Wissen

Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.

  • : Netzpolitik-Podcast: Volker Grassmuck über die Wizards of OS 4
    Netzpolitik-Podcast: Volker Grassmuck über die Wizards of OS 4

    Und hier ist noch ein anderes und längeres Interview (MP3) zur Wizards of OS 4, diesmal mit Volker Grassmuck. In dem ca. 20 Minuten langen Interview geht es um die Themen der WOS4, den kulturellen Wandel auf dem Weg in die Wissensgesellschaft und um das vielfältige Rahmenprogramm, was die Besucher in den nächsten Tagen in Berlin erwartet.

    12. September 2006 1
  • : Netzpolitik-Podcast: Die Show des freien Wissens
    Netzpolitik-Podcast: Die Show des freien Wissens

    Am kommenden Samstag wird es im Rahmen der Wizards of OS 4 die „Show des freien Wissens“ geben. Ich habe dazu heute nach der WOS4-Pressekonferenz den Organisator der Show, Matthias Spielkamp dazu befragt. Hier ist das kurze Interview als MP3.

    „Freies Wissen“ – was soll das sein? Kann man es denn jemandem verbieten, etwas zu wissen? Man kann, und es wird auch getan: es wird Programmierern verboten, den Code anderer zu lesen, Musikern, Samples ihrer Idole zu verwenden, Wissenschaftlern, ihre eigenen Artikel online zu stellen. Doch es gibt Menschen, die sich dagegen wehren, dass das getan wird – und es sind inzwischen so viele, dass man von einer Bewegung sprechen kann. Ob das gut ist oder schlecht, ob die Ideen dieser Bewegung Sinn ergeben oder nicht, soll jeder selbst entscheiden. Spannend sind sie in jedem Fall, und das Thema hat mehr Konsequenzen für unseren Alltag, als viele bislang bemerkt haben. Damit das nicht so bleibt, gibt es diese Show. Sie wird das ganze weite Feld freien Wissens vorstellen: Musik, Filme, Infrastruktur, Games, Software. Aber nicht in Diskussionsrunden und Panels, sondern so, dass man sich auch dann nicht langweilt, wenn man sich noch nie mit dem Thema beschäftigt hat.

    Der Eintritt zur Show ist übrigens frei. Samstag, 15 Uhr in der Columbiahalle in Berlin. Das Interview steht unter der Creative Commons Namensnennungs-Lizenz und kann bei Namensnennung der Quelle (netzpolitik.org) gerne in anderen Medien geremixt werden.

    12. September 2006 2
  • : Schul-Propaganda in Österreich: „Ideen sind etwas wert“
    Schul-Propaganda in Österreich: „Ideen sind etwas wert“

    Auch in Österreich erstellt der „Verband der österreichischen Musikwirtschaft [IFPI]“ unterstützt vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eigene Urhebererchts-Propaganda für die Zielgruppe Schüler. Das Motto lautet „Ideen sind etwas wert“ und mittlerweile ist auch die Filmwirtschaft in das Projekt eingestiegen.

    Die Futurezone berichtet jetzt darüber: Schulunterricht mit „Lobbyisten-Texten“.

    Bei näherer Durchsicht weisen die Unterrichtsmaterialien jedoch tendenziöse Informationen und Leerstellen auf. So wird zwar im Zusammenhang mit dem Thema Online-Tauschbörsen ausführlich auf die Gefahren von Viren und Spyware hingewiesen, die Verwendung ähnlicher Software beim CD-Kopierschutz durch Musikkonzerne findet hingegen keine Erwähnung.

    12. September 2006
  • : Interview mit Lessig über DRM und die Read/Write Society
    Interview mit Lessig über DRM und die Read/Write Society

    Der schweizer Tagesanzeiger hat ein längeres und sehr lesenswertes Interview mit Lawrence Lessig: «Es geht um viel mehr als um Hollywood»

    Also nutzt die Industrie die aktuelle Diskussion, um ihre Rechte auszudehnen?

    Genau. Das Internet ermöglicht plötzlich Zugriffsarten, welche die Menschen bisher nicht hatten. Tatsächlich liesse sich einiges davon mit dem strapazierten Begriff «Piraterie» qualifizieren. Vor allem aber hat die Copyright-Industrie begriffen, dass jetzt ihre Zeit für die Definition der Regeln in einem neuen Zeitalter gekommen ist. Sie nutzt die Gunst der Stunde für eine gnadenlose Schlacht um die Definition der Rechte.

    Damit macht sie sich aber bei ihren Kunden sehr unbeliebt. Hätten sanftere Methoden nicht mehr Aussicht auf Erfolg?

    Es ist eine langfristige Strategie. Zunächst sehen wir ein aggressives Monstrum, das Studenten und Grossmütter vor Gericht zerrt. Aber das ist nur die Schocktherapie, die den Einbau weiterer Schranken in die Infrastruktur des Internets vorbereitet. Diese werden uns radikal einschränken. Künftige Geräte werden kein Material mehr abspielen, das der Industrie nicht in den Kram passt.

    Was halten Sie von Digital Rights Management, kurz DRM?

    Das ist eine Problemlösung, die selber eine Reihe grösserer Probleme schafft. Die Auswirkungen sind dieselben, wie wenn Sie das Gift DDT gegen Unkraut spritzen: Das Unkraut ist garantiert tot – aber zugleich haben Sie einen Haufen ekliger Umweltprobleme.

    Können Sie das konkreter formulieren?

    DRM löst einen winzigen Teil des ganzen Problemkreises: Es rettet das Geschäftsmodell der Industrie, welche kommerzielle Inhalte produziert. Aber DRM sperrt Kultur in technischen Geräten ein – und die Maschine gibt Ihnen nur Zugriff, wenn Sie den richtigen Schlüssel haben. Das bedeutet wahrscheinlich, dass wir in zehn Jahren überhaupt keinen Zugriff mehr darauf haben, weil sich die Software ändert. Die Bücher aus dem 16. Jahrhundert hingegen können wir heute noch lesen, wir müssen sie nur aufschlagen.

    [via]

    Am Freitag Abend wird Lessig auf der Wizards of OS 4 zu dem Thema „The Read-Write Society“ eine Keynote halten:

    I’ve been building a meme about read-write vs. read-only society. The 20th century was the only read-only century in human history, totalitarian, centralizing, controlling. The 21st is the return to read-write.

    12. September 2006 4
  • : Liebe Abgeordnete aus dem Kulturausschuss
    Liebe Abgeordnete aus dem Kulturausschuss

    Sehr geehrter Herr Tauss, (+ Jochimsen, Göring-Eckardt, Otto, Grütters)

    ich wende mich an Sie, da Sie zu den Autorinnen und Autoren des Berichts im Kulturausschuss zu dem Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek (DNBG) gehören. Ich möchte Sie auf ein mögliches Problem bei der Anwendung des §15 hinweisen:

    “§ 15 Ablieferungspflichtige
    Ablieferungspflichtig ist, wer berechtigt ist, das Medienwerk zu verbreiten oder öffentlich zugänglich zu machen und den Sitz, eine Betriebsstätte oder den Hauptwohnsitz in Deutschland hat.”

    Seit einigen Jahren existieren eine Vielzahl von Projekten, die die Idee von Open-Source-Software (z.B. das Betriebssystem Linux) auf Medienwerke anwenden. Dazu gehört auch das Enzyklopädieprojekt Wikipedia. Die Texte stehen unter einer Lizenz, die jeder Person die öffentliche Verbreitung, das Kopieren und Verändern der Inhalte auch zu kommerziellen Zwecken ausdrücklich erlauben, sofern einige Bedingungen (Nennung der Urheber, Zugang zu den Texten in einem maschinenlesbaren Format) erfüllt sind. Die Wikipedia in deutscher Sprache enthält derzeit knapp 450.000 Artikel mit ungefähr 180 Millionen Wörtern (zum Größenvergleich: Die aktuelle 30-bändige Brockhaus Enzyklopädie kommt auf 33 Millionen Wörter). Die Bestimmungen der Lizenz, unter der Wikipedia und viele andere Werke stehen, finden Sie unter http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html im Original, unter http://www.giese-online.de/gnufdl-de.html in einer Übersetzung und http://de.wikipedia.org/wiki/GFDL mit einer kurzen Erläuterung.

    Darüber hinaus gibt es in Deutschland eine wachsende Zahl von Verlagen, die klassische gedruckte Bücher vertreiben, die ebenfalls unter freien Lizenzen stehen (den Käufern der Bücher also das Kopieren, Verbreiten und auch das Modifizieren erlauben).

    Wikipedia findet sich im Volltext unter http://www.wikipedia.org (deutsch: http://de.wikipedia.org). Darüber hinaus geben einige Verlage Distributionen der deutschsprachigen Wikipedia heraus, die im Buchhandel erworben und im Internet heruntergeladen werden können.

    Dem Wortlaut von § 15 (und der Definition von §3 DNBG) folgend ist somit jeder Deutsche ablieferungspflichtig, da er dank der Lizenz der Wikipedia berechtigt ist, das Medienwerk zu verbreiten oder öffentlich zugänglich zu machen.

    Habe ich etwas in der gesetzlichen Bestimmung übersehen, das diesem Wortlaut entgegenläuft?

    Mit freundlichen Grüßen,
    Mathias Schindler

    [Dies ist ein (offener) Brief, der an einzelne Vertreter aller Bundestagsfraktionen verschickt wurde]

    11. September 2006 6
  • : Creative Commons für GEMA eine Spielwiese?
    Creative Commons für GEMA eine Spielwiese?

    Vor zwei Wochen wurde für einen Wettbewerbsbeitrag des „music media campus @ popkomm 2006″ von Jan Rähm ein Radiobeitrag zu Creative Commons erstellt, zu dem neben Peter Zombik von der IFPI noch der GEMA Pressesprecher und auch ich befragt wurde. Der Beitrag wurde oder wird noch u.a. auf MotorFM gesendet.

    Dabei äusserte sich mal wieder der Hans-Herwig Geyer, GEMA-Pressesprecher zu Creative Commons:

    Es wird nach wie vor wahrscheinlich eine bunte Spielwiese sein für den Hobby- und Amateurbereich, aber es ist keine Antwort für den Musikmarkt und für den Schutz der Musikkultur in Europa.

    Interessant wiederum ist, dass Peter Zombik vor einer „professionellen“ Nutzung von Creative Commons Lizenzen warnt, weil man ja keine Vergütung bekommt:

    Der ganz grosse Nachteil ist, gibt man eine Nutzung frei und macht das auch ohne Vergütung, kann man niemals eine solche Lizenz zurückholen.

    Und die GEMA wiederum gibt keine Vergütung, weil es ja nur Hobby- und Musikbereich ist. Hier beisst sich irgendwie der Hund in den Schwanz, oder?

    Hier ist der Beitrag als MP3.

    11. September 2006 4
  • : Interview: “Don’t open your WRT, free it!”
    Interview: “Don’t open your WRT, free it!”

    Im Seclog gibt es ein Interview mit Waldemar Brodkorb, dem Gründer und Projektleiter von FreeWRT: Interview: “Don’t open your WRT, free it!”

    As the first release of FreeWRT is due in about three weeks, we took the opportunity to talk with Waldemar, who did a lot of development work for OpenWrt, about the OpenWrt fork, his and FreeWRT’s goals and the new features implemented in the upcoming release. We also have a short excursus on FON (yet again).

    11. September 2006 4
  • : Statement zu Podcasting und dem WIPO Broadcast Treaty
    Statement zu Podcasting und dem WIPO Broadcast Treaty

    Die WIPO tagt wieder in Genf und die Electronic Frontier Foundation hat ein gemeinsames Statement zum Thema Podcasting & den „Wipo Treaty for the Protection of Broadcasts and Broadcasting Organizations“ verfasst, was im Rahmen der 15. Session des „Wipo Standing Committee on Copyright and Related Rights“ übergeben werden soll.

    We, the undersigned individuals and organizations, representing the views of thousands of individuals who create audio and audiovisual podcasts and make them available on the Internet for others to listen to and enjoy, are extremely concerned about the draft World Intellectual Property Organization Treaty for the Protection of Broadcasts and Broadcasting Organizations (the Treaty) and its proposed extension to the Internet.

    The rapid adoption of podcasting by groups and individuals, both commercial, semi-professional and non-profit, for political commentary, news reporting, music distribution, and other important information dissemination is testament to its effectiveness. The Treaty proposes to create new rights that are not only unnecessary to sustain novel forms of online communication such as podcasting, but will also inhibit their growth.

    The Treaty will stifle innovation in podcasting-related technologies because the Treaty would require signatory countries to provide legal protection for technological protection measures (TPM) and is likely to lead to technology mandate laws controlling the design of broadcast-receiving devices. The Treaty will also inhibit online communication by impeding access to and non-infringing use of copyrighted content. At the same time, where podcasts are made available under a Creative Commons licence, the Treaty could allow subsequent casters to make podcasts available on more restrictive terms, overriding the wishes of the podcast creator.

    We oppose the extension of the draft Treaty to the Internet for three reasons.

    1. There is no need for the proposed new rights. Webcasting, podcasting, and myriad other forms of online distribution have flourished without the sort of rights this Treaty would grant. Though podcasting is only in its infancy, tens of thousands of podcasts are already being made available, reaching an estimated total audience in the millions. To the extent this Treaty would grant rights to podcasters who also stream their content, including many of the undersigned, we have no desire for such rights.

    2. Innovation in podcasting and other new Internet distribution tools will suffer. Podcasting came about because of the widespread adoption of general purpose portable audio players like iPods, as well as use of web syndication technologies like RSS. Had these novel tools been hampered by the secondary liability concerns that the treaty’s overbroad intellectual property rights pose for technology developers and manufacturers of devices that could be used to infringe the new rights, podcasting might never have flourished. This Treaty would hinder innovation in future tools by forcing technology developers to obey government TPM mandates over device design. Along with increasing the potential financial costs for innovators, the TPM mandates will limit the types of features on new devices.

    3. Extending the Treaty to the Internet will harm the flow of information and free speech online. Podcasters’ freedom of expression is likely to suffer as a result of reduced innovation. Moreover, the treaty will impede podcasters’ access to and non-infringing use of copyrighted content. Podcasters can currently rely on national copyright laws to lawfully include copyrighted materials in their programs, whether for news reporting, education, or other permitted uses. The proposed Treaty would undermine those uses by layering a new and overbroad set of rights on top of copyright. This will require a second layer of rights clearance for transmitted materials. This will increase transaction costs for podcasters, who already face significant hurdles in obtaining necessary copyright clearances due to undeveloped licensing markets. But it will also give broadcasters the ability to silence podcasters who depend on use of copyrighted materials.

    Hier ist ein kurzes 2,5 Minuten langes Statement von Cory Doctorow zu dem Thema zur Verwendung in Podcasts, was ich vor zwei Monaten in Rio aufgenommen habe. Steht unter CC und kann gegen Nennung der Quelle zu kommerziellen und nicht-komemrziellen Zwecken verwendet werden.

    Update: Bei Heise gibts jetzt auch einen Artikel dazu: WIPO startet weitere Verhandlungen zum Schutz gegen „Signalpiraterie“.

    11. September 2006 4
  • : DrupalCon und GovCamp in Brüssel
    DrupalCon und GovCamp in Brüssel

    Eigentlich wollte ich nächste Woche im Anschluss an die Wizards of OS 4 und die verschiedenen After-Show Events noch nach Brüssel fahren. Dort findet die DrupalCon Brussels 2006 statt und das erste „GovCamp Brussels“, was spannend klingt:

    GovCamp is an event in the spirit of BarCamp for governments and other public institutions to share social and technology solutions to turn them into Government 2.0.

    Aber ich sehe gerade, dass die DrupalCon nur begrenzt Platz zur Verfügung hat und die Registrierung geschlossen ist. Schade. Und für einen Tag GovCamp fahre ich wohl nicht direkt nach dem WOS-Stress acht Stunden Zug nach Brüssel und wieder zurück. Aber die Idee eines GovCamp finde ich prima und habe mir vorgenommen, sowas mal im Herbst / frühen Winter in Berlin zu veranstalten. Hat noch jemand Interesse daran?

    11. September 2006 1
  • : Copycan statt Copywar
    Copycan statt Copywar

    Bei Telepolis wird Copycan vorgestellt: Copycan statt Copywar.

    Bei Copycan handelt es sich um einen Dienst zur Veröffentlichung digitaler Inhalte, die von den Produzenten unter eine freie Lizenz gestellt und zum Verkauf angeboten werden können. So kann ein Autor, der sein Buch unter Copycan veröffentlichen möchte, auf die Webseite eine Leseprobe stellen, sowie den Verkaufspreis und die Nummer eines Treuhandkontos angeben. Dort kann jeder, der sich für das Buch interessiert, einen Betrag seiner Wahl überweisen. Sobald die eingezahlten Beträge den vom Autor geforderten Verkaufspreis erreicht haben, bekommt er das Geld und das Buch ist für alle frei verfügbar. Wenn durch die Einzahlungen der anvisierte Betrag nicht erreicht wird, kann der Autor entweder seine Ansprüche senken oder versuchen, sein Werk auf andere Weise zu vermarkten. Die bereits eingezahlten Beträge werden dann zurück erstattet.

    8. September 2006 1
  • : CDT: Evaluierung von DRM-Frameworks
    CDT: Evaluierung von DRM-Frameworks

    Das „Center for Democracy & Technology“ hat heute eine Studie zur Evaluierung von DRM vorgestellt. Hier ist die Pressemitteilung: Paper Offers Framework For Evaluating Digital Rights Management (DRM).

    The Center for Democracy & Technology (CDT) today released a document designed to help promote a greater public understanding of the choices and tradeoffs associated with products and services that include Digital Rights Management (DRM) technology. The paper details a series of „metrics“ for evaluating DRM that fall into four major categories: transparency, effect on use, collateral impact, and purpose/consumer benefit. The paper is aimed at fostering greater public understanding and discussion of DRM, on the assumption that marketplace pressures from an informed consumer base can help promote a market for digital media products that is diverse, competitive, and responsive to reasonable consumer expectations.

    Und hier ist die Studie (PDF / 1,9 MB). Dazu gibt es auch noch ein „DRM Metrics Quick Reference Chart“.

    8. September 2006 1
  • : CFP für zweiten „World Usability Day“ in Berlin
    CFP für zweiten „World Usability Day“ in Berlin

    Dieses Jahr findet zum zweiten Mal der weltweite „World Usability Day“ unter dem Motto „Making life easy“ statt. Von den Veranstaltungen in über 70 Städten war der Berliner WUD im Jahr 2005 mit mehr als 100 Besuchern ein großer Erfolg. Die Veranstaltung 2006 in Berlin steht unter dem Motto „Qualifikation – Kooperation – Integration“. Die Organisatoren haben jetzt einen Call for Papers gestartet, der noch bis zum 1. Oktober läuft.

    Aus dem Motto ergeben sich die Themengebiete des Tages:

    Qualifikation: Wie und wo kann man Usability-Kompetenz erwerben?

    Kooperation: Wie arbeiten Usability Professionals mit Entwicklern, Designern, Produktmanagern und Kunden zusammen?

    Integration: Wie wird Usability in Entwicklungsprozesse integriert?

    Unser Publikum sind Interessierte an Aus-und Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich des Usability Engineering, Entscheider aus Wirtschaft und Verwaltung, die Usability in ihre Prozesse einbinden wollen und Software-Entwickler, die vor der Zusammenarbeit mit Usability-Professional keine Angst haben.

    7. September 2006
  • : *iPod:youTube* – Das Internet und die Zukunft der Musik
    *iPod:youTube* – Das Internet und die Zukunft der Musik

    Podiumsdiskussion mit anschließender Lounge, veranstaltet von Heinrich-Böll-Stiftung und Netzwerk Neue Medien am Dienstag, den 19. September 2006 um 20:00 Uhr im Grüner Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.

    Mit:

    *Peter Zombik* (*IFPI*, Verband der deutschen Phonoindustrie)

    *Stephan Benn* (*VUT*, Verband unabhängiger Tonträgerhersteller)

    *Johnny Haeusler* (Blogger von *spreeblick.com*)

    *Moritz Sauer* (Netlabel-Katalog *phlow.net*)

    Moderation: *Katja Husen* (Netzwerk Neue Medien)

    DJ: *Verena Dauerer* (debug)

    Das Internet hat die Musikindustrie im rasanten Tempo verändert, wenn nicht sogar fast schon abgelöst. Bands werden heute immer öfter per Filesharing entdeckt und populär. Selbst etablierte Künstlerinnen und Künstler veröffentlichen ihre neuen Werke zuerst auf digitalen Plattformen wie „MySpace“ oder „Yahoo Music“.

    Doch welche Konsequenzen und Herausforderungen bedeuten diese Entwicklungen für das gesamte Musik-Business? Wie behaupten sich Musiker in einer zunehmend vernetzten Gesellschaft? Benötigt man heute noch die traditionellen Vertriebs- und Veröffentlichungswege?

    In der digitalen Welt des Internets sind es zumeist die Konsumenten selbst, die das Marketing in Musik-Blogs, über Chat-Propaganda in Filesharing-Börsen wie Soulseek oder sozialen Plattformen wie „YouTube“ übernehmen. Doch diesen neuen Freiheiten sind weniger technische, als vielmehr rechtliche Grenzen gesetzt. Neben der Frage nach neuen Einkommensquellen spielt vor allem das geltende Urheberrecht eine bedeutende Rolle. Denn es hält mit den neuesten digitalen Entwicklungen – wie dem Aufkommen einer verstärkten „Remix- und Austausch-Kultur“ – nicht mehr Schritt.

    Acht Jahre nach der Napster-Revolution wird immer noch fieberhaft nach neuen Verdienst- und Vertriebswegen für Musik und kulturelle Produktionen gesucht. Während Rechteinhaber und Online-Anbieter wie „iTunes“ oder „MusicLoad“ von neuen Geschäftsmodellen mit Hilfe von Kopierschutzsystemen träumen, setzen andere auf das Prinzip Offenheit: Die Netlabels mit ihren frei downloadbaren Musik-Tracks, die Creative-Commons-Bewegung mit extra dafür zugeschnittenen Lizenz-Paketen und natürlich die Heerschar der Blogger.

    Unsere Diskussion bringt unterschiedliche Standpunkte an einen Tisch und vermittelt zwischen traditionellen Bedenken und heutigen und zukunftsorientierten Visionen. Dabei werden aktuelle Tendenzen und Entwicklungen aufgegriffen, um die Kernfrage zu diskutieren: Welche Chancen eröffnet die Digitalisierung für Musiker und Labels?

    7. September 2006 3
  • : Neuseeland reguliert staatlichen DRM-Einsatz
    Neuseeland reguliert staatlichen DRM-Einsatz

    Golem berichtet: Neuseeland reguliert staatlichen DRM-Einsatz

    Eine neuseeländische Regierungskommission hat heute erste Empfehlungen zum Umgang mit „Trusted Computing“ (TC) und „Digital Rights Management“ (DRM) vorgelegt. Weder Trusted Computing noch Digital Rights Management dürfen so eingesetzt werden, dass der zukünftige Zugang zu Regierungsdokumenten versperrt werden könnte. Der Einsatz entsprechender Technik darf nur in einer Weise erfolgen, dass der Schutz der Privatsphäre gewährleistet ist. Und schließlich dürfe die Sicherheit der Regierungscomputer nicht durch TC oder DRM gefährdet werden, empfiehlt die zuständige State Service Commission.

    Der ganze Bericht findet sich hier: „Trusted Computing and Digital Rights Management Principles & Policies“.

    5. September 2006 1
  • : Vortrag: Drupal: Unter der Fahne ‚Social Software’
    Vortrag: Drupal: Unter der Fahne ‚Social Software’

    Am morgigen Dienstag wird unser Cheftechniker Mark Washeim bei uns im newthinking store einen Vortrag zum Thema „Drupal: Unter der Fahne ‚Social Software’ “ halten. Drupal ist schon seit einiger Zeit eines meiner Lieblingssysteme und wir realisieren immer mehr Kundenprojekte damit. Tolle Freie Software. Beginn ist 19:30h.

    Ich kann mir den Vortrag nicht anschauen, da ich gerade in Frankfurt angekommen bin, um an den Eschborner Fachtagen 2006 der GTZ teilzunehmen, die dieses Jahr das Motto „WISSEN MACHT ENTWICKLUNG – Erfahrung teilen, Neues gestalten“ haben. Doch davon morgen mehr.

    4. September 2006 3
  • : WOS4 – Netlabel Parties
    WOS4 – Netlabel Parties

    Noch zwei Wochen bis zur Wizards of OS 4 und z.B. diesen Netlabel-Parties:

    31. August 2006 1
  • : Kopierschutz entmündigt!
    Kopierschutz entmündigt!

    Disclaimer: Alles Material dieses Beitrages steht auch zu kommerziellen Zwecken unter der Quellangabe „CCC“ honorarfrei zur Verfügung. Die traditionelle Presse ist herzlichst eingeladen, sich zu bedienen.

    Heute beginnt in Berlin die Internationale Funkausstellung (IFA). Übliche Verdächtige aus dem netzpolitischem Umfeld brachten einen Warnhinweis vor der Bevormundung durch Kopierschutzsysteme am Messegelände an:

    Hier ein zweiminütiges Beweisvideo via YouTube. Es lässt sich auch als kleine (8 MB) und große (27 MB) Datei im Freien Standard OGG sowie mit H264 kodiert (AVI, 20 MB) herunterladen. Gerne stellen wir zur Weiterverwendung das Quellmaterial in Originalqualität (DV) zur Verfügung. Bitte schreibt eine Mail an wetter(@)berlin.ccc.de.

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    Passend dazu gibt es hier mal fünf kurze Punkte, weshalb Du Dich kritisch mit dem dort beworbenen Themen DRM / Kopierschutztechnologien auseinander setzen solltest.

    Warum solltest Du Dir Gedanken darüber machen?

    1) Du verliert die Kontrolle über Deine eigene Hardware. Die Kontrolle über Deine eigenen Computer und elektronischen Geräte übernehmen die Anbieter der DRM-Systeme. Diese können Dein Medienverhalten einschränken und überwachen. Und Dir jederzeit den Zugriff auf die erworbenen Medien entziehen. Schau mal in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

    2) Du verlierst traditionelle Verbraucherrechte. Du verlierst das Recht, die erworbenen Medien zu verkaufen oder zu verleihen. Du wirst nicht mehr in der Lage sein, Privatkopien anzufertigen oder Deine Medien mit Freunden und Deiner Familie zu teilen.

    3) Du solltest Dir Sorgen um Deine Privatsphäre machen. Möchtest Du, dass eine detaillierte Übersicht über Dein Medienverhalten ähnlich gespeichert wird, wie Deine Telefonrechnung? Auf den Servern von Firmen, die Du nicht kontrollieren kannst und ggf. mit dem Zugriff durch Sicherheitsbehörden? Wo Data-Mining Programme mehr über Dich herausfinden können, als Du denkst? Willst Du, dass die Musikindustrie weiss, wann Du im Schlafzimmer Kuschelrock hörst?

    4) DRM-Infrastrukturen eigenen sich hervorragend zur Zensur. Mit denselben Systemen, die hier Deinen Medienkonsum kontrollieren wollen, können in z.B. China auf allen Rechnern die Wörter „Demokratie“ oder „Dalai Lama“ zensiert werden.

    5) Kopierschutz und DRM-Infrastrukturen sind teuer und müssen von irgendwem bezahlt werden. Die Rechnung ist ganz einfach: Du zahlst als Verbraucher höhere Preise und die Künstler bekommen weniger Einkommen.

    Kopierschutz entmündigt Dich in Deinem Medienkonsum. Nutze Deine Macht als Verbraucher und boykottier diese Technologien einfach!

    Natürlich gibt es noch mehr Punkte, weshalb man DRM boykottieren sollte. Du kannst ja weitere Punkte in den Kommentaren ergänzen.

    In hoher Auflösung gibt es die Bilder hier, hier und hier. Nachdruck ist mit Quellenangabe „CCC“ oder „Chaos Computer Club“ ausdrücklich erlaubt.

    – More coming soon –

    31. August 2006 58
  • : Die Befreiung der Information – GNU/Linux und die Folgen
    Die Befreiung der Information – GNU/Linux und die Folgen

    Im „Matthes & Seitz Berlin“-Verlag ist von André Spiegel das Buch „Die Befreiung der Information. GNU,Linux und die Folgen“ erschienen.

    Die Spielregeln, nach denen die Gesellschaft mit Information umgeht, haben begonnen, sich zu verändern. Es geht dabei um hohe Ideale, aber auch um viel Geld und um mächtige Interessen. André Spiegel dokumentiert in allgemeinverständlicher Weise, was sich zur Zeit in den planetaren Datennetzen abspielt. Er geht auf die Zukunft des Buches in der digitalen Welt ebenso ein wie auf die Geschichte und Prinzipien des Wikipedia-Projekts. Sein Buch ist eine faszinierende Reise durch eine Welt der freien Information, die bereits keine Utopie mehr ist, sondern oft nur einen Mausclick entfernt.

    Das Buch steht unter der „Creative Commons Namensnennung, Keine Bearbeitung, Keine kommerzielle Verwendung, in der Version 2.0 für Deutschland“ Lizenz und kann als PDf kostenfrei heruntergeladen und wahlweise im HTML-Format auf der Webseite durchgelesen werden.

    Zur Qualität kann ich (noch) nichts sagen.

    30. August 2006
  • : Free Games auf Wizards of OS vorstellen?
    Free Games auf Wizards of OS vorstellen?

    Kennt sich hier jemand mit Free Games aus und kann das Wissen auch einem Publikum auf der „Show des freien Wissens“ auf der Wizards of OS 4 vorstellen? Hier ist die Anforderung:

    Ich organisiere die Show des Freien Wissens (wizards-of-os.org/show), bei der verschiedene Gäste auftreten und dem Publikum – überwiegend Leute, die noch nicht viel mit dem Thema anfangen können – deutlich machen sollen, was das Schöne an Freiem Wissen ist: Freie Software, freie Musik und Filme (Stichwort CC-Lizenzen) und freie Infrastruktur (Freifunk.net).

    Sehr gerne hätten wir auch das Thema Games in der Show. Die Idee ist, ein freies Spiel zu präsentieren (Tux Racer / PlanetPenguin Racer, Slune o.ä.), das in der Show erst vorgestellt wird, dann können Zuschauer sich wünschen, was verändert werden soll (nichts sehr Aufwändiges, vielleicht ein neuer Hintergrund oder ähnliches), um das veränderte Spiel am Ende zu präsentieren. Kann sein, dass das nicht geht, oder dass Ihr für einen solchen Zweck eine viel bessere Idee habt – ich bin bei dem Thema zeimlich ahnungslos und brauche Hilfe. Bisher habe ich auf diverse Anfragen keine Antwort bekommen und denke mir, das kann doch nicht so schwer sein ;)

    Die Show findet statt am 16. September in der Columbiahalle Berlin, wir hofen auf etwa 600 Zuschauer. Honorar gibt’s leider keins, aber Ruhm und Ehre, freien Eintritt zur gesamten WOS4 und freies Catering.

    Bei Interesse bitte Mail an Matthias Spielkamp schicken: m.spielkamp ett wizards-of-os punkt org

    30. August 2006 3