vergleich der eingesetzten GerĂ€te einschlieĂlich Software mit dem geprĂŒften Baumuster vornehmen zu können
â und nicht zuletzt die Absicherung, dass vor jeder Wahl eine gesonderte Verwendungsgenehmigung durch das Bundesinnenministerium (BMI) ausgesprochen werden muss. Diese Verwendungsgenehmigung kann verweigert werden, wenn UmstĂ€nde bekannt werden, die die Sicherheit oder korrekte Funktionsweise fraglich erscheinen lassen.Ăhnliches hörte man auch immer in Holland, bevor der Hack letzte Woche publiziert wurde. Irgendwo hatte ich am Wochenende auch noch gelesen, dass die Herstellerfirma im Moment prĂŒft, ob eine Urheberrechtsverletzung vorliegt. Die Urheberrechtskeule wird ja gerne genutzt, um Kritiker ruhig zu stellen. Und auch das kommende Anti Hacker-Tool Gesetz dĂŒrfte mehr Schaden anrichten als vermieden werden soll.
Wer die PTB noch nicht kennt: Das ist die Organisation, die genau einen Wahlcomputer der Firma NEDAP geprĂŒft hat und eine UnbedenklichkeitsprĂŒfung abgeben hat. Einen von mehr als 2000 eingesetzten Wahlcomputer in Deutschland! Was unfassbar ist: Autos, Feuerlöschern und FahrstĂŒhlen werden in Deutschland besser geprĂŒft als Wahlcomputer!
Wahlcomputer sind eine Gefahr fĂŒr die Demokratie und sollten verboten werden.
-
: SPD Beck will Verlage bei Urheberrechtsreform unterstĂŒtzen
: SPD Beck will Verlage bei Urheberrechtsreform unterstĂŒtzen Ăber dpa tickert gerade eine kleine Meldung, dass SPD-Chef Kurt Beck den Verlagen beim Schutz des geistigen Eigentums âvolle UnterstĂŒtzungâ zugesagt hat. Anscheinend war er heute bei der Frankfurter Buchmesse und sagte dort u.a.: âAngesichts des technologischen Fortschritts mĂŒsse âKreativesâ besser abgesichert werdenâ.
Da freuen sich Urheber und Verbraucher.
-
: AFP zieht Wikipedia-Content zurĂŒck
: AFP zieht Wikipedia-Content zurĂŒck AFP reagiert auf die Anfrage von Mathias Schindler wegen der Leihung von Wikipedia-Inhalten und macht was? Sie haben den Artikel zurĂŒck gezogen und zwar mit dieser BegrĂŒndung:
Zwar sind in dem fraglichen Hintergrundartikel (der als Feiertagswiederholung auch am Dienstag, 3. Oktober, um 10.20 Uhr ausgesendet wurde) nach unserem Kenntnisstand keinerlei falsche Informationen verbreitet worden â die Fakten stimmen mit den Angaben in einer bereits vorliegenden entsprechenden AFP-Dokumentation ĂŒberein, die ebenfalls Basis des fraglichen Artikels war. Ein Sprecher der betroffenen Wikipedia-Autoren besteht jedoch darauf, dass bei einer erneuten Verwendung des Artikels neben der Quellennennung auch auf die Lizenz, auf der der Artikel ĂŒber Amische basiert, hingewiesen wird. Zudem soll ein Link zur Versionsgeschichte bzw. zur Liste der Autoren dieses Artikels genannt werden. Da diese Angaben in unserem Hintergrund nicht vorhanden sind, bitten wir Sie darum, den Text so nicht mehr zu verwenden.
Ist ja voll dreist, dass die Wikipedia auf die Einhaltung ihrer Lizenz pocht. Wenn das jeder so mit dem Urheberrecht machen wĂŒrdeâŠ
-
: Darf ich das bloggen?
: Darf ich das bloggen? Da sich im Moment Abmahnungen von Blogs etwas hÀufen gibt es bei Spreeblick einen lesenswerten Einstieg ins Urheberrecht anhand eines Blog-Leitfadens: Darf ich das bloggen?
Weitere Infos zum Thema Urheberrecht (fĂŒr Einsteiger und Fortgeschrittene) bietet auch iRights.info
-
: Interchangeability
: Interchangeability Diese nette Animation mit dem Namen âInterchangeabilityâ wurde fĂŒr den âDay against DRMâ gemacht. Bei Youtube gibt es zwar den Link zu einem Blog des Urhebers, aber das scheint gerade down zu sein.
-
: Freie Musik aus dem Netz IST tanzbar!
: Freie Musik aus dem Netz IST tanzbar! Am Samstag gibts wieder eine Netlag-Party in Berlin. Bei der Netlag wird jeder Mitreisende zum Aktivisten: Die teilnehmenden musikalischen Flugbegleiter setzen mit ihrer Teilnahme ein Zeichen fĂŒr Vielfalt und Innovation, und gegen die fortschreitende Kommerzialisierung des Musikbusiness, und der Netlag-Passagier pfeift bewusst auf musikalischen Pauschaltourismus und unterstĂŒtzt mit seinem Flugticket den Kampf fĂŒr eine neue zukunftsorientierte Form des Musikvertriebs.
Folgende Flugbegleiter gehen am Samstag mit an Bord:
Eisbrenner [Aromamusic]
Skinnerbox [Pulsar]
Dreher & sm.art [Rotary Cocktail|Acker Rec]
Nadja Lind & TeaMore [Pulsar]
Jerando [Pulsar|Electronic Pleasure]
Cotumo [Pentagonik]
Photonal [Pulsar]Los gehts also am kommenden Samstag, den 7. Oktober ab 22:00 Uhr, und fĂŒr registrierte Netlag-Passagiere betrĂ€gt der Eintritt ermĂ€Ăigt 4 Euro.
-
: Hintergrundartikel zu GPL 3
: Hintergrundartikel zu GPL 3 Dr. Oliver Diedrich hat fĂŒr Heise Open nochmal den âStreit um die neue GPLâ in einem Hintergrundartikel zusammengefasst.
Die Free Software Foundation möchte mit der Version 3 der GPL die Freiheit von Software auch gegen neue BeschrĂ€nkungen âdurch die HintertĂŒrâ â mittels Softwarepatenten und DRM â schĂŒtzen und die KompatibilitĂ€t mit anderen Lizenzen verbessern. Prominenten Entwicklern und Firmen wird die neue GPL zu politisch; sie befĂŒrchten eine Spaltung von Open-Source-Community und âMarkt in AnhĂ€nger der alten und neuen Version.
-
: Audio: Wendy Seltzer ĂŒber Broadcast Flag und Chilling Effects
: Audio: Wendy Seltzer ĂŒber Broadcast Flag und Chilling Effects Cory Doctorow hatte Wendy Seltzer in seiner Vorlesung und verlinkt die Audioaufzeichnung auf BoingBoing: Audio of activist lawyer talk on Broadcast Flag and Chilling Effects.
The audio of Wendy Seltzerâs talk at my USC lecture series is now online. Wendy, an activist lawyer, is the co-founder of Chilling Effects and the Digital Television Liberation Front, two critical projects for defending Internet freedoms. She discussed the ways that âtakedown noticesâ and the Broadcast Flag proposal threaten the future of PCs and free speech. Wendy is one of the few lawyers who also writes software, and her perspective on this is that of a lawyer and self-taught coder, a great combination for understanding how a sane set of Internet laws would work. Towards the end of the talk, Wendy was joined by Wired Newsâs Quinn Norton, who talked about her experiences covering the Swedish Pirate Party movement.
Hier ist die 45MB grosse MP3 mit 1:38:44 LĂ€nge.