Frauen und Linux: Eine (noch) unterrepräsentierte Kombination

„Das Thema Frauen und Technik ist in der Gesellschaft immer noch mit einer Reihe von Vorurteilen besetzt. Da kommt es natürlich immer wieder vor, dass Frauen auch im Open-Source-Bereich nicht ernstgenommen und öffentlich belächelt werden“, gibt Gina Lanik, Systemadministratorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Rechenzentrums WSR im schweizerischen Pressetext zu Protokoll.

In die Welt der männlich dominierten Software-Branche soll sich deshalb im Bereich der Linux-Entwicklung etwas ändern: Das Projekt um die vom Unternehmen Red Hat finanzierte Linux-Distribution Fedora will mehr weibliche Unterstützung in die Welt des Open Source bringen: Durch das Wiki Fedora Women sollen mehr Frauen Fedora weiterentwickeln, benützen und unterstützen. Allein schon das Logo setzt sich aus einem geschwungenem „f“ zusammen und will die wechselseitige Beziehung von „infinity“, „freedom“ und „voice“ verbildlichen. Im Allgemeinen würde schließlich die Zahl der weiblichen Fedora-User unterschätzt, so die Macherinnen, deshalb „sind sie in der Community auch unterrepräsentiert“. Fedora Women will allen weiblichen Beteiligten ein eigenes Forum bieten und hat dazu eine Mailingliste und einen IRC-Kanal eingerichtet.

Auch bei anderen Distributionen haben sich Netzwerke und Portale für Entwicklerinnen gegründet: Während die LinuxChicks sich mit übergeordnet mit Terminen und Infos rund um die weibliche Linux-Userschaft kümmert, gibt es jeweils für die einzelnen Oberflächen GNOME, KDE, Debian und Ubuntu eigene Frauen-Portale.

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