Die Akademie der Künste hatte am Dienstagabend zum 5. Akademie-Gespräch „Reform gegen Urheber?“ eingeladen, mit Bundesjustizministerin Brigitte Zypries als Stargast. Telepolis berichtet darüber: Endloser Streit ums Urheberrecht.
Die Ministerin, die nicht mit allen Aspekten des Gesetzentwurfs im Detail vertraut schien, wusste etwa mit dem Passus der „unbekannten Nutzungsarten“ und deren Konsequenzen für Kulturschaffende wenig anzufangen. Dass Verträge, die sämtliche künftigen technischen Verwertungen ausschließen, einem Offenbarungseid für Kulturschaffende gleichkommen, darauf musste erst Regisseur Hark Bohm aufmerksam machen: Wir müssen die Garantie haben, dass neue Verwertungswege das Werk schützen und nicht zerstören.
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Im Koalitionsvertrag der jetzigen Regierung ist wortwörtlich festgehalten, dass die „Rechtstellung des Urhebers in digitalen Zeiten gestärkt werden muss“. Nach dem Kotau der Schröder-Regierung vor der Industrie und dem augenblicklichen Gesetzentwurf müsste dazu jedoch noch ordentlich zurückgerudert werden.
Ebenso wie die Justizministerin nicht mit allen Aspekten des Thema vertraut ist, hat der Autor leichte Probleme mit der Thematik. Vor allem, wenn es in Richtung „Free Culture“ geht. Das hat nichts mit Raubkopien und dergleichen zu tun.