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Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.
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: Softwarepatent des Jahres
: Softwarepatent des Jahres Let´ s talk about Innovation: Die Idee eines Downloads von Gerätetreiber über das Internet ist sicher neu, innovativ und deswegen durch ein Patentmonopol schutzwürdig – oder nicht?
Heise: Kandidaten zur Wahl des „Softwarepatents des Jahres“ komplett
Bei der Kür des „Softwarepatents des Monats“ machte im September ein Schutzanspruch von Philips auf den Download von Gerätetreibern über das Internet das Rennen. Den vom Europäischen Patentamt (EPA) mit der Nummer EP1044400 vergebene Monopolanspruch erachteten 30 Prozent der 2273 Teilnehmer an der Aktion in den vergangenen vier Wochen für besonders auszeichnungswürdig mit dem Negativpreis. Bei der nun anstehenden Wahl des „Softwarepatents des Jahres“ sind damit gleich zwei Patente des niederländischen Elektronik-Konzerns auf so genannte computerimplementierte Erfindungen vertreten. Insgesamt sind sieben Schutzansprüche für die Endrunde der Aktion NoSoftwarepatents-Award nominiert. Unter den Kandidaten befinden sich auch Patente von Lucent, Nutzwerk, NTT, Siemens und Techem. Die Nutzer sollen im Lauf des Oktobers entscheiden, welches sie davon am „schädlichsten“ halten.
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: „Wir haben privat kopiert“
: „Wir haben privat kopiert“ Campact, Fairsharing und die Verbraucherschutzzentrale Bundesverband einen virtuellen Knast zur Urheberrechtsreform veröffentlicht: „Wir haben privat kopiert“
Die Organisationen fordern, die Novellierung des Urheberrechts zu nutzen, um die drohende Kriminalisierung von Internetnutzern zu beenden. Unter dem Motto „Privat kopieren ist kein Verbrechen“ startet heute das weltweit erste Internet-Gefängnis. Bürger können unter www.wir-haben-privat-kopiert.de ein eigenes Bild hochladen und damit in das Gefängnis einziehen – die Kampagne will damit verdeutlichen, dass Millionen Bürgern mit dem neuen Urheberrecht eine Kriminalisierung droht.
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: The big DRM mistake
: The big DRM mistake Im Register gibt es einen lesenswerten Kommentar über „The big DRM mistake – It just doesn’t make sense…“. Der Autor verarbeitet dort seine Erfahrungen als Konsument mit DRM geschützt Werken und fragt ausführlich nach dem (Un-)Sinn mit guten Argumenten.
DRM has wormed its way into the imaginations of Hollywood, the RIAA, and publishers, and they in turn have convinced the computer industry (who, it must be admitted, needed little convincing) that DRM must be applied and supported throughout their products. To The New Yorker, I’m sure that DRM made lots of sense. In reality, though, it doesn’t. DRM has angered this customer (and many others), eviscerated my Fair Use rights, ultimately rendered the money I spent moot, and it can still be copied anyway! Where does that leave the publisher? It sounds to me like we were both – consumer and publisher – sold a bill of goods. Welcome to the future!
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: Interview mit Gilberto Gil über Digitalkultur und Netzpolitik
: Interview mit Gilberto Gil über Digitalkultur und Netzpolitik Bei IP-Watch gibt es ein längeres Interview mit Gilberto Gil. Da es hier reinpasst und unter einer Creative Commons Lizenz steht, spiegel ich das Interview mal: Inside Views: Interview With Gilberto Gil, Brazil’s Culture Minister.
Gilberto Gil, an internationally acclaimed musician and songwriter since the 1960s, is Brazil’s Minister of Culture. Educated in his native state of Bahia, Gil has lived and travelled extensively abroad and speaks four languages fluently. He reflects the Brazilian government’s position of caution about the rapid rise of intellectual property rights policy and protection globally, and has released some of his music under a Creative Commons license. Gil is leading the Brazilian delegation to the 25 September to 3 October World Intellectual Property Organization General Assembly, where the agenda includes a proposal to negotiate a broadcasters’ rights treaty and a decision on continuing debate about a WIPO development agenda. Read Gil’s intervention on the WIPO assembly floor.
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: Soziale Normen und das Urheberrecht
: Soziale Normen und das Urheberrecht Mark F. Schultz hat einen wissenschaftlichen Beitrag zum Thema Sozialnormen, Urheberrecht und DRM auf SSRN veröffentlicht: Copynorms: Copyright and Social Norms.
Social norms regarding the copying, distribution, and use of expressive works (copynorms) are essential to understanding how copyright law affects society. By mitigating how stringently copyright owners and users actually enforce and observe copyright law, copynorms – whether those of librarians or file sharers – moderate, extend, and undermine the effect of copyright law. Yet, scholarship and public policy debates all too often overlook this phenomenon. This paper addresses this gap in the literature.
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: Copyright Jungle
: Copyright Jungle Lesenswert ist der Artikel „COPYRIGHT JUNGLE“ von Siva Vaidhyanathan. Es geht um Google, Copyright Wars und journalistische BErichterstattung darüber.
And so does our society. Copyright was designed, as the Constitution declares, to “promote the progress” of knowledge and creativity. In the last thirty years we have seen this brilliant system corrupted and captured by the very industries that the old laws fostered. Yet the complexity and nuanced nature of copyright battles make it hard for nonexperts to grasp what’s at stake.
So it’s up to journalists to push deeper into stories in which copyright plays a part. Then the real challenge begins: explaining this messy system in clear language to a curious but confused audience. -
: Free Font Manifesto
: Free Font Manifesto Freie Fonts gibt es bisher selten. Dies möchte eine neue Initiative ändern, die das Free Font Manifesto veröffentlicht hat:
A small but growing number of designers and institutions are creating typefaces for the public domain. These designers are participating in the broader open source and copyleft movements, which seek to stimulate worldwide creativity via a collective information commons.

Ein kleiner Auszug aus dem Manifest:
What makes a typeface “good”?
Currently, most fonts created in the open source spirit are produced for small or underserved linguistic populations. Such fonts are “good” in the moral sense. In the future, designers may choose to make free fonts in the service of other social needs as well. For example, in developing countries graphic designers who seek to build a typographic culture in their home regions require more than a bare-minimum typographic vocabulary, and they often rely on pirated typefaces to do so. A richer selection of legitimate free fonts, clearly labelled and promoted as such in an educational way, might help to build respect for the larger commercial ecology of typeface design.Auf der Seite gibt es einige Links zu freien Fonts. Ein Blog gibt es auch.
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: drm.info
: drm.info drm.info ist eine neue Informationsplattform zum Thema „Digital Restriction Management“, die soeben federführend von der Free Software Foundation Europe sowie weiteren Organisationen gelauncht worden, wozu auch dieses Blog zählt. Die Plattform ist ein Beitrag zur globalen Debatte rund um DRM und Kopierschutzsysteme. In mehreren Sprachen soll zukünftig ausführlich über das Thema informiert und von zivilgesellschaftlicher Seite Stellung bezogen werden.
Der Start dieser Kampagne ist unser Beitrag zum internationalen “Day against DRM”, welcher heute von der Defective by Design Kampagne organisiert wird.

Wer mitmachen möchte: Mit einem Link ist man schon dabei. Eines der Ziele ist, durch die praktische Domain möglichst weit oben bei Suchmaschinen zu erscheinen und viele Nutzer zu erreichen – und hier hilft eine gute Verlinkung.
Weitere Informationen finden sich in diesem Beitrag zum „Day against DRM“.
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: Digital Rights Management
: Digital Rights Management
Heute findet der erste internationale “Tag gegen Kopierschutz (Day against DRM)” statt. Organisiert wird er von der Defective by Design – Kampagne und bisher gibt es mehr als 200 Aktionen, die heute offline wie online in zahlreichen Städten, Ländern und Kontinenten durchgeführt werden.Unser Beitrag zu diesem Tag ist neben diesem Blog-Eintrag die internationale Plattform drm.info, die heute federführend von der Free Software Foundation Europe, und weiteren Organisationen gelauncht wurde.
Worum gehts?
Digital Restriction Management ist eine Technik, die alle Computer, Abspielgeräte, Mobiltelefone und andere Medien betrifft. Sie soll die Rechte urheberrechtlich geschützter Werke „managen“, also verwalten. Um jemanden Abspielrechte zu verwehren, muss ein DRM-System allerdings die Abspielgeräte kontrollieren. Dem Nutzern muss also die Macht über seine Geräte genommen werden, damit er verbotene Abspielvorgänge garnicht erst tätigen kann.
DRM betrifft Dich. Du kennst es vielleicht als “Digital Rights Management” (DRM) oder als “Technological Protection Measures” (TPM). Diese Begriffe drücken aus, was DRM-Befürworter als Verwendung und Rechtfertigung für Digital Restriction Management sehen. Sie verstecken aber, was die Technik letztendlich erreichen muss: Sie beschränkt die Nutzer eines Computers oder anderen Geräte nach dem Willen Dritter – mit oder ohne Einwilligung des Nutzers.
DRM ist eine Risikotechnologie, die massive Eingriffe in Gesetzgebung, Verbraucher- und Bürgerrechte und vor allem Infrastruktur erfordert. Und damit ist sie eine erhebliche Gefahr für den Zugang zu Wissen, Innovation, Demokratie sowie der freien und nachhaltigen Entfaltung eines offenen Internets.
Werde aktiv!
Wer eigene Grafiken, Bilder oder Banner zum Thema hat und Flickr nutzt: Bei Flickr gibt es eine Defective by Design Gruppe zum kollaborativen Sammeln. Das Tag dafür ist „Defective By Design“. Wer kein Flickr nutzt, kann diese auch in ein Blog stellen und in den Kommentaren verlinken.
Wir brauchen mehr Designer und Multimedia-Produzenten, die uns helfen, das Thema und die Kritik populärer zu machen und die Hintergründe zu visualisieren. Ein tolles Beispiel ist die kurze Animation „Trusted Computing“ von Benjamin Stephan und Lutz Vogel. Diese studentische Arbeit wurde bereits von hundertausenden Menschen gesehen und gewann Preise auf Festivals.

Warnhinweise vor Kopierschutz/DRM gibt es zum Ausdrucken und selber Aufkleben bei Defective by Design:
* DRM Warning Label Color Sticker (Avery 5160) PDF
* DRM Warning Label Black and White Sticker (Avery 5160) PDFDie Problematiken rund um DRM können auch in Weblogs, Podcasts oder anderem Medium thematisiert werden. Weiter unten finden sich viele nützliche Ressourcen dafür. Weitere interessante Links, Kampagnen und Zitate, die wir hier noch nicht haben, können gerne in den Kommentaren ergänzt werden.
Aber am einfachsten ist, auf DRM/Kopierschutz-verseuchte Medien hinzuweisen und sie zu boykottieren und damit die eigene Macht als Verbraucher zu nutzen.
Weitere Informationen zu DRM / Kopierschutz:
Im Rahmen der IFA hatten wir schon eine kleine Aktion im Vorfeld dieses Aktions-Tages gemacht: Kopierschutz entmündigt! Hinter dem Link gibt es noch weitere Argumente gegen DRM / Kopierschutz, weitere Bilder und ein kleiner Film der Aktion.

Zur Popkomm 2005 haben wir uns die tollen neuen Online-Stores genauer angeschaut, die Musik mit DRM verkaufen. Dieser Testbericht ist immer noch erschreckend aktuell: Ausgeschlossen und restriktiv: Music-Stores im Netz. Auf iRIghts.info gibt es eine geänderte Fassung des Artikels.
Wer sich mehr für die Auswirkungen von DRM/Kopierschutz auf Wissenschaft und Forschung interessiert, findet viele Informationen beim Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft”.
Warum DRM Schrott ist, zeigt dieser Film. Und dieses anschauliche Kinderbuch wurde auch schon ins deutsche übersetzt: The pig and the box.
Die Verbraucherschutzzentralen in Deutschland führen im Moment eine Kampagne für mehr Verbraucherrechte im Urheberrecht durch. Wir waren beim Start dabei und haben ausführlich von der Pressekonferenz berichtet: Massive Kritik an Urheberrechtspolitik von den Verbraucherzentralen. Dabei entstanden auch zwei Video-Interviews, die sich auch hinter dem Link befinden.Am 26. Januar waren wir auf der nicht-öffentlichen Ahörung der Bundesregierung zum 2. Korb der Urheberrechstreform. Wir waren damals dabei und haben mit einem Live-Stream und Live-Bloggen für etwas Transparenz gesorgt.
Viele Informationen bietet auch die Electronic Frontier Foundation: „Digital Rights Management and Copy Protection Schemes“. Dort findet sich auch ein „The Customer Is Always Wrong: A User’s Guide to DRM in Online Music“, der Vorbild für unseren Music-Store Test war. Sehr schön ist auch die kurze EFF-Animation “The Corruptibles“.
In Grossbritanien ist die parlamentarische “All Party Internet Group” mit interessanten Vorschlägen an die Öffentlichkeit gegangen, wie man mit DRM umgehen sollte. Eine ihrer Kernforderungen ist die Kennzeichnungspflicht für DRM-Erzeugnisse. Eine sehr sinnvolle verbraucherpolitische Forderung, die für mehr Transparenz sorgen kann.Sehr viele deutsch-sprachige Informationen bietet iRights.info. Das Portal hat auch schon zu Recht den Grimme Online Award gewonnen. Im Artikel „Rechte oder Restriktionen?“ geht es um DRM.

[via]Viele Informationen bietet auch Privatkopie.net.
Die Consumer Digital Rights Kampagne von BEUC, dem Dachverband der europäischen Verbraucherschützer,gibt es auch in deutsch. Consumer Digital Rights klärt über Verbraucherrechte in der Urhebergesetzgebung auf und fordert mehr Verbraucherrechte und weniger DRM.
Für einen Vortrag auf dem 22. Chaos Communication Congress zum Thema “Sonys digitaler Hausfriedensbruch” hatten wir uns mal die Entwicklungen rund um das Sony Rootkit angeschaut und eine Zeitleiste erstellt.
Beim Chaos Computer Club findet sich eine etwas ältere Infoseite: Digitaler Maulkorb?
Lesenswert ist die Disseration von Julius Mittenzwei zum Thema “Informationen zur Rechtewahrnehmung im Urheberrecht – Der Schutz von Digital Rights Management-Systemen und digitalen Wasserzeichen durch § 95c UrhG“. Das PDF hat 237 Seiten, ein interessantes Literaturverzeichnis und auch sonst sind viele wichtige Fragestellungen aus juristischer und technischer Sicht enthalten.
Das “Center for Democracy & Technology” aus den USA hat eine Studie zur Evaluierung von DRM veröffentlicht.
Das PC Magazin hat eine Kampagne gegen DRM und Kopierschutz gestartet: “Kopierschutz – Nein Danke!“. Aktuell ist auch die „Wir haben bezahlt“-Kampagne.
Das Bundeskabinett hat am 22. März den 2. Korb der Urheberrechtsform verabschiedet und an den Bundestag übergeben. Die „Reaktionen zum 2. Korb Kabinettsbeschluss“ hatten wir damals ausführlich zusammen gefasst.
Der „DRM-Talk“ des Digital Rights Aktivisten Cory Doctorow auf einer Microsoft-Konferenz ist sehr unterhaltsam. Auf 14 Seiten gibt es eine Zusammenfassung, weshalb DRM technisch nicht funktioniert, weshalb die Verbraucher da nicht mitspielen und vieles mehr. Kernforderung ist, dass endlich mal Lösungen geschaffen werden müssen, die Verbraucher wollen. DRM gehört nicht dazu.

Zitate zu DRM:
Lawrence Lessig im schweizer Tagesanzeiger:
Was halten Sie von Digital Rights Management, kurz DRM?
Das ist eine Problemlösung, die selber eine Reihe grösserer Probleme schafft. Die Auswirkungen sind dieselben, wie wenn Sie das Gift DDT gegen Unkraut spritzen: Das Unkraut ist garantiert tot – aber zugleich haben Sie einen Haufen ekliger Umweltprobleme.
Können Sie das konkreter formulieren?
DRM löst einen winzigen Teil des ganzen Problemkreises: Es rettet das Geschäftsmodell der Industrie, welche kommerzielle Inhalte produziert. Aber DRM sperrt Kultur in technischen Geräten ein – und die Maschine gibt Ihnen nur Zugriff, wenn Sie den richtigen Schlüssel haben. Das bedeutet wahrscheinlich, dass wir in zehn Jahren überhaupt keinen Zugriff mehr darauf haben, weil sich die Software ändert. Die Bücher aus dem 16. Jahrhundert hingegen können wir heute noch lesen, wir müssen sie nur aufschlagen.
Peter Lee, Manager bei Disney (aus dem Economist):“If consumers even know there’s a DRM, what it is, and how it works, we’ve already failed”.
Technology Review hat den Sicherheitsexperten Bruce Schneier zum Sony-Rootkit und DRM befragt: Kopierschutz als Sicherheitsrisiko.
TR: Sagen wir, Sie sind ein Kunde, der digitale Inhalte kaufen will, aber gleichzeitig die Kontrolle über seinen Rechner behalten möchte. Was würden Sie tun?
Schneier: Ich würde meinem Kongressabgeordneten schreiben. Wenn die Kunden nur das kaufen können, was ihnen angeboten wird und all diese Angebote einen Kopierschutz enthalten, bekommen die Kunden letztlich nicht das, was sie wollen. Dem Kundenwunsch wird nur dann entsprochen, wenn die Gesellschaft seine Erfüllung einfordert oder die Firmen dazu gezwungen werden. Wir könnten die Medienfirmen boykottieren, aber das wird wohl kaum passieren. Auch die Boykottmaßnahmen gegen Sony BMG hielten sich nicht – und die Medienkonzerne wissen das.
Der “Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und Musikproduzenten e.V.” (VUT), der Verband der Indie-Labels im Musikbereich, hat die Kampagne „Respect The Music – Copy Protection Free“ gestartet.
Dort heisst es:
1. DRM und Kopierschutz sind nicht die Lösung des Problems der Musikindustrie. So, wie diese Techniken bislang gestaltet werden, helfen sie eher, auch noch die letzten „ehrlichen“ Musikkäufer zu verprellen und in die Piraterie zu treiben.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in einer Pressemitteilung zum Urheberrecht: “Schulen und Wissenschaft werden von digitalem Wissen abgeschnitten“.
Der vzbv befürchtet durch die DRM-Systeme eine Einschränkung des Zugangs breiter Bevölkerungsschichten zu Informationen und Kultur. Wenn für jeden Informationsabruf, das Hören eines Musikstückes oder das Sehen eines Dokumentarfilms Geld verlangt werden kann, ohne dass eine Aufzeichnung gestattet wird, besteht die Gefahr einer Verknappung und Verteuerung von Informationen, Kulturwerken und Beiträgen der Wissenschaft. Dies kann nicht im Interesse des Allgemeinwohls liegen. DRM-Systeme können auch genutzt werden, um das Verhalten der Nutzer am PC oder anderen Endgeräten aufzuzeichnen und zu kontrollieren. Dies ermöglicht die Bildung von Nutzerprofilen und bedeutet einen erheblichen Eingriff in die Privatsphäre.
Mathias Schindler hat das Prinzip der DRM-Nutzungslizenzen auf klassische Bücher übertragen .
3. Es darf nur eine Person gleichzeitig in das Buch sehen.
4. Das Buch schließt sich automatisch am 31. Dezember 2010. Vielleicht auch später.
5. Meistens sollte das Buch aufklappbar sein.
6. Vielleicht polieren wir das Buch manchmal auf.
7. Wenn das Buch nicht aufklappt, dann kann man daran nichts ändern.
8. Der Kunde hat ein halb geöffnetes Buch zu dulden.Volker Grassmuck in der FIfF-Kommunikation 4/2002:
Das Ende des Allzweck-Computers steht bevor – Die Datenherren planen die Aufrüstung des Cyberspace zu einer Welt des totalen „Digital Restrictions Management“„DRM“ wird in der Presse, aber auch von der Branche selbst, gern mit „Kopierschutz“ übersetzt. Das ist eine Verniedlichung. Suggeriert es doch einen Mechanismus im jeweiligen digitalen Objekt und vielleicht noch ein Gegenstück in der Darstellungs-Software, also eine lokale, auf den urheberrechtlichen Schutzgegenstand beschränkte Lösung. Tatsächlich zielt DRM auf einen globalen Umbau der digitalen Infrastruktur. Hard- und Software von Rechner und Netz sollen, wenn es nach dem Großprojekt DRM geht, systemweit, flächendeckend und lückenlos auf die partikularen Interessen der Rechteindustrie ausgerichtet werden. In letzter Konsequenz zielt es auf das Verbot des Allzweck-Computers.
Privates Kopieren und Tauschbörsen werden zum Buhmann aufgebaut, um drastische Maßnahmen zu rechtfertigen: immer neue Kontroll- und Überwachungstechnologien bis hin zu Viren und anderen Mitteln, PCs zu schädigen, das gesetzliche Verbot, sich dagegen zur Wehr zu setzen, und umgekehrt gar eine gesetzliche Erlaubnis, private PCs zu hacken. In der Presse ist bereits von einem „Cyberwar“ die Rede, von einem „Bürgerkrieg der Industrie gegen ihre Kunden.“
Professor Dr. Rüdiger Weis:
„Apple bildet leider die Speerspitze bei der Nutzerentmuendigung mittels DRM und „Trusted“ Computing Ueberwachungshardware. Mittelfristig werden Apple-Intel-PC Nutzer zu Podslaves(TM?).“
Weitere News:
25. September 2006 – Britische Nationalbibliothek warnt vor DRM
23. September 2006 – Frankreich: Selbstanzeigen wegen DRM-Gesetzgebung
5. September 2006 – Neuseeland reguliert staatlichen DRM-EinsatzUpdate:
Hier ist die erste Lesereinreichung und zwar hat Mat die Warnhinweise ins deutsche übersetzt und ein PDF sowie ein PNG erstellt. „Man nehme Zweckform No. 4781.“
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: Vorlauf zum „Tag gegen Kopierschutz“
: Vorlauf zum „Tag gegen Kopierschutz“ Morgen ist der „Day against DRM“. Dieser Tag wurde von der Defective by Deisgn Kampagne ausgewählt, um weltweit den Protest und die Kritik an DRM/Kopierschutz zu bündeln. Leider an einem Tag, wo wir hier in Deutschland nicht mit Apple-Stores rumspielen dürfen. Aber vielleicht gibts ja doch noch was…
Heute berichtet aber schon die Futurezone: Vorlauf zum „Tag gegen Kopierschutz“.
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: Das GIF ist frei
: Das GIF ist frei Das hat ja gedauert: GIF ist jetzt frei von Patentrechten.
Das als lizenzfreie Alternative entwickelte PNG-Format (Portable Network Graphics) wurde zwar Anfang 2004 offiziell zum internationalen ISO-Standard erhoben (ISO/IEC 15948:2004), konnte sich aber dennoch nie vollständig gegen GIF durchsetzen.
Was leider auch daran lag, dass der (ehemalige) Quasi-Monopolist Internet Explorer von Microsoft PNG-Grafiken nicht wirklich funktionierend darstellte. Danke Microsoft.
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: Schweiz:Kunstfreiheit.ch lanciert
: Schweiz:Kunstfreiheit.ch lanciert Im Rahmen der Urheberrechtsrevision lancieren 40 prominente ErstunterzeichnerInnen in der Schweiz einen offenen Brief an den Justizminister und die zuständigen Rechtskomissionen des Parlamentes.
Die Initative Kunstfreiheit befürchtet, dass die Anliegen von KünstlerInnen und Kulturschaffenden nicht berücksichtigt werden. Ihre Anliegen sind dabei:
- Da das Urheberrecht im Spannungsfeld zwischen Schutz und Monopolisierung steht, muss darin eine vernünftige Balance zwischen den Interessen der Verwerter und jenen der KünstlerInnen und des Publikums finden.
- Freier Zugang zu kulturellen Werken ist notwendig für die freie Weiterentwicklung der Kultur.
Technische Kopierschutzmassnahmen untergraben die Freiheit der Kunst. - Die im UHR vorgesehenen Kontrollmöglichkeiten dürfen der freien Entwicklung des künstlerischen Schaffens nicht entgegenstehen.
Am 18.10.2006 findet zudem in Zürich eine Podiumsdiskussion zum Thema statt.
Der aktuelle Gesetzesvorschlag wird im Moment in der Rechtskomission des Ständerates behandelt. Die Diskussion in der Rechtskomission ist dabei nicht öffentlich.
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: Spass mit Microsoft: EU-Konsultation zur Zukunft des internen Marktes
: Spass mit Microsoft: EU-Konsultation zur Zukunft des internen Marktes Microsoft hat an einer Konsultation der EU-Kommission zum Thema „Future of the Internal Market, genauergenommen des Themas „Softwarepatente“ teilgenommen. Die Antwort ist lustig (PDF), wenn man den derzeitigen Anti-Kartellprozess der EU-Kommission in den richtigen Zusammenhang bringt:
4) Internal market policy fosters economic reforms to which citizens and businesses then have to adjust. Do you think sufficient account is taken of the costs of making these adjustments? Why (not)? Do you think flanking measures are needed to accompany market opening? If so, what kind?
We agree with the Commission’s assessment that a strong internal market has a crucial role to play in improving the competitiveness of the European economy. This is particularly true in the information-technology sector, which is among the most global of markets and the most rapidly changing sector of any region’s economy. The ability of Europe’s IT sector to compete world-wide is directly affected by the degree to which the sector is subject to inconsistent, inefficient, expensive and redundant regulation among EU Member States. The elimination of these types of regulatory barriers to the free movement of goods and services within the internal market should be among the Community’s highest priorities.
A strong political commitment to consistent, business-friendly regulation is needed both at the EU institutions and the Member States. The Community’s problem at this stage is not so much that its citizens take the internal market for granted, nor that the costs of new regulation are excessive or inadequately anticipated. The principal barrier is in moving forward on an EU-wide and international competitiveness agenda. One need only look at such recent examples as the exception-riddled Services Directive, national challenges to crossborder mergers, and the European Parliament consideration of the Computer-Implemented Inventions (CII) Directive, to see how a truly vibrant EU-wide business environment in many ways remains hostage to suspicion and resistance.
Anscheinend gibts da etwas Realitätsverschiebung…
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: Verlagsbranche dreht durch
: Verlagsbranche dreht durch Die Verlagsbranche zeigt mal wieder eindrucksvoll, wie man im politischen Lobbying den grössten Schwachsinn behaupten kann. Und zwar hat man jetzt das Buch „Urheberrecht für Dummies“ heraus gebracht. Dieses „soll in die Materie einzuführen und eine Grundlage für den bundesweiten Protest der Branche bieten“.
Und nun schaut man sich mal die Begründung an:
Die Eile hat seinen Grund. Noch bis zum Jahresende möchte Justitzministerin Brigitte Zypries das neue Urheberrecht durchpeitschen. Sollte es in seiner bisherigen Fassung Gesetz werden, hätten in seiner zu Ende gedachten Konsequenz weder Buchhändler noch Verlage mehr etwas zu verkaufen und Autoren nichts mehr zu verdienen.
Geht es nur mir so, dass ich das Gefühl habe, irgendwas verpasst zu haben? Von welcher Urheberrechtsgesetzgebung redet denn hier die Verlagslobby?
5000 Exemplare sollen auf der Buchmesse kostenlos verteilt werden. Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand ein Exemplar zukommen lassen könnte.
Update: Jetzt auch bei „Was war. Was wird.“ auf Heise.
Passend zur Messe gibt es auch eine Aktion der Verleger, die den „weltweit schnellsten Dummie aller Zeiten“ geschrieben haben, nämlich Urheberrecht for Dummies. In ihm heißt es hysterisch zu dem neuen, die Privatkopie abwürgenden Urheberrecht in Verkennung der Tatsachen: „Sollte es in seiner bisherigen Fassung Gesetz werden, hätten in seiner zu Ende gedachten Konsequenz weder Buchhändler noch Verlage mehr etwas zu verkaufen und Autoren nichts mehr zu verdienen.“ Beim weltweit schnellsten Dummie hatte das Hirn der Verfasser wohl Schwierigkeiten, die Finger zu kontrollieren und den aktuellen Stand der Novelle zu registrieren.
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: Ubuntu 6.10 Beta ist da
: Ubuntu 6.10 Beta ist da Die erste Betaversion von Ubuntu 6.10 Edgy Eft ist erschienen. Wir haben 6.10 schon auf einem Rechner produktiv im Einsatz und sie funktioniert. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte aber bis zum 26.10. warten. Für das Datum ist die endgültige Version angekündigt. Mirrors finden sich hier.
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: EU-Kommission kündigt Patentoffensive an
: EU-Kommission kündigt Patentoffensive an Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy war heute zu Besuch im Europaparlament und verkündete zur künftigen Patentpolitik einen eigenen Aktionsplan: EU-Binnenmarktkommissar kündigt umfassende Patentoffensive an.
In einem Brief an deutsche EU-Abgeordnete warnte Hartmut Pilch vom Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur (FFII) davor, dem Kommissar „einen Blankoscheck für seine Bemühungen um die Schaffung neuer unkontrollierbarer Patentinstitutionen auszustellen“. Nach Ansicht der Interessenvertretung würde das EPLA die Türen für eine „Flut schlechter Patente öffnen“. Gefragt seien keine neuen Patentgerichte, sondern ein „besseres Patentamt“. Auch die in den USA angesiedelte Computer & Communications Industry Association (CCIA) rief die Gesetzgeber dazu auf, nicht dem US-Modell zu folgen und ein übergeordnetes Patentgericht einzusetzen. Dieses habe jenseits des Atlantiks die Kosten für Patentstreitigkeiten in „astronomische Höhen“ getrieben, während Software-Entwickler kaum noch ohne die Gefahr der Verletzung gewerblicher Schutzrechte arbeiten könnten.
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: HD Video – Bad For Consumers, Bad For Hollywood
: HD Video – Bad For Consumers, Bad For Hollywood Coy Doctorow hat in der Informationweek eine Kolumne zum Thema HDTV geschrieben: Opinion: High-Definition Video–Bad For Consumers, Bad For Hollywood
But unless these screens are built with crippleware HDMI or DVI interfaces, they won’t be able to receive high-def signals. DRM standards call these legacy screens, and treat them as second-class citizens. All this may be enough to scuttle HD’s future. Let’s hope so, for Hollywood’s sake.
Because, you see, HD is also poison for the entertainment industry’s own products. The higher the resolution, the harder it is to make the picture look good. Standard-def programs on high-def screens look like over-compressed YouTube videos, and when you get a high-def program shot by traditional directors, it looks even worse, every flaw thrown into gaudy relief. Have a look at the HD-native episodes of Friends some day – it’s all gaping pores, running pancake makeup, caked-on hairspray, and freakishly thin bodies with giant, tottering heads.
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: Abstimmung über Open Source-CMS
: Abstimmung über Open Source-CMS Der Verlag PacktPub stellt in einer Abstimmung verschiedene OpenSource-CMS zur Wahl. 4 von 5 sind PHP-basiert, 1 baut auf Python. Man kann alle auf einer Demoseite mal antesten und dann fundiert abstimmen. Zur Wahl stehen:
Your vote is needed!
There are four judges in this final stage, with the results of a public vote counting as the fourth judge.Die Abstimmung begann bereits am 12. September und läuft noch bis zum 7. November. Auf den jeweiligen Mailinglisten gab es belustigte Kommentare, man hätte ja noch nie von den anderen gehört. Ich kannte e107 bisher nicht.
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: US: Patent- und Urheberrechtsgesetzgebung in Versform
: US: Patent- und Urheberrechtsgesetzgebung in Versform Etwas verrückt: Hier hat jemand den „U.S. Patent Code“ und den „U.S. Copyright code“ in Versen beschrieben.
Das klingt dann so:
102
Copyright is for writings,
Music, dance, drama,
Movies, buildings everywhere
Even Alabama103
Copyright applies even
When you’re deriving
From copyrighted works
And no, I ain’t jiving104
Copyright applies to works
From any countries
Assuming they’re smart enough
To sign the right treaties -
: DeepaMehta mit Bestnote bewertet
: DeepaMehta mit Bestnote bewertet Unsere DeepaMehta-Plattform ist in der aktuellen Version 2.06b vom britischen LinuxUser & Developer Magazine bewertet worden: „Vision of a future desktop stressing relational and collaborative knowledge management“ (PDF / 4MB). Mit fünf von fünf Sternen bekam DeepaMehta dabei die Bestnote.
Der Autor beschreibt die Vorteile von DeepaMehta mit:
„Excellent documentation and design, intriguing well researched ideas, portable codebase and burgeoning, highly active community.“
Und es ist alles Freie Software.
