Wissen

Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.

  • : Gema präsentiert Podcasting-Angebote
    Gema präsentiert Podcasting-Angebote

    Liebe Gema, danke für die neuen Podcasting-Angebote aus Eurem Hause, damit fühlt Ihr Euch sicherlich sehr modern. Ich fürchte allerdings, dass dieses enge Regelkorsett sowas von restriktiv ist, dass man doch viel besser mit freier Musik fährt:

    Das Angebot im Lizenzshop gilt für alle Anbieter von Podcasts,

    * die mit ihren Podcasts keine Einnahmen erzielen oder mit ihrem Podcast nicht mehr als Euro 300,00 (netto) pro Monat einnehmen,
    * deren Podcasts im keinem Zusammenhang stehen mit einem Unternehmen oder einer anderen wirtschaftlichen Tätigkeit, die auf Dauer mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben wird,
    * die ihren Podcast auf einer, zwei oder drei URLs anbieten,
    * deren Podcast nicht häufiger als täglich erscheint,
    * deren einzelne Episoden des Podcasts nicht länger als 30 Minuten sind,
    * die in jedes Musikwerk in ihrem Podcast in der Weise hineinmoderieren (sog. „talk over“) und die jeden Song in der Weise ein- und ausblenden, dass er nicht isoliert werden kann,
    * die die Episoden ihres Podcasts nicht mit ID-Tags (Schnittmarken) versehen,
    * die in ihrem Podcast Musikwerke zu maximal 50% ausspielen,
    * die in den Episoden ihres Podcasts nicht mehr Musik verwenden als zu 75% der Gesamtlänge der einzelnen Episode,
    * deren Episoden sich nicht nur auf einen einzelnen Künstler beziehen, und die in der Bezeichnung des Podcasts und in den Bezeichnungen der einzelnen Episoden weder die Namen von Musikwerken noch von Interpreten nennen.

    Vor allem die Regelung zu den Schnittmarken finde ich äusserst merkwürdig. Da würde ich gerne mal wissen, wie und warum die Juristen darauf gekommen sind.

    Bei Golem gibt es noch Infos zur Preisgestaltung, die man auch im Gema-Shop findet: GEMA: Knallharte Regeln für Podcaster.

    Die Lizenz gibt es dann in verschiedenen Paketen, z.B. für Intro und Outro werden 5,- Euro pro Monat fällig, wobei mindestens zwei Monate berechnet werden. Wer zudem bis zu fünf Songs pro Monat nutzen will, zahlt weitere 10,- Euro. Maximal 31 Musikstücke pro Monat gibt es samt Intro und Outro für 30,- Euro im Monat. Die Lizenzen gibt es derzeit mit einer maximalen Laufzeit von drei Monaten, danach muss eine Folgelizenz erworben werden, andernfalls muss der Podcast aus dem Netz verschwinden. Die Preise sind allerdings nicht endgültig und können sich noch kurzfristig ändern.

    Ausführliche Informationen bietet auch eine FAQ, wo genau geregelt ist, was man alles nicht machen darf.

    Hier mal zwei Highlights:

    Kann ich meinen Podcast während der Lizenzlaufzeit umbenennen?

    Wenn Sie Ihren Podcast während der Laufzeit der Lizenz umbenennen, handelt es sich um einen neuen. Er wird nicht von der laufenden Lizenz erfasst, da er unter anderem an den Namen des Podcasts gebunden ist. Ändern Sie den Namen des Podcasts, müssen Sie eine neue Lizenz erwerben.

    Darf ich einen Song ganz ausspielen?

    Nein, die im Lizenzshop angebotenen Lizenzen berechtigen nur, Musikwerke zur Hälfte auszuspielen. Wenn Sie Werke ganz ausspielen wollen, wenden Sie sich bitte an industrie@gema.de. In diesem Fall gelten abweichende Lizenzierungsmodelle, die in der Regel eine höhere Vergütung zur Folge haben.

    20. Juli 2006 7
  • : netzpolitikTV – 1: Verbraucherschutz und Urheberrecht
    netzpolitikTV – 1: Verbraucherschutz und Urheberrecht

    Diese erste Folge von netzpolitikTV wollten wir eigentlich schon letzte Woche online bringen, aber irgendwie verzögerte sich ständig etwas. Nun ist die Folge mit ca. 26 Minuten Länge online und ist als MP4 (60MB) und OGG (80MB) verfügbar.

    In der ersten Folge von netzpolitikTV geht es um die Pressekonferenz der Verbraucherzentrale Bundesverband vom Donnerstag letzter Woche zur Vorstellung der Urheberrechtskampagne und den Abmahnungen von iTunes & Co. Mit dabei sind Interviews mit Patrick von Braunmühl von der VZBV und dem Juristen Till Kreutzer, sowie ein Teil-Mitschnitt der Pressekonferenz, wo die Kampagne und die Beweggründe ausführlich vorgestellt wurden.

    Uns ist klar, dass die Tonqualität teilweise etwas besser sein könnte, aber wir nennen es einfach eine Betaversion und bei den nächsten Folgen gibts dann hoffentlich konstantere Qualität.

    Seit einem Tag wartet der Clip auch bei Google-Video auf eine Freigabe… Ok, nach nur 24 Stunden gibts den Clip jetzt auch bei Google Video. Also mal bei Sevenload eingestellt, die leider überhaupt nicht Linuxkompatible sind. Musste mir gerade per Jabber den Embedded-Code geben lassen, weil deren Service wohl nur auf Windows ausgelegt ist. Kann ich zum jetzigen Zeitpunkt also nicht empfehlen, da gefiel mit der Google Video Player bisher besser.

    19. Juli 2006 21
  • : Rechnen mit ODF?!?
    Rechnen mit ODF?!?

    Seit einiger Zeit kursiert das Argument: Open Document Format ist nicht brauchbar, da es die Interoperabilität beim Rechnen vermissen lasse.

    Gilt wirklich die Formel ODF + Rechnen = Unbrauchbar? Und was bedeutet überhaupt Rechnen im Zusammenhang von Dokumentenformaten? Bevor die Verwirrung größere Kreise zieht, ordnen wir erst einmal die Fakten.

    Zuerst einmal kann ODF natürlich nicht rechnen. Was auch kein Problem darstellt, da ODF ein Dokumentenformat ist. Das Rechnen bezieht sich auf die Behandlung von Formeln, wie sie beispielsweise in Tabellen vorkommen. ODF kann für jede Tabellenzelle eine Formel speichern. Diese Formel wird dann beispielsweise von der Tabellenkalkulation automatisch berechnet. Soweit so gut, aber spannend ist das noch nicht.

    Das Problem liegt in der Art, wie die Formeln in ODF gespeichert werden. ODF macht keine Aussagen in welchem Format diese Formeln gespeichert werden müssen. Und somit drohen uns nun babylonische Zustände beim Austauschen von ODF-Dokumenten?

    In der Tat führt dies zu Problemen, wie folgender Artikel belegt.

    Wurde bei ODF etwas Wichtiges vergessen zu standardisieren?

    Ich bin der Meinung dies, ist nicht der Fall, denn:

    1. Formeln sind Benutzereingaben. Da Formeln durch den Benutzer eingegeben werden sind sie in der Anwenderdokumentation meist gut dokumentiert. Benutzereingaben sind Inhalte und Inhalte sollten nicht durch das Format reglementiert werden. Ich will die Freiheit haben beliebige Formeln einzugeben, wenn ich das will. Die Anwendung kann gar nicht wissen, was ich mit der Eingabe bezwecken will.
    2. Formeln hängen mit Macros zusammen. In vielen Anwendungen können durch Macros Formeln erstellt werden, um den Funktionsumfang der Anwendung zu erweitern. Macros sind ebenfalls nicht in ODF enthalten. Übrigens sind Macros auch nicht in Office Open XML von Microsoft standardisiert. Man wird in der Regel also nur Teilmengen der möglichen Formeln standardisieren können. Dies bedeutet aber auch, dass es immer Formeln geben wird, die nicht austauschbar sind.
    3. Lesen ist immer möglich. Wenn eine Formel nicht verstanden wird, werden Felder nicht aktualisiert. Der Zustand beim Speichern des Dokuments bleibt jedoch erhalten und somit ist das Lesen der Dokumente auf jeden Fall gesichert.
    4. Komplexität erschwert die Implementierung eines Standards. Dies gilt auch für ODF. ODF wird auf knapp 700 Seiten beschrieben, Office Open XML von Micosoft hat über 4000 Seiten Spezifikation. Was nutzt ein Standard, wenn er so komplex ist, dass er von niemanden komplett umgesetzt werden kann? Besser ist ein kleiner übersichtlicher Standard, der dann auf andere bestehende Standards referenziert. Dies begünstigt auch die Wiederverwendung von Softwarekomponenten, da in der Regel bestehende Software verendet werden kann.
    5. Auch Schriften sind Benutzereingaben. Was haben Schriften mit Formeln zu tun? Dieses Beispiel soll zeigen, dass es eine Vielzahl von vergleichbaren Fällen beim Austausch von Dokumenten gibt. Formeln ist ein Beispiel, Schriften ein anderes, denn bekomme ich ein Dokument, in dem Schriften referenziert werden, die ich nicht besitze, dann habe ich Probleme mit der Darstellung (in der Regel sind Probleme mit fehlenden Schriften jedoch einfacher zu lösen, als Probleme mit inkompatiblen Formeln) . Dank an Michael Kleinhenz, der mich auf diesen Punkt hingewiesen hat.

    ODF kann also nicht rechnen – stimmt, stellt aber aus meiner Sicht kein großes Problem dar. Im Umfeld von ODF hat man dieses Problem allerdings erkannt und mit OpenFormula einen Standard für Formeln begonnen. Somit hat man nur Vorteile. ODF bleibt von unnötigem Ballast befreit und Anwendungsprogramme können mit OpenFormula einen separaten Standard umsetzten, um interoperabel zum Rest zu sein.

    18. Juli 2006 2
  • : Breaking News: Hongkonger Pfadfinder als Spitzel
    Breaking News: Hongkonger Pfadfinder als Spitzel

    Manchmal brauchen News etwas länger, um nochmal die grosse Runde zu machen: Die Regierung von Hongkong möchte 200000 Pfadfinder rekrutieren, als Sptzel Urheberrechtsvergehen zu melden. Stand gestern gross in der New York Times, heute in der Futurezone, morgen sicherlich schon bei Spiegel-Online und am 23. Januar auf netzpolitik.org.

    18. Juli 2006 1
  • : Im Source-Code von Firefox verewigt
    Im Source-Code von Firefox verewigt

    Früher konnte jeder laut Andy Warhol dank des Fernsehens für 15 Minuten berühmt werden. Aber nicht erst seit der Big Brother-Ära ist es viel rühmlicher, sich für einen guten Zweck verewigen zu lassen: Die Mozilla Foundation hat zum „Welt-Firefox-Tag“ am 15. Juli, dem Gründungstag von Mozilla Firefox, eine Freundschaftskampagne gestartet. Wer in den nächsten zwei Monaten bis zum 15. September diesen Jahres einen Freund überzeugt, sich den überaus beliebten Browser herunter zu laden und zu installieren, der wird im Source-Code der Open-Source-Software verweigt. Der Werber und der neue User landen auf einer elektronischen „Freundeswand“, einer Art digitalem, schwarzen Brett, das beliebig erweitert werden kann. Die Firefox-Gründer versprechen, diese „Wand“ bei jedem Treffen oder Kongress mitzubringen und aufzustellen. Darüber hinaus wird jeder Freund in der nächsten Version 2 von Firefox integriert werden: Von dem Browser aus ist eine interaktive Anzeige mit allen Namen zugänglich.

    Um sich an der Kampagne zu beteiligen, muss man sich auf der Firefox-Seite anmelden. Lustige selber gemachte Clips von Unterstützern des Browsers gibt es hier zu sehen.

    18. Juli 2006 4
  • : Sommerliche Übersicht: Video Remixing Tools im Internet
    Sommerliche Übersicht: Video Remixing Tools im Internet

    „… writing with text is just one way to write, and not even the most interesting way to write. The more interesting ways are increasingly to use images and sound and video to express ideas“, hat Lawrence Lessig mal gesagt und damit sicher auch den Tatbestand gemeint, wenn jemand die Patzer von Bush und anderen sampelt und zum erbaulichen Clip online remixt. Das Remixen von Videos, das Mashen hat seine Kreise gezogen. War es letztes Jahr das fröhliche Rekontextualisieren, das ein geposteter, neuer Trailer für Stanley Kubricks „The Shining“ lieferte, lässt das San Francisco International Film Festival dieses Jahr freimütig Hand anlegen. Aus dem eben im Mai dort Gezeigten darf man Neues zusammen schnipseln: Beim Remix-Wettbewerb auf der Webseite kann jeder mit dem Tool Remixer die Festivalsbeiträge ineinander mixen und mit einem neuen Soundtrack versehen. Gebastelt wurde es von Yahoo! Research Berkeley, einer von Yahoo! gesponserten Abteilung an der Uni in Berkeley, die sich seit letztem Oktober hauptsächlich mit dem Phänomen der Social Software und dem Sharen, dem Teilen und Remixen im Web beschäftigt.

    Das Mashen für Hobby-Schneidekünstler geht noch weiter: Was die britischen Sound- und Videotüftler Coldcut mit ihren Video-Mashups schon lange können und die VJs von Eclectic Method jüngst mit dem offiziellen Remix-Trailer für den Tanzfilm mit Antonio Banderas, „Take the lead“, darf jetzt jeder besser machen. Die Bootz von Audiofiles vor ein paar Jahren haben sich gemeinhin eingebürgert, die Remix-Kultur hat schon wieder ein neues Spielpferdchen des Web 2.0: Video 2.0 wird es getauft und schwelgt glücklich in dem gemeinschaftlichen Verwursten von Clips aus der großen Grabbelkiste von Portalen wie YouTube.

    Genauer, jeder der will, ergötzt sich an Open Source und lädt seine Heimvideos auf die Seiten von Eyespot, vSocial oder Grouper. Andere dürfen sie im Einverständnis demokratisch mittels drag&drop zerschreddern und ihren eigenen Lieblingstrack darüber legen. Bei den Möglichkeiten des Schnitts sind die Tools meistens im Moment leider noch nicht ausgereift: Man kann mehrere, aus einer Bibliothek vorgegebene oder auch eigens hoch geladene Clips zur Kette aneinander reihen und sie lediglich an Anfang und Ende ein wenig stutzen. Am Schluss legt man noch ein Liedchen darüber – wenn es denn passt. Ganz so wie bei einer Präsentation in iPhoto, aber online. Die Freunde dürfen sich die ersten Gehversuche in Videoschnitt als Link per RSS-Feed gleich reinziehen. Einzig die versiertere Applikation/Webseite Jumpcut liefert eine kleine, feine Bedienoberfläche für den perfekten Schnitt, komplett mit einer Auswahl an überaus schicken Trash-Effekten und gezauberten Übergängen. Auf der Seite von Jumpcut durfte man bis vor kurzem auch mit diesem fortgeschrittenen Tool den Kinotrailer von Richard Linklaters neuen Sci-Fi „A Scanner Darkly“ remixen. Ganz neu ist die Erweiterung für Filme in anderen Sprachen: DotSub schafft eine Plattform, wo Untertitel für Videos in einer offenen und kollaborativen Weise für andere Sprachkreise zugänglich gemacht werden können. Jeder darf so bei einem englischen Video an den deutschen Untertiteln mitbasteln.

    Doch: Irgendwann gibt es bestimmt eine Art FinalCut-Software für Masher im Netz, solange davor oder danach für etwas geworben wird. Apropos Werbung – kommerziell ausgeweidet wird das Online-Video-Remixen natürlich auch. Bei Eyespot kann man Audiosamples einer bestimmten Band hernehmen, sozusagen als frei verfügbaren Promo-Content. Bei Revver.com winkt sogar Geld, wenn man seine Clips hoch lädt: Das „Revverized video ad“ ist als pixeliges Standbild am Ende des Videos eingebettet und jedes Mal, wenn das Video weiter gepostet und angeguckt wird, soll der Autor Kohle bekommen. So bleibt man nah an der Zielgruppe, wird als Begründung auf den Seiten angegeben. Das war vielleicht nicht das, was Lawrence Lessig meint, wenn er die Freiheit auf den privaten Remix mit der Redefreiheit gleich stellt. Da geht es erstmal um die segensreiche peer production, die unter einer nichtkommerziellen Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht wird. Eine Spielwiese ist Video 2.0 immer.

    18. Juli 2006 3
  • : Populismus mit dem Bitkom
    Populismus mit dem Bitkom

    Der Bitkom hat sich per Pressemitteilung über den Bundesverband Verbraucherzentrale beschwert: Aus seiner Sicht seien die „Abmahnungen an Musik- und Software-Anbieter durch die Verbraucherzentralen reiner Populismus“. Ich erinnere mich nicht daran, dass der Bitkom auch mal die Musikindustrie wegen ihrer populistischen Klagewellen kritisiert hat. Aber in der „Zuckerbrot und Peitsche Strategie“ der Musikindustrie, mit den Klagewellen als „Peitsche“ und den DRM-Systemen der Bitkom-Mitgliedern als „Zuckerbrote“ ist man selbst nicht gerade unbeteiligt. Da stört natürlich berechtigte Kritik von angesehener Verbraucherschutzseite an Systemen, die nicht mehr so süss verlockend klingen, den Verbraucher in seinem selbstbestimmten Medienkonsum gängeln und kontrollieren wollen, sowie AGBs besitzen, die einfach rechtlich nicht in Ordnung sind.

    Gleichzeitig setzt sich der Bitkom massiv auf nationaler und europäischer Ebene gegen Pauschalabgaben ein, und damit explizit gegen Verbraucherrechte wie das Recht auf Privatkopie und gegen gerechte Vergütungen der Urheber.

    Etwas belächeln musste ich diese Argumentation in der Pressemitteilung:

    Dass Kopierschutz-Techniken nicht umgangen werden dürfen, ist schon seit längerem geltendes Recht – auch darauf weist BITKOM hin. Damit reagiert er auf Forderungen der Verbraucherzentralen, den Kopierschutz bei der anstehenden Reform des Urheberrechts einzuschränken. „Ein zeitgemäßes Urheberrecht muss auch die Interessen der Rechteinhaber berücksichtigen“, betont BITKOM-Hauptgeschäftsführer Rohleder. Der Verband setze sich für faire Bedingungen zwischen Autoren, Technologie-Anbietern und Verbrauchern ein.

    Dass Gesetze nicht in Stein gemeisselt sind, dürfte dem Bitkom auch bekannt sein. Nach einem massiven Lobbying bei der ersten Reform des Urheberrechts vor drei Jahren konnte sich der Bitkom durchsetzen und die umstrittenen Absätze zum Thema „Privatkopie theoretisch erlaubt, aber Kopierschutzumgehen ist verboten“ ins Gesetz einbringen. Und auch diesmal scheint es so, dass man sich mit der Vergütungshöhe bei den Pauschalabgaben gegen die Urheberverbände durchsetzen könnte. Immerhin hatte Gerhard Schröder mal auf einer Cebit sein Ehrenwort deswegen gegeben. Ebenso könnte die Politik aber auch sagen, dass die Kritik an den Kopierschutzsystemen gerechtfertigt ist und man als Leitlinie ausnahmsweise mal Verbraucherrechte schützen möchte, um auf diesem Weg die Wirtschaft anzukurbeln. Denn zufriedene Verbraucher konsumieren auch gerne mehr. Macht man aber leider nicht. Ein leichter Hohn springt aus dem letzten Satz heraus, wo man davon spricht, sich für „faire Bedingungen“ einzusetzen. Das Urheberrecht hat schon lange keine faire Balance mehr und Verbände wie der Bitkom sind mit daran schuld.

    Was ist jetzt bitte Populismus?

    18. Juli 2006 2
  • : ClaimID stellt User-Daten unter Creative Commons
    ClaimID stellt User-Daten unter Creative Commons

    ClaimID ist eins von den vielen neuen Startups im Bereich Identitäts-Management, die derzeit mit Higgins, Infocards, der Liberty Alliance und anderen teils konkurrieren, teils kooperieren. ClaimID ist vor kurzem in die public-beta-Phase gegangen, und ich habe mir gerade mal ihre Privacy Policy angesehen. Was lesen meine verwunderten Augen dort?

    ClaimID.com believes that you control your identity information. While our service (the website, its code, our proprietary goods) are copyright, the identity information that you enter into ClaimID.com isn’t. We place a Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0 license on your information. You may read this license here. This means that you may do what you want with your identity information. You may remix, retransmit and copy your identity information, among other things as stipulated by the license. At claimID.com we strongly support identity rights and the Creative Commons, and we strongly support your right to use your personal information as you see fit.

    Geht’s noch? Meine Daten gehören immer noch mir. Wie kann eine Firma sich anmaßen, die unter eine CC-Lizenz zu stellen? Damit könnte ja nicht nur ich, sondern auch jeder andere sie weitergeben, remixen (beachte: es ist keine non-derivs-Lizenz!) und verkaufen (ebenfalls: keine non-commercial-Lizenz). Ein typischer Fall von „Wir wollen die Guten sein und benutzen entsprechende Schlagwörter, haben aber nichts begriffen.“ Offenbar sind es ja ganz nette Studenten, die die Firma gegründet haben, keine Corporate Abzocker.
    Am Ende steht dann auch noch der Hass-Satz aller Datenschutz-Policies:

    This Privacy Policy may change from time to time without notice.

    Ich hoffe dennoch, das hier ändert sich ganz schnell. Ich werde denen gleich mal schreiben. Rechtswirksam dürfte so ein Unfug allerdings nicht einmal in den USA sein.

    17. Juli 2006 7
  • : Sonntag beim Zündfunk
    Sonntag beim Zündfunk

    Am kommenden Sonntag Abend, den 16.7., bin ich zwischen 22 und 23 Uhr beim Zündfunk auf Bayern2-Radio in der Sendung „Generator“ zu hören. Thema der Sendung ist „Wir sind alle kleine Sender – Wie das Web2.0 uns verändert“. Der Redaktionsleiter von jetzt.de, Dirk von Gehlen, und der französisch-kanadische Cyberphilosoph Pierre Lévy kommen neben mir in der Sendung zu Wort. Ich bin mal gespannt.

    Die Sendung kann man auch ausserhalb Bayerns via Livestream hören (Leider nur Real und WMA).

    14. Juli 2006 1
  • : Dissertation: Was motiviert Open Source Entwickler?
    Dissertation: Was motiviert Open Source Entwickler?

    Heise berichtet über eine Dissertation an der Uni Zürich, die der Frage nachgegangen ist, was Open-Source-Entwickler motiviert. Dazu wuren 1300 Entwickler bei Sourceforge & Co befragt. Keine Überraschung ist, dass für die meisten Spass am Programmieren und verfügbare Freizeit im Vordergrund steht.

    In ihren Details birgt die Untersuchung (PDF-Datei) jedoch durchaus Überraschungen: Lediglich gut die Hälfte der Programmierarbeit erfolgt in der Freizeit der Entwickler, 42 Prozent des zeitlichen Engagements für Open Source werden bezahlt – ein erstaunlich hoher Anteil. Autor Benno Luthiger Stoll merkt dazu an, dass dieser Wert in Wahrheit noch höher liegen dürfte: Bezahlt würden Entwickler eher in großen Open-Source-Projekten, die häufig über eine eigene Projekt-Infrastruktur verfügen. Befragt wurden jedoch bei Sourceforge, Savannah und Berlios aktive Programmierer, wo überwiegend kleinere Projekte gehostet werden.

    13. Juli 2006 1
  • : WordPress-Plugin für CC-Lizenzen im Feed
    WordPress-Plugin für CC-Lizenzen im Feed

    WpLicense ist ein WordPress-Plugin in der Version 0.6.0, mit dessen Hilfe man in die RSS2- und Atom-Feeds jeweils die passenden Creative Commons Lizenzinformationen hinzufügen kann. Sehr praktisch.

    13. Juli 2006 2
  • : Kulturstaatsminister begründet Verbraucherrechtsabbau im Urheberrecht
    Kulturstaatsminister begründet Verbraucherrechtsabbau im Urheberrecht

    Gerade bei der Bundesregierung gefunden: Zukunft für das Land der Ideen. Ein Interview der neuen Musikzeitung mit unserem Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU). Zum Urheberrecht gibt es dort u.a. diese Aussagen:

    Was nicht zulässig ist, muss wahrnehmbar verboten sein. Wir müssen ein Unrechtsbewusstsein dafür schaffen, dass illegales Kopieren Diebstahl geistigen Eigentums ist. Dabei geht es nicht darum, die Nutzung von legalen Privatkopien zu verbieten oder die Schulhöfe zu kriminalisieren. Die Verletzung geistigen Eigentums muss ebenso ernst genommen werden wie die Verletzung gegenständlichen Eigentums durch Diebstahl.

    Mir ist es gelungen, so, wie ich es der Musikwirtschaft bei der jüngsten MIDEM in Cannes versprochen hatte, die im ursprünglichen Entwurf der Justizministerin enthaltene sogenannte Bagatellklausel zu entfernen. Diese Bagatellklausel sah vor, illegales Kopieren in beschränktem, kleinem Umfang von vornherein von der Strafverfolgung auszunehmen. Das wäre ein verheerendes Signal gegen den Schutz des geistigen Eigentums gewesen. Die Zukunft Deutschlands liegt darin, dass wir uns als Land der Ideen verstehen. Wir müssen Ideen schützen und die Umsetzung guter Ideen ermöglichen. Das gilt im technischen Bereich genauso wie für künstlerische Werke.

    So, und jetzt vergleicht man das mal mit diesem Artikel von heute Morgen: Massive Kritik an Urheberrechtspolitik von den Verbraucherzentralen.

    13. Juli 2006 11
  • : Massive Kritik an Urheberrechtspolitik von den Verbraucherzentralen
    Massive Kritik an Urheberrechtspolitik von den Verbraucherzentralen

    Es ist immer wieder schön, wenn man von etablierter Seite Unterstützung für politische Forderungen bekommt. Wie im Falle der Urheberrechtsregulierung jetzt wieder vom Verbraucherzentrale Bundesverband. Die haben sich eigentlich fast komplett unseren Forderungen angeschlossen und kritisieren mit einer kleinen Kampagne die Bundesregierung und die DRM-Befürworter. Hier ist schonmal ein erster Teil des Berichtes zu der Kritik. Später gibts mehr, wenn ich von der Pressekonferenz zurück bin, die gleich stattfindet.

    Die Verbraucherzentrale Bundesverband hat heute in Berlin eine Studie zum Downloadstores & Co vorgestellt. Die von Till Kreutzer erstellte Studie hat u.a. die Lizenzbestimmungen bei Downloadportalen im Hinblick auf Verbraucherrechte untersucht. Diese haben wir uns hier im Blog schon vor fast einem Jahr kritisch angeschaut. „Nutzungsbedingungen, Kopierschutzsysteme und ein löchriges Urheberrecht machen die digitale Medienwelt für Konsumenten zu einem rechtlosen Raum“, kommentierte Patrick von Braunmühl von der VZBV die Studie. „Unsere Studie zeigt, dass bestehende Rechte der Verbraucher von Anbietern ignoriert werden. In der Pressemitteilung wird darauf hingewiesen, dass Nutzer den Vorgaben der Anbieter hilflos ausgeliefert seien. Über das Recht auf Privatkopie entscheide nicht der Gesetzgeber, sondern faktisch durch die Verwendung von DRM die anbietenden Unternehmen. Mit dem zweiten Korb der Urheberrechtsreform drohen sogar noch weitere Verschlechterungen für Konsumenten. Die Verbraucherzentralen schliessen sich unserer Kritik an und warnen vor „einer Klagewut der Anbieter und hohen Anwaltsrechnungen für die Eltern minderjähriger Internetnutzer.“ Die Kriminalisierung harmloser Nutzer unter dem Vorwand der Pirateriebekämpfung müsse endlich aufhören, so die Pressemitteilung weiter.

    13. Juli 2006 31
  • : The grey commons – Videoaufzeichnung und Interviews
    The grey commons – Videoaufzeichnung und Interviews

    Das von Rasmus Fleischer von Piratebyran gehaltene Referat im Rahmen der Digitale Allmend zum Thema „The grey commons“ ist nun als Audio- oder Videoaufzeichnung verfügbar.

    Die Netzwoche und der Tagesanzeiger haben zudem zwei Interviews auf Deutsch veröffentlicht. Darin wird die Position von Piratebyran beleuchtet.

    13. Juli 2006
  • : GnuCash 2.0 ist raus
    GnuCash 2.0 ist raus

    Die freie Finanzverwaltungssoftware GNUCash ist in der Version 2.0 erschienen, wie Golem berichtet: GnuCash lädt Kontoauszüge aus dem Internet.

    Wer GNUCash noch nicht kennt, hier sind mal ein paar Features aus der Wikipedia:

    GnuCash ist eine freie Software unter der GPL zur Verwaltung der persönlicher Finanzen. Eine leicht verständliche Benutzeroberfläche erlaubt das Anlegen und das Verfolgen von verschiedenen Bankkonten und Wertpapierdepots.

    GnuCash unterstützt das Prinzip der doppelten Buchführung und den HBCI Standard für Electronic Banking, sowohl mit PIN/TAN-Verfahren als auch mit Kartenlesegerät.

    10. Juli 2006 1
  • : Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules
    Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules

    Die erste Pressemitteilung zur kommenden WOS4 ist soeben verschickt worden:

    Internationale Konferenz Wizards of OS 4 vom 14.–16. September 2006 in Berlin zu den Themen freie Software und freies Wissen

    Berlin, 10. Juli 2006 – Die digitale Revolution hat die medientechnischen und die Eigentumsvoraussetzungen von kulturellen, künstlerischen und allen anderen Wissenspraktiken tief greifend verändert. Information – und zu einem wesentlichen und wachsenden Teil freie Information – kennzeichnet die Informationsgesellschaft. Kreative Individuen, Netzwerke und kleine Gruppen sind die Pioniere bei der Auslotung der neuen Möglichkeiten. Neue Genres wie Filme, die mit so genannten Game-Engines erstellt werden, neue Formen der kooperativen Berichterstattung unter dem Namen Citizens Journalism und neue Verwertungsformen in der Musikindustrie wie die Netlabels entstehen.

    Die internationale Konferenz Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules (WOS 4) wird sich vom 14. bis 16. September 2006 den Themenfeldern freie Software, freie Inhalten und freie Infrastrukturen widmen, wichtige Trends und innovative Projekte aus diesen Themenfeldern präsentieren und zur Diskussion stellen. Ort der Konferenz, zu der mehr als 100 namhafte Wissenschaftler, Techniker, Künstler und Aktivisten sowie über 1.000 Besucher aus aller Welt erwartet werden, ist die Berliner Columbiahalle und der benachbarte Columbiaclub. Ab sofort können sich alle Interessenten auf der Website www.wizards-of-os.org für die Konferenzteilnahme anmelden. Der Preis für alle drei Tage der Konferenz liegt bei 60,00 € (erm. 30,00 €) und 25,00 € (erm. 12,00 €) für einen Tag. Die Konferenzsprache ist Englisch.

    Den Kern der WOS 4 wird die dreitägige Konferenz in der Columbiahalle Berlin mit Vorträgen, Panels, Workshops und Performances bilden. Eingebettet in die Konferenz in der Columbiahalle präsentiert sich dann am Samstagnachmittag in deutscher Sprache die Publikumsveranstaltung „Die Show des freien Wissens“. In der Show werden populär und allgemeinverständlich die Grundlagen und Inhalte von freiem Wissen und freier Software vermittelt. Die Veranstaltung richtet sich explizit auch an ein Publikum ohne Fachkenntnisse. Im Umfeld gibt es weitere Workshops, Filmpro-gramme, Community Meetings und künstlerische Interventionen. So zeigt das Tesla – Berlins Ort für mediale Künste im Podewil – Filme, die im thematischen Schnittfeld von freiem Wissen und Medienkunst situiert sind. Die internationale Freifunkgemeinde wird sich im Club c‑base zusammenfinden. Am Sonntag, 17. September, finden im Erwin Schrödinger-Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin weitere Workshops statt.

    Die Schwerpunkte der WOS 4:

    · Netlabels: Die Netlabels zeigen eindrücklich wie die mächtige Verbindung von Produktionswerkzeugen auf dem PC mit dem globalen Vertriebskanal Internet kulturelle Praktiken verändert. Darunter versteht man Online-Labels, die Musik meist als kostenlosen Download zur Verfügung stellen. Von Musikern für Musiker gemacht, verbreiten sie sich explosionsartig, während gleichzeitig die großen Plattenfirmen über ihren Niedergang klagen. Wo diese ihre verbliebe- nen Felle mit Schutztechnologie und Massenklagen retten wollen, lassen jene ihre Musik frei – frei von Kosten, frei weitergebbar und oft auch frei veränderbar.

    · Brasilien: Als „Open Source Nation“ nimmt Brasilien national und international eine Vorreiterrolle bei der Verwirklichung der freiheitlichen Potentiale der digitalen Kultur ein. Die Partnerschaft mit dem brasilianischen Kultur-ministerium und dem Kulturminister Gilberto Gil ermöglicht es der WOS 4, die eindrucksvollsten Zeugnisse dieser Entwicklung vorzustellen.

    · „Die Show des freien Wissens“: Bei früheren WOS-Konferenzen wurde der Wunsch nach Einführungsveranstaltungen und Vermittlung für Neugierige laut. Erstmals wird daher im Rahmen der WOS 4 eine Wissens- Show auf unterhaltsame Weise aufzeigen, wie freies Wissen eigentlich funktioniert, wie es geschaffen und verbreitet wird, wie man es finden und nutzen kann, welche Bedeutung es im Alltag des Einzelnen hat und welche Einstiegsmöglichkeiten es für eine eigene Beteiligung gibt. Die Show richtet sich insbesondere an Schüler und Studenten.

    Die Wizards of OS hat sich mit drei Konferenzen (1999, 2001 und 2004) und mehreren Workshops international als Ort etabliert, an dem auf hohem Niveau spartenüber-greifend über die Grundlagen des kulturellen Schaffens im Digitalzeitalter debattiert wird. Aufbauend auf diesem guten Ruf wird die WOS 4 gemeinsam mit der AG Informatik und Gesellschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, Tesla und weiteren Partnern erarbeitet und richtet sich gleichermaßen an ein Berliner wie an ein inter-nationales Publikum. WOS 4 steht unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Dr. Annette Schavan und wird im Rahmen des Informatikjahres durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), den Hauptstadtkulturfonds und die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

    *** Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules ***
    Internationale Konferenz
    14. bis 16. September 2006
    Columbiahalle und Columbiaclub,
    Columbiadamm 13–21, 10965 Berlin

    Mehr Informationen:
    www.wizards-of-os.org

    10. Juli 2006 2
  • : DLF zu Wissenschaft und Urheberrecht
    DLF zu Wissenschaft und Urheberrecht

    Der Deutschlandfunk hat in seiner Sendung „Campus & Karriere“ verschiedene Mitarbeiter der Uni Bielefeld zum Thema Urheberrechtsreform befragt: Uni Bielefeld kritisiert Entwurf für neues Urheberrecht. Zwischendurch durfte auch Brigitte Zypries immer ihre Sicht auf die Dinge erklären. Deutliche Worte findet Dieter Timmermann, der Rektor der Universität Bielefeld:

    Die Unis sind ja meist zu vornehm, um zu protestieren und da müssen wir lauter werden. Das Problem ist, dass wir Gehör finden müssen und ich habe immer den Eindruck, dass die Politik das entweder ignoriert oder dass denen das gar nicht bewusst ist, was sie für gefährliche Entscheidungen treffen.

    Und hier gibts die MP3 des ca. fünf Minuten langen Beitrages.

    8. Juli 2006 3
  • : Softwarepatente wieder Thema in Brüssel
    Softwarepatente wieder Thema in Brüssel

    Softwarepatente werden nächste Woche wieder ein zentrales Thema in Brüssel. Die Futurezone berichtet schon vorab: Software-Patente sind wieder da.

    Bereits am Montag beginnt die Woche mit einem Patentevent der EU-Kommission für kleine und mittlere Unternehmen. Die Kommission ist von ihrer Linie der strikten Befürwortung von Patenten auch auf Software nicht abgerückt. Die eingereichten Meinungen zur Zukunft der Patentlandschaft in der EU seien in Summe nicht so erfreulich für die Position der Kommission gewesen, heißt es aus Brüssel. Also habe man schon im April begonnen, das Ergebnis zu korrigieren. Welches doppelte Spiel die Kommission über andere nicht öffentliche EU-Instanzen spielt, wird am Montag an dieser Stelle zu lesen sein.

    7. Juli 2006 4
  • : UN-Portal zu Geistiges Eigentum und Nachhaltige Entwicklung
    UN-Portal zu Geistiges Eigentum und Nachhaltige Entwicklung

    IPRsonline.org ist ein neues Portal von „United Nations Conference on Trade and Development“ (UNCTAD) und „The International Centre for Trade and Sustainable Development“ (ICTSD) zum Thema „Geistiges Eigentum und Nachhaltige Entwicklung“.

    Ziele des Portals sind:

    * To improve understanding of the development implications of the TRIPS Agreement.

    * To strengthen the analytical and negotiating capacity of developing countries so that they are better able to participate in IPR-related negotiations in an informed fashion in furtherance of their sustainable development objectives.

    Ganz so schlimm, wie es auf den ersten Blick aussieht, ist es dann doch nicht. Bei einem oberflächlichlichem drüberschauen, habe ich einige interessante Texte gefunden. Wenngleich meiner Meinung nach einige wichtige Themen wie Freie Software als Entwicklungschance eher marginal vertreten sind.

    7. Juli 2006