Wissen

Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.

  • : Wikipedia down …
    Wikipedia down …

    Ach, falls sich jemand wundert, warum die Wikipedia heute Abend nicht zu erreichen war. Der US-Provider Congent hatte aufgrund einer DMCA-Beschwerde gleich mal den kompletten IP-Block gesperrt.

    Cogent deleted ip block of wikimedia. They received an apparently improper DMCA takedown notice and deleted the ipblock of wikimedia. No ipadress = no website […] The ip-addresses Wikimedia was using where owned by Cogent. The where leased to the ISP of Wikimedia.

    Inzwischen wurden die IPs wieder freigeschaltet, hinter den Kulissen bemüht man sich um eine Lösung. Könnte durchaus noch spannend werden. Mehr in Kürze im Heiseticker.

    Nachtrag, 19.08.: http://www.heise.de/newsticker/meldung/77032

    18. August 2006 7
  • : Gerichtsshows raubkopieren?
    Gerichtsshows raubkopieren?

    Eine lustige Glosse über die Argumentation von RTL, warum man zukünftig grundverschlüsseln müsste, findet man in der FR: Selbstschutz à la RTL. In einem Interview erklärte die Chefin, dass eineVerschlüsselung dringend notwendig sei, da sie die einmalige Vielfalt im deutschen Free-TV schütze. Dadurch verhindere sie die unzulässige Nutzung wie Raubkopien in der digitalen Zukunft. Die Musikbranche hab gezeigt, was passiert, wenn RTL darauf nicht achte…

    Man darf sich Gedanken machen, warum Internetnutzer das aktuelle Album von Madonna illegal herunterladen oder gar die neuesten Produktionen von Dieter Bohlen. Geschmackssache. Warum aber sollte man das RTL-Programm raubkopieren? Schauen wir mal rein. Heute, 14 Uhr: Das Strafgericht; 15 Uhr: Das Familiengericht; 16 Uhr: Das Jugendgericht. Verbrechen, Sex und Laiendarsteller – da schlägt das Herz der Raubkopierer höher? Wer das Familiengericht verpasst hat, muss kaum warten. Bis nächsten Montag nur, dann steht die Wiederholung auf dem Programm.

    18. August 2006 2
  • : Lenovo Thinkpad mal mit und mal ohne Linux
    Lenovo Thinkpad mal mit und mal ohne Linux

    Die kOmmunikation bei Lenovo bezüglich einer Thinkpad-Linux-Linie sind schon äusserst seltsam. Vor wenigen Wochen ging die Message um die Welt, dass der chinesische Konzern zukünftig kein Linux mehr unterstützen würde. Am nächsten Tag wurde kommuniziert, dass dies versehentlich von einem Produktmanager ausgelöst wurde, der für eine andere Notebook-Reihe zuständig ist und die Thinkpads zukünftig wieterhin unterstützt werden sollte.

    Die letzten Tage ging dann die Message rum, dass es Thinkpads der T60er Reihe nun mit dem Suse Linux Enterprise Desktop 10 geben würde. Gestern fragten wir uns schon, weshalb die Suse Thinkpads bei fast gleicher Ausstattung um tausend Euro teurer sein sollten, als die Windows-Variante. Einziger Unterschied schien ein anderer Prozessor mit wenig mehr GHZ zu sein, der den Preis aber nicht rechtfertigte. Und heute dann die überraschende Wende in der Kommunikation: Alles nicht so gemeint, man liefert die Rechner jetzt mit DOS aus und die Kunden könnten sich ja ein Linux nachinstallieren. Treiber und technische Unterstützung könnte man auf einer Internetseite finden. Irgendwie wird das nichts… Aber DOS dürfte die technischen Fähigkeiten der neuen Notebooks sicherlich gut ausreizen.

    17. August 2006
  • : Freie Software ist notwendig für die Entfaltung einer Freien Kultur!
    Freie Software ist notwendig für die Entfaltung einer Freien Kultur!

    Lawrence Lessig hat auf der Linux World in San Franzisco die Keynote gehalten und Internetworld.com berichtet darüber: Lessig: Free Culture Needs Free Software.

    „The fight for free culture will be harder than the fight for free software,“ Lessig added. „There are no laws against free software.“ Lessing provided the audience with three steps that they could do to help the fight for free culture. The first is to understand that free culture is not piracy and that piracy should not be defended. The second item is to actually practice free culture and to participate in it. The third step, and the one most important for the LinuxWorld audience, is to enable free culture with a free platform to make it possible for free culture to flourish. „Free software is necessary to create free culture.“

    Nach der Keynote warf Lessig seinen Apple MacOSX in die Menge und stieg auf Freie Software um… Naja, nicht wirklich, leider. Aber manchmal wundere ich mich, dass soviele Free Culture Advocaten Wasser predigen („Freie Software“) und Wein trinken („Apple Mac OSX“). Cory Doctorow ist ja mittlerweile erfreulicherweise auf Ubuntu umgestiegen. Hoffentlich steigen noch mehr um, weil die Kernmessage kann ich nur unterschreiben: Freie Software ist notwendig für die Entfaltung einer Freien Kultur! Schmeisst Eure Apples Betriebssysteme weg, auch wenn sie schöner aussehen mögen!

    16. August 2006 10
  • : Debian wird 13
    Debian wird 13

    Das Debian-Projekt feiert heute seinen 13. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch.

    16. August 2006
  • : Ein Fuchs im Kornfeld
    Ein Fuchs im Kornfeld

    Das ist mal eien coole Idee: Studenten der Linux Users Group an der Oregon State University haben ein 220 Fuss grosses Firefox-Logo in ein Kornfeld gemacht. Vielleicht waren es aber auch Aliens, who knows?

    Auf der Webseite findet man eine detaillierte Anleitung in Form eines Erlebnisberichtes. Eines der Ziele der netten Open Source Marketing Aktion ist es, in Google Earth sichtbar zu werden.

    16. August 2006 9
  • : PR gegen Netzneutralität
    PR gegen Netzneutralität

    Hier kann man wieder eine nette Medienverdummung, bzw. PR der Telkos im Streit um die Netzneutralität sehen. Die Computerwoche berichtet über eine Studie einer Firma namens Brix Networks, welche die Qualität von VoIP-Lösungen untersucht und erstaunliches herausgefunden haben will: VoIP-Qualität wird angeblich schlechter.

    Ein geeignetes Mittel, um die Sprachqualität zu verbessern, wäre eine Priorisierung des Traffics im Netz, was letztendlich in einer von Carriern erhobenen Durchleitungsgebühr münden könnte. Eine Internet-Maut wird von Verfechtern der „Net Neutrality“, darunter Diensteanbieter wie Amazon.com, Ebay, Google, Yahoo oder Vonage vehement bekämpft.

    Aus Sicht von Marktexperten ist die Einführung einer Durchleitungsgebühr nur eine Frage der Zeit: Bei VoIP-Anwendern gebe es noch eine gewisse Toleranz, was die Dienstgüte betrifft, erklärte Yankee-Group-Analyst Zeus Kerravala gegenüber dem News-Dienst Cnet. Spätestens mit dem verstärkten Abruf von Videos aus dem Internet, etwa IPTV, würde eine schlechte Qualität nicht mehr geduldet.

    In der Realität finden die VoIP-Anbieter aber komischerweise eine Neutralität des Netzes gut. Wenn sich die VoIP-Anbieter um ein ordentliches Peering kümmern, ist eine Priorisierung, wie hier beschrieben, nicht nötig. Sinnvoller wäre es, wenn die VoIP-Router zuhause bei den Nutzern die Bandbreite sichern. Und IPTV wird immer von Seiten der Telkos als Beispiel eingebracht, um eine Netzneutralität zu ihren Gunsten aufzugeben.

    [Danke Torsten]

    16. August 2006 3
  • : Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestages erklärt Urheberrechtsreform
    Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestages erklärt Urheberrechtsreform

    Heute erklärt der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages in der Ausgabe 34/06 den „zweiten Korb“ der Urheberrechtsreform (des deutschen Bundestages).

    Interessantester Punkt ist der folgende Absatz:

    Mit dem sog. „Ersten Korb“ wurden erstmals Vorschriften zum Schutz technischer Maßnahmen für urhebrrechtlich geschützte Werke eingeführt. Damit wurde klargestellt, dass die Umgehung von Kopierschutzmassnahmen nunmehr verboten ist. Die Privatkopie wurde so ausgestaltet, dass sie gegenüber einem derartigen Kopierschutz nicht durchsetzbar ist; die endgültige Entscheidung darüber blieb jedoch dem sog. „Zweiten Korb“ vorbehalten.

    Da steht auf den ersten Blick erstmal nichts neues drin. Für mich der interessanteste Punkt war die Formulierung „die endgültige Entscheidung darüber blieb jedoch dem sog. „Zweiten Korb“ vorbehalten“. In der aktuellen Debatte wird von Seiten der Bundesregierung und der „grossen“ Bundestagsfraktionen bei der Frage einer durchsetzungsfähigen Privatkopie gegenüber einem Kopierschutz immer mit Verweis auf die EU-Urheberrechtsrichtlinie abgeblockt. Man hätte da keinen politischen Verhandlungsspielraum, was natürlich Quatsch ist. Hier schreibt der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestag explizit, dass dieser Verhandlungsspielraum durchaus besteht – man muss es nur durchsetzen wollen!

    16. August 2006 1
  • : Softwarepatente: Aufruhr im E‑Learning-Sektor
    Softwarepatente: Aufruhr im E‑Learning-Sektor

    Der E‑Learning-Bereich ist in Aufruhr, wie die Posts bei O‚Reilly zeigen: Die Firma Blackboard hat das so genannte Learning Management System (LMS) patentiert und damit viel böses Blut in der Branche verursacht. Nach amerikanischem Recht wurde der Firma ein Patent genehmigt, das ihr „ziemlich alles, was mit Learning Management Systemen zu tun hat, garantiert“ erklärt Open-Source-Programmierer Michael Feldstein in seinem Blog e‑Literate, der unter anderem auch an Freien E‑Learning-Projekten des MIT mitgearbeitet hat. Er interpretiert das Patent so, dass Blackboard die Rechte an jeder Art von Groupware hat, die bei Lernsoftware eingesetzt wird. Das würde schwerwiegende Folgen sowohl für proprietäre Entwickler als auch für die Open-Source-Gemeinde haben, so Feldstein. Damit nicht genug: Am gleichen Tag reichte Blackboard eine Patentklage gegen den Konkurrenten Direct2Learn ein. Nicht nur freie Lernprogramme wie Moodle und Sakai könnten damit ebenso belangt werden, sogar ein Content Management System (CMS) wie Drupal wäre im Visier des breit ausgelegten Patents, so Feldstein.

    Die Community schritt zur Tat: Es wurde eine Seite ins Leben gerufen, um die juristische Sprache des Patents verständlich zu formulieren. Weiterhin gibt es einen großen Überblick über die Geschichte des E‑Learning bei der Wikipedia. Außerdem wurde ein Boykottaufruf mit einer Online-Petition gegen Blackboard gestartet.

    [Danke an Daniel]

    15. August 2006
  • : A closed mind about an open world
    A closed mind about an open world

    Sehr lesenswert ist die aktuelle Kolumne von James Boyle in der Financial Times: A closed mind about an open world.

    Studying intellectual property and the internet has convinced me that we have another cognitive bias. Call it the openness aversion. We are likely to undervalue the importance, viability and productive power of open systems, open networks and non-proprietary production. Test yourself on the following questions. In each case, it is 1991 and I have removed from you all knowledge of the past 15 years.

    You have to design a global computer network. One group of scientists describes a system that is fundamentally open – open protocols and systems so anyone could connect to it and offer information or products to the world. Another group – scholars, businessmen, bureaucrats – points out the problems. Anyone could connect to it. They could do anything. There would be porn, piracy, viruses and spam. Terrorists could put up videos glorifying themselves. Your activist neighbour could compete with The New York Times in documenting the Iraq war. Better to have a well-managed system, in which official approval is required to put up a site; where only a few actions are permitted; where most of us are merely recipients of information; where spam, viruses, piracy (and innovation and anonymous speech) are impossible. Which would you have picked?

    14. August 2006
  • : myUbuntu: Neuer Customization Kit veröffentlicht
    myUbuntu: Neuer Customization Kit veröffentlicht

    Ubuntu Customization Kit ist eine Applikation, die die Live-CD von Ubuntu und seinen Variationen Kubuntu/Xubuntu und Edubuntu einfacher für den persönlichen Bedarf zuschneiden kann. Mit der neuen Version UCK 1.2 ist es möglich, verschiedene Päckchen der Live-CD wie Spracherweiterungen oder Einzelprogramme hinzuzufügen. Mit UCK 1.2 wurden einige Fehler behoben, jetzt kann auch der Packet-Manager von der CD benutzt werden. Der Support für GTK ist jetzt eingebunden, möglich über Zenit.

    Mit dem Kit lässt sich eine startfähige Live-CD erstellen, die ein auf den Benutzer zugeschnittenes Root-Filesystem (Software installieren und deinstallieren) enthält, inklusive der ISO-Inhalte (docs und Dateinamen ändern) und initrd (Module zum Booten hinzufügen oder ändern). Das Kit steht ab sofort zum Download zur Verfügung.

    8. August 2006 1
  • : 200 Millionen Firefox-Downloads: Feier mit Schreibwettbewerb
    200 Millionen Firefox-Downloads: Feier mit Schreibwettbewerb

    Der beliebte Freie Web-Browser Firefox startet eine Werbe-Kampagne nach der anderen: Wie bereits berichtet, ist es das erklärte Ziel der Mozilla-Foundation und ihrem „Community Marketing Portal“ Spreadfirefox.com, mit den Mitteln der Grassroots-Bewegung den Open-Source-Browser innerhalb der User-Gemeinschaft durch die User zu bewerben. Mit Erfolg – der 200 Millionste Download ist bereits seit letzter Woche erreicht.

    Zur Feier folgt bereits der nächste Streich von Mozilla: Das Unternehmen ruft zum Schreibwettbewerb auf. User sollen die Erfolgesgeschichte des Freien Browsers schildern, aber auch andere Beispiele von sensationellen Siegen aus dem Bereich Kunst, Musik oder Sport an den Blog „the fox tales“ senden. Als Beispiele wird die Erfolgsstory der Beatlemania angeführt. Unter allen Einsendern werden unter anderen 25 limitierte Firefox-Armbanduhren verlost.

    8. August 2006
  • : Frauen und Linux: Eine (noch) unterrepräsentierte Kombination
    Frauen und Linux: Eine (noch) unterrepräsentierte Kombination

    „Das Thema Frauen und Technik ist in der Gesellschaft immer noch mit einer Reihe von Vorurteilen besetzt. Da kommt es natürlich immer wieder vor, dass Frauen auch im Open-Source-Bereich nicht ernstgenommen und öffentlich belächelt werden“, gibt Gina Lanik, Systemadministratorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Rechenzentrums WSR im schweizerischen Pressetext zu Protokoll.

    In die Welt der männlich dominierten Software-Branche soll sich deshalb im Bereich der Linux-Entwicklung etwas ändern: Das Projekt um die vom Unternehmen Red Hat finanzierte Linux-Distribution Fedora will mehr weibliche Unterstützung in die Welt des Open Source bringen: Durch das Wiki Fedora Women sollen mehr Frauen Fedora weiterentwickeln, benützen und unterstützen. Allein schon das Logo setzt sich aus einem geschwungenem „f“ zusammen und will die wechselseitige Beziehung von „infinity“, „freedom“ und „voice“ verbildlichen. Im Allgemeinen würde schließlich die Zahl der weiblichen Fedora-User unterschätzt, so die Macherinnen, deshalb „sind sie in der Community auch unterrepräsentiert“. Fedora Women will allen weiblichen Beteiligten ein eigenes Forum bieten und hat dazu eine Mailingliste und einen IRC-Kanal eingerichtet.

    Auch bei anderen Distributionen haben sich Netzwerke und Portale für Entwicklerinnen gegründet: Während die LinuxChicks sich mit übergeordnet mit Terminen und Infos rund um die weibliche Linux-Userschaft kümmert, gibt es jeweils für die einzelnen Oberflächen GNOME, KDE, Debian und Ubuntu eigene Frauen-Portale.

    8. August 2006
  • : Open-Source-Studie: Nase vorn bei den Behörden
    Open-Source-Studie: Nase vorn bei den Behörden

    Das IT-Marktforschungsinstitut Government Insights hat eine Studie vorgestellt, die Linux-Anwendungen eine glänzende Laufbahn auf dem Regierungs- und Ämtersektor vorhersagt: „The Long Term Impact of Open Source Solutions on Government IT Spending“ hat analysiert, dass Freie Software in den nächsten fünf Jahren seinen Marktanteil am stärksten im öffentlichen Sektor ausbauen wird. In den kommenden Jahren wird außerdem ein Wertewandel bei den Ämtern stattfinden, so die Studie, der dazu führt, dass Regierungen und Behörden ihre maßgeschneiderten Linux-Anwendungen untereinander tauschen und weiter verbreiten.

    „Die Anforderungen an behördliche Programme sind einzigartig weil Regierungen eine einzigartige Funktion innehaben – sie dienen dem Bürger“, erklärt Shwan P. McCarthy von Government Insights. In den nächsten drei Jahren prognostiziert das Institut weiterhin eine jährliche Wachstumsrate der Open-Source-Software von 30 Prozent innerhalb der jährlichen Totalausgaben für IT-Belange. Dieser Trend soll anhalten und den Einsatz von Freier Software in Ämterkreisen zu einer nicht zu unterschätzenden Größe verhelfen. Auch liege die Betonung auf einem Personalisieren der Linux-Anwendungen auf die jeweilige Behörde, was eine stärkere Zusammenarbeit von Entwicklern und Ämtern zur Folge hat.

    8. August 2006
  • : Lev Manovich über Remixe
    Lev Manovich über Remixe

    Der US-Medientheoretiker Lev Manovich spricht im Interview mit dem KulturSpiegel über Remixe als neue ästhetische Ideologie, das Verschmelzen der Kunstformen und den Wert von Originalität: „Der Designer ist der Prototyp unserer Zeit“.

    KulturSPIEGEL: Und das ist der Remix. Zumindest in der Literatur gilt es noch als Plagiat, wenn man einfach das geistige Eigentum eines anderen, und wenn auch nur in Teilen, übernimmt. Solche Aneignung wird gesellschaftlich – und auch rechtlich – verdammt. Wird sich das ändern?

    Manovich: Sie haben Recht, diese Verdammung gibt es. Dabei remixen alle, aber niemand steht dazu. Bis jetzt hat nur die Musikbranche das Remixen in ihre Geschäftsstrukturen integriert: Man muss die Rechte der Stücke kaufen, die man sampelt. Es gibt erste Ansätze, neue Formen des Urheberrechts zu entwickeln, etwa die „creative commons“-Lizenzen, bei denen die Urheber festlegen, welche Nutzung sie zulassen. Weil es sich bei der Urheberfrage letztlich um eine wirtschaftliche Frage handelt, in der es um ein wichtiges Kapital der Gesellschaft geht, werden die Betroffenen sie nicht einfach fallenlassen. Aber trotzdem werden die Leute weiter remixen, einfach weil die heute verfügbare Software es nicht nur zulässt, sondern geradezu herausfordert.

    8. August 2006 1
  • : Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules
    Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules

    Volker Grassmuck hat für Telepolis die Themen der kommenden Wizards of OS 4 zusammengefasst: Information Freedom Rules.

    Wir schreiben das Jahr 2006. 15 Jahre nach Start der GNU General Public License, 10 Jahre nachdem John Perry Barlow die Unabhängigkeit des Cyberspace erklärte und 5 Jahre nach Gründung der Wikipedia. Zeit für eine Bestandsaufnahme.

    Freie Protokolle ermöglichen das Internet. Freie Software dominiert auf den Servern. Die Freiheitsbewegung in den Wissenschaften geht mit großen Schritten voran. Die freie, kooperative Online Enzyklopädie Wikipedia ist als Referenz fest etabliert. Und jeden Tag sind es mehr Menschen, die kulturelle Ausdrucksformen jeder Art frei erschaffen und miteinander austauschen.

    Unbedingt vormerken und kommen: „Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules“ – 14.-16 September in Berlin.

    7. August 2006 2
  • : Deutsche Stiftung Eigentum
    Deutsche Stiftung Eigentum

    Heute bekam ich eine Einladung zu einem Kongress mit dem Titel „Geistiges Eigentum: Schutzrecht oder Ausbeutungstitel – Zustand und Entwicklungen im Zeitalter von Digitalisierung und Globalisierung“. Das ist normalerweise nichts ungewöhnliches, solche Einladungen bekomme ich häufig. Interessant an dieser war nur der Veranstalter: „Deutsche Stiftung Eigentum“. Kannte ich noch nicht und scheint ein weiterer Think-Tank zu sein, der „Geistiges Eigentum“ weiter in der Politik verankern möchte. Das Kuratorium und der Stiftungsrat sind voller Professoren wie Hans-Olaf Henkel, bekannt aus Christiansen, dem „Konvent für Deutschland“ und vom BDI.

    Die Stiftung wurde 2003 offiziell anerkannt. Vorher gab es ein Kuratorium, welches schonmal einen „Bericht zur Lage des Eigentum“ herausbrachte, wie eine Pressemitteilung verkündete:

    Als Höhepunkt der Arbeit des Kuratoriums hebt er die Herausgabe des „Berichtes zur Lage des Eigentum“ hervor, der im April 2002 dem Parlament übergeben wurde. Der Bericht fand eine ausführliche Würdigung als wichtiger Beitrag zur Bewusstseinsbildung über das „Konzept Eigentum“.

    Übrigens ist die Stiftung natürlich vollkommen unabhängig und nicht von Partikularinteressen geleitet:

    Die Stiftung wird sich daher aktiv in den öffentlichen Meinungsbildungsprozeß einschalten, und dabei Gefährdungen des in der Verfassung festgelegten Grundgedankens des privaten Eigentums aufzuzeigen. Dies wird wissenschaftlich fundiert und überparteilich erfolgen. Die Stiftung bediene nicht Interessen, sondern trete für eine Idee und damit für das Ganze ein.

    Mit dem oben genannten Kongress soll nun ein weiterer „Bericht zur Lage des Geistigen Eigentums“ vorbereitet werden. Die Ergebnisse dieses Kongresses sollen dann in einen nicht-öffentlichen Nachfolgekongress mit Wissenschaftlern hineinfliessen, die dann wiederum diesen Bericht schreiben und dann dem Bundestag übergeben sollen. Was bei diesem Beicht herauskommen wird, lässt sich schon an den Unterstützern des Kongresses erkennen: BASF, „Deutschland – Land der Ideen“, Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V.. Als Redner sind u.a. der deutsche Börsenverband und Kurt Biedenkopf als Keynotespeaker dabei. Wie immer bei solchen Veranstaltungen wird Dr Günter Krings von der CDU sicher wieder alle Forderungen aufsaugen und sie in den Bundestag einbringen.

    Klingt das unabhängig und wissenschaftlich?

    7. August 2006 4
  • : D.R.M. = CRAP
    D.R.M. = CRAP

    Sehr nett: In diesem Video wird erklärt, weshalb der richtige Begriff für D.R.M. eigentlich C.R.A.P. ist.

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

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    [via]

    7. August 2006 3
  • : Telepolis über die DRM-Kompetenz von Bitkom
    Telepolis über die DRM-Kompetenz von Bitkom

    Torsten Kleinz remixed bei Telepolis die Studie über die digitale Medienwelt im Auftrag vom Verbraucherzentrale Bundesverband und die MP3-Partyhinweise von Bitkom, über die ich zuletzt mal geschrieben hatte: Copyright-Verwirrung.

    DRM – digitales Rechtemanagement – sollte eigentlich Klarheit für die Konsumenten bringen, wie sie korrekt mit digitalen Waren umzugehen haben. Doch in der Realität ist die Situation verworrener als je zuvor. Selbst Experten können kaum noch dazu raten, welche Angebote unbedenklich sind und wo Kunden übervorteilt werden

    Eigentlich müsste die Überschrift ja „Urheberrechts-Verwirrung“ heissen, oder? :-)

    7. August 2006 1
  • : Firefox VideoDownloader
    Firefox VideoDownloader

    Sehr empfehleswert für Firefox-Nutzer ist das VideoDownloader-Plugin. Damit kann man komfortabel bei allen gängigen Videoplattformen die Videos für die eigene Festplatte mitschneiden.

    7. August 2006 7