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Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.

  • : Erster Entwurf der GNU Free Documentation License
    Erster Entwurf der GNU Free Documentation License

    Heise berichtet über den ersten Entwurf der aktualisierten GNU Free Documentation License, welche die FSF jetzt veröffentlicht hat:

    Um die Neufassung der am meisten verbreiteten Open-Source-Lizenz, der GNU General Public License (GPL), hat sich – spätestens seit der Veröffentlichung des zweiten Entwurfs diesen Sommer – eine erhitzte Debatte entwickelt. Jetzt hat die Free Software Foundation (FSF), die „Mutter“ der GPL und diverser anderer Open-Source-Lizenzen, den ersten Entwurf der GNU Free Documentation License (GSFDL), Version 2.0, zur öffentlichen Diskussion freigegeben.

    Per Jabber hab ich gerade mal Mathias Schindler vom Wikimedia e.V. angefragt, was denn die Meinung der Wikipedia-Community zu diesem Schritt ist. Hier ist die Antwort:

    „Wikipedia ist das derzeit größte Projekt, das die GFDL nutzt. Und insofern sind wir auch schon an die Grenzen dessen gestossen, was die alte GFDL leisten kann. Ich finde es sehr gut, dass die FSF hier versucht, auf unsere Probleme einzugehen, die ja auch an anderer Stelle aufkamen, teilweise jedoch andere Probleme betrafen. Jetzt ist erstmal in Ruhe eine Leserunde angesagt. Und dann kann man schauen, ob sich die Situation unter der neuen Lizenz verbessern würde.“

    27. September 2006
  • : Vortrag auf Berliner XML-Tage: User as contributor
    Vortrag auf Berliner XML-Tage: User as contributor

    Morgen werde ich auf dem Web 2.0 Infotag im Rahmen der Berliner XML-Tage einen Vortrag zum Thema „User as contributor“ halten. Darin wird es viel um Open Source Strategien in verschiedenen Bereichen gehen und weniger um Youtube, MySpace und den üblichen Buzzwörtern rund um den hippen „User generated content“. Spannender finde ich Sachen wie Howard Dean, SpreadFirefox, OpenWRT / Hardware Hacking, Creative Commons, Freifunk, Freie Software und Wikipedia.

    Der Infotag geht von 10 Uhr bis 16 Uhr, der Eintritt ist wohlkostenlos und mein Vortrag beginnt um 11:30 Uhr.

    27.09.2006
    Humboldt-Universität zu Berlin
    Unter den Linden
    10117 Berlin

    26. September 2006 1
  • : Google löscht Belgien
    Google löscht Belgien

    Lustige Sache: Da verklagen in Belgien verschiedene Verlage Google wegen Aufnahme ihrer Daten in Google News und jetzt wundern sie sich, dass Google Belgien ihre Webseiten aus dem Google-Index genommen hat: Google löscht Belgien.

    „Wir haben genau das getan, wozu uns das Gericht verurteilt hat“, sagte Google-Sprecherin Rachel Whetstone auf Anfrage der französischen Nachrichtenagentur AFP, „Wir haben die kompletten Websites aus der belgischen Version von Google News und von Google.be entfernt.“

    Update: Ein Blick auf google.be lohnt sich dafür:

    26. September 2006 9
  • : USA: EU-Kommission soll freundlicher zu Microsoft sein
    USA: EU-Kommission soll freundlicher zu Microsoft sein

    Die US-Regierung soll über ihre Botschaft in Brüssel die EU-Kommission gebeten haben, freundlicher zu Microsoft im Anti-Trust Verfahren zu sein, wie ZDNet UK berichtet: US government ‚lobbied EC’ over Microsoft fine. Die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes is not amused.

    The US government sought to influence the European Commission over Microsoft’s antitrust case, according to competition commissioner Neelie Kroes. Kroes said the US embassy in Brussels had asked her to be „nicer“ to Microsoft ahead of her decision to fine the software giant €280m in July. The commissioner criticised the approach. „This is of course an intervention which is not possible,“ Kroes told Dutch newspaper Financieele Dagblad this week.

    26. September 2006 5
  • : Unbounded Freedom – A guide to Creative Commons thinking for cultural organisations
    Unbounded Freedom – A guide to Creative Commons thinking for cultural organisations

    Das British Council hat einen interessanten Leitfaden namens „Unbounded Freedom – A guide to Creative Commons thinking for cultural organisations“ unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

    The growing popularity of cultural commons thinking sets new and provocative challenges for traditional copyright law. Changes are occurring in politics, the economy and law, but first and foremost in the domain of culture. One third of all internet users have now downloaded music, videos and information using P2P file sharing software. New attitudes to the accessibility and ownership of intellectual property have become a force for change that will transform communication in the information age. User-led innovation is reshaping cultural production so that it is trans-national, more egalitarian, less deferential, much more diverse and above all, self-authored.

    Creative industries face the challenge of keeping pace with this sharing economy, and any organisation wishing to work with them will need to understand the thinking, ethics and communicative conventions of rising generations. Written by Rosemary Bechler, this short book argues that we must look at the history of traditional copyright law in order to understand the current debates about ownership and availability. In doing so, it not only elucidates the development of intellectual property law, but also reveals a unique glimpse of existing principles and developing trends. Bechler argues that Creative Commons thinking enables cultural organisations to embark on mutual relationships of trust with huge new publics. Describing the transformative potential of new attitudes, she offers us a vision of the future in which ‘unbounded freedom’ is not simply a romantic notion.

    Das 56-Seitige PDF kann hier heruntergeladen werden.

    26. September 2006 1
  • : Linux-Verband schaltet sich in Diskussion um neue GPL-Lizenz ein
    Linux-Verband schaltet sich in Diskussion um neue GPL-Lizenz ein

    Der Linux-Verband will sich moderierend in den Diskussionsprozess um die neue Fassung der GPL-Lizenz einschalten und lädt zu Gesprächen ein. Der Linux-Verband, Branchenverband der Linux- und Open-Source-Industrie, will sich moderierend in den Diskussionsprozess um die neue Fassung der GPL-Lizenz einschalten. Die von der Free-Software-Foundation vorangetriebene Neufassung hat eine kritische Diskussion ausgelöst. Zuletzt äußerten auch Linux Kernel Entwickler recht nachdrücklich Vorbehalte. Elmar Geese,1. Vorsitzender des Linux-Verbandes, hält „die Argumentation der Kernel-Entwickler zwar für nachvollziehbar“ doch weist er darauf hin, „dass das letzte Wort in Sachen Neufassung noch nicht gesprochen“ sei. „Wir hoffen, das sich die Free Software Foundation (FSF) davon überzeugen lässt, dass noch maßgebliche Veränderungen am aktuellen Entwurf der Lizenz erforderlich sind“, betont Geese. Der Verband habe Verantwortliche der FSF Deutschland und der FSF Europa kurzfristig zu Gesprächen eingeladen.

    Problematisch ist laut Geese die so genannte „Patentklausel“. „Wir sehen zum Beispiel keinen Bedarf dafür, Verfahrensregeln in Bezug auf Softwarepatente in eine Lizenzvereinbarung aufzunehmen.“ Der Linux-Verband habe seit Jahren eindeutig Stellung gegen Patente auf computerimplementierte Erfindungen bezogen. „Solche Patente sind in Europa bisher nicht rechtskräftig, eine Lizenz ist kein geeignetes Werkzeug für die Auseinandersetzung mit diesem Thema.“

    Wenn die Ablehnung der neuen Version der GPL in Entwickler- und Unternehmenskreisen weiter fortschreite, sieht Geese Nachteile durch verschiedene gleichzeitig in der Anwendung befindliche GPL-Versionen: „Während die Vorteile von GPLv2 lizenzierter Software bisher auch den Kunden einfach und klar kommunizierbar waren, bringt die neue Fassung mehr Unklarheiten und Probleme als Vorteile. Hier wollen wir Verbesserungen erzielen.“

    Auch in anderen Bereichen des neuen GPL-Entwurfes sieht der Linux-Verband Diskussionsbedarf, etwa im Bereich Embedded Linux und der dort notwendigen strengeren Abgrenzung von freier und proprietärer Software oder im Bereich DRM und Trusted Computing. Der Beauftragte des Linux-Verbandes in Sachen Softwarepatente Dr. Johannes Loxen erklärt dazu: „Die neue GPL kann nicht dazu herangezogen werden, Rechtsprobleme zu lösen, die nur randständig mit Lizenzierung als solcher zu tun haben, etwa in den Bereichen digitales Rechtemanagement oder Trusted Computing. Die dringend notwendige Diskussion über Gebrauch oder Missbrauch dieser Techniken darf nicht über Lizenztexte geführt werden.“

    Negative Auswirkungen auf den Linux-Markt durch den Lizenzstreit sieht der Linux-Verband jedoch nicht. Das Geschäft mit Linux-Lösungen und Dienstleistungen entwickele sich weiterhin sehr gut. „Die GPLv3 wird eher ein Problem für die FSF als für die Unternehmen werden, wenn sie in wesentlichen Projekten und Lösungen keine Anwendung finden wird,“ so der Verband in einer Stellungnahme.

    26. September 2006 1
  • : Rede von Eben Moglen auf OSCON 2006 als MP3
    Rede von Eben Moglen auf OSCON 2006 als MP3

    Die Keynote von Eben Moglen auf der letzten OSCON 2006 ist jetzt im O´ Reilly Podcast als MP3 veröffentlicht (30 Minuten / 16 MB) worden.

    This week the entire program is devoted to the closing plenary from OSCON 2006 delivered by Eben Moglen. Eben Moglen is a professor of law and legal history at Columbia University Law School and is general counsel of the Free Software Foundation.

    26. September 2006
  • : Ubuntu 6.10 wird nur noch kostenpflichtig verschickt
    Ubuntu 6.10 wird nur noch kostenpflichtig verschickt

    Eine gute Strategie von Ubuntu zur Marktdurchdringung war es bisher,Ubuntu-CDs an Interessierte kostenfrei zu verschicken. Dies soll für die kommende Ubuntu-Version 6.10 (Edgy Eft) nicht mehr gelten. Stattdessen soll weiterhin die Version 6.06 verschickt werden, die langfristig als stabile Distribution gedacht ist. Die kommenden Versionen sollen weiterhin kostenfrei zum Download angeboten werden, für eine Verschickung sollen aber 1,50 Euro berechnet werden. Schade eigentlich.

    [via]

    26. September 2006 4
  • : Britische Nationalbibliothek warnt vor DRM
    Britische Nationalbibliothek warnt vor DRM

    Die britische Nationalbibliothek warnt vor den kulturellen Schäden durch den Einsatz von DRM: British Library calls for digital copyright action.

    „Unless there is a serious updating of copyright law to recognise the changing technological environment, the law becomes an ass,“ Lynne Brindley, chief executive of the British Library, told ZDNet UK. Current digital rights management (DRM) technologies and licensing agreements can impose restrictions on copying content that go beyond the requirements of copyright law. This needs legal clarification, according to the British Library. „DRM is a technical device, but it’s being used in an all-embracing sense. It can’t be circumvented for disabled access or preservation, and the technology doesn’t expire [as traditional copyright does]. In effect it’s overriding exceptions to copyright law,“ said Brindley.

    Neues gibts auch von der deutschen Nationalbibliothek. Mein ständiger Gastautor Mathias Schindler hatte am 11. September hier einen freundlichen Brief an die verantwortlichen Bundestagsabgeordneten geschrieben, die für das „Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek (DNBG)“ verantwortlich sind. In dem Gesetz hat die Deutsche Nationalbibliothek den gesetzlichen Auftrag der Sammlung, Erschliessung, Verzeichnung und Archivierung von Netzpublikationen erhalten. Die Meldung schwappte dann irgendwann in Old Media rüber, wie z.B. in die Süddeutsche Zeitung: Jäger des virtuellen Schatzes.

    Mathias hat aus dem Bundestag noch keine Antwort erhalten, dafür bekam Kristian Köhntopp eine Antwort auf eine Mail von der Deutschen Nationalbibliothek und hat sie gebloggt:

    Zum Bereich der webspezifischen Publikationen zaehlt die Deutsche Nationalbibliothek z.B. auch die von Ihnen abzuliefernde Veroeffentlichung. Hier muss noch erhebliche Entwicklungsarbeit fuer die Archivierung und Verfuegbarmachung geleistet werden. Derzeit sind noch viele Fragen hinsichtlich Sammelumfang und Sammeltechnik unbeantwortet. In solchen Faellen werden die betreffenden Publikationen von der Deutschen Nationalbibliothek vorgemerkt und erst dann angefordert, wenn der Stand der Technik dies zulaesst. In der Zwischenzeit wird die Deutsche Nationalbibliothek keine Ordnungswidrigkeitsverfahren anstrengen.

    25. September 2006 4
  • : Frankreich: Selbstanzeigen wegen DRM-Gesetzgebung
    Frankreich: Selbstanzeigen wegen DRM-Gesetzgebung

    Aus Protest gegen die verschärften Urheberrechtsgesetze in Frankreich haben Aktivisten die symbolische Protestform einer Selbstanzeige gewählt, um Aufmerksamkeit auf kritische Punkte im Gesetz zu legen.

    „Under the newly adopted, very controversial DADVSI French law, it became illegal to bypass, help bypass, or suggest one bypasses DRM protections. Offenders are liable of up to a € 30,000 fine ($38,000) and six months in prison. Three DRM activists went, accompanied by a cheerful crowd of supporters, to their local police station and admitted the following:“

    * Stéphane used DVDdecrypter to transfer a legally purchased DVD onto his portable DVD player, and risks a € 3,750 fine;

    * Tangui read a DVD on an open-source Linux software; and

    * Jérôme bypassed DRMs on music legally purchased on iTunes and another French online provider, explained how to bypass DRMs on a webpage, and translated a software that gets rid of protections on digital content; for all that, he risks a € 30,000 fine and up to six months in prison.“

    Bilder und einen Erlebnisbericht in Französisch finden sich auf stopdrm.info.

    [via]

    23. September 2006 2
  • : Popkomm ohne Popkomm
    Popkomm ohne Popkomm

    Eigentlich hätte Markus garnicht einfach so als Journalist über die popkomm berichten dürfen. Denn schließlich ist in der popkomm-Welt ein Onlinemedium nicht als Presse definiert. So wie die Musikindustrie es verpasste passable Angebote fürs Netz zu schaffen – ehe sie mit der Verteufelung von Filesharingusern begann, so verpasst sie es jetzt zu ihrer größten Messe uns Netz-Journalisten als solche anzuerkennen.

    Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit-Abteilung der Messe wusste am Telefon um unseren Stellenwert als Blog netzpolitik.org zwar deutlich bescheid. Und wenn es nach unserer, dem Menschen „am Counter unten“ vorgesetzten, Gesprächpartnerin ginge, würden wir auch sofort akkreditiert werden. Aber auf die popkomm käme man eben nur gemäß den Akkreditierungsrichtlinien – und diese schließen „Mitglieder von Internet-Redaktionen“ wegen der „allgemeinen Zugänglichkeit des Internets und der damit verbundenen mangelnden Überprüfbarkeit der eigenen journalistischen Leistung“ aus, wenn sie keinen anerkannten Presseausweis besitzen.

    Vielen Dank an die Mitarbeiterinnen der Tageszeitung aus Berlin, die uns Unterschlupf gewährte!

    Dass man aber auch ohne auf der popkomm anwesend zu sein gute Schlagzeilen generieren kann, zeigt eine Aktion des CCC Regensburg: Diese verteilten unter dem Titel „Pimp my Rights, Vol. I“ Audio-CDs mit Freier Musik an Passanten auf der Straße. Ganz ohne Popkomm.

    Pimp my Rights, Vol. I

    Das Statement von Tina aus dem Chaostreff Regensburg dazu:

    Dass sich die Musikindustrie seit längerem bei ihren Kunden unbeliebt macht, ist kein Geheimnis: da werden Gleichnisse herbeigezerrt, die CD-tauschende und ‑kopierende Jugendliche explizit mit Pädophilen und Nazis vergleichen; in Werbespots werden grade männliche Jugendliche, die Musik tauschen, kriminalisiert und herabgewürdigt und jetzt finanzieren unsere CD-Käufe seit Neuestem auch noch Razzien bei: genau, uns – den Endkunden.

    Ich finds mitlerweile doch ganz lustig, dass die popkomm nach Berlin gezogen ist. Aber in Regensburg wär sie bestimmt auch gut aufgehoben.

    21. September 2006 8
  • : Viel Spass: Windows Media Player 11 DRM
    Viel Spass: Windows Media Player 11 DRM

    Windows-Nutzer sollten sich schonmal auf das neue Windows Media Player 11 DRM freuen, was demnächst in ihren Computern zu finden sein wird. Früher oder später wird es vermutlich im Rahmen eines Mediaplayer-Updates auf die Rechner kommen. The Inquirer bietet einen ersten Vorgeschmack über die nutzerfreundlichen Features: Microsoft Media Player shreds your rights. Viel Spass.

    THINK DRM WAS bad already? Think I was joking when I said the plan was to start with barely tolerable incursions on your rights, then turn the thumbscrews? Welcome to Windows Media Player 11, and the rights get chipped away a lot more. Get used to the feeling, if you buy DRM infected media, you will only have this happen with increasing rapidity.

    One of the problems with WiMP11 is licensing and backing it up. If you buy media with DRM infections, you can’t move the files from PC to PC, or at least you can’t and have them play on the new box. If you want the grand privilege of moving that content, you need to get the approval of the content mafia, sign your life away, and use the tools they give you. If you want to do it in other ways, you are either a lawbreaker or following the advice of J Allard. Wait, same thing.

    [via]

    21. September 2006 2
  • : Netzpolitik-Podcast: Lawrence Lessig über die Zusammenarbeit von CC mit Microsoft
    Netzpolitik-Podcast: Lawrence Lessig über die Zusammenarbeit von CC mit Microsoft

    Auf der Wizards of OS 4 gab es einen Workshop mit Lawrence Lessig und einem OSFlash Entwickler, den ich für die iCommons Community aufgezeichnet habe: Bridges or walls? Can free culture coexist with proprietary projects? Wer Interesse hat, kann sich den einstündigen Mitschnitt der Session anhören, aber weitgehend sprach der OSFlash Entwickler und weitgehend sprach er auch darüber, wo er überall war und wer alles über ihn berichtete. Ist also nicht unbedingt spannend geworden. Den kompletten Mitschnitt gibt es als MP3 (41MB) und OGG (35MB).

    Im Rahmen des Workshops hat Lawrence Lessig aber dezidiert zu der Kritik Stellung genommen, dass Creative Commons mit Microsoft kooperieren würde und geht in diesem Mitschnitt darauf ein. Den Teil gibt es als MP3 (5MB) und OGG (4MB).

    Ein weiterer Teil aus dem Mitschnitt ist eine Frage von mir, was seine Meinung zu den Gerüchten ist, dass Microsofts neuer Player Zune die CC-Lizenzen verletzten könnte. Hier herrscht immer noch Unklarheit und vielleicht ist das auch nur alles Teil einer Einführungsmarketingkampagne. Die Frage und Antwort ist auf jeden Fall vom letzten Samstag und es gibt sie als MP3 (2MB) und OGG (2MB).

    21. September 2006 1
  • : Netzpolitik-Podcast über Registered Commons
    Netzpolitik-Podcast über Registered Commons

    Registered Commons ist eine neue und international ausgerichtete Plattform für die Registrierung von Creative Commons lizenzierten Werken. Die Plattform möchte das Problem lösen, dass Urheber von CC-Werken oftmals nicht eindeutig identifiziert werden können und möchte dafür die notwendige Infrastruktur bereit stellen. Auf der Wizards of OS 4 gab es den Launch und dort habe ich auch mit Roland Alton-Scheidl von der OSAlliance, demProjekt-Lead von registeredcommons.org gesprochen.

    Das Interview ist in deutsch, ca. 12 Minuten lang und als MP3 ist es 15 MB gross. Ein befreites OGG wird es noch geben.

    21. September 2006
  • : Torpark
    Torpark

    Die BBC berichtet über Torpark: Free anonymising browser debuts.

    Torpark ist eine Kombination aus einer modifizierten Firefox-Version und dem TOR Onion Router. Man kann den Browser direkt starten, er hinterlässt keine Datenspuren auf dem Rechner und nutzt automatisch die TOR-Anonymisierung. Funktioniert aber wohl nur für Windows, dafür kann man ihn auch unterwegs von einem USB-Stick starten.

    Ars Technica berichtet auch: Torpark web browser aims to keep surfing private.

    21. September 2006 4
  • : Netzpolitik-Podcast mit Fernanda Weiden
    Netzpolitik-Podcast mit Fernanda Weiden

    In diesem Netzpolitik-Podcast gibt es wieder eine Frau als Interview-Partnerin: Fernanda Weiden von der FSF Latin America und DebianWoman. Auch gibt es erstmals eine Co-Moderatorin und zwar hat Meike Richter mich bei den Fragen ergänzt. Herausgekommen ist ein interessantes Gespräch über Freie Software und Digitalkultur in Brasilien und Südamerika, Frauen und Freie Software (Was Gründe dafür sein könnte, dass Frauen in der freien Software Community noch unterrepräsentiert sind und wie man mehr Frauen dafür begeistern kann) sowie die Zukunft von Freier Software.

    Das Interview gibts erstmal als MP3 (22 MB / 25 Minuten) und später noch als befreites OGG.

    20. September 2006 2
  • : Audiomitschnitt von *iPod:youTube* – Das Internet und die Zukunft der Musik
    Audiomitschnitt von *iPod:youTube* – Das Internet und die Zukunft der Musik

    Gestern Abend fand die von der Heinrich Böll Stiftung und dem Netzwerk Neue Medien organisierte Diskussionsrunde „*iPod:youTube* – Das Internet und die Zukunft der Musik“ im Grünen Salon in Berlin statt.

    Der Saal war voll, die Diskussion spannend und abwechslungsreich und die Zuschauer kamen auch oft genug zu Wort. Herr Zombik von der IFPI hatte einen schweren Stand und musste weitgehend allen Recht geben. Etwas überraschend: Am Ende der Diskussion fanden ganze drei Personen im Raum DRM gut – inklusive zweier Referenten auf dem Podium.

    Wir haben alles mitgeschnitten und heute gibts erstmal als MP3 (87MB) und OGG (99MB) die Audioversion. Bis zum Wochenende haben wir hoffentlich die 2,5 Stunden Video bearbeitet und eine weitere Folge NetzpolitikTV mit den Reaktionen der Referenten nach der Diskussion fertig.

    Und hier gibts Bilder von der Veranstaltung.

    20. September 2006 10
  • : The Wealth of Networks: Interview mit Yochai Benkler, Teil 1
    The Wealth of Networks: Interview mit Yochai Benkler, Teil 1

    Yochai Benkler ist Jura-Professor an der Yale University und war einer der Keynote-Speaker auf dem Wizards of OS 4‑Kongress. Benkler ist im Moment einer der angesagtesten Analysten der Peer-Produktion: Sein Buch „The Wealth of Networks” wurde unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht und hat bislang einiges an Aufsehen erregt. Im folgenden Interview, das eine Teilniederschrift des Netzpolitik-Podcasts mit Yochai Benkler ist, nimmt er unter anderem die Peer-Produktion in einer vernetzten Ökonomie und Gesellschaft zum Gegenstand. Außerdem wird darin Freie Software als erstes erfolgreiches Beispiel für neue kollaborative Produktionsprozesse erklärt, wie und ob dies auf die Produktion von kulturellen Güter übertragen werden kann.

    Netzpolitik: Was bedeutet genau „Der Reichtum der Netzwerke“ („The Wealth of Networks“)?

    Yochai Benkler: Wir erfahren durch die digitalen Netzwerke eine Dezentralisierung der grundlegenden Fähigkeiten des Produzierens und Austauschens von Informationen, Wissen und Kultur. Als Resultat haben wir Innovation und ökonomische Produktion der am weitesten fortgeschrittenen Art. Darunter fällt zum Beispiel die Entwicklung einer ausgearbeitetsten Software, die in völlig neuen Modellen gebaut wird: dezentralisiert und ziemlich abhängig von sozialer Motivation und sozialen Strukturen, anstatt von Märkten, Firmen oder Regierungen abhängig zu sein. Zu diesen wirtschaftlichen Auswirkungen sehen wir, die wir in komplexen modernen Ökonomien leben, dass wir uns alle verschiedentlich innerhalb eines Kontextes der Massenmedien weiter entwickelt haben. Zum ersten Mal sehen wir nun was mit der Demokratie passiert, wenn Leute und Gruppen in verschiedenen Größenordnungen selbst entscheiden, was für sie wichtige Nachrichten sind und was sie abdecken oder berichten und kommunizieren. Auf einem größeren Level können Leute aktiv partizipieren und Kultur produzieren und ihre Geschichten als Text, Video oder Radiosendung vermitteln – im Gegensatz zu einer relativ kleinen Anzahl von Kulturschaffenden, die industriell hochwertig produzieren.

    Netzpolitik: Und wie behandelt das Ihr Buch?

    Yochai Benkler: Mit dem „Reichtum der Netzwerke“ meine ich, dass ein Set von technologischen Konditionen Individuen und Gruppen zu einer größeren praktischen Kapazität und Autorität verholfen hat. Und das alles in einer Informationsumgebung, die wir als ökonomische Aktoren und noch wichtiger, als politische und soziale Wesen einnehmen. Ich habe mein Buch unter der Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht, um mit dem Grad, bis zu dem sich die akademische Presse von der traditionellen Presse zu einer genuinen Plattform für Konversation und Ausbildung wandeln kann, zu experimentieren. Es ist nicht nur als einfacher Download erhältlich, sondern in einem Wiki, damit Leser Anmerkungen machen können, Kommentare abgeben oder die Untersuchungen auf den neusten Stand bringen.

    Netzpolitik: Wie beurteilen Sie die Free Software innerhalb der digitalen Revolution?

    Yochai Benkler: Freie Software hat auf einer größeren Ebene das erste beobachtbare wie effektive Beispiel für das Phänomen der Peer-Produktion geliefert. Wenn jemand im Jahr 2001 gefragt hätte: ‚Was würde passieren, wenn man im Internet tausend kleine Artikel-Teile hochlädt und jedem zur Verfügung stellt, ohne dass er sich einloggen müsste oder angeben, wieso er das tut?‚ Fünf Jahre später haben wir mit Wikipedia eine Enzyklopädie, die vielleicht nicht die beste ist, aber eine plausible Konkurrenz zur Encyclopaedia Britannica darstellt. Die kommerziellen Anbieter hätten dich damals für verrückt gehalten.

    Durch ihre Traditionen bei der Software-Entwicklung von vor den 80ern und wegen ihrer messbaren Produktivität hat die Freie Software ein überaus starke Existenzberechtigung bewiesen. Außerdem hat sie gleich ein Idiom oder eine Metapher geliefert, damit die Leute das ganze Phänomen verstehen können, das sich so sehr von der industriellen, kapitalistischen Produktionsweise unterscheidet. Gleichzeitig unterscheidet es sich aber auch ganz und gar vom Kommunismus. Denn dieser ist, ebenso wie der industrielle Kapitalismus, ein Produkt der industriellen Ökonomie. In der Informationsökonomie der Netzwerke sind die Produktionsmittel jedoch nicht eine große Firma, die der Partei gehört, sondern der Computer, das Videotelefon oder eine Kamera, die jedem gehört. Dann spricht man nicht von einer Form des Kollektivismus, sondern von einer Form der individuellen Freiheit. Es gibt nämlich eine neue Form der Ausdifferenzierung, auf verschiedene Arten Information zu schaffen und auszutauschen. Das charakterisiert die Informationsökonomie der Netzwerke. Für diese neue Umgebung ist sie die zentrale Nutzerschnittstelle zwischen Markt und Nicht-Markt, zwischen Individuum und Kollaborative.

    Netzpolitik: Kann man die Entwicklung Freier Software mit der Schaffung von Kulturgütern vergleichen?

    Yochai Benkler: Verschiedene kulturelle Formen haben verschiedene Charakteristiken. Mehr oder weniger werden sie bestimmten Strukturen unterworfen, um sie für Leute in ihrer Freizeit fassbar zu machen. Und das ohne Bezahlung. Bei Musik zum Beispiel macht es die Kohärenz eines Stückes ziemlich schwierig, dass es von einer großen Gruppe produziert werden kann, wo jeder einen kleinen Beitrag zuliefert. Deshalb ist es so wichtig zu verstehen, wie Künstler von ihrer Kunst leben können. Ich denke auch, dass wir weniger das Auftauchen einer neuen Starkultur erleben werden. Bei Filmen sieht es anders aus: Man sollte Film nicht als Hollywood-Blockbuster, sondern als visuelle, stimulierende kulturelle Narrative verstehen. Dann sehen wir das schon bei den Massive Multiplayer Online Games, die eine Plattform werden, indem sie genau das tun. Bei YouTube ist am Ende das Output nicht eine kohärente, hochqualitative Hollywood-Narrative, sondern ein Pastiche. Die kulturellen Formen werden sich ändern müssen. Aber haben wir die Bücher für das Fernsehen aufgegeben, oder Zeitungen für das Radio?

    Coming soon: Im zweiten Teil des Interviews nächste Woche erklärt Yochai Benkler, was vernetzte kollaborative Prozesse für politische Prozesse und Teilhabe bedeuten können.

    Hier gibt es das ganze Interview als MP3 in englischer Sprache.

    Peter Bihr hatte auch noch die Gelegenheit, Yochai Benkler morgens früh zu interviewen und hat das Interview in kleinen Teilen auf Youtube gepackt: 1, 2, 3, 4

    19. September 2006
  • : Interview mit Hal R. Varian
    Interview mit Hal R. Varian

    Golem hat auf der Wizards of OS 4 ein Interview mit Professor PhD Hal R. Varian gemacht, der Ökonom an der Universität Berkely ist und im Bereich Informationsökonomie als einer der bekanntesten Köpfe weltweit zählt. Ich war von seiner Keynote auf der WOS4 eher enttäuscht und hatte mir mehr erwartet. Er hat mal vor zehn Jahren das Buch „Information rules“ geschrieben, was wohl ein Bestseller war. Im Rahmen seiner Keynote stellte er dann eigentlich nur sich vor und wie toll er einige Sachen vor zehn Jahren vorhergesehen hat. Und was er eigentlich vorgesehen hätte, aber irgendwie doch nicht in das Buch geschrieben hat. Naja. Da hatte ich mir doch eher etwas Ausblick in die Zukunft versprochen, als einen Blick zurück auf zehn Jahre Internetentwicklung samt Unmengen Eigenlob. Aber in dem Interview bei Golem gibt es mehr Aussagen von ihm und es ist interessanter als seine Keynote war: Interview: Das Urheberrechtssystem ist skandalös ineffizient.

    Golem.de: Betrachten wir einen anderen Aspekt des Urheberrechts: Tauschbörsen und Filesharing. Die Inhalte-Industrie auf der einen Seite spricht in diesem Zusammenhang von Piraten, die Musik stehlen, während Tauschbörsen-Nutzer oft argumentieren, es werde niemandem etwas weggenommen, die Werke, die sie sich per Filesharing beschaffen, hätten sie ohnehin nicht gekauft. Gibt es aus ökonomischer Sicht einen Unterschied zwischen geistigem und physischem Eigentum?

    Varian: Nun, geistiges Eigentum ist immer ein Kompromiss, denn wie Sie richtig anmerken: Einmal erstellt sind die direkten ökonomischen Kosten der Reproduktion praktisch null. Manche Werken bedürfen aber einiger Anreize, damit sie überhaupt entstehen. Wie man aber weiß, erhalten die eigentlichen Urheber oft nicht sehr viel für die Schaffung ihrer Werke, ihre Motivation hat nicht primär etwas mit ökonomischen Anreizen zu tun. Aber ein großer Teil der Infrastruktur, also derer, die Urhebern die Tür zu den Märkten öffnen, wollen in der Regel finanziell vergütet werden. Meiner Meinung nach bedarf es daher geistiger Eigentumsrechte, nur das aktuelle System ist zu extrem in dieser Hinsicht. Schaut man in die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika, findet man in Bezug auf geistiges Eigentum dort die Formulierung „für eine begrenzte Zeit“. Die Frage ist nun, was ist mit einer „begrenzten Zeit“ in diesem Zusammenhang gemeint? Ich denke, die Antwort ist ganz einfach: 14 Jahre. Dies war damals die vorgesehene urheberrechtliche Schutzfrist. Ich glaube nicht, dass damit 95, 75 oder auch 28 Jahre gemeint sind.

    19. September 2006
  • : Schweiz: Wie Verwertungsgesellschaften ticken
    Schweiz: Wie Verwertungsgesellschaften ticken

    Der Schweizerische Tagesanzeiger berichtet in einem mit Zahlen gespickten Artikel über die SUISA (Verwertungsgesellschaft in der Schweiz).

    Interessant ist unteranderem der Verwaltungsaufwand:

    Die Suisa ist ein Schwergewicht unter den VGs, beschäftigt rund 200 Mitarbeiter, die in der aktuellen Bilanz mit beinahe 20 Millionen Personalkosten etwa zwei Drittel des jährlichen Aufwands ausmachen. Ungefähr 20 Prozent der Einnahmen pro Jahr werden für die Verwaltung benötigt – «ein Wert, der sich durchaus im Rahmen des Üblichen befindet», wie Emanuel Meyer vom IGE meint. «Für uns sind 25 Prozent Verwaltungsaufwand und mehr die Alarmgrenze», sagt er. Weiter gibt Emanuel Meyer zu bedenken, dass letztlich die Mitglieder der Suisa jederzeit bestimmen können, wie viel Aufwand gerechtfertigt ist.

    Und das im Kontrast zu der Verteilung der Gelder:

    Seit 2004 veröffentlicht die Suisa einen Verteilschlüssel, wo anonymisiert ersichtlich ist, wer wie viel erhält. Von insgesamt 10 781 Urhebern erhielten im Jahr 2005 7663 nicht mehr als 500 Franken. Nur vier Urheber erhielten Auszahlungen von über 500’000 Franken.

    Der Artikel erschien im Rahmen eines Dossiers zur anstehenden Urheberrechtsrevision in der Schweiz.

    19. September 2006 1