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Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.
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: iCommons Summit ist in Rio gestartet
: iCommons Summit ist in Rio gestartet Der iCommons Summit ist heute morgen offiziell gestartet. In ihrer Begrüssungsrede erklärte Heather Ford, die Geschäftsführerin von iCommons, dass man an den Erfolg des letzten und ersten iCommons Summits mit 80 Menschen im Juni 2005 anschliessen möchte. Zum zweiten Summit, ein Jahr später, sind schon mehr als 250 Menschen aus 49 Ländern erschienen. Mehr als 40 Journalisten und vier Kamerateams berichten zusätzlich zu den vielen Blogs und Podcastern. Heather Ford betonte, dass sich bei diesem Summit alles um erfolgreiche Showcases drehen würde. Vom Freedom Toaster in Südafrika über das Digital Burn Projekt in Grossbritanien bis hin zum Free Beer aus Dänemark, um nur wenige Beispiele zu nennen. in diesem Summit geht es um Kreativität und um Remixing.
Die Anwesenden wären die Menschen, welche die Wissenssallmende (Commons) aktiv aufbauen: Musiker, Wissenschaftler, Autoren, Künstler, Akademiker, Lehrenr, Politiker und Ingenieure. Heather Ford bedankte sich abschliessend bei der Fundacao Getulio Vargas (fgv) Law School für die Ausrichtung des zwieten iCommons Summits. Renaldo Lemos, Director des Center for Technology & Society at FGV Law School betonte in seiner kurzen Begrüssung, dass Brasilianer besonders für eine Sache geboren würden: Parties zu organisieren. Sow ird es die nächsten drei Nächte verschiedene Arten von Parties geben. Huete eine Dinnerparty, morgen gibts Samba und am Sonntag Abend ein Konzert.
Danach sprach Nathaniel Stern aus Südafrika, der hie rinegeladen wurde, um mit verschiedenen Medien den iSummit künstlerisch zu begleiten und zu remixen. Seine Rede war etwas schwierig zum mit bloggen, da er mehr rappte und herumhüpfte, als klar zu sprechen. Er betonte die Wichtigkeit von Free Culture Lizenzen, die erst richtig Remixen und Zusammenarbeit ermöglichen. Mit „Nehmt kleine Ideen und macht sie grösser“ beschrieb den Weg, eine Commons aufzubauen.
Damit war auch das erste Begrüssungpanel beendet und es folgte das nächste mit mehr Prominenz. Lawrence Lessig begrüsste die Anwesenden und war sehr erfreut, dass die aussergewöhnlichsten Menschen der Creative Commons Community hier in Rio zusammen kommen würden, inkl. einiger der grössten Kritiker. Creative Commons gründete die iCommons Bewegung, um eine Trennung zwischen der rechtlichen Schaffung von Lizenzen und dem globalen Communitybuilding hin zu bekommen. Das für viele langweiligste, aber vermutlich wichtigste Thema des letzten Jahres wäre die Debatte um eine Interoperabilität von Free Culture Lizenzen gewesen. Die fehlende Interoperabilität wäre ein Design-Fehler gewesen, vielleicht wären verschiedene Egos oder sonstwas dafür verantwortlich gewesen. Aber das Problem wäre bekannt und es würde die notwendige Infrastruktur gebaut, um das Problem zu lösen.
Ein weiteres wichtiges Projekt wäre das „public domain wiki (pdwiki)“ aus Kanada. Dort würden die Daten von Autoren in ein Wiki gepackt und Nutzer können Informationen über die Autoren hinzufügen. Damit würde eine Infrastruktur geschaffen, um heraus zu finden, was alles der Public Domain angehört und was noch nicht. Scheint eine Public Domain Registry zu werden.
Science Commons ist auch im letzten Jahr durchgestartet ud das Ziel dieses „dritten Arms“ von Creative Commons ist die Schaffung eines universellen Zugangs zu Wissen, um die Arbeit von Wissenschaftlern zugänglich für alle Menschen auf der ganzen Welt zu schaffen.
Mit einem kleinen Witz richtete er Aufmerksamkeit auf die Kritik von Richard Stallman. Dieser hätte kritisiert, dass der CC-Button „Some Rights reserved“ nicht explizit auf die jeweilige Lizenz hinweisen würde und irreführend sei. Normalerweise würde Richard Stallman ja nicht gewinnen, in diesem Fall hätte er sich aber durchgesetzt, betonte Lessig. Es wird also neue Buttons geben, die explizit auf die jeweilige Lizenz hinweisen. Dabei wird es ein Farbmuster geben, welches sich von Rot nach Grün bewegt. Die unfreieste CC-Lizenz wird dabei Rot sein und die freieste Grün. Die Farbspektren dazwischen beschreiben die unterschiedlichen Nutzungsfreiheiten. Dazu werden die Grafiken der Nutzungsfreiheiten auch auf den Buttons zu sehen sein.
Die CC-Mixter-Plattform wird nächste Woche in einer internationalisierten Version veröffentlicht werden. Viele gute Musik wäre mit dieser Plattform geschaffen worden und vor allem von vielen Menschen weiterentwickelt / geremixed. Lessig´ s Favorit sei Colin Mutchler mit dem Song „My life changed“. Dieser würde in nächster Zeit mit „Premixed – words and music for a free culture“ ein eigenes Album herausbringen. Mit Brian Eno und Pearl Jam hätten berühmte Künstler im letzten Jahr mitgeholfen, die CC-Lizenzen bekannter zu machen.
Das südafrikanische Freedom Toaster Projekt würde nicht nur nur Freie software zur Verfügung stellen, sondern mittlerweile auch viel Freien Content unter CC lizenziert. Am Ende der Konferenz würde es Free Beer geben, was nach Ansicht Lessigs gut schmecken würde- er musste es schliesslich letzte Woche beim Launch der Lizenzen in Dänemark testen. (Ich habs mittlerweile auch getestet und es schmeckt tatsächlich gut).
Er stellte verschiedene Firmen vor, die Geschäftsmodelle für CC-Content entwickeln. Scoopt war zuletzt in der Debatte. Die Firma möchte die Rechteverwaltung für kommerzielle Nutzung einfacher machen. Blogger und sonstige Kreative, die Content unter einer Non-Commercial Lizenz schaffen, sollen dafür kompensiert werden, wenn Firmen ihre Werke kommerziell verwerten wollen. Scoopt will dabei Zwischenhändler sein. Eine Firma namens Revver schafft im Moment eine Plattform, wo Künstler ihre Videos online stellen können und die Künstler werden wohl an den Webeeinnahmen betetiligt, welche die Plattform einnimmt. DotSub schafft eine Plattform, wo Untertitel für Videos in einer offenen und kollaborativen Weise für viele Kulturen zugänglich gemacht werden können. Man nehme ein Video, z.B. in englisch, und in Deutschland könnte jeder dabei helfen, die deutschen Untertitel hinzuzufügen. Eyespot schafft eine Plattform, wo man Video-Content im Browser mixen kann. Dabei wird auf Content mit einer CC-Attribution (Namensnennung) Lizenz zurück gegriffen und in den Prozess integriert. Die Plattform ermöglicht jedem, einfach Videos zu remixen.
Dann sprach er über das das Office-AddOn von Microsoft und dasss dieser Schritt zu begrüssen sei. Das erste Dokument, welches damit eine CC-Lizenz ausgewählt hatte,wäre die Rede von Gilberti Gil gewesen, die dieser im Anschluss halten würde. Cory Doctorow kritisierte im Anschluss in einer Session diesen Schritt, weil damit sein DRM-System unterstützen könnte.
Er bedankte sich bei Bob Young, einem der Gründer von redhat, der eine Million Dollar gespendet hat und damit erst den grossen iCommons Summit auch ermöglicht hat. Bob Young gab wohl früher auch das Gründungskapital und hat damit einen Anteil an der Arbeit von Creative Commons.
Eine sehr interessante News war, dass radiobras, eine brasilianische Nachrichtenagentur in den nächsten Tagen die Veröffentlichung ihres gesamten Contents unter der freiesten brasilianischen Creative Commons Lizenzen ermöglichen würde.
Alle sechs Monate würde man den Erfolg von Creative Commons anhand von Verlinkungen zur CC-Seite messen. 12 Monate nach Start wären es eine Million Links gewesen, nach 18 Monaten schon 1,8 Millionen. Nach 30 Monaten zwölf Millionen und im letzten Dezember schon 45 Millionen. Aber richtig verwundert wäre man jetzt gewesen, wo nach 42 Monaten mehr als 140 Millionen (!) Links bei Google zu finden sei.Man hätte erstmal bei Google nachgefragt, ob die Zahlen stimmen würden und sie wurden von dort bestätigt. Lessig bedankte sich abschliessend für die MIthilfe der Anwesenden, die Idee von Free Culture auf der ganzen Welt weiter zu verteilen.
Joi Ito, welcher neben unzähligen Vorstandsposten bei unterschiedlichsten Organisationen und Firmen auch den Vorsitz von Icommons inne hat, betonte in seiner Begrüssungsrede, dass wir alle zusammen eine Menge Dinge im Netz anstellen könnten, aber dass es imme rnoch besser sei, sich face2face zu treffen. Im Moment würden wir wieder eine neue Internetblase erleben, aber auch wirkliche Revolutionen. Eine davon wäre das, was man „User Generated Content“ bezeichnet, und hier besonders, was im Moment mit Video-Content und Plattformen wie Youtube passiert. Überall auf der Welt würden alte und neue Medien immer mehr miteinander verschmelzen und konvergieren. Ito berichtete von seiner japanischen Videoblogging-Show, die es jetzt auch im Fernsehen geben würde. Er würde sie immer zuerst im Netz releasen und unter einer CC-Namensnennungs-Lizenz veröffentlichen. Diese Lizenz wäre für eine Übernahme ins Fernsehen am besten geeignet. Viele Fernsehmenschen würden in Japan mittlerweile kapieren, wie das alles funktioniert und würden anfangen, Creative Commons LIzenzen deswegen zu mögen. Ito wies auf den Video-Server im nächsten Raum hin, der von allen mitgenutzt werden könnte und sollte. Zusammen würden wir den ganzen Video-Content der Konferenz remixen können und auch die anwesenden Journalisten soltlen sich überlegen, ob sie nicht beim Teilen und Remixen mitmachen und letztendlich damit auch davon profitieren würden.
Paulina Urrutia, die Kulturministerin von Chile, verstand ich bei ihrer Rede anschliessend leider nicht, da diese in spanisch gehalten wurde. Anschliessend sprach Gilberto Gil, der Kulturminister von Brasilien ist. In Brasilien würden alte IP-Gesetzgebung existieren und die Regierung hätte angekündigt, diese zu erneuern und würde das auch machen. Die Gesellschaft und Regierung müssten Sorge tragen, die Gesetzgebung in eine Richtung zu ändern, so dass alle davon profitieren würden. Er begrüsste John Perry Barlow, der auch anwesend ist mit den Worten, dass wir ohne ihn und die Arbeit der Electronic Frontier Foundation für ein freies Internet wahrscheinlich nicht hier sitzen würden. Seine Motivation, etwas an der Urheberrechtsgesetzgebung zu ändern, beschrieb Gil mit den Worten, dass er auch ein Teil der Unterhaltungsindustry sei und mit vielem nicht einverstanden sei, was dort für eine Politik betrieben und gefordert würde. Er würde mit seiner Arbeit die globale Unterhaltungsindustrie beienflussen wollen. Dann folgten viele Zitate von portugiesischen Autoren und aus seinen Lieder. Er beschrieb ein Erlebnis, als er jung war und mit einer Rockband und E‑Gitarren auftrat. Damit bekam er ziemlich viel Kritik von den brasilianische Studenten, dass er die Authentizität der brasilianischen Musik verletzten würde. Aber für ihn sei Kultur wie Open Source Software und sie wäre dazu da, neue Sachen auszuprobieren und bestehendes zu remixen.
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: iCommons Summit Part 1
: iCommons Summit Part 1 Endlich komme ich in Rio mal zum bloggen. Am Montag Abend bin ich erfolgreich nach 20 Stunden Reisezeit gelandet und war erstmal etwas irritiert. Es war nämlich dunkel. Meint man eigentlich nicht, wenn man am Vorabend des längsten Tag des Jahres aufbricht, um an den Strand und zur Sonne zu fliegen. Aber hier ist ja die andere Seite der Weltkugel und so erlebte ich die leicht bizarre Situation, dass es um 18 Uhr dunkel ist und trotzdem tropische Temperaturen. Mittlerweile hab ich mich daran gewöhnt, wenngleich man sich um ein paar Stunden Sonne beraubt fühlt.
Dafür ist die Copacabana quasi um die Ecke meines Hotels. Noch näher als bei mir zuhause der nächste Bäcker. So hab ich gestern erstmal einen Teil des Tages am Strand verbracht. Nachdem ich mich erstmal an den Jetlag gewöhnt hatte. Mit anderen Worten, ich war als einer der ersten am Strand, morgens um 7:30 Uhr, was Berliner Mittagszeit war. Nach ein paar Stunden rumliegen und mir einen kleinen Sonnenbrand auf der Nase abholen wurde es mir aber zu langweilig und ich schaute mir mal die Gegend an. Die Brasilianer sind ja etwas merkwürdig. Erstmal gibt es überall (!) Fernseher. Aber zur besten WM-Zeit werden nicht etwa die Fussballspiele übertragen, sondern irgendwelche Telenovelas. Dafür gibts überall Brasilien-Devotionalien. Zuerst fragte ich mich ja, ob das Touri-bedingt ist und diese das ganze Jahr zu haben sind. Aber anscheinend gibts hier zur WM den aus Deutschland bekannten Sylvestereffekt (Wo nach Weihnachten für wenige Tage Chinaböller-Läden aus dem Boden gestampft werden). Und was man nicht alles in brasilianischen Farben kaufen kann! Auf jeden Fall mehr als man sich so vorstellt. Ich muss nochmal mehr Fotos machen, allerdings wird man auch ständig davor gewarnt, jegliche Unterhaltungselektronik öffentlich zu zeigen, um nicht Opfer eines Verbrechens zu werden.
Abends hab ich erstmal Henrik aus Dänemark getroffen, der 60 Kilo Free Beer aus Kopenhagen mitgebacht hat. Das Free Beer, was unter dem Namen Vores Oel hier schonmal beschrieben wurde. Also ein Bier, wo das Rezept und das Brand unter einer freien Creative Commons Lizenz steht (und Guarana enthält). Das gibts jetzt seit letzter Woche in einer neuen Edition, soll noch besser schmecken und ich bin aufs Wochenende gespannt, wo ich es endlich probieren kann. Mit Henrik mach ich auf jeden Fall noch ein Podcast-Interview in den nächsten Tagen zum Free Beer.
Später haben wir noch Hermano Vianna getroffe, einen sehr interessanten brasilianischen Anthropologen, der uns hier die brasilianische Kultur(-politik) näher brachte und uns bei einem tollen brasilianischen Essen viele Hintergrundinfos gab. Sehr spannend, ich mag ja Musikkultur. Leider hatte ich aus Sicherheitsgründen meinen MP3-Recordern nicht dabei, ihn hätte ich sehr gerne zu verschiedenen Themen befragt. Aber das hole ich mal per Mail nach. Lustigerweise ist Hermanno auch Kurator des Musikprogramms des Copa de Cultura Projekts, was gerade in Berlin im Haus der Kulturen der Welt stattfindet. Und wir wollten ihn eigentlich zur nächsten Wizards of OS Konferenz zum Schwerpunkt „Brasil, the Open Source Nation“ einladen, aber er hat im September leider andere Pläne.
Heute ist dann Arbeit angesagt und ich friere mir gerade in Sommerkleidung und Sandalen nicht nur die Füsse ab. Die Klimaanlage in dem dunklen Hotelkonferenzraum, wo gerade der NGO-in-a-Box Workshop stattfindet, simuliert gerade erfolgreich einen Winter. Draussen ist tatsächlich Winter, aber das bedeutet hier nur, dass es nicht regnet und nicht ganz so heiss ist. Auf jeden Fall sind es gerade sehr spannende Diskussionen mit 13 Personen aus vier verschiedenen Kontinenten. Ich war natürlich pünktlich heute morgen und konnte mir erstmal lustige Bemerkungen über pünktliche Deutsche anhören. Der Rest kam dann im Laufe der ersten Stunde. Jetzt geht es gerade um Themen wie Citizen Journalism, Paticipatory Media, Open Content und wie Freie Software dazu genutzt werden kann. Ein wenig kann man dem Workshop im iCommons-Wiki folgen.
Die Sonne werde ich den nächsten Tagen leider kaum zu sehen bekommen. Kein Wunder, wenn es hier um 17 Uhr dunkel wird und man bis dahin im Hotel in Räumen ohne Fenstern sitzt. Morgen werde ich mir auf jeden Fall die passende Kleidung anziehen. Um 15:30 Uhr wird der Workshop zu Ende sein. Um 16 Uhr Ortszeit gibts nämlich das Brasilien-Spiel und das bedeutet Ausnahmezustand. Alle Geschäfte schliessen und die ganze Nation soll vorm Fernseher sitzen. Da bin ich mal gespannt. Bisher haben die Brasilianer ja nicht besonders tollen Fussball gezeigt.
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: Creative Commons und Fedora veranstalten Open-Video-Wettbewerb
: Creative Commons und Fedora veranstalten Open-Video-Wettbewerb Der Open-Video-Contest der Creative Commons und Fedora ist eröffnet. Endlich wird es belohnt, das Kino neu zu erfinden!
Als Hauptgewinn bei dem Wettwerb von Creative Commons und Fedora winkt ein Sony Camcorder in einer speziellen Fedora-Ausgabe. Darüber hinaus erhalten die ersten 150 Einsender je ein Paar Flip-Flops mit Fedora-Aufdruck. Laut den Teilnahmebedingungen sollten die eingesandten Videos nicht länger als 30 Sekunden sein, die Videodatei im OGG-Theora-Format eine Größe von 10 MByte nicht überschreiten. Musik, Bilder oder Videos sollten nur dann genutzt werden, wenn sie frei verwendbar sind oder unter Bedingungen wie der Attribution-ShareAlike Lizenz stehen.
Einsenden kann man zwischen dem 20. Juni 00:00 Uhr UTC (02:00 MESZ) und dem 20. Juli 00:00 Uhr UTC 2006 per E‑Mail. In der Jury sind unter anderem Alek Tarkowski (Creative Commons), Greg DeKoenigsberg (Red Hat), Max Spevak (Fedora) und Samuel Klein (Wikimedia Foundation, Special Project Committee).
[via / Markus]
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: Democracy ‑Die Evolution des Internet-Fernsehens
: Democracy ‑Die Evolution des Internet-Fernsehens Democracy ist nicht nur ein Freies und offenes Abspielprogramm und Webbrowser in einem für TV-Sendungen, Videocasts, Podcasts und Audio-/Video-Quellen über BitTorrent, es steckt noch viel mehr in ihm: Durch die Integration von RSS-Feeds kann der Benutzer aus einer Liste mit den verschiedenen Videocast- oder Sendungen von Fernsehsendern auswählen. Die Open-Source-Applikation ist ein Projekt der Participatory Culture Foundation: Diese gemeinnützige Organisation entwickelt und fördert mehrere Freie Video-Sharing- und TV-Projekte im Internet, um bei dem Massenmedium Internet-TV vor allem auch die Meinungsfreiheit online zu garantieren. Ihre Hauptprojekte sind der Player Democracy, die Suchmaschine Videobomb und die Videocast-Software Broadcast Machine. Allesamt werden sie als Freie Software entwickelt, wobei Programmierer aus aller Welt dazu aufgerufen werden, im eigenen Wiki mitzuhelfen und so zur Verbreitung von Tools und Sendungen beizutragen.
Der so genannte Channel Guide von Democracy bietet derzeit eine Auswahl an 400 verschiedenen Podcast- und anderen Kanälen. Alternativ können einzelne Programme wiederum über die Feeds abonniert und automatisch herunter geladen werden. Als „TV auf dem Desktop“ preist sich Democracy an und hat auch wirklich die Fähigkeiten hierfür. Democracy betont, dass die Clips, Filme und Sendungen auch im Vollbildformat abspielbar sind. Damit die Clips nicht zu viel Platz auf der Festplatte des Rechners einnehmen, wird jedes Video automatisch fünf Tage nach dem Ansehen oder nach einer beliebigen Dauer gelöscht – es sei denn, man möchte es abspeichern und behalten.
An den Player gekoppelt ist die eigene Suchmaschinenseite Videobomb, „einem demokratischen Spielplatz für Internet-Video“. Als gelungenes Beispiel für eine Web 2.0‑Applikation können Nutzer hier ihre Lieblingsvideos vorstellen und bewerten und sich eigene „Sende-Kanäle“ zusammenstellen. Die Suchmaschine erleichtert das Finden einzelner Videos nach Themen und präsentiert herausragende Clips.
Der Player ist sowohl für das Windows- wie auch das OSX-Betriebssystem erhältlich und als Beta-Version für die Linux-Distributionen Fedora, Ubuntu und Debian .
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: Going Brasil!
: Going Brasil! Wenn nichts mehr schief geht, fliege ich morgen früh los zum iCommons-Summit in Rio de Janeiro, der dort vom 23.–25. Juni stattfindet. Das bedeutet 5 Uhr aufstehen, 8 Uhr in Tegel losfliegen, 11 Uhr Zwischenlandung in Madrid und von dort 10 Stunden lang weiter nach Rio, wo ich dann um 16 Uhr Ortszeit ankomme. Das Wetter soll ja nicht schlecht sein, alle Hotels scheinen am Strand zu liegen und am Donnerstag gibts das nächste Brasilien-Spiel, was vor Ort sicherlich interessant wird. Mal schauen, wie die Netzsituation vor Ort ist. Wenn alles gut geht, blogge und podcaste ich regelmässig von den vielen spannenden Veranstaltungen.
An dem Tag vor- und nachher werde ich an einem NGO-in-a-Box – Workshop mit dem Schwerpunkt „Open Publishing“ teilnehmen, der vom Open Society Institute organisiert und finanziert wird. Dort wird es darum gehen, wie Nichtregierungsorganisationen freie Tools zum Publizieren einsetzen können. Eines meiner Lieblingsthemen und für mich ist das eine schöne Vermischung von Arbeit und Vergnügen.
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: epd über Urheberrechte im Dokumentarfilm
: epd über Urheberrechte im Dokumentarfilm Der evangelische Pressedienst (epd) berichtet über den „dokville 2006“: Fragen des Urheberrechts – Kongress, welcher in Stuttgart Anfang des Monats stattgefunden hat: Wem gehört der Ton?
„Was ist, wenn in einem Dokumentarfilm Musik im Hintergrund läuft oder der Mitwirkende ein Lied pfeift?“ Oder: Wie geht man vor, wenn ein Dokumentarist eine Hochzeit in China dreht, für die das Hochzeitspaar sich einen Song von Madonna für die Zeremonie gewünscht hat? Oder: Was kann es kosten, wenn das Handy eines Protagonisten klingelt und die Rechte für die Klingeltöne bei einem großen Konzern liegen, wie jüngst in den USA geschehen?
Das waren einige der praktischen Fragen, die auf dem „dokville“-Kongress „Auf schmalem Grat – Copyright und Rechte“ diskutiert wurden. Die zweitägige Veranstaltung am 1. und 2. Juni wurde organisiert vom Stuttgarter Haus des Dokumentarfilms und war gut besucht – ein Zeichen, dass das Thema aktuell ist. Und zwar auf mehreren Ebenen.
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: Diskussion: Münchens Weg weg von Microsoft
: Diskussion: Münchens Weg weg von Microsoft Das WirtschaftsForum der Sozialdemokratie in München lädt am kommenden Dienstag zu einer Informationsveranstaltung mit anschließender Diskussion zum Thema: „Münchens Weg weg von Microsoft“. Als Referent wird Wilhelm Hoegner, Leiter der Hauptabteilung Informationstechnologie der Landeshauptstadt München anwesend sein.
Am Dienstag, den 20. Juni 2006 um 19 Uhr, Unionsbräu, Einsteinstr. 42, Grüner Saal, (ÖPNV Max-Weber-Platz).
Die Entscheidung des Stadtrates der LHS München, vom Jahre 2003 an künftig ohne Microsoft-Produkte auskommen zu wollen, hat weltweit für Aufsehen gesorgt. Microsoft befürchtete einen Dominoeffekt. Die Stadt München sah den pessimistischen Voraussagen, die Abnabelung von Microsoft sei für eine Kommune von der Größe Münchens nicht zu schaffen, mit Fassung entgegen.
Konnte sich München gegen Microsofts Marktmacht behaupten? Ist die Alternative der opensource-Programme auf Linux-Basis tragfähig?Für diese Fragen und ihre Beantwortung steht Dipl.-Ing. Wilhelm Hoegner zur Verfügung, der als Leiter des Amtes für Informations- und Datenverarbeitung die EDV-Politik der Stadt vorbereitet hat und nun die Umsetzung verantwortet.
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: Serendipity 1.0 ist raus
: Serendipity 1.0 ist raus Serendipity ist in der Version 1.0 erschienen.
The Serendipity Team is proud to announce the final release version of Serendipity 1.0, an advanced and flexible blogging/cms web application. With its comprehensive feature set, including multiple authors, internationalization, templated output, and an open plugin architecture, Serendipity’s stable 1.0 release is ready to become the most popular Web application in the world!
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: Reggae und Copyright
: Reggae und Copyright Bei der Zeit-Online gibt es eine Genreübersicht zu Reggae, die spannend ist: Was Jamaika der Menschheit schenkte.
Beschleunigt wird diese Produktionsweise durch das eigentümliche Copyright in Jamaika – das als Gewohnheitsrecht auch im Rest der Reggae-Welt gilt: Die instrumentalen Kompositionen (in der Fachsprache: „Riddims“), zu denen Gesangseinlagen aller Art entstehen können, gelten als öffentliches Gut, sind also frei kopierbar. So kommt es, dass von jedem halbwegs erfolgreichen Reggae-Song innerhalb weniger Wochen unzählige „Versionen“ entstehen, eine origineller, durchgeknallter oder einfach nur schöner als die andere. Dieses Verfahren erzeugt so mit jedem Hit maximale Vielfalt – die ja bekanntlich gut für die Evolution ist.
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: BBC-Streitgespräch: Hollywood und die Hacker
: BBC-Streitgespräch: Hollywood und die Hacker Die BBC hatte letzte Woche den EFF-Gründer und ehemaligen Grateful Dead Songwriter John Perry Barlow sowie den Ex-US-Landwirtschaftsminister und jetzigen Chef der MPAA (aka US-FilmindustrieTM) zu einer Diskussion über neue Vertriebswege im Netz geladen. Und das Transcript ist einfach grandios, John Perry Barlow fast in Bestform: Hollywood and the hackers. Beim Bootsektor findet sich eine deutsche Übersetzung und der Hinweis, dass es in dieser BBC-Newsnight-Sendung (MP3) ist.
Bei einem kurzen Reinhören in die MP3-Datei konnte ich die Stelle aber nciht finden. Ich freue mich aber über sachdienliche Hinweise, ab welcher Minute das Streitgespräch beginnt.Danke für den Hinweis in den Kommentaren: Die Debatte geht bei 20:21 los und endet bei 26:46.John Perry Barlow: Ich habe gute, schlechte und gute Nachrichten. Die gute Nachricht ist, dass ihr Jungs es geschafft habt, die Gesetzgeber jedes grösseren Landes zu kaufen, und die Gerichte sind auch eurer Meinung, also könnt ihr euch gegenseitig gratulieren. Die schlechte Nachricht ist: ihr kämpft gegen einen Feind, der jünger und schlauer ist als ihr, und der noch leben wird, wenn ihr schon tot seid. Ihr werdet verlieren. Aber die andere gute Nachricht ist, dass ihr Typen verdammte Hurensöhne seid, die rausgekriegt haben, wie man Konsumenten und Künstler für Jahrhunderte über den Tisch zieht…
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: Hintergrundinformationen zu Linux in die Berliner Verwaltung!
: Hintergrundinformationen zu Linux in die Berliner Verwaltung! Zur aktuellen Berliner Debatte rund um die Modernisierung der IT-Verwaltungsinfrastruktur spiele ich jetzt mal ein wenig Informationsfreiheitsgesetz und stelle hier mal einige wichtige Papiere und Berichte der Berliner Senatsverwaltung des Inneren zusammen. Diese braucht man, um den gestern publizierten Bericht des Berliner Senats zur Aufforderung des Abgeordnetenhauses, eine herstellerunabhängige IT-Strategie auf Basis Offener Standards vorzulegen, zu verstehen.

Haushalts- und Vermögensrechnung von Berlin für das Haushaltsjahr 2001, Drucksachen 15/837 und 15/2848, hier: IT-Einsatz in der Berliner Verwaltung von der Senatsverwaltung des Inneren vom 10.11.2004 (Rote Nummer 2798)
Empfehlung des Unterausschusses „Haushaltskontrolle“ des Hauptausschusses vom 4. Februar 2005 (Rote Nummer 2798 A)
Folgebericht: IT-Einsatz in der Berliner Verwaltung, hier: Ergänzung des Berichtes von der Senatsverwaltung des Inneren vom 10.11.2004 (Rote Nummer 2798 B)
Einzelplan 05 – Senatsverwaltung für Inneres – Auflistung der 388 Fachverfahren der Berliner Verwaltung von der Senatsverwaltung des Inneren vom 5.9.2005 (Rote Nummer 3130 A)
Zwischenbericht „Umstellung der Software von Microsoft nach Linux“ (Ankündigung einer Verzögerung) von der Senatsverwaltung des Inneren vom 17.10.2005 (Rote Nummer 3130 B)
Anlage: „Projektbericht Open4Future“ – eine von Novell erstellte „Machbarkeitsstudie für den Einsatz von OSS in der Verwaltung der Berliner Bezirke“ (21 Seiten).
Bericht: „Umstellung der Computer – Software in der Hauptverwaltung von Microsoft auf Linux“ von der Senatsverwaltung des Inneren vom 3.8.2005 (Rote Nummer 3130)
Einzelplan 05 – Senatsverwaltung für Inneres – Fortentwicklung der IT-Planungsübersicht zu einem Projekthaushalt von der Senatsverwaltung des Inneren vom vom 3.08.2005 (Rote Nummer 3136)
Bericht des Berliner Senats zur Aufforderung des Abgeordnetenhauses, eine IT-Strategie auf Basis Offener Standards vorzulegen vom 28.3.2006 (Rote Nummer 3779)
Nochmal ergänzend: Bericht „Umstellung der Software von Microsoft nach Linux“ von der Senatsverwaltung des Inneren vom 28.03.2006 (Rote Nummer 3130 C)
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: Google Earth für Linux
: Google Earth für Linux Endlich: Google Earth gibts jetzt in einer Beta-Version für Linux zum Download. Weitere Infos finden sich bei Pro-Linux.
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: Berliner Senat will keine Freie Software
: Berliner Senat will keine Freie Software Nachdem im Dezember letzten Jahres der Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses vom Berliner Senat gefordert hatte, bis März eine Fahrplan für eine Migration der Landesinfrastruktur hin zu Freier Software vorzulegen, gibt es jetzt eine Antwort des Senats, die Heise vorliegt: Berliner Senat sperrt sich gegen vollständige Linux-Migration.
Die von dem Beschluss angemahnte Migration hin auf freie Software „erscheint dem Senat als nicht marktkonforme, technologisch und insbesondere wirtschaftlich nicht vertretbare Maßnahme“, konstatiert der heise online vorliegende Bericht zur Position des Parlaments. In seinen Konsequenzen sei der Beschluss der Abgeordneten auch so „nicht umsetzbar“, heißt es in dem vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und Innensenator Ehrhart Körting (beide SPD) unterzeichneten Papier. Die vollständige Umrüstung widerspreche den Zielen der Berliner IT-Strategie.
Allerdings scheint die Begründung eher bemüht und politisch motiviert zu sein als dass es technische Bedenken gäbe. Zumindest klingt das os, wenn schon die eigene SPD-Fraktion von einem „armseligen Papier“ redet:
Aber in der SPD-Fraktion zeigt sich die Basis ebenfalls sehr unzufrieden mit der Stellungnahme des Senats. „Die Schlange windet und windet sich“, ist dort zu vernehmen. Nach „einem Vierteljahr Arbeit hoch bezahlter Beamter und zusätzlicher Experten“ sei ein „armseliges Papier“ herausgekommen.
So werde etwa die Tatsache ignoriert, monieren die sozialdemokratischen Kritiker, dass irgendeine Migration weg von Windows NT4 generell stattfinden müsse. Gleichzeitig falle kein Wort über die Kosten des Hardware-Ersatzes von mindestens einem Drittel aller Berliner Verwaltungscomputer im Fall einer Migration nach Windows XP und des dabei gleichfalls erforderlichen Anwendungstransfers. Es gehe auch im Beschluss der Abgeordneten nicht um eine vom Senat unterstellte „Hau-Ruck-Umstellung“, sondern um Vorgaben für unbedingt notwendige Neubeschaffungen und Updates. Eine wirkliche Öffnung der Infrastrukturen sei generell erst über die Jahre hinweg zu erwarten. Der Senatsbericht dürfe daher auf keinen Fall abgenickt werden, um eine „proprietäre Migration“ zu verhindern.
Über die engen Beziehungen zwischen dem Berliner Senat und der Firma Microsoft hatten wir ja im Herbst vergangenen Jahres schon ausführlich berichtet, als Microsoft als erste Firma überhaupt eine Party im Abgeordnetenhaus schmeissen dürfte – mit Beteiligung des Senates und zufällig mitten in der Debatte um einen Nachfolger für die alten Windows Versionen.
Ich werde mal ausführlicher über dem Bericht schreiben, wenn ich ihn gelesen habe. Bei der Pressestelle der Berliner SPD-Fraktion geht leider im Moment niemand ans Telefon, die scheinen schon Fussball zu schauen.
Am 22. Juni wird sich der Ausschuss für Verwaltungsreform und Kommunikations- und Informationstechnik im Abgeordnetenhaus wieder mit der Linux-Migration beschäftigen. Da bin ich leider schon in Brasilien, aber ich werd mal schauen, dass jemand da mitbloggen kann, wenn der Ausschuss öffentlich tagt.
Update:
Und hier ist die Antwort des Senats als PDF. Ich freue mich über Peer-Review und Bemerkungen in den Kommentaren. Im Laufe der Woche werde ich noch eine Argumentationshilfe verfassen, die wir den Fraktionen schicken. Nach einem kurzen Überfliegen kann ich mich der Meinung aus der SPD-Fraktion anschliessen – besonders gut argumentativ ist die Antwort nicht, eher bemüht.
Die darin zitierten Papiere habe ich in Papierform, ich werde mal schauen, dass ich sie schnell noch in digitaler Form bekomme,um sie online stellen zu können.Update: Alle notwendigen Bericht und Papiere finden sich hier: Hintergrundinformationen zu Linux in die Berliner Verwaltung!
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: Journalismus und Urheberrecht
: Journalismus und Urheberrecht Hallo, de.internet.com, was ist wohl an dieser Meldung bei Euch falsch?
Die zweite Urheberrechtsnovelle hat bedeutende Konsequenzen für die Strafbarkeit von Filesharing, weshalb Tausende privater eDonkey-Nutzer mit Klage rechnen müssen. Das hat Rechtsanwältin Nina Haberkamm von derKanzlei maas_rechtsanwälte im Interview mit de.internet.com erklärt. Entgegen dem ursprünglichen Plan der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, eine Bagatellklausel im Urheberrecht – die so genannte „Raubkopierer-Klausel“ – einzuführen, und damit den Massenverfahren der Staatsanwaltschaften gegen Filesharing-Nutzer ein Ende zu setzen, hat die Bundesregierung bei der zweiten Reformstufe des Urheberrechts diese Bagatellklausel nun doch nicht eingeführt, so Haberkamm. „Nach dieser Regelung wären rechtswidrige Vervielfältigungen straffrei geblieben, wenn sie nur in geringer Zahl und ausschließlich zum eigenen privaten Gebrauch hergestellt worden wären. Ziel dieser Regelung sollte unter anderem die ‚Entkriminalisierung von Schulkindern’ sein.“
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: The PIrate Bay Schliessung: Gelungenes Marketing
: The PIrate Bay Schliessung: Gelungenes Marketing Die Presseagentur AFP vermeldet, dass die kurzfristige Schliessung von „The Pirate Bay „durch die schwedische Polizei eine gelungene Marketing-Aktion für die Bittorrent-Tracker-Seite war. Die Zugriffszahlen sind laut Alexa.com kurzfristig massiv gestiegen und haben sich jetzt wieder auf hohem Niveau eingependelt.
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: USA: Flash-Mobs gegen Apples DRM
: USA: Flash-Mobs gegen Apples DRM In den USA gab es wieder verschiedene Flash-Mobs gegen DRM, die von der Defective by Design Kampagne organisiert und durchgeführt wurden. Ziel waren diesmal verschiedene Apple-Stores in diversen US-Städten, um über das DRM im iPod und bei iTunes aufzuklären. Bilder finden sich bei Flickr und es gibt ein Video, was U2 freuen dürfte.

Sehr nett ist auch dieses Mash-Up der Apple-Werbung:

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: EFF-Podcast: Line Noise
: EFF-Podcast: Line Noise Die Electronic Frontier Foundation hat jetzt auch einen eigenen Podcast: Line Noise (RSS).

Hier sind die ersten beiden Folgen:
Apple v. Does, Sony BMG Settlement (MP3)
Kurt Opsahl, EFF attorney working on free speech case Apple v. Does, talks about the recent victory at the California Court of Appeal. Plus the run-down on the Sony BMG settlement, and how to help in the AT&T case.
Que S1RA, SIRA – The Trouble with the Section 115 Reform Act (MP3)
Fred von Lohmann of EFF explains the landmine language hidden in this fast-tracked copyright bill.
[via]
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: Links und Logo: Grüne Jugend vs Gesundheitsministerium
: Links und Logo: Grüne Jugend vs Gesundheitsministerium Über die kreative Linking-Police des Bundesgesundheitsministeriums hatte ich schonmal im Januar vergangenen Jahres geschrieben. In dem Ministerium ist man der Meinung, dass alle Links auf die Ministeriumsseite binnen 24 Stunden gemeldet werden müssen und man dann von der Gnade abhängig ist, ob man weiterhin verlinken darf. Rechtlich ist das kompletter Unsinn und einer Regierungsseite mehr als unwürdig.

Auch der Grünen Jugend war diese Linking Policy aufgefallen, und da dort des öfteren die Drogenpolitik des Bundesgesundheitsministeriums kritisiert wird und selbstverständlich Links dazu gehören, schrieb man das Ministerium an und teilte die Links mit. Der darauf entstehende Mail-Dialog wurde immer bizarrer und führte über die Öffentlichkeitsabteilung direkt in die Rechtsabteilung. Mittlerweile geht es nicht mehr um die Setzung von Links sondern um die Frage, ob die Grüne Jugend auf ihren Seiten in einigen Artikeln zur Dokumentation das Logo des Ministeriums benutzen darf. Dies wurde von der Rechtsabteilung mit einem Verweis auf ihre Urheberrechte untersagt und mit rechtlichen Schritten gedroht. Die Grüne Jugend hat das gesetzte Ultimatum verstreichen lassen und den kompletten Mail-Dialog transparent auf ihrer Seite veröffentlicht. Ich bin mal gespannt, wie es weitergeht.
Unterhaltungscharakter hat das Ganze durchaus und ds Rechtsverständnis des Gesundheitsministeriums kann man durchaus als merkwürdig bezeichnen. Vielleicht kann ja mal einer der mitlesenden Journalisten in der Pressestelle anrufen und mal nach dem Stand der Dinge der rechtlichen Schritte fragen?
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: Filesharing weiter auf sehr hohem Niveau
: Filesharing weiter auf sehr hohem Niveau Wer hätte das gedacht: Filesharing wird auf konstant hohem Level weiter geführt – trotz Klagewellen, Einschüchterungen und anderen Dingen. Dies berichtet die Musikwoche: P2P-Nutzung auf Rekordniveau.
Jüngste Analysen von BigChampagne, die MusikWoche exklusiv vorliegen, weisen für den Mai die Zahl von 9,736 Mio. Nutzern aus, die weltweit durchschnittlich zu jedem beliebigen Zeitpunkt in den diversen Filesharing-Netzwerken aktiv waren. Dieser Wert liegt um 12,4 Prozent höher als im Mai 2005 und ist das zweithöchste P2P-Nutzeraufkommen, das von BigChampagne je registriert wurde. Noch mehr Filesharer tummelten sich bislang nur im März in den Tauschnetzen, nämlich 9,992 Mio. – 20,6 Prozent mehr als im März 2005
In den Analysen ist übrigens Bittorrent gar nicht vertreten, die Nutzer dieses Dienstes kommen noch dazu. Die Musikwoche zitiert auch noch den Chef der Marktforscher, Eric Garland, mit den Worten:
„Das löst oder mildert das Problem nicht unbedingt. Es verändert es eher.“ Die Szene werde eben in noch privatere Zirkel weiterziehen, wo sie von den digitalen Spürhunden nicht so leicht entdeckt werden kann. „Genauso wie manche in der Entertainmentbranche damals die Schließung von Napster als entscheidenden Sieg bezeichnet haben, werden nun wieder neue Mittel und Wege zum Datentausch entstehen und genutzt werden.“
Ich finde leider keine Originalquelle davon bei BigChampagne.
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: Deegree – Offene Geodaten!
: Deegree – Offene Geodaten! Heise berichtet über eine Tagung des Deegree-Projektes, das „ist ein vor fünf Jahren vom Bonner Institut gegründetes Open-Source-Projekt für Geoinformationsdaten, das die bislang umfangreichste Implementierung von Standards des Open Geospatial Consortium (OGC) und der Internationalen Standardisierungsorganisation ISO vorweisen kann“: Bei Geodaten sind offene Kartensysteme auf dem Vormarsch. Professor Klaus Greve vom Geographischen Institut der Universität Bonn sagte dort:
„Es ist kein Zufall, dass Mashups so viele Kartenanwendungen haben. Die Menschen interessiert jedoch nicht, wie hoch etwa die Ozonwerte in einem Bundesland, sondern wie hoch sie vor ihrer eigenen Haustüre sind. Diese Daten wollen sie dann kommentieren.“ Auch wollten „Menschen bei Katastrophen wie Tsunamis sich selbst ein Bild von der Lage machen und nicht warten, bis der Spiegel seine erste Infografik gebastelt hat“.